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Sicherrungsautomat B,C

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  1. #1

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    Sicherrungsautomat B,C

    Was ist der Unterschied zwischen B und C Automaten?In meinem Fall gehts um ABB B10 und ABB C10.Dank im Voraus
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  2. Sicherrungsautomat B,C

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  3. #2

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    Moin,

    Der unterschied liegt in der Auslösecharakteristik des elektromagnetischen Kurzschluss-Schnellauslösers. Der Bimetall-Überlastauslöser ist identisch. Beim B-Automat darf der Schnellauslöser zwischen 3 und 5fachem Nennstrom ansprechen, beim C-Automat im Bereich von 5 bis 10x I_n. Gibt auch noch (selten) D mit Schnellauslösung zwischen 10 und 20 x I_n und gängiger K (8-12 [14?]x In). Wobei K dann nach der Norm für Leistungsschalter statt Leitungsschutzschaltern gebaut ist und 'nen etwas empfindlicheren themrischen Überlastauslöser hat.
    Relevant wird der Ansprechstrom in Hinblick auf Anlauf/Einschaltströme die auftreten. Ein hochlaufender Motor ala Gartenhäcksler soll ja nicht gleich den B-Automaten werfen. Daher Drehstromdosen eher mit C sichern. Ein Herd hingegen kann ohne weiteres mit B gesichert werde.
    Und aufpassen, dass die Abschaltung bei einem Körperschluss noch erfüllt wird. Ist der Stromkreis zu lang und damit sein Widerstand zu groß, fließt nicht genügend Strom im Kurz- oder Körperschlussfall um die unempfindlicheren Typen zum schnellen Ansprechen zu motivieren. Thermisch wird's zwar durch den Übrlastauslöser aufgefangen, bevor die Leitung wegbrennt, aber die Einwirkzeit auf einen Menschen im Körperschlussfall (Körper im Sinne von Gerätegehäuse) kann deutlich überschritten werden. Seit einiger Zeit sind aber zumindest für alle Steckdosen bis 20A RCD mit 30mA Nennfehlerstrom gefordert, die würden in dem Fall die Schnellabschaltung übernehmen. Dann passts auch wieder mit den trägeren Varianten, so denn gewünscht bzw. erforderlich.


    ABB B10A hab ich noch nicht getestet, die Möller B10A sind jedoch teilweise schon mit Staubsaugern auf hoher Stufe eingeschaltet zu werfen. Würde daher im Haushalt zu C10A tendieren. Oder ggf. über B13A nachdenken. Letztere sind aber auch eher unüblich in Deutschland, im Gegensatz zu manchen Gegenden in Österreich.
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  4. #3

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    Richtig.

    Wenn FI vorhanden, ist oft auch C13A oder K16A (Achtung: Spannungsfallgrenze beachten!) möglich und ein sehr guter Kompromiß zur bestmöglichen, aber gefahrlosen Aunutzung von Leitungen und Schukosteckdosen.
    Braucht man aber nur im Spezialfall (z.B. Mikrowelle) oder bei großen Allgemeinstromkreisen in Altanlagen.

    Bei Neuanlagen mit vernünftiger Stromkreisaufteilung kommt man eigentlich für das Meiste mit (C)10A aus.

    Daher die Frage:
    Wofür soll der LS eingesetzt werden?

    Und wenn ein Saugstauber den 10A-LS wirft, ist er Müll. Gute Sauger laufen selbst an H10A an, denn sie besitzen eine eingebaute Anlaufstrombegrenzung!
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