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  1. #1

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    Mangelhafte Fenstermontage wegen zu großer Rohbaumaße!

    Hallo liebe Forenmitglieder,

    ich bin zurzeit dabei ein EFH zu errichten und bin um die Fenstermontage besorgt. Folgendes Problem ist aufgetreten:

    Die Rohbaumaße sind deutlich zu groß erstellt worden. Nach Montage der Fenster waren umlaufend ca. 4cm bis 6cm Luft, vor allem an den Rollladenkästen. Die eingesetzten Kompribänder welche zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk sind schaffen es teilweise nicht die Lücken zu schließen. Auch wurden Kompribänder zweifach übereinander geklebt und es bleiben immernoch Lücken. An den Stellen der Montagescharauben der Fenster wurde das Band auch teilweise durch die Gewindegänge der Schrauben zusammengedrückt. Die großen Abstände wurden dann entgegen den Anweisungen des Bauleiters einfach mit Montageschau relativ schlecht geschlossen. Die Fensterbank wurde von außen unter das Fenster gesetzt und stößt innen an die Abdichtung am unteren Fensterbereich, hätte also später direkten Kontakt zur Innenfensterbank. Die Abdichtung (Schwarzes Band) wurde nur unten an das Fenster angebracht aber nicht umlaufend. Ich habe mal einige Bilder gemacht um das ganze zu verdeutlichen.
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    Ich denke das kann so nicht bleiben, zumal nicht nur die Luftdichtigkeit nicht gegeben ist, sondern auch die Schalldichtigkeit bei den stark ausgedehnten Kompribändern mehr als mangelhaft ist.

    Haben die Experten hier im Forum einige Tipps wie es besser gemacht wird?

    Vielen Dank im voraus.

    LG Benjamin
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  2. Mangelhafte Fenstermontage wegen zu großer Rohbaumaße!

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    hat der maurer die öffnungen zu groß gelassen oder der fensterbauer zu kurz gemessen? mich würde erst einmal die ursache interessieren, bevor die notlösung vollendet wird. lass weitere arbeiten einstellen. meiner ansicht nach kann das so nicht bleiben. durch die fugen kann man ja bauhelme durchreichen!
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo rolf,

    die Fenster stimmen von den Maßen her, der Rohbauer hat größer gemauert, aber auch auf Anweißung des Bauleiters, alles in Allem ist es ein Abspracheproblem gewesen. Arbeiten einstellen ist ein relativ großes Problem da es ein Generalunternehmen ist. Lasse ich die Arbeiten einstellen, bekomme ich eine Verzugsanzeige. Es wurde auch wie beschrieben entgegen der Absprache mit dem Bauleiter einfach mit Montageschaum ausgeschäumt wie auf einem der Bilder zu sehen. Aber selbst das wurde schlecht durchgeführt.
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  5. #4
    Avatar von saarplaner
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    Was sagt dein eigener Sachverstand dazu?

    Falls du keinen hast, wird es spätestens jetzt Zeit dafür jemanden zu engagieren.

    Das sieht ja grauenhaft aus, von Luftdichtigkeit ist hier ja nicht mal ansatzweise was zu sehen.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Ok,

    ein wenig Sachverstand habe ich mir schon angeeignet, wenn nicht hätte ich diesen Beitrag hier ja nicht gestartet. Das das so schlecht bzw. mangelhaft ausgeführt ist steht außer Fragen mich interessiert eher wie es richtig gemacht wird, sonst habe ich ja keine Argumente um eine ordentliche Ausführung zu fordern. Die Idee mit dem Sachverständigen habe ich auch schon gehabt, ich denke den Schritt werde ich nun auch gehen, da es schon ein größerer Mangel ist.
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  7. #6

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    Da gibts nicht mehr viel richtig zu machen! Man könnte vielleicht noch einen Anschlag ankleben und an diesen dann die Abdichtung mittels Kompriband heranführen. Das klappt zumindest seitlich an den Leibungen. Wie es oben am RoKa aussieht, kann ich so nicht beurteilen.
    Wurden denn die Fenster nach Bauzeichnung bestellt? Bei uns werden die Fenster-Rohbaumaße immer vor Ort ausgemessen.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Die Fenster wurden nach der Zeichnung bestellt nehme ich mal an. So schlecht wie die zu den Rohbaumaßen passen kann man ja nicht messen. Eine Abdichtung erfolgte nur unten innen im Bereich des Fensterbrettes. Hier wurde ein schwarzes Band aufgeklebt (kein Kompriband). Muss diese Abdichtung nicht umlaufend geschehen? Wie sieht eine ordentliche Abdichtung des Fensters aus (von außen nach innen)?

    PS.: Ich werden dann gleich noch einige Detailfotos machen und hier einstellen.
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Die Arbeiten nicht einstellen lassen, aber eine schriftliche „Mängelanzeige vor Abnahme“ per Einwurfeinschreiben (vorab per Fax oder Mail) an deinen Vertragspartner (AN) versenden, mit der Aufforderung, diesen Mängel fachgerecht zu beheben und die Gewerke hierzu ggf. entsprechend zurückzubauen und sodann fachgerecht neu zu errichten, solange es aufgrund weiteren Baufortschritts nicht noch teurer wird.

    Klar machen, dass du eine etwaige nicht-fachgerechte Mängelbeseitigung auf keinen Fall hinnehmen wirst, dass du anwaltlich überprüfen lassen wirst, ob die Abnahme später sogar wegen wesentlichen Mängel verweigert werden kann und dass dann, wenn die Baufirma erst weiterbaut und dann später zur Mängelbeseitigung verurteilt werden wird, auf die Firma u.U. 6-stellige Zahlungsbeträge zukommen.

    Wenn VOB/B vereinbart wurde, zudem auch eine konkrete Frist zur Mängelbeseitigung setzen.

    Von SV ausrechnen lassen, wie hoch die Mängelbeseitigungskosten sind und ein Zurückbehaltungsrecht in Höhe der doppelten Mängelbeseitigungskosten geltend machen und von der nächsten Abschlagsrechnung einbehalten.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von benmar007 Beitrag anzeigen
    ein wenig Sachverstand habe ich mir schon angeeignet
    Mit eigenen Sachverstand bist nicht DU gemeint, sondern jemand, den DU aus EIGENER Tasche bezahlst und der UNABHÄNGIG von den Gewerken ist. Das muss nicht zwangsweise ein Sachverständiger sein...
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  11. #10

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    hier scheint einiges schief zu laufen! wenn fenster nach theoretischen maßen bestellt werden, dann muss eine maßkontrolle beim mauern umgehend erfolgen. der gu scheinz in solchen dingen von der marke ahnungslos zu sein. den mangel muss sich der gu selbst ans bein heften - aus meiner sicht ein organisationsfehler, der diesen mangel verursacht hat. mängelanzeige raus an den gu - wie Ralf Wortmann beschrieben hat - arbeiten an den fenstern würde ich trotzdem einstellen lassen. alles weitere puzzeln an dem murks verschlimmert nur das desaster! die 'verzugsanzeige' darf sich der gu selber zustellen.
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    arbeiten an den fenstern würde ich trotzdem einstellen lassen. alles weitere puzzeln an dem murks verschlimmert nur das desaster!
    Ohne rechtliche Beratung und Prüfung der Vertragsgrundlagen nie!

    Wenn „nur“ das BGB Vertragsgrundlage ist, darf der AG nicht in den Bauablauf eingreifen. Hier hat der AG grundsätzlich nur einen Anspruch darauf, dass das Gewerk später bei der Abnahme mangelfrei ist. Der AG muss sich also mit Hinweisen, Drohungen und Inaussichtstellungen erheblicher künftige Schwierigkeiten begnügen.

    Wenn der Bauherr hier mit einem Baustopp in den Bauablauf eingreift, setzt er sich ins Unrecht und liefert dem Anwalt des AN eine Steilvorlage. Der kommt glatt mit Gegenansprüchen aus Bauverzug, weil nach dem Stopp nun alles umständlich neu koordiniert werden musste, weil Subunternehmer nun wegen Bauverzugs gekündigt hätten und die Baustoffpreise nun gestiegen sind. Alles schon da gewesen. Wann und wie der AN die Mängel beseitigt und auch die Beantwortung der Frage, ob er sich vielleicht mit einem vorläufigen Weiterbauen finanziell erheblich ins Knie schießen möchte, obliegt beim BGB-Vertrag bis zur Abnahme alleine ihm.

    Nur die VOB/B lässt einen Mängelbeseitigungsanspruch bereits vor der Abnahme zu, vergleiche § 13 Absatz 5 Ziff. 1 VOB/B, wenn er schriftlich vom AG geltend gemacht wird. Von einem Recht, einen Baustopp zu verhängen ist indes auch dort keine Rede.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von benmar007 Beitrag anzeigen
    Ok,

    ein wenig Sachverstand habe ich mir schon angeeignet, wenn nicht hätte ich diesen Beitrag hier ja nicht gestartet. Das das so schlecht bzw. mangelhaft ausgeführt ist steht außer Fragen mich interessiert eher wie es richtig gemacht wird, sonst habe ich ja keine Argumente um eine ordentliche Ausführung zu fordern. Die Idee mit dem Sachverständigen habe ich auch schon gehabt, ich denke den Schritt werde ich nun auch gehen, da es schon ein größerer Mangel ist.
    Also rein als Laie (auch wenn die Profis ja schon geschrieben haben das es Murks ist) -> Murks, außer es wäre als Durchreiche geplant, oder vielleicht bei Vogelhaltung damit die Tierchen auch mal nach draußen können ;-)

    Spaß Beiseite. Eigenen SV beauftragen. Denn wie du richtig erkannt hast hast du zwar den Sachverstand um zu sehen das das Mist ist, aber dir fehlen die fachlichen Argumente. Diese sollte dein SV bringen können.
    Und vielleicht sieht der ja auch noch das ein oder andere Mängelchen was du nicht siehst.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von benmar007 Beitrag anzeigen
    Eine Abdichtung erfolgte nur unten innen im Bereich des Fensterbrettes. Hier wurde ein schwarzes Band aufgeklebt (kein Kompriband). Muss diese Abdichtung nicht umlaufend geschehen? Wie sieht eine ordentliche Abdichtung des Fensters aus (von außen nach innen)?
    Bin kein Experte, daher nur eine Laienmeinung:

    Die Fenstermonteuere hätten daraufhin weisen müssen, dass die Vorarbeiten so nicht in Ordnung sind!

    Immerhin schon mal am Fensterbrett, ich hoffe richtig angebracht.
    Trotzdem muss es eine umlaufende Abdichtung außen geben, die Schlagregendicht und diffusionsfähig ist.
    Um das Fenster herum werden häufig spritzbare Dichtstoffe/Dämmstoffe verwendet, gibt da aber auch andere Möglichkeiten.
    Innen muss es eine umlaufend luftdichte Abdichtung geben.

    Grüße
    Sven
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Kurz zur Klärung: Es ist kein Vertrag nach VOB sondern nach BGB. Zumindest wird VOB nirgends erwähnt. Meine Pflichten als Auftraggeber sind offensichtliche Mängel anzuzeigen da sonst der Auftragnehmer spätere Beseitigungskosten auf mir abwälzen kann. Ich habe den Mangel mit einer Mängelanzeige und entsprechender Dokumentation angezeigt. Dazu habe ich bei den Verantwortlichen um Beseitigung der Mängel gebeten da sonst nachfolgende Gewerke den "Murks" verdecken und eine spätere Mangelbeseitigung nur unnötig teuer und zeitaufwendig werden würde. Man stimmte mir zu und nun kommt am Samstag der Fensterbauer und schaut sich die montierten Fenster an. Es gibt also schon die erste Möglichkeit die Mängel zu beseitigen. So schnell bekomm ich aber keinen Sachverständigen ran. Der das dann auch sauber rüberbringt was da so falsch ist. Habt ihr vlt ein paar Tipps was ich dem Fensterbauer am Samstag abverlangen kann damit die dann zeitgleich ausgeführte Nachbesserung auch wirklich besser ist und nicht nur den Murks verdeckt? SV habe ich verständigt, schafft es aber nicht vor Montag auf die Baustelle zu kommen. Einen Zahlungseinbehalt für dieses Gewerk habe ich nach Rücksprache mit dem Generalunternehmen gemacht.

    Ich bin positiv angetan von den umfangreichen und kompetenten Antworten hier im Forum. Ist leider nicht überall so.
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  17. #15
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von SvenWa Beitrag anzeigen
    Bin kein Experte, daher nur eine Laienmeinung:

    Die Fenstermonteuere hätten daraufhin weisen müssen, dass die Vorarbeiten so nicht in Ordnung sind!

    Immerhin schon mal am Fensterbrett, ich hoffe richtig angebracht.
    Trotzdem muss es eine umlaufende Abdichtung außen geben, die Schlagregendicht und diffusionsfähig ist.
    Um das Fenster herum werden häufig spritzbare Dichtstoffe/Dämmstoffe verwendet, gibt da aber auch andere Möglichkeiten.
    Innen muss es eine umlaufend luftdichte Abdichtung geben.

    Grüße
    Sven
    Das einzige was bei der Montage der Fenster zur Abdichtung eingebracht wurde ist ein umlaufendes Kompriband welches sich zumindest in den kleineren Lücken ausgedehnt hat. Wie schon beschrieben gibt es das innen, unten verklebte Dichtband in schwarz als Abdichtung. Ansonsten kann man sowohl von innen als auch von außen das Kompriband sehen. Da ich ja auch nicht in den Bauablauf eingreifen darf, wurde mit der Dämmung der Fassade weiter gemacht sodass die Fenster von außen nicht mehr zugänglich sind. Innen wurde heute mit dem Innenputz begonnen der aber auf mein "anraten" hin erstmal vom Generalunternehmen gestoppt wurde um die Mängelbeseitigung an den Fenstern vornehmen zu können.

    Reicht den das Kompriband als Abdichtung aus (wenn es fachgerecht eingebracht ist)?
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