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Zwischensparrendämmung unter Aufsparrendämmung?

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  1. #1

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    Zwischensparrendämmung unter Aufsparrendämmung?

    Hallo,

    ich habe ein Dach, das vor 4 Jahren neu gemacht wurde: Dachsparren 140mm dick, darauf eine diffusionsoffene Delta Maxx Plus und darauf 160mm Bauder Aufsparrendämmung mit untenliegender Alukaschierung.

    Da man durch die Dämmplatten recht stark außengeräusche hört und ich den Platz zwischen den Sparren eigentlich nicht tot verschenken möchte, habe ich mir überlegt dazwischen noch Steinwolle (dämmt Lärm wohl wegen des Gewichts besser als Glaswolle) zu packen. Ich frage mich nur, ob das sicher geht.

    Prinzipiell müsste ich dann ja innen noch eine Dampfsperre installieren. Allerdings wird damit der Raum zwischen neuer Dampfsperre und der Alukaschierung der Dämmplatten ja quasi zu beiden Seiten dicht abgeschlossen, was wohl nicht so günstig ist. Wenn ich es allerdings ohne zuätzliche Dampfsperre aufbaue laufe ich vermutlich Gefahr, dass sich in der Steinwolle Tauwasser sammelt. Dafür kann es dann auch wieder nach innen austrocknen.

    Ist hier eine Klimamembran angebracht?
    Oder geht das gar nicht im Steinwolle?

    Ich weiß, dass so etwas immer ein heißes Thema ist, ich wäre aber trotzdem für Tipps dankbar.
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  2. Zwischensparrendämmung unter Aufsparrendämmung?

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  3. #2

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    Delta Maxx Plus? Wirklich? Handelt es sich hier um PIR/PIR+?

    Steinwolle schützt auch nicht wesentlich mehr als MiWo. Im übrigen geht der Schall über die Nebenwege (Sparren) dann bei ihnen. Ihr Vorhaben führt nur minimal, so schätze ich zumindestens, zu einer Verbesserung.

    Zur Folie: Wenn das wirklich die Delta Maxx ist, hier keine weitere Folie drin ist, dann gehört da ne Dampfsperre mit festen Sd-Wert um die 100m hin. Zumindestens beim PIR Plus. Mag mich hier aber auch irren, dass die PU Dämmung ohne Dampfsperre auskommt, würde mich aber sehr wundern...
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  4. #3

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    Grundsätzlich ist das eine gute Sache, die Dampfsperre oben, also das Alu, das ist jetzt etwas blöde...

    Bei Bauder PIR gehört echt ein Formschreiben bei das der SChallschutz ungefähr auf dem Niveau von einem Zelt ist...
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  5. #4

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    Nee, Kalle, das bringt schon sehr viel! Habe solche Dächer mehrfach schon ausgeführt, da ist der Spitzboden ein schalltoter Raum...
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  6. #5

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    hallo
    wenn schalldämpfung dann eine hozfaserdämmung.

    gruss aus de pfalz
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  7. #6

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    Gut, klar nimmt die Dämmung den Resonanzkörper. Geil wird's dadurch aber auch nicht. Hab das Zeug bis jetzt nur bei Altbauten verwendet, wo die alte Dämmung drin geblieben ist. Ansich schön zu verarbeiten, aber naja, du weißt was ich meine...
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  8. #7
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    Moin Gunther,

    WIDERSPRUCH!! Miwo ist an dieser Stelle die bessere Wahl in Sachen Schallschutz, in Sachen Brandschutz sowieso.

    Grüße

    stefan ibold
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  9. #8

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    Zitat Zitat von stefan ibold Beitrag anzeigen
    Miwo ist an dieser Stelle die bessere Wahl in Sachen Schallschutz, ...
    WIDERSPRUCH:

    Nach dem ITA Ingenieurgesellschaft für technische Akustik mbH, Wiesbaden, Abschlussbericht, Forschungsarbeit Schallschutz bei geneigten Dächern und Dachflächenfenstern, BBR Z 6 - 10.07.03-04.13, P 145/04 vom 03.03.2008, Seite 18, wird von MAACK auf der Grundlage von Messungen vorgeschlagen, Faserdämmstoffen wie Mineralfaser-, Holzfaser-, Zellulose-, u.a. fasrige Faserdämmstoffe (auf der Basis von Baumwolle, Schafwolle, Flachs) mit einem längenbezogenen Strömungswiderstand von 3 kPa s/m2 ≤ 35 kPa s/m2 als bauakustisch gleichwertig anzusehen.

    Der längenbezogene Strömungswiderstand für den gewählten Dämmstoff ist aus dem Technischen Merkblatt zu entnehmen.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Ja, es ist tatsächlich damals die Delta Maxx Plus auf die Sparren gelegt worden und darauf BauderPIR. Komisch kam mir das schon immer vor. Ich glaube der Dachdecker hatte nicht viel Erfahrung mit Aufsparrendämmungen. So ist meines Erachtens auch absolut kein dichter Übergang zum Mauerwerk gegeben.

    Prinzipiell dient doch die Alu-Schicht am BauderPIR als Dampsperre, richtig? Nur dass die Stöße natürlich nicht zu sind...

    Ich glaube mit der Steinwolle wäre ich schon ganz zufrieden als Schalldämmung. Ist eben nur die Sache mit der dann zweiten Dampfsperre.

    Was ich sonst auch überlegt hatte ist, die Delta Maxx Plus rauszuschneiden und von den BauderPIR-Platten das Alu ebenfalls rauszuschneiden. Dann direkt die Steinwolle zwischen die Sparren und von innen eine Dampfsperre. Ist das wohl sinnvoll? Kann dann Restfeuchtigkeit aus der Steinwolle wohl sicher durch die BauderPIR nach außen diffundieren?

