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  1. #1

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    Lächeln Energieausweis und Realität?

    Hallo Freunde,

    ich habe einen bedarfsgerechten Energieausweis, von dem ich gerne abschätzen möchte, wie hoch die tatsächliche Höhe des Energieverbrauchs pro Quadratmeter Wohnfläche in etwa sein wird. (Ich weiß natürlich, dass es dabei auf individuelles Nutzerverhalten ankommt. Ich gehe daher einfachheitshalber von einer gleichmäßigen Beheizung der Wohnfläche des Hauses mit der Referenztemperatur von 19°aus, die auch der Berechnung des Energieausweises zu Grunde liegt.) Unter dieser Annahme würde ich gerne wissen, wie hoch in etwa der Verbrauch pro Quadratmeter beheizte Wohnfläche schätzungsweise sein wird., Dies, da bekanntlich der Energieausweis den Wärmebedarf pro Quadratmeter Nutzfläche ausweist, wobei die Nutzfläche allerdings ein theoretisches Konstrukt ist, dass sehr fragwürdig ist, da in die Berechnung (so hat es zumindest mein Ausweisersteller gemacht) auch der unbeheizten Keller sowie der unbeheizten Spitzboden und die unbeheizten Abseiten des Hauses eingehen, wobei aber darüber hinaus die Nutzfläche immer noch größer ist als die zu Grunde liegende reale Wohnfläche. Mich würde nun also interessieren, wie weit man aus dem bedarfsorientierten Energieausweis unter der Voraussetzung einer mit 19° gleichmäßig beheizten Wohnfläche den realen Heizbedarf pro Quadratmeter aus dem Nutzflächenheizbedarf ableiten kann. Gibt es hierfür eine Schätzt- oder Berechnungsmethode? (Berechnungsmethode, die z.B. nur den Rauminhalt/Raumhülle der tatsächlich beheizten Wohnfläche berücksichtigt.). Wer weiß, wie es geht? Vielen Dank.
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  2. Energieausweis und Realität?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    hmm...ich würde Dir gerne schreiben, dass es hier eine einfache Möglichkeit gibt, aber dem ist leider nicht so. Nach meiner Erfahrung gehen alle Versuche den späteren realen Verbrauch abzuschätzen, in die Hose. Hat man Glück, dann liegt man nur 10-20% daneben, hat man Pech, dann können es auch mal 40% und mehr sein.

    Das Nutzerverhalten hat einen extremen Einfluss, aber auch die Region und die Raumtemperaturen spielen eine Rolle. Der Energieausweis dient der Vergleichbarkeit, und daher werden viele Referenzdaten herangezogen. Diese müssen in der Praxis nicht zutreffen (und tun es meist auch nicht).

    Es genügt daher nicht, dass man beispielsweise für die RT einen Korrekturfaktor einführt, der die höhere Raumtemperatur in der Praxis darstellt.

    Bei den o.g. Toleranzen muss man sich aber fragen, was für einen Sinn so eine Abschätzung haben soll. Es gibt beispielsweise "Formeln" für die Abschätzung aus der Heizlast, man kann das aber beliebig kompliziert machen, mit Vollbenutzungsstunden, Gradtagszahlen usw. Google liefert Dir auf Anhieb sicherlich ein halbes Dutzend Vorgehensweise, die alle mehr oder weniger genau sind.

    Nur mal 1 Beispiel von Vielen.

    Du nimmst die Daten aus dem Ausweis, ergänzt um Deine Region (AT), und ermittelst damit die Transmissionsverluste über die Hülle. Dazu dann die Lüftungsverluste. Als Ergebnis bekommst Du eine Abschätzung der Heizlast. Diese kann man mit den Vollbenutzungsstunden multiplizieren und am Ende steht eine Zahl in kWh.

    Gruß
    Ralf
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