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  1. #1

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    Umbaukosten für nach m.E. falsche Planung

    Sachstand: Architekt ist mit LP1 - LP 8 beauftragt für EFH. Architekt plant Trockenbauwand für Installation, Trockenbauer baut Skelett der Trockenbau entsprechend Ausführungsplan; Installateur versucht das Rohr einzubauen und Installation (DN 100) passt nicht rein (keine nachträglichen Änderungen durch mich), Trockenbauer sagt "okay ich baue um" , aber bitte Bezahlung der Umbauarbeit entsprechend Stundenabrechnung.

    Dem Installateur lag der Werkplan vor und er hat sich nicht vorher rückgemeldet, erst auf der Baustelle gesagt "geht nicht" und mein Architekt akzeptiert dies, ergo ist es ein Planungsfehler und die Umbaukosten sind keine "Sowiesokosten" (er will ja zusätzliche Arbeit bezahlt haben)

    Frage: Muss ich die zusätzliche Arbeit bezahlen, obwohl der Architekt es akzeptiert (nach Einschätzung aller ist der Umbau erforderlich) oder schuldet der Architekt die Umbaukosten? (Was nach m.E. der Fall ist, da die Planung fehlerhaft ist.)

    Danke vorab!
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  2. Umbaukosten für nach m.E. falsche Planung

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  3. #2

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    Ich nehme an, es wurde kein Fachplaner für die technische Gebäudeausrüstung beauftragt?
    Also gibt es keinen Verantwortlichen dafür. Der Architekt macht keine HLS-Planung, der ausführende Handwerker macht sie auch nicht - also bleibt nichts anderes übrig, als dass der Bauherr die Kröte schluckt. Und sich mit dem Gedanken tröstet, dass ihn die HLS-Planung ein paar Tausender gekostet hätte, der jetzige Umbau nur ein paar Hunderter.
    So Long,
    Liesl
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  4. #3
    Themenstarter

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    @bauliesl:
    schlüssige Argumentation , aber der Architekt stellt mit die Kosten der TGA anteilig in Verrechnung für sein Honorar und nicht das Rohr war falsch (Abwasserrohr Toilette nach DIN (ich bin mir fast sicher, das Querschnitte in der DIN definiert sind) sondern die aus dem Rohr resultierende Trockenbauwand und das ist nach m.E. Baukonstruktion
    Ich dachte die "Rechtfertigung" , dafür dass anteilig die TGA in Rechnung wird, ist dass die daraus resultierende Baukonstruktion (Durchbrüche, Schlitze, Verkofferungen, etc. , ABER nicht die Leitung an sich) in der Verantwortung des Architekten liegt.
    Danke für deine Meinung!
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  5. #4

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    @Mathias ist wäre auch sauer. Um ehrlich zu sein ich lese dass erst mal überhaupt dass sowas wie HLS Planung überhaupt gibt.
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  6. #5

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    aber der Architekt stellt mit die Kosten der TGA anteilig in Verrechnung für sein Honorar
    Das bedeutet nicht, dass er die plant. Diese Anrechnung erfolgt auch, wenn es einen TGA-Planer gegeben hätte!

    Das aber ein Abwasserrohr WC min. DN 80, eher DN 100 ist, muss ein Gebäudeplaner auch ohne TGA-Planung wissen.
    Wenn es irgendwas exotisches wäre, wäre ich dabei, zu sagen - konnte er nicht wissen. Aber so ...........

    Bezahlung:
    Ja - DU musst den Trocki bezahlen und kannst den Schaden dem Planer von der nächsten Rechnung abziehen oder ihn direkt einfordern!
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  7. #6
    Themenstarter

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    @Ralf:
    Verstanden und ach so akzeptiert, dass er die TGA nicht plant. Ich bezahle den Trockenbauer, das ist keine Frage, es war ja nicht seine Schuld, trage es mit Fassung und "ermahne" meinen Planer freundschaftlich die Schnittstellen von TGA und Baukonstruktion noch einmal zu prüfen und im Vorfeld (nicht immer einfach, auch klar) das Gespräch mit den Installateuren zu suchen! (Un stelle ihm das Geld nicht in Rechnung, da jeder mal irren kann....)
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  8. #7

