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Lohnt sich hier überhaupt ein WDVS?

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  1. #1

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    Lohnt sich hier überhaupt ein WDVS?

    Hallo zusammen,
    haben uns vor kurzem ein kleines Häuschen gekauft siehe Bild. Der rechte Teil (kein echtes Fachwerk, sehr schlechter Zustand) soll bis auf den unteren Teil mit den tiefen Fensterlaibungen abgerissen werden. Darauf soll eine Terrasse kommen. So Bestand des linken Häuschens 24er Wand ungedämmt und das Dach unausgebauter Speicher. Mir wurde nun zu einem 140er WDVS geraten. Mir stellt sich jedoch die Frage ob sich das lohnt. Das unterste Geschoss ist sowieso ungeheizt (Keller, Garage). Heizung soll eine Gastherme eingebaut werden. Alles andere lohnt sich bei der Größe (75qm) ja nicht. Was ich mir gedacht habe, dass ich das Dach wenn ich es ausbaue mit Zwischensparren- und Untersparrendämmung auf EnEV-Standard bringe. Dann würde ich noch die Kellerdecke von unten dämmen. Und das 1. Geschoss sowie den Giebel würde ich von innen mit Rigitherm 32 dämmen. Dabei würde ich auch ganz knapp auf EnEV kommen. Meine Frage wäre nun ob ihr das auch als rentable Alternative seht? Denn ich spare mir ja auch einiges an Geld (Gerüst, Verputzen). Achja Fenster kommen neue 3-fach verglaste mit Uw=0,83. Wäre super wenn mir jemand ne Antwort geben könnte.

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  2. Lohnt sich hier überhaupt ein WDVS?

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  3. #2

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    Was ist das Ziel der Aktion?

    Die Kombination "Fenster mit 3fach Verglasung" und dann Verzicht auf ein WDVS passt nicht wirklich zusammen. Dann Innendämmung um auf EnEV zu kommen auch nicht, denn Innendämmung ist zwar machbar, aber kompliziert, fehlerträchtig, und unter´m Strich auch nicht günstiger.

    Du schreibst "alles andere lohnt bei der Größe von 75qm nicht", aber das stimmt nur bedingt. Bei kleinen Flächen sind auch die Kosten für energetische Maßnahmen deutlich geringer. Es wäre nur möglich, dass die Kosten pro qm etwas höher liegen.

    Ich würde zuerst einmal alle Maßnahmen kalkulieren lassen. Dann schauen wie sich das mit Deinen Anforderungen (s.o. "Was ist das Ziel?) abgleichen. Danach muss man nur noch entscheiden, was man bereit ist zu investieren.

    Grundsätzlich kann man sagen, dass ein Austausch der Fenster ohne dass die Wärmedämmung der Fassade verbessert wird, nicht ganz unkritisch ist. Deine vorhandene Wand hat einen U-Wert irgendwo um 1-1,2W/m2K. Die Fenster dann 0,83W/m2K. d.h. die Außenwände, insbesondere Raumecken etc., werden die kältesten Bereiche in den Räumen sein. Feuchtigkeit wird dann vorzugsweise an diesen Stellen kondensieren, mit allen bekannten Folgen. Dem kann man durch intensives Lüften bedingt entgegenwirken, was aber wiederum Energieverlust bedeutet.

    Die Frage ist auch, ob Du heute Geld in die Hand nehmen möchtest, damit Du die nächsten Jahre/Jahrzehnte Ruhe hast, oder ob das eine Dauerbaustelle werden soll.

    Fazit: Machbar ist fast alles. So lange aber niemand weiß, was DU möchtest, ist es schwer hier eine Empfehlung auszusprechen. Meine persönliche Meinung wäre, einmal eine Großaktion, und dann für die nächsten Jahrzehnte Ruhe. Aber das ist wie gesagt meine persönliche Meinung, die nicht jeder teilen muss.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Danke schon mal für deine Antwort. Was ich erreichen will ist eine energetische Sanierung. Es muss kein Passivhaus werden, denn meine Finanzen sind auch irgendwo begrenzt. Aber es sollte schon EnEV Forderungen erreichen Das Ding ist halt auch, dass der komplette Keller nicht mit gedämmt werden bräuchte.
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  5. #4

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    Die Wandflächen für den Keller sind auch überschaubar. Da wäre es vielleicht am einfachsten, wenn diese Flächen ebenso gedämmt würden. Alternativ die Kellerdecke dämmem, und in der Fassade einen Absatz in Kauf nehmen. Ich versuche mir das gerade optisch vorzustellen.....aber um ehrlich zu sein, ich bin kein Ästhet. Ich betrachte solche Dinge immer von der technischen Seite, aber nicht alles was technisch machbar ist, muss auch optisch ansprechend sein.

