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  1. #1

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    Innenputz grundieren vor dem Estrich

    Hall Zusammen,

    wir bauen gerade ein Häuschen und bei uns wurde vor einer Woche der Innenputz gemacht (Maschinengipsputz). Der trocknet auch felissig vor sich hin und sieht schon ganz gut aus.

    Laut unseres Malers hat der gesagt, wir sollten ca. 14 Tage warten bevor wir die Wände grundieren. Dafür würde sich ja jetzt das kommende Osterwochenende anbieten.

    Jetzt ist allerdings der Estrich noch nicht drin. Das wird durch Osterferien etc. erst Mitte April erolgen.

    Jetzt die Frage: Kann ich ohne Probleme die Wände grundieren (natürlich sofern trocken) bevor der Estrich rein kommt?? Oder gibt es dann Probleme wg der Feuchtigkeit des Estrichs?? Wir lassen uns schon Beschleuniger in den Estrich machen, damit weniger Wasser benutzt werden muss.

    Sachdienliche Hinweise wären hilfreich.

    BBedankt und Gruss

    Schiki
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  2. Innenputz grundieren vor dem Estrich

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  3. #2

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    Ich würde die Wände nicht grundieren, da eine Grundierung die Poren verschließt und der Putz somit nicht mehr richtig Atmungsfähig ist.. Warum soll denn die Wand grundiert werden? Damit die Tapeten besser halten? Grundierung = Bauchemie Wenns nicht unbedingt Not tut, würde ich keine benutzen..
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  4. #3

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    Es kommt eben an was man mit der Wand vor hat und ob eine Grundierung unbedingt Notwendig ist..

    Zu deiner Frage: Du kannst vorher Grundieren, solltest aber darauf achten, dass die Grundierung trocken ist, bevor der estrich gegossen wird..
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  5. #4

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    Egal ob tapeziert oder gestrichen wird, eine Grundierung ist (jeweils passend) unumgänglich.
    Also ist das Käse, was Du schreibst.

    Das war aber nicht dier Frage.

    Die Antwort müsste lauten:
    Theoretisch kann man den trockenen Putz schon grundieren, da aber der
    Estrich trotz allem noch heftig Feuchtigkeit abgibt (auch in den Putz) wäre es
    empfehlenswert, die Trocknung von diesem zumindest weitgehend abzuwarten.

    Im übrigen habe ich noch keine "atmende" Wand gesehen ?!?! Weder mit Husten noch mit Astma.
    Sorption - ja, Diffussion - ja, aber nicht husten oder atmen
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  6. #5
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    Hallo,

    danke erstmal für die Antwort. Wir werden keine Tapete auftragen, sondern den Putz direkt streichen. Deswegen wird grundiert.

    Möchte nur die freie Zeit bis zum Estrich sinnvoll nutzen...

    Mir gehts nur darum, nachher keine Tropfsteinhöhle zu haben...


    Gruss

    Schiki
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  7. #6

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    @ sarkas
    Was genau bewirkt den die Grundierung? Schonmal darüber nachgedacht oder immer drauf gemacht weil dir das der Baustoffhändler das empfohlen hat!?
    Wenn man nicht grundiert, verbraucht man jediglich mehr Farbe (bei einer neu verputzten Wand im Innenbereich kp.).. Und zum Thema Raumklima, kannst du dir das hier mal durchlesen, finde hier ist es gut erklärt..
    Aber Vorsicht! Nicht das du dann dochmal von einer Wand angehustet wirst ..

    Der Wandputz erfüllt eine wichtige Funktion für das Raumklima. Damit der Putz seine feuchtigkeitsregulierende Funktion erfüllen kann, muß seine Oberfläche für Wasserdampf durchlässig bleiben. Wenn man einen jungfräulichen Putz mit ungeeignetem Zeug behandelt und seine Oberfläche versiegelt Grundiert, ist der Schaden zwar nicht sofort sichtbar, aber nicht wieder gutzumachen. Leider gilt, daß jede aufgebrachte Schicht die Funktion des Putzes beeinträchtigt. Man kann die Beeinträchtigung der Diffusionsfähigkeit für Wasserdampf nur möglichst klein halten.

    Man kann im nächsten Baumarkt irgendeine Dispersionsfarbe kaufen und ein oder zwei Schichten auf Decken und Wände bringen, aber das würde ich aus den oben genannten Gründen nicht machen. Ich würde Silikatfarbe verwenden. Auf Gipsputz verkieseln Reinsilikatfarben nicht, aber es gibt Dispersionssilikatfarben und Quarzgrundanstriche auf Silikatbasis. Um für so etwas Feines wie schöne glatte Gipsputzwände von vornherein jedes Risiko auszuschließen, würde ich beim Einkauf Baumärkte gar nicht erst berücksichtigen und statt dessen Material für professionelle Anwendungen mit gesicherten Eigenschaften kaufen. Sowas gibt es i. a. nur im Maler-Fachhandel. Mach Dich z. B. unter http://www.keimfarben.de schlau.

