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  1. #1

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    neue Energiegesetze zum 1.1.9: Ver- oder Entschärfung der Vorgaben?

    Hallo zusammen,

    wie ich gehört habe soll es ab 1.1. durch Bundesgesetz Pflicht werden, mind. 15% des (Heiz-?)Energiebedarfes durch regenerative Energien zu decken.
    Ferner gilt m.W. für BaWü bereits in 2008 eine Verordnung, die mind. 20% regenerativ verlangt.
    Soweit meine grobe Orientierung.

    1. ist diese so richtig?
    2. bedeutet das für BaWü ab Bauantrag nach dem 1.1.2009 also eine "Entschärfung" der Lage auf 15%?
    3. was ändert sich für einen Neubau diesbezüglich sonst noch gravierendes?

    Danke und Gruß
    Seev
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  2. neue Energiegesetze zum 1.1.9: Ver- oder Entschärfung der Vorgaben?

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  3. #2
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Vielleicht erst mal hier http://www.enev-online.de/eewaermeg/index.htm lesen.

    Da steht auch die Antwort zu 2. drin: Durchführung ist Ländersache.

    Zu 3. - Vorerst nix - die EnEV 2009 mit ihren verschärften Forderungen allgemein wird nach heutigem Kenntnisstand frühestens im Herbst kommen.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Volker,

    vielen Dank erstmal.
    Dort heißt es:
    § 19 Übergangsvorschrift
    (1)
    § 3 Abs. 1 ist nicht anzuwenden auf die Errichtung von Gebäuden, wenn für das Vorhaben vor dem 1. Januar 2009 der Bauantrag gestellt oder die Bauanzeige erstattet ist.


    Wenn es nach §3 (2) Ländersache ist, die Anwendung für i.d.S. "bereits errichtete" Gebäude zu regeln, dann betrifft dies ja "Altfälle" (Bauanträge von 2008), aber ändert nichts dran, daß sich für spätere Bauanträge die Sätze in BaWü zum positiven ändern, wenn Bundesrecht das Landesrecht schlägt, d.h. bei Solar der Pflichtanteil sich von 20 auf 15 % reduziert.

    Hintergrund: ich kenne jemanden in BaWü, der es sich gerade überlegt, ob es besser ist seinen fertigen Bauantrag noch dieses Jahr oder erst im neuen Jahr abzugeben, um sich hier keine unnötig engen Fesseln anzulegen. Sein A. weiß gerade nicht, ob dies so zutrifft.

    Gruß Seev
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  5. #4
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Hallo Seev ...

    ... das Ganze ist - wie üblich - noch viel komplizierter bzw. einfacher .

    Nach § 7 (2.) wird als "Ersatzmaßnahme" anerkannt, wenn die Mindestanforderungen der jeweils geltenden EnEV um 15 % unterschritten werden (Anlage - VI. (1.)).
    Das dürfte doch bei der EnEV 2007 kein Problem sein .

    Davon abgesehen: Wie der Wärmeenergiebedarf im Winter zu 15 % aus solarer Strahlungsenergie halbwegs wirtschaftlich gedeckt werden soll, ist mir zur Zeit noch schleierhaft.

    Ich halte mich erstmal an § 7 (2.) .
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  6. #5
    Avatar von alex2008
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    hast Du dir das "Wärmegesetz" in BW auch mal durchgelesen?
    Da werden irgendwelche Prozentwerte in den Raum geschmissen und damit hat es sich.

    Wärmepumpe mit JAZ von 3.5 und besser oder Solaranlage mit 0.04m² Kollektorfläche je m² Wohnfläche oder Holz/Pellet oder alternativ mehr Dämmung und und und.
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  7. #6
    Avatar von alex2008
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    Zitat Zitat von VolkerKugel Beitrag anzeigen
    Davon abgesehen: Wie der Wärmeenergiebedarf im Winter zu 15 % aus solarer Strahlungsenergie halbwegs wirtschaftlich gedeckt werden soll, ist mir zur Zeit noch schleierhaft.
    Genau dass frage ich mich auch. Vor allem wenn man mal ein Haus mit Solaranlage mit einem ohne Solaranlage vergleicht. Dank Solaranlage kann man ja bei der Dämmung des Hauses ja etwas einsparen.
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  8. #7
    Themenstarter

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    o.k., verstehe, alles nicht so lustig - wie üblich (?)

    Wärmeenergiebedarf im Winter: ist das irgendwo definiert? Zählen dazu auch passive Gewinne?

    Nochmal zum Grundsatz: hat mit dem Bundesgesetz das BW-Gesetz ausgedient?

    Danke und Gruss
    Seev
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  9. #8
    Baufuchs
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    @Volker

    Die 15% sollten Dir doch keine Probleme machen, denn:

    Solare St r a h l u n g s e n e r g i e
    1. Sofern solare Strahlungsenergie durch Solarkollektoren genutzt wird, gilt
    a) der Mindestanteil nach § 5 Abs. 1 als erfüllt, wenn

    aa) bei Wohngebäuden mit höchstens zwei Wohnungen Solarkollektoren mit einer Fläche von mindestens
    0,04 Quadratmetern Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche
    und
    bb) bei Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohnungen Solarkollektoren mit einer Fläche von mindestens
    0,03 Quadratmetern Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche
    installiert werden; die Länder können insoweit höhere Mindestflächen festlegen,
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  10. #9
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Zitat Zitat von Seev Beitrag anzeigen
    o.k., verstehe, alles nicht so lustig - wie üblich (?)
    Sach ich doch .