    Ermittle mal die ganzen Flächen, damit man eine Größenordnung abschätzen kann. Denke daran, bei WDVS werden kleine Öffnungen (Fenster) übermessen. Bei WDVS bewegt man sich schnell in der Region um 100,- €/m2, man kann den Preis auch problemlos noch deutlich höher treiben. Da hilft nur bei Betrieben vor Ort nachfragen und schauen, ob man ein günstiges Angebot bekommt.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
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    Also wären 85qm würde alles bis aufs verputzen selber machen. Würde auf 1700€ Material bei 140er kommen ohne Putz und Gerüst. Wenn dann würde ich denke ich den Keller mit dämmen. Problem wäre auch noch auf der anderen Hausseite geht neben dem Haus ne Fussgängertreppe runter und die gehört der Stadt. Da wirds denk ich auch Probleme geben wenn ich da zu weit rein geh, weil die Treppe dann natürlich schmäler wird.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von rayman Beitrag anzeigen
    Also wären 85qm würde alles bis aufs verputzen selber machen. .
    zuerst mal jemanden finden der da mitspielt. Bei uns in der Gegend sind alle Verputzer mit Aufträgen so voll, dass sie solche "lukrativen Anfragen" ganz weit hinten anstellen, wenn sie sich überhaupt zurück melden.

    Die Sache mit der Fußgängertreppe müsste man klären.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
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    Verputzer ist kein Problem das würde ein bekannter machen.
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  9. #8

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    Dann sehe ich keinen Grund, warum man auf das WDVS verzichten sollte. Allemal besser als später mit allen möglichen Tricks eine Innendämmung zu realisieren.

    Was sich wo und wie rechnet, das kann man mangels Daten sowieso noch nicht beurteilen. Man könnte höchstens versuchen über den verbesserten U-Wert zu schätzen. Bei 85m2 Fassadenfläche wäre das wohl irgendwas um die 7.000 bis 8.000kWh p.a. an Einsparpotenzial. Das ist aber nur über den ganz dicken Daumen gepeilt.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
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    Wäre es eigentlich möglich dieses Jahr noch die Fenster zu erneuern und erst nächsten Frühjahr das wdvs aufzubringen oder könnten da Schäden entstehen?
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  11. #10

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    Dämmen lohnt sich --> Wohnklime ist viel besser.



    Ich will nicht mehr ohne, und bei dem kleinen Haus kostet es auch nicht die Welt.

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  13. #11

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    Zitat Zitat von rayman Beitrag anzeigen
    Wäre es eigentlich möglich dieses Jahr noch die Fenster zu erneuern und erst nächsten Frühjahr das wdvs aufzubringen oder könnten da Schäden entstehen?
    Geht nicht, gibt´s nicht. Fenster müssen halt so eingebaut werden, dass sie zu dem späteren WDVS passen (Position in der Leibung). Dann muss sichergestellt sein, dass sie schlagregendicht sind. Später muss das WDVS wieder sauber an die Fenster angeschlossen werden. Wenn das jemand macht der sein Handwerk versteht, dann sehe ich da kein Problem.

    Gruß
    Ralf
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  14. #12

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    Zitat Zitat von rayman Beitrag anzeigen
    Wäre es eigentlich möglich dieses Jahr noch die Fenster zu erneuern und erst nächsten Frühjahr das wdvs aufzubringen oder könnten da Schäden entstehen?
    Ja und ja.
    Klar geht das (siehe Ralf). Es besteht dann über den Winter allerdings die Gefahr von Schimmelbildung, da die neuen Fenster vermutlich die Luftdichtheit des Gebäudes verbessern und durch die verbesserte thermische Qualität der Fenster sich plötzlich Tauwasser an den noch schlecht gedämmten Wandbereichen bilden könnte. Das könnte man allerdings durch ausreichendes heizen und lüften in den Griff bekommen. Am besten einen Satz Thermohygrometer anschaffen und im Auge behalten.
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