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Noch mal Naturkühlung: praktische Erfahrungen gesucht!

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  1. #1

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    Noch mal Naturkühlung: praktische Erfahrungen gesucht!

    Das Thema Naturkühlung war ja jetzt schon ein paar Mal dran. Da wir uns jetzt auch für eine WP mit Erdsonde entschieden haben, steht für uns die Frage: "Kühlung oder nicht?"
    Bei unserem Anbieter gibt es die Kühlung gegen einen noch vertretbaren Aufpreis. Der Installateur rät allerdings vehement davon ab: ein par Mal hätte er es mit installiert, und die Leute klagen dann über kalte Füße und würden es nicht benutzen. Und überhaupt würde man die Temperatur nur um max. 2°C herunterbekommen.
    Dass man die Hütte nicht so affenartig kalt bekommt wie ein amerikanisches Restaurant im Sommer (man sollte eine Jacke mit hineinnehmen!!!) ist mir klar. Will ich aber auch nicht. Aber ich finde es immer toll, wenn man im Sommer in alte Häuser hineinkommt. Diese sind oft "auf den Dreck gebaut", und haben im Flur einen Steinfußboden. Dieser ist recht kühl, da er fast direkten Erdkontakt hat. Man betritt das Haus aus der glühenden Hitze draußen, und fühlt sofort Erleichterung. Der Nachteil der alten Häuser sind ihre hohen Heizkosten, da ja auch im Winter der Fußboden nicht isoliert ist.

    Kondensat-Sensor wäre natürlich vorhanden.

    Mit der Naturkühlung erhoffe ich mir, den "kühler-Steinboden-Effekt" im Sommer geziehlt schaffen zu können, während ich im Winder gut isoliert bin.

    Wer hat so eine Anlage und kann Angaben zur Behaglichkeit und erziehlbaren Wirkung machen?

    fiddler
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  2. Noch mal Naturkühlung: praktische Erfahrungen gesucht!

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  3. #2

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    Zitat Zitat von fiddler Beitrag anzeigen
    ....Der Installateur rät allerdings vehement davon ab: ein par Mal hätte er es mit installiert, und die Leute klagen dann über kalte Füße und würden es nicht benutzen. Und überhaupt würde man die Temperatur nur um max. 2°C herunterbekommen....
    Völlig aus der Luft gegriffen sind die Argumente nicht. Um eine merkliche Kühlung zu erreichen, muss die Oberflächentemperatur des Bodens schon weit abgesenkt werden (natürlich nicht so tief dass Kondensatbildung auftritt). Die min. mögliche Oberflächentemp. begrenzt dabei die Kühlleistung. Man darf von dieser Temperierung also nicht zuviel erwarten.

    Dieser im Vergleich zur Raumtemp. "kalte" Fußboden wird von manchen Leuten als unangenehm empfunden.

    Was möglich ist, könnte man im Vorfeld schon einmal rechnerisch abschätzen.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Wir haben uns für die Kühlung entschieden.
    Gründe waren:
    1. Kosten < 800 Euro
    2. Du gibst dem Bohrloch die Wärme zurück und lädst es auf.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von KlausDieter Beitrag anzeigen
    Wir haben uns für die Kühlung entschieden.
    Gründe waren:
    1. Kosten < 800 Euro
    2. Du gibst dem Bohrloch die Wärme zurück und lädst es auf.
    ....vernachlässigbar...die Anlage wird nicht allzuoft laufen
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  6. #5
    Avatar von drulli
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    Zitat Zitat von KlausDieter Beitrag anzeigen
    ... Du gibst dem Bohrloch die Wärme zurück und lädst es auf.
    Für die kalten Tage, oder was?

    Da fällte mir der Blondinenwitz ein, wo sie heißes Wasser einfriert, weil heißes Wasser kann man immer gebrauchen...
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  7. #6

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    mal ne Frage: Habt ihr eine KWL? Dann könntet ihr doch einen Wärmetauscher in der Zuluft installieren der mit der WP betrieben wird. Dann mußt du nur darauf achten, das du den Wärmetauscher lahmlegen kannst (Bypass). Oder du planst gleich einen Erdreich Wärmetauscher ein, der dir im Winter die Luft vorwärmt und im Sommer kühlt.
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  8. #7
    planfix
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    wenn du so dringend kühlen willst, danndenk mal über die heizflächen an den wänden nach. mit einer fbh ist die kühlung nicht wirklich vorteilhaft.
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8
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    Nein, KWL ist nicht geplant, ist im Budget nicht mehr unterzubringen, auch wenn ich's gern hätte.
    An Wandheizung habe ich zunächst auch gedacht, mich jedoch dagegen entschieden. Die Wärme mag komfortabel sein. Aber andererseits erhöhe ich ganz erheblich die Oberflächentemperatur der Außenwände (was der Grund für den Komfort ist) und damit die Wärmetransmission nach draußen. Sicher wirkt sich das bei gut gedämmten Wänden nicht gleich ganz katastrophal aus, andererseits dämmt man doch nicht erst sein Haus um anschließend den Wärmeverlust wieder zu erhöhen. Das ergab für mich keinen Sinn.
    Deshalb stehen keine Wandflächen für die Kühlung zur Verfügung.
    Letzendlich macht das auch keinen Unterschied: auch über die Wände kühle ich ohne zu entfeuchten (das Hauptargument gegen die Kühlung mit der Fußbodenheizung), was irgendwann zur Taupunktunterschreitung führt (und daher vermieden werden muß).
    Andererseits habe ich in den alten Häusern mit kühlem Steinfußboden noch nie bemerkt, dass der Boden feucht gewesen ist!
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  11. #9

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    Zitat Zitat von fiddler Beitrag anzeigen
    Nein, KWL ist nicht geplant, ist im Budget nicht mehr unterzubringen, auch wenn ich's gern hätte.
    wie wär's mit alle Rohre verlegen, aber keine Technik dazu einbauen. Dürfte >70%(???) der Kosten "sparen" und Du verbaust Dir nichts.
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