    Das Alu und die Delta Maxx bekomme ich natürlich nicht an den Sparren und Maueranschlüssen weg. Aber die Flächen sind ja doch klein.
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  11. #10

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    In meinen Augen unnötig, das Vorhaben und ob die Alukaschierung als Dampfsperre anzusehen ist glaub ich auch nicht so recht. Das hat wohl eher andere Faktoren. Ihr Dachdecker hat da gelinde gesagt ziemlichen Bockmist verzapft...

    Wie gesagt, es ist die entsprechende Folie raumseitig am Sparren anzubringen und entsprechend anzuschließen.
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  12. #11
    Themenstarter

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    Also unnötig die Delta Maxx Plus und die Alu-Schicht zu entfernen? Dann spricht also nichts dagegen es so zu machen wie ich mir es vorstelle mit Steinwolle zwischen den Sparren und raumseitig die Dampfsperre anzubringen? Das stellt also kein Problem für die recht abgeschlossene Steinwolllage dar?
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  13. #12

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    hallo
    uups sag mal wieviel steinwolle du in das gefach packen willst?

    gruss aus de pfalz
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Monste Beitrag anzeigen
    Das stellt also kein Problem für die recht abgeschlossene Steinwolllage dar?
    Ihr Aufbau entzieht sich der Beurteilung, weil Dörken für ihre Delta Maxx Plus Unterdeckbahn keine Schichtdicke angibt. Damit ist auch keine Berechnung der Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl μ für die Delta Maxx Plus Unterdeckbahn möglich.

    Ihr verwendetes Bauder PIR PLUS-Gesamtelement hat bei 0,16 [m] Dicke und einem sd-Wert von 1500 [m] eine Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl μ von 9375. Ihr möglicherweise anfallender Wasserdampf aus dem Wohnbereich wird also hervorragend auf dem Weg von der warmen zur kalten Seite gebremst. In der Folge wird sich der Wasserdampf in Ihrer Zwischensparrendämmung anreichern. Der Schimmel wird bald grüssen.

    Also müssen Sie den Wasserdampfzutritt in die Zwischensparrendämmung verhindern. Dieses geht wie bei Flachdächern mit Balkenlage am besten mit einer raumseitig montierten aluminiumkaschierten Folie. Die ist wasserdampfdicht.

    Der feuchtetechnisch erstrebenswerte Dachschichtenaufbau mit etwa gleichen Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahlen können Sie mit Ihren Bauder PIR PLUS Elementen nicht mehr erreichen.
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Monste Beitrag anzeigen
    Also unnötig die Delta Maxx Plus und die Alu-Schicht zu entfernen?
    Ja ist es, zumal sie da maßgeblich in das Produkt eingreifen (Verlust von Gewährleistung etc.).

    Dann spricht also nichts dagegen es so zu machen wie ich mir es vorstelle mit Steinwolle zwischen den Sparren und raumseitig die Dampfsperre anzubringen?
    Theoretisch nicht, praktisch kann es bei mangelnder Verarbeitung zu nicht unerheblichen Risiken führen. Ich empfehle den DD ranzuziehen, immerhin hat er hier Bockmist gebaut. Wenn es wirklich nur 4 Jahre sind, dann besteht grundsätzlich auch noch Gewährleistung. Da es sich hier offensichtlich um Planungs sowie Ausführungsmängel handelt, würde ich an Ihrer Stelle garnichts tun.

    Eher in Zusammenarbeit einen Kompromiss finden: Der da lauten könnte, dass die Firma die Luftdichtigkeitsebene montiert und auf diese natürlich 5 Jahre Gewährleistung gibt. Grundsätzlich sollte eine Planung erstellt werden und die Firma von dem Planer überwacht werden. Damit hier nicht wieder etwas in die Hose geht.

    Das stellt also kein Problem für die recht abgeschlossene Steinwolllage dar?
    Jein. Leckagen in der Luftdichtigkeitsebene können zur Konvektion führen und die können nicht unerhebliche Feuchtemengen eintragen. Nach meiner Auffassung wird dies nicht zu Problemen in der Steinwoll-Ebene führen sondern eher zum Versagen der Aufdachdämmung. Denn der Taupunkt dürfte, ohne es berechnet zu haben, irgendwo im PIR liegen, da diese unterseitig dampfdurchlässig ist (25m). Ob am Ende die Tragkonstruktion in Mitleidenschaft gezogen wird, wird sich vermutlich erst dann einstellen, wenn die Aufdachdämmung ihre Eigenschaft zum erheblichen Teil eingebüst hat.

    Deshalb sollte der erste Schritt sein, festzustellen wie viel Feuchtigkeit sich schon in der Aufdachdämmung befindet. Sie sollten Sachverstand zu Rate ziehen und mit diesen eine Lösung ergründen.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Nach meiner Auffassung wird dies nicht zu Problemen in der Steinwoll-Ebene führen sondern eher zum Versagen der Aufdachdämmung. Denn der Taupunkt dürfte, ohne es berechnet zu haben, irgendwo im PIR liegen, da diese unterseitig dampfdurchlässig ist (25m).

    Deshalb sollte der erste Schritt sein, festzustellen wie viel Feuchtigkeit sich schon in der Aufdachdämmung befindet.
    Wie soll die Feuchtigkeit in die PIR-Dämmung kommen?
    PIR ist mit Alu kaschiert und PIR nimmt praktisch kein Wasser auf.

    Kann man im Selbstversuch mit einem Block PIR im gefüllten
    Wassereimer ausprobieren.
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