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  1. #1

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    Böse Außenanschluss / Erdkabel fachgerecht?

    Hallo Forum,

    die Probleme ehen weiter, jetzt auch bei der Elektrik.

    Unser Elektriker hat für den späteren Anschluss eines Erdkabels das Innenkabel durch die Wand geführt und das Ende lediglich mit Isolierband abgedichtet. Da sich der Anbau des Lichtschachtes verzögert hat, lag dieses Kabel nur so im Freien rum.
    Meine Frau und ich waren nun diese Woche nicht anwesend. Während der Woche flog nun der Fehlerstromschalter für das ganze Haus. Das Erdkabel hat nur eine eigene Sicherung und die ist aus. Der Elektriker meinte ein Regenfall am Dienstag hätte zu einem Fehlerstrom geführt, da das Isolierband nicht mehr ganz heil war. Ich habe ihn aufgefordert eine Anschlussdose an die außen Wand zu setzen so dass ich dort das Erdkabel anschließen kann.
    Das Problem:
    Der Kühlschrank und Gefrierschrank waren drei Tage aus, so dass wir für 200 Euro Lebensmittel entsorgen mussten. Der Elektriker meint er sei für den Schanden nicht haftbar, da es Stand der Technik sei, dass das Kabel lediglich mit Isolierband abgedichtet wird. Nur wie sollte ich daran später ein Erdkabel befestigen?
    Ist das nun so üblich? Und selbst wenns so üblich ist, ist es zulässig?
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  2. Außenanschluss / Erdkabel fachgerecht?

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  3. #2
    Jonny
    Gast
    Hallo
    Du wirst leider nirgends eine Vorschrift finden in der steht das man Erdkabel nicht
    nur mit Isolierband isolieren darf,aber dein Elektriker sollte seine Leitungen(auch die die noch nicht fertig installiert sind) dauerhaft und ordentlich isolieren.
    Eine ordentliche Elektrofirma sollte sich in so einem Fall mit Ihrer Betriebshaftpflicht in Verbindung setzen um den Schaden aus der Welt zu schaffen, allein schon um einen zufriedenen Kunden zu hinterlassen.
    Aber zur Ausführung noch eine Frage a hängt also das graue NYM-Kabel zur Aussenwand raus und das wars dann ??? Wie schliesst der da später an ???
    Naja wird der schon irgendwie machen!
    Gruss
    Jonny
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  4. #3

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    9
    die Ursache für das Auslösen des FI-Schalters war wohl Kurzschluss zwischen blauen und grün-gelben Ader. Auch wenn der Sicherungsautomat abgeschaltet ist führt so ein Kurzschluss zu Abschaltung des FI.
    Es wäre besser das Erdkabel später direkt ins Haus (zum Verteiler) zu führen (ohne Verbindungsstelle dazwischen), üblicherweise macht man es so. Befor an das Kabel nichts angeschlossen wird rate ich Sicherungsautomat abzuschalten und mindestens die blaue Ader im Hausverteiler abzuklemmen.
    Gruß marcio3
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Daraus lernt man, dass derartige Leitungen einen separaten FI brauchen, der nicht die ganze Hütte lahm legt.

    Kritische Teile wie Heizungsanlage, Kühl-, Gefrier usw. hängt man nicht mit an den Gesamt-FI. Da sollte man etwas Hirn in die E-Planung stecken. Sonst bis zum nächsten Mal.

    Und wenn bei abgeschalteter Sicherung der FI loslegt, dann ist da noch woanders der Kabelwurm drin (Ausgleichsströme).

    Nur mal so zum Nachdenken.
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  6. #5
    contoso
    Gast

    Schlamperei

    Hi,

    es mag zwar nicht verboten sein, aber toll ist es nicht ein Kabel nur mit I-Band hängen zu lassen.
    Ich kann nur zustimmen, bis zur endgültigen Installation Kabel in der Verteilung ausklemmen. Die Anregung mit dem separatem FI ist sinnvoll, wie oft gibt es Probleme mit Außenlampen, da regnet es rein und schon ist alles duster. Der FI kostet doch nicht die Welt und wenn die Verteilung groß genug ist, könnt ihr den jetzt noch einbauen und die Stromkreise trennen.


