Ergebnis 1 bis 9 von 9

Wasserschaden bei Mamorfliesen

Diskutiere Wasserschaden bei Mamorfliesen im Forum "Bautenschutz" auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Avatar von Teuertanker
    Registriert seit
    06.2008
    Ort
    Uelzen
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    10

    Ausrufezeichen Wasserschaden bei Mamorfliesen

    Kann mir ein Baugutachter das Verhalten von Marmorplatten, die in Kalk-Zement Mörtel (Dickbett) verlegt wurden und etwa 6Std. unter Wasser standen erläutern? Die Platten neigen seitdem zur Rissbildung und einige klingen seitdem "hohl". Tendenz zunehmend. Habe Probleme mit meiner Versicherung. Danke im Voraus.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Wasserschaden bei Mamorfliesen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Da brauchts ein paar mehr Angaben.
    Dickbett klingt erstmal nach Altbau. Ist es das???
    Dann "unter Wasser" heisst was. Fußbodenaufbau voll abgesoffen? Wenn ja, welche Dämmschichten, wurde getrocknet (mechanisch vom Profi)?
    Formate der Platten, Dicke??

    Denkbar ist z.B. eine nicht voll abgebundene "Mischung", deren nicht reagierter Zement nun dank des Wasserschadens Reaktionswasser bekommen hat und einen neuen Schwindprozess in Gang gesetzt hat.
    Würde zumindest die Hohllagen erklären.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter
    Avatar von Teuertanker
    Registriert seit
    06.2008
    Ort
    Uelzen
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    10
    Ja sorry - hier noch ein paar Angaben dazu... Es handelt sich um einen Altbau (BJ 1973). Der Boden war komplett unter Wasser 2-3 cm für ca. 5-6 Stunden. Das Wasser ist schon am Aussenmauerwerk und im darunter liegenden Keller ausgetreten. Die Mamorplatten haben eine Stärke von 1,5 cm (Jurakalk). Eine Geschossdecke aus Stahlbeton ohne Dämmung. Darunter Kellergeschoss mit unbeheizten Kellerräumen.
    Bei den Messungen der Trockenfirma an der Oberfläche der Platten wurde damals keine Feuchtigkeit festgestellt. Das war alles vor zwei Jahren. In dieser Zeit wurde die zunehmende Rissbildung und das dumpfe Gehgeräusch bei einzelnen Platten immer mehr. Jetzt klingt etwa jede vierte Platte "hohl".
    Vor zwei Wochen habe ich die Versicherung darauf aufmerksam gemacht, da dies nur im Zusammenhang mit dem Wasserschaden stehen kann!
    Dienstag (28.07.) kommt der Gutachter...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Bj 1973 - da sollte zwischen Rohbetondecke und Estrich (Dickbett) schon eine Dämmlage liegen. Vermutlich Kokosfasermatte oder Bitumenkork.

    Wenn da so viel Wasser da war, dass es seitlich rauslief, wird der Estrich schon seinen Teil an Wasser bekommen haben, ebenso die Decke.
    Ob das jetzt ausreicht, um nach oder über einen Zeitraum von 2 Jahren solche Schäden möglich zu machen? Mag sein, sicher ist es nicht.
    Wie gesagt - eine wahrscheinliche Lösung wäre das Nachschwinden des Estrichs.
    Das aber zu beweisen, wird schwer.

    Wessen Gutachter kömmt denn da? Ihrer oder der Versicherung?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    07.2010
    Ort
    Rheinland, Rhein-Main, Baden-Württemberg
    Beruf
    Bauingenieur, Sachverständiger
    Beiträge
    899
    Zitat Zitat von Teuertanker Beitrag anzeigen
    .........
    Bei den Messungen der Trockenfirma an der Oberfläche der Platten wurde damals keine Feuchtigkeit festgestellt....
    Wie wurde denn der "Erfolg" der Trocknungsmaßnahme ermittelt?

    Ich bin bekennender Skeptiker solcher Maßnahmen, insbesondere wenn "unbekannte" oder wassersaugende Dämmschichten betroffen sind!

    Ein Gruß
    svjm
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter
    Avatar von Teuertanker
    Registriert seit
    06.2008
    Ort
    Uelzen
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    10
    Es wurde keine Trocknung in diesem Raum durchgeführt! Wie gesagt, der "Techniker" von der Trockenfirma hat an 2 - 3 Stellen oberflächlich gemessen und das Trocknen des Bodens für nicht erforderlich gehalten.

    In drei anderen Räumen wurde eine Trocknung durchgeführt.

    Der Gutachter kommt von der Versicherung.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    07.2010
    Ort
    Rheinland, Rhein-Main, Baden-Württemberg
    Beruf
    Bauingenieur, Sachverständiger
    Beiträge
    899
    Hallo nochmal.

    Noch ein paar Verständnisfragen:

    1. Ist Ihnen der Estrichaufbau bekannt? Wenn ja, bitte um Angaben.
    2. Wie wurde getrocknet (Öffnungen im Estrich etc.)
    3. Wie wurde der Erfolg der Maßnahme festgestellt? Auch nur Messungen an der Oberseites des Belags?

    Ein freundlicher Gruß
    svjm
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  10. #8
    Themenstarter
    Avatar von Teuertanker
    Registriert seit
    06.2008
    Ort
    Uelzen
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    10
    Der Aufbau ist:
    20 cm Stahlbetondecke - darunter unbeheizter Kellerraum
    3,5 cm Kalk-Zementmörtel
    1.7 cm Mamorplatte (Jura-Kalk)

    Nach dem Wasserschaden (August 2009) wurde in allen überschwemmten Räumen oberflächlich die Feuchte gemessen. In allen Räumen ausser dem hier betroffenen Raum (Wohnzimmer 40 m²) wurde getrocknet.

    Das Wohnzimmer wurde für Trocken befunden und nicht getrocknet!

    Es exestieren aber Bilder, auf den ganz klar zu sehen ist, dass das Wasser schon an den Aussenwänden bzw. Innenwänden aus diesem Raum rausdrückt.
    Das Wohnzimmer war für ca. 6 Std. komplett 2-3 cm unter Wasser.
    Mir kann also keiner erzählen, dass dieser Raum keine Feuchtigkeit abbekommen hat!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #9

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    An der Oberfläche wie gemessen???

    War das ein Messgerät, an dem vorne so ein kleiner Metallstab rauskam, an dessen Ende eine Metallkugel mit rd. 15 - 20 mm Durchmesser saß???
    Dann kann das Gerät "durch den Aufbau" messen.
    Oder wie wurde gemessen.

    Ausserdem heisst - es muss nicht getrocknet werden - nicht, dass keine Feuchte gemessen wurde.
    Es kann nur sein, dass die Feuchte so gering war, dass der Trockner davon ausging, das sie keine Schäden anrichten und normal austrocknen würde.

    Sollte es allerdings wirklich eine nicht voll abgebundene Mischung gewesen sein, so wäre seine Einschätzung fatal gewesen.
    Diese Erfahrung muss man/frau allerdings wiederum erstmal machen/haben.

    Die Versicherung wird sich erstmal auf die Festellung des Trockners zurückziehen - keine zur Trocknung ausreichend grosse Wassermenge.
    Jetzt zu beweisen, dass der Wasserschaden irgendwelche Reaktionen IM Fußbodenaufbau ausgelöst hat, ist auch schwer, weil man eben z.B. unabgebundenen Zement nicht mehr finden wird (DER hat JETZT sein Wasser bekommen)

    Das wird nicht unspannend werden.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen