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Mauerdurchführung und WDVS

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  1. #1

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    Mauerdurchführung und WDVS

    Hallo,

    ich habe ein kleines Problemchen bei dem ich mir Fachkundige Auskunft erhoffe. Es geht um die nachträgliche Verlegung eines Kabelanschlusses in ein vor 2 Jahren gebauten Haus ohne Keller. Letze Woche hat spontan ohne vorherige Ankündigung der Tiefbautrupp das Fernsehkabel bis vor die Hauswand gelegt. Die Vorschläge der Tiefbauer zur Durchführung durch die Mauer habe ich abgelehnt, das wäre im Zweifel wohl nur schief gegangen. Daher liegt das Kabel jetzt vor dem Haus statt drinnen und wartet auf eine ordentliche Einführung. Das Haus ist mit einem WDVS versehen.
    Da kein Keller vorhanden ist würde die Bohrung für das Kabel also im sichtbaren Bereich im WDVS auskommen. Der freudliche Tiefbauer hätte dann wohl einfach durch das WDVS gebohrt und seine Mauerdurchführung ("Schrumpfschlauchdurchführung" von 3M, wie heißen die richtig?) dann da irgendwie rein gefriemelt.

    Nun, gehe ich recht in der Annahme, das das so nicht geht? Ich würde vermuten es muss ein Stück aus dem WDVS entfernt werden, die Mauerdurchführung inkl. korrekter Abdichtung im Rohmauerwerk erstellt werden und dann das WDVS wieder instand gesetzt werden?

    Die Handwerker die ich zu diesem Thema befragt habe gaben mir bisher so präzise Antworten wie "das machen wir dann schon".

    Ich möchte auch noch darauf hinweisen dass ich das nicht selbst ausführen will - ich möchte nur wissen wie der richtige Weg ist, damit mir das nicht einer verbastelt.

    viele Grüße

    Biertrinker
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  2. Mauerdurchführung und WDVS

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  3. #2

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    Ein WDVS kann nicht optisch "unsichtbar" geflickt werden.

    Richtig wird der Boden im Hausanschlußraum (wenn kein Leerrohr vorliegt) geöffnet, eine Schachtung oder Kernbohrung lotrecht erstellt, draussen eine Kopfgrube gemacht, eine Bohrung durchs Fundament und dann durch die beiden Bohrungen eingeführt und abgedichtet!
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  4. #3

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    Hallo,

    Kernbohrung schräg durch das Fundament wäre noch einfacher.

    Jochen
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo Herr Dühlmeyer,

    das klingt leider alles sehr aufwändig. Eine Kernbohrung lotrecht durch die Bodenplatte dürfte an der Stelle annähernd unmöglich sein, da unter einer Betontreppe. (kein Platz für Bohrgrät)
    Die Probleme beim "Flicken" beziehen sich doch vermutlich auf den Kratzputz? Dann wäre das nicht so dramatisch, da die Bohrung im Bereich des "Sockels" auskommen würde. Dieser springt gut einen cm. zurück und ist in Grau abgesetzt. Zur Not müsste man halt die 3qm Sockel komplett neu verputzen und streichen.
    Wenn man die Optik also mal ausser acht lässt, könnte man das dann fachgerecht ausführen?
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  6. #5
    Themenstarter

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    @JoWest,

    eine Bohrung schräg nach unten war auch eigentlich das Erste was mir in den Sinn gekommen ist, aber wie schaut es denn da mit der Abdichtung aus, wenn man von Fertigfußboden aus quer durch bohrt? Da kommt man ja nirgendwo mehr dran.
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  7. #6

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    Hallo,

    Kernbohrung säubern, Schnittfläche versiegeln, für den Kabeltyp passende D*y*a Dichtung einbauen.

    Jochen
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