    Contoso
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  7. #6

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    Ich würd den Eli...

    ganz tief in sein verlängertes Rückrat treten.
    Sicherung ausgeschaltet . Na und. De nächste, dem ne Sicherung springt und der sich nicht auskennt, macht einfach alle Sicherungen an und draussen popelt ein Kind am Kabel.
    So was ist mehr als grob fahrlässig - sofort eine Dose drüber bauen, mit der entsprechenden Schutzklasse selbstverständlich.
    Himmiherrgottsakramentnochemal!
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  8. #7
    Avatar von ein Elektriker
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    Zitat Zitat von PeMu
    Und wenn bei abgeschalteter Sicherung der FI loslegt, dann ist da noch woanders der Kabelwurm drin (Ausgleichsströme).
    Das Kabel wurde vermutlich "fertig" angeschlossen und die Sicherung ausgeschaltet....
    Kontakt zwischen PE und N und schwups ist der FI draußen....

    Ist aber ein Indiz dafür das der FI richtig angeschlossen ist und funktioniert....
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  10. #8

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    Ralf hat Recht (und damit Dein Eli Unrecht!).
    Isolierband gilt nach VDE nämlich nicht als Isolierung im Sinne des Berührungsschutzes. Auch ist es ohne Werkzeug lösbar. Daher war das Leitungsende nicht fachgerecht abgeschlossen. Es hätte in einer (FR-AP-) Abzweigdose enden müssen, mit ordentlichen (vorzugsweise Steck-) Klemmen auf zumindest L und N. Dann wäre auch nix passiert.

    Der Eli soll seine Versicherung in Marsch setzen und froh sein, daß keine Person zu Schaden kam!

    Was wir daraus lernen:
    Ein separater FI für Außenanlagen ist generell sehr sinnvoll, zumindest sind Schalter für Außensteckdosen zweipolig auszulegen (will gewöhnlich auch die Hausratversicherung so! Und ist gut gegen Böse-Buben-Streiche...).

    Einen separaten FI für Kühl-/Gefriergeräte, Heizung etc. halte ich dagegen für nicht geschickt, weil man dann nämlich nicht gleich merkt, wenn der fällt.


    PeMu täuscht sich dagegen in der Annahme, daß noch woanders in der Anlage der Wurm drin gewesen sein muß! Bei 30mA-FI (wovon hier auszugehen sein dürfte) genügt bei einem N-PE-Schluß die Potentialanhebung des N, wie sie durch den Spannungsfall von in Betrieb befindlichen Anlagenteilen (u.U. sogar beim Nachbarn...) regulär auftreten können. Ganz zu schweigen, falls es sich um ein TT-Netz handeln sollte - dann hat der N schon von Haus aus nicht unbedingt das Potential des Gebäude-Erders. :Roll

    P.S.
    In Österreich wär das nicht passiert (dort verwendet man nämlich sinnvollerweise LS, welche den N mitschalten)!
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  11. #9
    Avatar von ein Elektriker
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    Zitat Zitat von Julius
    Es hätte in einer (FR-AP-) Abzweigdose enden müssen, mit ordentlichen (vorzugsweise Steck-) Klemmen auf zumindest L und N. Dann wäre auch nix passiert.
    Teilweise richtig.....
    Da diese Dose im Handbereich ist, darf sie nur mit einem Werkzeug zu öffnen sein. Die einfachen Abzweigdosen erfüllen diesen Umstand nicht.
    Steckklemmen würde ich in diesem Fall auch nicht nehmen. Da bei Wassereintritt in die Dose auch Kontakt hergestellt werden kann.

    Ich würde das Kabel mit z.B. einer "Gieß-Harz-Muffe" schließen....
    zwar etwas teurer aber dafür ist Ruhe.
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