    Wärmeenergiebedarf im Winter: ist das irgendwo definiert? Zählen dazu auch passive Gewinne?
    Im Winter scheint die Sonne nicht so kräftig (guck mal aus dem Fenster).
    Ich hab´ bis jetzt noch nix gefunden, was den Begriff "Wärmebedarf" definiert. Ist damit nur die Heizwärme oder die Kombination aus Heiz- und WW-Wärmebedarf gemeint


    Nochmal zum Grundsatz: hat mit dem Bundesgesetz das BW-Gesetz ausgedient?
    Keine Ahnung - ich sach mal Jein
    @Baufuchs:
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  11. #10
    Themenstarter

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    Ist damit nur die Heizwärme oder die Kombination aus Heiz- und WW-Wärmebedarf gemeint
    Ich würde schon von letzterem ausgehen. Aber wenn das selbst Architekten nicht wissen ...

    Nochmal zum Grundsatz: hat mit dem Bundesgesetz das BW-Gesetz ausgedient?
    Keine Ahnung - ich sach mal Jein
    Na, danke fürs Gespräch. Gibts hier vielleicht noch Juristen im Forum, die uns hier mal aufklären könnten?
    In der Schule hab ich mal gelernt: Bundesrecht schlägt Landesrecht. Aber ob das heute noch so ist ??? Es ist alles nicht mehr wie früher.

    Gruß
    Seev
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  12. #11
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    Geh einfach mal davon aus, das das ganze Geeiere noch nicht entgüldig festgelegt ist.

    Selbst die Rührer am Kochtopf wissen wohl noch nicht so ganz genau was da schlussendlich rauskommen wird .... geht immer mehr nach dem Motto :

    Woher soll ich wissen, was ich denke bevor ich gehört hab was ich sage.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  13. #12
    Avatar von alex2008
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    Zitat Zitat von Seev Beitrag anzeigen
    o.k., verstehe, alles nicht so lustig - wie üblich (?)

    Wärmeenergiebedarf im Winter: ist das irgendwo definiert? Zählen dazu auch passive Gewinne?
    Ja in der EnEV2007. Und es geht nicht nur um den Wärmebedarf im Winter sondern um den ganzen für Heizen und Warmwasser. Das ganze wird mit jeder Menge pauschalierter Vorgaben berechnet - hat also mit dem realen Objekt nur bedingt etwas zu tun.

    Kurz:

    Transmissionswärmeverluste
    + Lüftungsverluste (eine WRG zählt nicht!)
    - interne Gewinne
    - solare Gewinne
    = Jahresheizwärmebedarf
    Dazu dann der pauschale Wärmebedarf von 12.5KWh x 0.32Ve
    ergibt den kompletten Wärmebedarf auf den sich die jeweiligen Prozentwerte dann beziehen.
    Und dann kommt eben die Litanei bei welchen Maßnahmen dies ohne großen rechnerischen Nachweis erfüllt ist. Beispielsweise eben wie in BW mit 0.04m² Solaranlage je m² Wohnfläche.

    Nochmal zum Grundsatz: hat mit dem Bundesgesetz das BW-Gesetz ausgedient?
    Nein, die Länder dürfen schärfere Vorgaben machen, ebenso die Komunen. Da können Solaranlagen oder bessere Dämmwerte durchaus vorgeschrieben werden. Der Bund definiert nur den Mindeststandard!
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  14. #13
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    und Fazit: besser Bauantrag abgeben in 2008 oder in 2009? wohl unklärbar ...?

    o.T.: Was bedeutet Beruf "GWI" ?

    Gruß Seev
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von alex2008
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    Kein Grund zur Eile

    denn zum einen ist noch nichts verabschiedet und wie Volker geschrieben hat gehts wohl auch noch ein bischen (Die Lobbyisten müssen noch arbeiten).

    Wir wollen im Frühjahr mit dem Bau anfangen, aber Grund zur Eile sehe ich wegen der EnEV etc. nicht.

    Wärmepumpe + Dämmung + WRG sollten gut reichen um die Kompensation hinzubekommen.
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  17. #15
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    Die üblichen Jahreswechsel-katastrophen-Unklarheiten.

    numal: Erdgas ist doch gasförmige Biomasse und Heizöl flüssige Biomasse
    Oder: zählen Dachziegel als solarer Wärmespeicher duck un wech


    Irgendwie nimmt mann das alles mit der Zeit nicht mehr so ernst.


    Leg auf KfW60 und schon wird das erfüllt - 15% drunter, alles halb so wild.

    GWI : Gas-Wasser-Installateur oder -Improvisierer wieder duck un wech
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