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Dachdämmung

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  1. #1

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    Dachdämmung

    Hallo nochmal, nachdem das Forum ja einige Zeit down war, hatte ich wieder eine Menge Zeit Fragen zu produzieren. Ich fange einfach mal an meine Idee zu beschreiben und hoffe auf Zustimmung oder Verbesserungen.

    Nach Rücksprache mit dem einen oder anderen "Fachmann" ergibt sich bei uns folgende Konstellation. Das Dach besteht aus 12er Sparren, somit ergibt sich die Möglichkeit eine 120er WLG 032 Zwischensparrendämmung anzubringen. Da vor einigen Jahren (es müssen so 15-20 sein) das Dach schonmal neu gedeckt wurde liegt auch schon eine Folie außen auf den Sparren auf. Ich hoffe mal, dass es es eine Unterdeckbahn ist. Da ich allein mit dieser Maßnahme aber noch keine ausreichenden Dämmwerte erziele wurde mir empfohlen eine Querverlattung (da ja alles mit Rigips verkleidet werden soll anzubringen und dann noch mal 30mm WLG 032 Aufsparrendämmung anzubringen.

    Jetzt ist meine Frage, da sich hier die Leute widersprechen, wo kommt die Dampfbremse bzw Dampfsperre hin? Zwischen die beiden Dämmschichten oder auf die letzte Schicht unmittelbar vor dem Rigips?

    Des Weiteren bin ich mir noch nicht schlüssig wie ich die Höhenunterschiede der Balken ausgleiche. Ich habe jetzt was von Justierschrauben gelesen, die Idee finde ich grds. sehr interessant, da einfach durchzuführen und viel weniger Arbeit als mit Unterlegkeilen. Die enstehenden Zwischenräume zwischen Balken und Latte würde ich dann einfach mit Reststücken der Glaswolle ausstopfen, so dass hier nicht unnötigerweise eine Wärmebrücke entsteht.

    Was haltet ihr von der grds. Idee?

    Gruß
    Christian
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  2. Dachdämmung

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  3. #2

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    Hallo Christian,
    ich würde ja eher 8-10 cm zusätzlich dämmung aufbringen-persönlich ziehe ich zellulosedämmung vor, hab es selber bei mir u div baustellen gemacht.
    1. ökologisch u wiederverwendbar
    2. wesentlich besserer hitzeschutz
    3. nicht so feuchteempfindlich, bzw verliert bei feuchteeintrag wesentlich weniger dämmwirkung als MW
    4. sorptionsfähig u fehlerresistenter
    aufbau ?
    auf die sparren kanthölzer, am besten kvh, zb 6x12 oder 8 x 12 hochkant aufschrauben,etwa alle 25 cm, ca 6 x 18 er schrauben nehmen- das erhöht dann auch noch die tragfähigkeit der sparren

    feuchtigkeitssperre befestigen, seitl gut ankleben, alle fugen u durchlässe sorgfältig abkleben

    quer dazu dachlatten je nach sparrenabstand 2,4 x 4,8- 3 x 5- 4 x 6 cm mit justierschrauben anschrauben- geht wesentlich schneller u genauer als mit keilen, abstand ca 33 cm-je nach platte.
    jetzt erst mit zellulose ausblasen oder wenn mit MW dann diese natürlich vor anbringen der Dampfbremse verlegen.
    sonst noch mal nachfragen
    gruß von andreas
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  4. #3
    Avatar von Flocke
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    Also. Zellulosedämmung wird in diesem Fall nicht wirklich funktionieren. Da hätte man vorher reagieren müssen. Die Stöße der Unterdeckbahn sind nicht abgeklebt und von aussen wurden damals mit Sicherheit keine zusätzlichen Konterlatten eingebracht um das Aufblasen der Unterdeckbahn zu minimieren. Ansonsten fehlt zwischen Pfanne und Folie jegliche hinterlüftung.
    Entweder in den sauren Apfel beißen und ein vernünftiges Unterdach aus Weichfaserplatten aufbringen, so wie es ja auch empfohlen ist, oder von innen konventionell dämmen. Ich bin begeistert von Zellulose, aber bei nicht fachgerchtem Einbau kann man auch schnell einen Schaden produzieren.Einblasen von Zellulose gegen Unterdeckbahn ist nicht optimal.
    Hier will aber jemand selber arbeiten, von daher scheidet Einblasdämmung sowieso aus.
    Für den Aufbau als solches würde ich vorab einen Stiatiker bitten mein Vorhaben abzusegnen. 120er Sparren sind schon recht knapp und da hier niemand etwas über Spannweiten und Randbedingungen weiß, ist es schwer eine Aussage darüber zu treffen was hält und was nicht. Durch das zusätzliche Gewicht wird die Statik im Zweifel schon mal überfordert und oft müssen die Befestigungen in den Auflagerpunkten auch noch überarbeitet werden (Viele alte Sparrnägel sin schon weggerostet oder lassen sich ohne großen Aufwand herausziehen.
    Ich wiederhole mich zwar, empfehle aber trotzdem im vorfeld einen Architekten und/oder Statiker hinzuzuziehen.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo,

    OK, sowie ich das jetzt verstehe ist es erstmal ein JA zu den Justierschrauben, dafür schonmal danke.