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    Na ja,.... ganz so sehe ich das nicht. Ich nehme an, Ihr habt 80-er Ständer und beidseitig doppelt beplankt. Insofern hätte es ja evtl. ausgereicht noch eine dritte Beplankung aufzubringen, die in diesem Bereich eben nur doppelt ist. Insofern wäre u.U. gar kein Umbau nötig gewesen, sondern nur eine zusätzliche Beplankung... Vielleicht.. die genauen Umstände kenne ich ja nicht. Und wenn der Kollege von einem Abwasserrohr DN80 ausgegangen ist, dann müsste es ja dicke ausreichen.
    Zum Thema Anrechnung der TGA-Kosten hat Ralf ja schon alles gesagt. Anteilige Anrechnung ist nicht gleich Planung.
    So Long,
    Liesl
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  9. #8

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    Fr. Kollegin - hüstel, räusper

    DN 100 (oder heute DN 110) hat aussen an der Muffe ca. 13 cm. Ein wenig Schwitzwasserisolierung und ein wenig Luft zwischen Isolierung und Beplankung wären auch sehr nett.
    Von Schellen rede ich gar nicht.

    Macht so 14 bis 15 cm. Das kriege ich mit ner 3. Lage nicht hin!
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  10. #9

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    naja - wenn der sanilöter den ausführungsplan vorher hatte, dann wäre es seine pflicht gewesen diesen auf ausführbarkeit der installation in dem trockenbau zu prüfen. der ist nicht ganz aus der nummer raus. es sei denn, er hat den plan erhalten, als die trockenbauunterkonstruktion schon stand.
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  11. #10

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    Ok, ich sehe ein, wenn´s DN 100 sein musste (was ich nicht weiß), dann wird´s eng. Ich behaupte dennoch, bei DN 80 und ein bisschen gutem Willen hätte es eine einfachere Lösung gegeben, als nur abreißen und neu bauen.
    Und ganz ehrlich finde ich es nach wie vor ein Unding, dass Bauherren sich eine HLS-Planung sparen und der Architekt soll dann bitteschön in Abstimmung mit dem beauftragten HLS-ler, der zu Beginn der Werkplanung häufig noch gar nicht feststeht, mal eben die Dinge doch alle so nebenbei mitmachen....
    Meine bescheidene Sicht der Dinge,
    Liesl
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  12. #11
    wasweissich
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    dann wäre es seine pflicht gewesen diesen auf ausführbarkeit der installation in dem trockenbau zu prüfen.
    wenn jeder schiss der planung noch geprüft werden muss brauchts keinen architekten oder im LV eine position prüfung der planung durch handwerker , weil der architekt wahrscheinlich keine ahnung hat
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  13. #12
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    muss ja kompliziert sein, für ein 80er oder 100er-ht eine ausreichende
    wanddicke vorzusehen
    einfach mal in die grundrissdiskussionen gucken: lokus über haustür ..
    scotty, beam it down
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  14. #13
    wasweissich
    Gast
    muss ja kompliziert sein, für ein 80er oder 100er-ht eine ausreichende
    wanddicke vorzusehen

    ich würde sagen , der bauherr sollte dem architekten einen koordinator der schnittstellenplanung trockenbau/kloschüsselanschluss spendieren , dann passiert sowas nicht ....
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Bauliesl Beitrag anzeigen
    Und ganz ehrlich finde ich es nach wie vor ein Unding, dass Bauherren sich eine HLS-Planung sparen und der Architekt soll dann bitteschön in Abstimmung mit dem beauftragten HLS-ler, der zu Beginn der Werkplanung häufig noch gar nicht feststeht, mal eben die Dinge doch alle so nebenbei mitmachen....
    Liesl - und ich finde es ein Unding, dass Kollegen, die soetwas nicht beherrschen (HTA), die Bauherren nicht zwingen, einen HTA-Planer zu beauftragen oder die Gewähr für solche Schäden abzulehnen!
    Ohne Statiker plant doch auch keiner von uns!
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  17. #15
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    Das sollte sich rumsprechen, dass der DN Innendurchmesser auch brutto in die Wand, in Aussparungen usw. reingebaut werden muss. Toleranzen, Bewegungsraum Befestigungen. Wie oft bekommt man Aussparungen 15/15 für Abflussrohre WC auf den Tisch?
    Oder in 100er Wände? selbst 11,5er Wände und auch bei 15er Mauerwerk bleibt nix mehr übrig....
    Und dann noch Wasserleitungen quer dazu ...

    Bei dem Thema frag ich mich auch jedesmal ... wie oft noch.
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