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  1. #1

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    Dachlatten und die DIN 68800

    Liebe Dachdecker und Zimmermänner!

    Ich stehe kurz vor dem Baubeginn eines EFH. Der Bauleiter unseres Ingenieurbüros hat mir nun eine Broschüre übergeben mit Hinweisen zur DIN 68800 und lies mich, mit dem Hinweis, ich könnte das auch noch einmal widerrufen, wenn ich es mir alles durchgelesen und überlegt hätte, eine Erklärung unterschreiben, dass ich explizit Holzschutzmittel für die Dachlattung wünsche.

    Mir kam das Vorgehen komisch vor und nun habe ich mir in Ruhe diese Broschüre durchgelesen und bin etwas verwirrt, ob Holzschutzmittel notwendig ist oder nicht. Witzigerweise steht auf der letzten Seite als Überschrift: "DER PLANER IST DER ENTSCHEIDER." Warum muss ich dann so eine Erklärung unterschreiben?

    Zu möglichen Gesundheitsfolgen des Holzschutzmittels in den Dachlatten konnte er mir nichts sagen. Er wies lediglich darauf hin, dass im Falle einer Sanierung des Daches bei der Entsorgung der Dachlatten diese dann gesondert zu entsorgen sind.


    Viele Grüße
    Mario
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  2. Dachlatten und die DIN 68800

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    @Mariol,
    Ihr Bauleiter ist klug und hat Sie gut beraten.
    Dachlatten sind und waren übrigens noch nie gefährdet durch Schadinsekten oder Fäule, weil zu dünn und immer an de
    r frischen Luft.

    Imprägniertes Holz wird tatsächlich als "Sondermüll" zu betrachten sein.

    Tipp an Ihren Bauleiter:
    Die Unterschrift des Bauherrn hilft im Schadensfalle niemals, weil schließlich der Fachmann die Kenntnis hat und nicht das "Risiko" dem, Baulaien aufdrücken darf.

    Da könnte jeder Arzt munter riskant und falsch operieren, wenn er den Patienten zuvor für eine falsche Behandlung untershreiben lässt.
    Der Patient kann das Risiko oder richtige oder falsche Behandlung nicht abschätzen. Dafür gibt es die Ausbildung des Arztes.

    Vertrauen sie Ihrem Baufachmann.
    Misstrauen sie Ihrem Arzt.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Vielen Dank für die Rückmeldung. Nur scheint es da ein Missverständnis zu geben. Der Bauleiter lies mich eine Erklärung unterschreiben, dass ich explizit Holzschutzmittel (z.B. Adolit BQ 20) wünsche. Doch nicht so klug?

    Heute auf dem Heimweg von Arbeit habe ich mal explizit auf die Dachlattung geachtet und habe Häuser gesehen mit "grünen" Dachlatten und auch wiederum welche mit "gelben". Scheint also ein Streitthema zu sein?

    Viele Grüße
    Mario
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  5. #4

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    Nein, kein Streitthema.
    Dachlatten dürfen NICHT imprägniert wrden, ebenso der gesamte moderne Holzbau.
    Wenn Sie gegen diese Bestimmung dennoch explizit chem Holzschutz forfern,bringen Sie Ihren Dachmann ( Synoym für Fachmann) in Probleme.

    Er weis, was er darf und muss Sie ganz vorsichtig aber deutlich darauf hinweisen.
    Folgen Sie seinem Rat.
    Wenn die "anderen" mit unfähigen Bauleitern bauen, müssen Sie dies nicht gleichtun.
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