    Des Weiteren habe ich jetzt beschlossen eine zusätzliche 60er Dämmung in WLG 032 anbringen, das verbessert den Wert ja doch nochmal erheblich. Gewichtstechnisch ist da kein Problem vorhanden, der Statiker hat es abgesegnet, also von dieser Seite kein Problem. Des Weiteren wird sich in den nächsten Tagen auch noch ein Dachdecker um den Einbau von zwei Velux Fenstern kümmern und in diesem Zusammenhang die Konstruktion nochmal überprüfen, falls schon was morsch ist (sind aber aus Laiensicht gesprochen alle trocken und massiv) und dann müsste man eh schauen was zu machen ist. Aber davon gehe ich erstmal nicht aus.

    Ich würde jetzt Kreuzrahmen Fichte Kesseldruckimprägniert 80x60x3000 mm auf die Balken schrauben und die 60mm Dämmung dazwischen legen. Dann abschließend Dampfsperre (oder Dampfbremse, U-Wert Rechner ist für Sperre) auf die Lattung tackern und anschließend nochmals abkleben. Darauf würde ich dann Gipsfaser befestigen (Stöße kleben), oder gibts hier bessere Alternativen ,habe auch schon als Empfehlung von Holzwolle gehört, erhöht den Hitzeschutz wohl beträchtlich. Aber Holzwolle müsste dann wohl vollflächig verputzt werden auf die Gipsfaser kann man ja direkt Rollputz auftragen oder sofort streichen.

    Ja ich weiß Fragen über Fragen, aber ich will mich halt nicht hinterher ärgern.

    Gruß
    Christian
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    "Kesseldruckimprägniert" .. aha. warum? empfehlung vom baumarktfachmann?
    "gipsfaser" .. zw. versch. "fast gleichen" produkten gibts erhebliche unterschiede.
    "Stöße kleben"? hast du schon mal gemacht? damit sind wir bei DIY und bei den
    nutzungsbedingungen. . nicht ohne grund: ein dach ist schnell zugrunde gerichtet.
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  7. #6
    Themenstarter

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    @mls:

    naja vom Baumarktfachmann jetzt nicht gerade, sondern eher aus dem Laienwissen heraus und ich denke mal schaden kann es doch nicht oder?

    naja, wo sind denn die Unterschiede bei Gipsfaserplatten von zwei versch. Herstellern, oder wie soll ich die Aussage verstehen? Ich bin mir über den Unterschied Gipsfaser zu Karton durchaus bewusst und das mit dem Stöße kleben stellt sich mir jetzt nicht als die Hohe Kunst des Handwerks da. Klar ist ich muss mit einer Handkreissäge arbeiten, sonst sind die Kanten ja gar nicht glatt genug, aber sonst wüsste ich jetzt nicht wo der besonders hohe Schwierigkeitsgrad sein soll. Es soll auch nicht aus Dichtigkeitsgründen gemacht werden, sondern um die Fugen weiter zu entlasten, damit sich keine Risse bilden. So wurde es mir empfohlen.

    Ich nehme aber für mich nicht in Anspruch die Weisheit mit Löffeln gegessen zu haben und lasse mich gerne belehren, deshalb bin ich hier, nur leider kann ich mit deinen Kommentaren recht wenig nützliches anfangen, da sie eigentlich nichts anderes als Fragezeichen hinterlassen.

    Gruß
    Christian

    P.S.
    Ich glaube zumindest bei Gipsfaser weiß ich jetzt was du gemeint haben könntest, oben schrieb ich Rigips, was auf die Gipskartonplatten der Firma hindeuten würde. Aber auch mit Rigips meinte ich eigentlich Gipsfaser. Wobei ich grds. auch keine Probleme hätte wenn die Gipskartonplatten ausreichend sein sollten, am besten noch in der 9,5mm Dimensionierung, die sind nicht ganz so gewichtig und daher etwas besser aufs Dach zu schleppen :-)
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