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Abdichtung am Differenzmauerwerk / Frostschürze

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  1. #1

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    Abdichtung am Differenzmauerwerk / Frostschürze

    Hallo,
    Puh! Ich verliere manchmal den Glauben an die gewisse Handwerkerehre.
    Wir haben uns ein Haus Bj. 2007 Mitte dieses Jahres gekauft, und sind derzeit in den Vorbereitungsarbeiten für die Hofeifahrt. Dieses Jahr sollte die bereits vom Vorbesitzer vorbereitete Tragschicht aufgefüllt und neu verdichtet werden.
    Hierbei wurde der Teilbereich vor der Hauseingangstür freigelegt, um das Mineralgemisch zu verdichten lassen.
    Dabei fiel auf, das keine bzw. nur eine dünn aufgetragene Dichtschlämme aufgetragen worden ist.
    Ich habe nun vieles über die DIN 18195, Teil 4 gelesen und bin nur unsicherer geworden.
    Anfang der Woche informierte ich die Hausbaufirma über diesen für mich ersichtlichen Mangel. Heute Mittag erhielt ich von dem damals ausführenden Rohbauer einen netten Besuch.

    Der Nette Herr teilte meiner Frau mit, das die Frostschürze „ im Dreck steht und solche arbeiten vom Pflasterleger gemacht werden“ meine Frau antwortete „ die Bereiche wo Rasen ist dichtet Landschaftsgärtner und der Bereich an der Terrasse dichtet der Schreiner!!!“

    Nun meine Fragen und die Daten:
    Daten zum Aufbau:
    Das Gelände steht 12cm unter der Oberkante Bodenplatte.
    Frostschürze bestehend aus ca.40cm starken Hohlblocksteinen 60cm tief.
    Eine Bitumenbahn ist unter der ersten Steinreihe ersichtlich
    Mauerwerk 30cm Porenbeton.
    Anstehendes Erdreich (Faulschiefer)hat nach Berechnung der Sickermulde eine Sickerfähigkeit von 0,00022m/s.

    Grundsätzlich ist es doch so, das ein Rohbauer für die Abdichtung ndRdT/DIN verantwortlich ist?
    Wie hat die Abdichtung nach DIN 18195, Teil 4 auszusehen?
    Was sagen die Fachleute zu solch einer Abdichtung?

    Ich habe die Bilder zu besseren Veranschaulichung hinzugefügt.

    k-20121124_125548.jpgk-20121124_125552.jpgk-20121124_125600.jpgk-20121124_151451.jpgk-20121124_152121.jpgk-20121124_152128.jpg

    Gruß
    Gennady
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  2. Abdichtung am Differenzmauerwerk / Frostschürze

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hallo,
    es ist überhaupt keine Abdichtung vorhanden!
    Die Abdichtung muß min. 10 cm über die Fundamente runtergeführt werden und 30 cm (min. 15cm) über die fertige Gelände hochgeführt werden. Den Rohbauer werden Sie wohl wegen Verjährung der Gewährleistung nicht mehr belangen können. Es sei den er macht das aus Kulanz.
    Mfg.
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  4. #3
    Avatar von UpsSry
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    Frage mich ob die Perimeterdämmung in bitumen geklebt oder nach dem Motto "das machen wir immer so" einfach irgendwie eingeklebt wurde....
    Der Dichtanstrich "müsste" hinter der Perimeterdämmung sein, somit ist nicht direkt erkennbar ob die Dichtung entsprechend hoch über GOK geführt wurde.
    Aber wie der Kollege schon sagte müsste die Bitumendickbeschichtung/Bitumensheets erkennbar über die Frostschürze ca. 10cm nach unten geführt werden.

    Wo ist der Anschüttschutz/Noppenschutzbahn eine Drainmatte oder dergleichen? Ist es von Euch entfernt worden oder nicht vorhanden?

    Bauschaum jede menge schöner bauschaum... wird schon "dicht" bleiben und ist beständiger als die dämmplatten... immer wieder dieses zeugs

    kein Schräganschnitt der Sockelplatten, keine Dichtschlämme in der Fuge zwischen Perimeterdämmung und der Frostschürze.