    Möglicherweise fragst Du jetzt, was der ganze Aufwand soll. Schließlich ist der Parkplatz vor dem Baumarkt immer voll und viele Leute schleppen eimerweise Farbe heraus. Wenn Du aber dieses Brett sowie das Mietbrett eine Weile verfolgst, wird Dir auffallen, daß es fast täglich mehrere Anfragen wegen Schimmel in Wohnräumen gibt. Schimmel kann mehrere Ursachen haben: Schlecht isolierte Wände und Baupfusch bei der Herstellung der Isolation, mangelhafte Belüftung aufgrund zumeist völlig fehlender automatischer Belüftungsanlagen und Bewohnern, die den Mangel mit manuellem Lüften nur unzureichend ausgleichen und schließlich ungeeignete oder nachträglich versaute Wandoberflächen. Im Gegensatz zu früher üblichen Bauweisen machen sich Architekten und Statiker bei heutigen Neubauten Gedanken über die Temperaturdifferenz zwischen Raumluft und Wandoberfläche und über die Luftfeuchtigkeit im Gebäude und an den Wandoberflächen. Das wird aber obsolet, wenn nachträglich jemand die mit Bedacht ausgewählten Materialien versiegelt und die Diffusionsfähigkeit der Wände kaputt macht.
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  8. #7
    Avatar von Hundertwasser
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    @ schenkenhoerste
    Was du da verbreitest ist wieder mal der gleiche unsägliche Schmarrn der ständig im Internet verbreitet wird.
    1. Wände atmen nicht
    2. Putz atmet nicht
    3. Sorptionsvorgänge werden überschätzt
    4. Tiefgrund verschließt keine Poren und versiegelt keine Oberflächen
    5. Silikatfarben, z.B. von der von mir sehr geschätzten Fa. Keim sind auf Gipsputz allenfalls zweite Wahl
    6. Schimmel hat mit der Auswahl der Farbe so gut wie nichts zu tun
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Hundertwasser Beitrag anzeigen
    @ schenkenhoerste
    Was du da verbreitest ist wieder mal der gleiche unsägliche Schmarrn der ständig im Internet verbreitet wird.
    1. Wände atmen nicht
    2. Putz atmet nicht
    3. Sorptionsvorgänge werden überschätzt
    4. Tiefgrund verschließt keine Poren und versiegelt keine Oberflächen
    5. Silikatfarben, z.B. von der von mir sehr geschätzten Fa. Keim sind auf Gipsputz allenfalls zweite Wahl
    6. Schimmel hat mit der Auswahl der Farbe so gut wie nichts zu tun

    Das war richtig gut Hast mir das Schreiben erspart. Danke!
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  10. #9

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    oh man, ihr sollt dass mit dem Atmen auch nicht wörtlich nehmen. puhh.. Ich will auch nicht hier weiter ins Detail gehen.. Das wird mir sonst zu blöd hier.. Jedenfalls nimmt Putz Feuchtigkeit auf, und gibt sie auch wieder ab... und dass beeinflusst Tiefengrund nun mal. Tiefengrund versiegelt die Oberflächen-dass steht sogar auf der Verpackung drauf... Es macht bei einer Wand die nur gestrichen werden soll keinen Sinn.. Man kann auch verdünnt vorstreichen..
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
    Avatar von Hundertwasser
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    Tiefgrund versiegelt die Oberfläche eben nicht. Die Diffusionsfähigkeit einer Oberfläche bleibt erhalten, das ist ja der Witz an der Sache. TG wirkt regulierend auf die Saugfähigkeit und kleidet die Innenseiten der kapillaren Öffnungen eines Putzes aus. Dadurch wird verhindert das die Feuchtigkeit (Wassermoleküle) vom Putz zu stark aufgesaugt werden. Wasserdampf kann da immer noch ungehindert durch.

    Ungeachtet dessen werden die Sorptionsvorgänge trotzdem überbewertet. Oder hast du eine Vorstellung über wieviel Feuchtigkeit (quantitativ bestimmt) wir überhaupt reden? Weisst du wieviel m² Oberflächen es in einem Wohnraum gibt und wieviel davon anteilig die Putzflächen sind? Spielt es eine Rolle woraus der Estrich, der Bodenbelag, die Vorhänge, die Möbel usw. bestehen und wie deren Sorptionsverhalten sind? Beantworte mal meine Fragen dann können wir weiter diskutieren. Und lass dir ein paar gute Antworten einfallen sonst wird mir die Diskussion nämlich zu blöd.

    Verdünnung von Tiefgrund natürlich immer nach Herstellervorschrift.

    Zitat Zitat von schenkenhoerste Beitrag anzeigen
    oh man, ihr sollt dass mit dem Atmen auch nicht wörtlich nehmen. puhh.. Ich will auch nicht hier weiter ins Detail gehen.. Das wird mir sonst zu blöd hier.. Jedenfalls nimmt Putz Feuchtigkeit auf, und gibt sie auch wieder ab... und dass beeinflusst Tiefengrund nun mal. Tiefengrund versiegelt die Oberflächen-dass steht sogar auf der Verpackung drauf... Es macht bei einer Wand die nur gestrichen werden soll keinen Sinn.. Man kann auch verdünnt vorstreichen..
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  13. #11

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    Mal zurück zum Thema: Habt Ihr mal versucht eine nicht grundierte Wand zu streichen???? Ich habe bei mir grundiert und die Stellen, wo das wohl zuwenig oder nicht ausreichend deckend erfolgte / der Putz zu stark saugte, da haftete die Farbe nicht. Die trocknete sofoert..... und blätterte dann beim streichen flockenartig ab.
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