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Dampfbremse nicht sofort angebracht - was tun?

Diskutiere Dampfbremse nicht sofort angebracht - was tun? im Forum Dach auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Ausrufezeichen Dampfbremse nicht sofort angebracht - was tun?

    Hallo zusammen,

    um Geld zu sparen, aber auch, um mich in den Bau unseres Hauses aktiv einzubringen, führe ich u.a. die Position "Dachgeschossausbau" in Eigenleistung aus - was ich aber ehrlich gesagt schon bereut habe, da mir diese Arbeit nun so gar keinen rechten Spass macht

    Das wäre aber zu verschmerzen, wenn ich nicht mittlerweile auch noch das Gefühl hätte, einen Fehler gemacht zu haben:

    Nach Rücksprache mit unserem Bauleiter/Architekten haben wir eine Woche nach Abschluss der Innenputz-Arbeiten mit dem Anbringen der Zwischensparren-Dämmung begonnen (Klemmrock, 180mm, 0,35'er), nicht aber gleichzeitig die Dampfbremse (RockFol) aufgebracht, so dass die Mineralwolle 1 Woche ohne Dampfbremse war.

    Als ich heute auf die Folie gefasst habe, war diese auf der Nordseite des Hauses feucht, auf der Südseite nicht. Ich schliesse daraus, dass es im Haus noch immer feucht ist und befürchte nun, aus diesem Grunde Feuchtigkeit in die Isolierung eingebracht zu haben. Bis vor kurzem hätte ich mir darüber aufgrund meiner Unwissenheit sicher keine grauen Haare wachsen lassen, aber nachdem ich mich hier im Forum ein bischen informiert habe (ich weiss ich hätte das früher tun sollen) ist mir durchaus mulmig.

    Könnt Ihr mir bitte ein paar Tipps geben, was ich jetzt tun/überprüfenn/veranlassen sollte? Momentan ruht der Bau, ab nächste Woche kommt dann die Heizung.

    Für Euren Beistand schon mal vorab vielen Dank...

    Gruß Wolfgang
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  2. Dampfbremse nicht sofort angebracht - was tun?

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  3. #2

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    Relevant wäre in dem Zusammenhang Kenntnis über den gesamten Dachaufbau.
    Wenn oben auf der Dämmschicht eine diffusionsoffene Unterspannbahn liegt, die fachgerecht luftdicht verklebt ist, und darüber Lattung und Konterlattung sind, sollte der Aufbau nach Fertigstellung funktionieren.
    gewisse Feuchtemengen können aus der Dämmung dann nach außen diffundieren und damit wird die Dämmschicht trocken. Wichtig ist aber, dass die Dampsperre/Bremse sobald wie möglich drauf kommt.
    Bei Mineralwolle u.ä. sollten keine Schäden auftreten, bei manchen natürlichen Materialien (die schimmelanfälliger sind), hättest du bereits deinen ersten Bauschaden
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hi, danke für die Antwort, eine ganz ähnliche Einschätzung habe ich heute morgen von unserem Bauleiter bekommen.

    Der Dachaufbau enthält Lattung, Konterlattung und Unterspannbahn (schwarz), letztere allerdings nicht luftdicht verklebt, sondern überlappend verlegt. Das ganze wurde von einer seit x Jahren ortsansässigen Zimmerei installiert, ich gehe eigentlich davon aus, dass die fachgerecht gearbeitet haben.

    Ausserdem ist der Aufbau auch irgendwie belüftet, der Bauleiter sprach von Lüftung über den First (?), ausserdem kann ja Luft über die Traufenseiten ins Dach, dort sind entsprechende Öffnungen mit Vogelschutzgittern vorhanden.

    Ich bin also insoweit beruhigt. Ich habe im Internet (auch hier) allerdings viele Aussagen gefunden, die Schlimmeres befürchten liessen, der Aspekt der nachträglichen Entlüftung über die Unterspannbahn findet dabei offenbar zu wenig Beachtung.

    Eine Frage noch: kann ich den Prozess der Entlüftung beschleunigen, indem ich die OSB-Platten im Spitzboden noch mal rausschraube und die Fenster dort oben öffne?

    Gruß Wolfgang
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  5. #4
    Avatar von JDB
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    Ja!
    Dauerhafte Querlüftung im Spitzboden ist immer gut.
    Solange wie Lastfall Baufeuchte (Estrich!, etc.) wirkt, keine OSB-Platten auf der Kehlbalkenebene!

    Nachtrag:
    Würde mich nicht wundern, wenn Du beim Demontieren bereits deutliche Feuchtigkeit unterseitig feststellst.
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  6. #5
    Gast360547
    Gast

    sacht mal...

    Moin,

    @ gesch. Wo bitte steht geschrieben, dass die Unterspannbahn fachgerecht und luftdicht verklebt sein muss/soll oder sonstwas??????

    Eine Unterspannung MUSS!!!!!!!!!!!!!! hinterlüftet werden, eine Unterdeckung NICHT.

    Bitte gerade in Fachkreisen die richtigen Termini verwenden.

    @ Fragesteller: klar, es muss auf der Norseite feuchter sein als auf der Südseite. Und wen ndas so richtig schön naß ist, dann hilft die ach so diffusionsoffene Unterdeckung über einen m. e. zu langen Zeitraum auch recht wenig.

    JDB hat Recht, die OSB-Platten vorsichtshalber noch einmal aufnehmen.

    Grüße

    stefan ibold
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  8. #6
    Avatar von JDB
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    wobei sich mir gerade die frage nach dem bautenstand stellt !?
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  9. #7
    Themenstarter

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    Hi zusammen,

    ich hab' die OSB-Platten soweit möglich noch mal ausgebaut und zu meiner eigenen Erleichterung festgestellt, dass diese auf der Unterseite trocken waren. Die Dampfsperre ist jetzt drauf und verklebt, die Fenster im Spitzboden weit offen, ich hoffe, noch mal mit dem berühmten blauen Auge davongekommen zu sein...

    @ stefan: die folie auf der Nordseite war feucht, spürbar aber nur im unteren Drittel, "richtig nass" ist aber anders...

    @JDB: Mit Bautenstand ist sicherlich der Baufortschritt gemeint und nicht der Ort, wo der Bau steht, oder? OK, der ist folgender: Haus ist innen und aussen verputzt, jetzt gedämmt und nächste Woche geht's weiter mit Heizung/Sanitär, danach Estrich. Wenn der getrocknet ist, versuch' ich mich am Trockenbau

    Noch mal 'ne dumme Frage: momentan ist es im Haus spürbar kühler als draussen, verhindert diese Konstellation nicht auch den Niederschlag von Wasser in der Dämmung (und hat mich somit evtl. vor grösseren Schäden bewahrt) ?

    Gruß Wolfgang
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