    Warum sind da solche Spalten zwischen den Hohlblocksteinen... vllt. Zwangsentwässerung, hmmm

    Ich frage mich gerade wann ich das letzte mal eine Frostschürze aus Hohlblocksteinen gesehen habe.... da wurd vieeel geld gespart.... so'n hau-ruck-zack-fertig-bau.

    Anforderungen an die Dauerhaftigkeit ihrer erdberührten Bauteile sehe ich als nicht erfüllt an.

    Vom "Pflasterleger" muss das gemacht werden, so so..

    Dann dichtet der Innenputzer also auch die Fenster ab...

    Wenn ich von einem 16cm Fußbodenaufbau mit 16-18ner Bodenplatte áusgehe und die 12cm abziehe plus 60cm Hohlblocksteine..... kopfrechnen... ehm dann sind das verdammte 80cm Gründungstiefe... eine Punktlandung... Geld gespart...

    Viel Spass!
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  5. #4

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    hallo
    lässt sich unter der rubrik - resteverwertung im frostschürzen-/sockelbereich einordnen-.
    bild #2 sind schon feuchteschäden am putz erkennbar.
    upssry perimeterdämmung erkenn ich nirgends.
    der ganze übergangsbereich zum putz ist überhaupt nicht geplant geschweige gelöst sondern nur hingeklatscht.
    feuchteschäden im putz sind vorprogrammiert.

    gruss aus de pfalz
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  6. #5
    Avatar von UpsSry
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    AW: Abdichtung am Differenzmauerwerk / Frostschürze

    Stimmt ist styrodur oder was auch immer und nicht als dämmung für sockelbereiche im erdreich geeignet... Fusch am bau ach wie herrlich

    Gesendet von meinem Schweizer Taschenmesser!
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  7. #6

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    hallo
    sehe auch kein styrodur noch nicht mal an der bopl. wieso ist styrodur als dämmung sockelbereich nicht geeignet?

    gruss aus de pfalz
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  8. #7
    Themenstarter

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    Hallo,
    danke für die rege Teilnahme, finde ich beruhigend das ich nicht der einzige bin der es so sieht.
    Es handelt sich um Styrodur, wie es aufgebracht worden ist kann ich nicht erkennen.
    Eine Drainage ist nicht vorhanden.

    Wie ist die Richtige Vorgehensweise?
    1. Sockel entfernen
    2. Frostschürze und Sockel egalisieren
    3. Dichtschlämme aufbringen
    4. Dickbeschichtung bis Unterkante Frostschürze auftragen
    5. Perimeterdämmung aufbringen
    6. Noppenbahn anlegen und verfüllen.

    Aber ich kann an den Rohbauer / Bauleite wegen Fehler beim Organisationsablauf kriegen.

    Gruß
    Gennady
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  9. #8
    Baufuchs
    Gast
    Zitat Zitat von mutsmaus
    Aber ich kann an den Rohbauer / Bauleite wegen Fehler beim Organisationsablauf kriegen.
    Da Du (so lese ich das nach Deiner Beschreibung) nicht der damalige Bauherr bist, sondern von diesem das Haus "gebraucht" gekauft hast, bist Du nicht Vertragspartner des Rohbauers/Bauleiters und hast damit gegen diese keine Anspruchsgrundlage.

    Ausnahme: Der Altbesitzer hat im Kaufvertrag seine Gewährleistungsansprüche an Dich abgetreten.

    Ob Du da weiterkommst und ob dann evtl. was wegen "Organisationsverschulden" machbar (und sinnvoll) ist, sagt Dir ein Anwalt.
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  11. #9
    Avatar von UpsSry
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    Für Sockelbereiche wird die styrodur 2800 irgendwas verwendet und nach herstellerrichtlinie verputz etc.

    als kellerwanddämmung und dämmung unterhalb der bpl. ok. aber so würd ich det nicht ausführen...
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  12. #10

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    wahrscheinlich gibt es auch keine gewährleistung mehr. nach vob sind 4 jahre seit 2007 längst um, nach bgb könnte diese theoretisch in den nächsten 4 wochen noch bestehen, wenn der abnahmetermin im dezember 2007 war. alles andere wie Baufuchs bereits mitgeteilt hat. die messe ist längst abgesungen!
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