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  1. #1

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    Dämmung oberste GD feucht- weitere Schritte?

    Einen schönen guten Abend ins Forum!

    Ich habe ein Problem mit der Dämmung der obersten Geschossdecke meines EFH Bj. 1958. Zunächst mal kurz was zum Objekt: Das Haus habe ich vor eineinhalb Jahren erworben, in quasi unberührtem "Originalzustand"- bis auf grösstenteils neue Fenster und einen neuen Heizkessel war alles mehr oder weniger unberührt.
    Nach Trockenlegung einer feuchten Aussenwand mittels vorgehängter Schieferfassade wollte ich beginnen, mich dem Wärmeschutz zu widmen. Am sinnvollsten erschien mir da zunächst der Dachbereich. Da das Dachgeschoss auf längere Sicht erstmal nicht ausgebaut werden soll und Dachstuhl, Lattung und Eindeckung in brauchbarem Zustand sind, bot sich die Dämmung der obersten Geschossdecke an (ca 20 cm Stahlbeton zzgl. 2 cm Kalkputz unten und ca. 3 cm Estrich oben).
    Diese habe ich mit 12 cm 0,35er Mineralwolle zwischen einer Unterkonstruktion und darauf Fichtendielen realisiert, denn der Dachboden sollte als Abstellraum nutzbar bleiben und die Stehhöhe nicht zu sehr eingeschränkt werden. Ausserdem erhoffte ich mir von Dielen statt OSB/Spanplatte neben schönerer Optik eine bessere Dampfdiffusionsfähigkeit (bin seit der Geschichte mit der Wand etwas "feuchtesensibilisiert" )

    Fertiggestellt habe ich Dämmung und Dielen Anfang Januar. War dann drei Tage nicht daheim. Während meiner Abwesenheit kam es zum Super-GAU: Es gab hier einen viele Stunden dauernden regelrechten Schneesturm. Dabei hat es mir reichlich Schnee in den Dachstuhl geweht (ca. 3 cm! Dacheindeckung mit Tonpfannen ist noch die erste. Pfannen waren mal vermörtelt, mittlerweile ist aber 60% des Mörtels abgefallen. Unterspannbahn gibts dank Bj. ´58 natürlich keine).
    Festgestellt habe ich das am Abend meiner Rückkehr. Aufgrund akuter Müdigkeit wollte ich den Schnee dann am nächsten Morgen entfernen- dank Minusgraden dachte ich, er bleibt liegen. Tat er aber nicht, offenbar war es nicht kalt genug: Am nächsten Morgen war alles verschwunden, nur die Dielen waren klar nass (Holzfeuchte 30+%). Konnte dann wg. Zeitmangels nichts weiter unternehmen. Drei Tage später waren die Dielen oberflächlich trocken (Holzfeuchte 20%).

    Jetzt zum eigentlichen Problem: Wollte gestern als abschliessende Arbeit Fussleisten anbringen. Dabei habe ich beim Fühlen am Rand festgestellt, daß die Unterseite der Dielen und die Oberfläche der MiWo reichlich feucht bis nass ist

    Meine Frage: Was tun, um die Chose zu trocknen und Schimmel zu vermeiden? Alle Dielen wieder hochnehmen (geht nicht einzeln, wg. Nut&Feder und wäre mal wieder eine Schweinearbeit)- oder trocknet der Krempel von selber (hoffentlich)?

    Was meint Ihr? Bin für jeden Hinweis dankbar!

    Grüsse, Ahso
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  2. Dämmung oberste GD feucht- weitere Schritte?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Oliver Struve
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    Zitat Zitat von Ahso Beitrag anzeigen

    Meine Frage: Was tun, um die Chose zu trocknen und Schimmel zu vermeiden? Alle Dielen wieder hochnehmen (geht nicht einzeln, wg. Nut&Feder und wäre mal wieder eine Schweinearbeit)- oder trocknet der Krempel von selber (hoffentlich)?


    Grüsse, Ahso
    Hallo,

    Miwo ist nicht kapillar aktiv, darum wird sie, wenn sie einmal nass ist auch nicht wieder trocknen. Das Zeug muss wieder raus.

    Grüße aus Schönebeck
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  4. #3

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    Bei den
    Dämmstoffen verbuchen die gängigen mineralischen Dämmfilze
    aus Glaswolle Vorteile: zum einen, was die Wasseraufnahmefähigkeit
    betrifft, zum anderen in Hinblick auf das Austrocknungsverhalten.
    Mineralwolle-Dämmstoffe von Isover haben keine kapillar aktiven
    Poren oder Hohlräume, so dass Nässe nicht aufgesaugt werden
    kann. Sie sind auch nicht hygroskopisch und nehmen praktisch
    keine Feuchte aus der Luft auf. Bis zu einer relativen Luftfeuchte von
    95 % sind Isover Dämmstoffe immer konstant trocken. Ihr Wärmedämmwert
    wird nicht beeinflusst.

    Wenn beim Abkühlen durchströmender warmer Luft Tauwasser
    im Innern des Dämmstoffs ausfällt, ist das für Isover
    Dämmstoffe kein Problem: Durch ihre Diffusionsoffenheit trocknen
    sie auch von innen heraus sehr schnell ab; schneller als feuchtes
    Holz oder feuchtes Mauerwerk. Isover Mineralwolle-Dämmstoffe sind
    genau so diffusionsoffen wie Luft. Feuchte Bauteilflächen können
    also durch diese Dämmschicht hindurch schneller abtrocknen.

    Komplett nachzulesen hier:

    http://isover.de/Portaldata/1/Resour...ach_teil_2.pdf

    Rigipser
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  5. #4
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    Besten Dank für die Antworten

    Ich habe ein paar Dielen "geöffnet"- es ist sehr feucht darunter, jedoch nicht wirklich nass. Die Feuchtigkeit hat sich wohl schon ganz gut verteilt.
    Habe probehalber einen Ventilator installiert, der die Luft unter den Dielen absaugt und versuche so die Chose zu trocknen. Frische Luft strömt über die Ränder des Bodens nach. Das scheint ganz gut zu funktionieren. Die aktuellen Plusgrade helfen natürlich dabei.

    Ich werde ein paar "Kontrollöffnungen" im Boden lassen- wenn es zu schimmeln beginnt, kann ich das Zeug immer noch rausschmeissen.

    Grüsse, Ahso
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  6. #5

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    Die Passagen von Isover halte ich für Marketinggeblablel...

    Klar können die Mineralwollfasern das Wasser selbst nicht aufnehmen...aber ist diese Wolle einmal abgesoffen, wie soll das Wasser da wieder raus? Warme Luft durchblasen mag ja funktionieren, aber wie ich schon in einem anderen Beitrag geschrieben habe, benötigt man dafür viel Energie, denn man muß ja auch die Wassertröpfchen im Inneren der Wolle erstmal wieder in die Dampfphase bekommen...!

    Wie schon gesagt, wird man Miwo wieder trocken bekommen, aber das wird ein langfristiger und vor allem energieaufwändiger Prozeß...Wärme und Lufttrocknung könnten helfen, aber auf jeden Fall sollte man erstmal dafür sorgen, dass keine Nässe von außen wieder hineinkommt. Unter die Folie gehört eine Dampfsperre, um die Raumluftfeuchtigkeit aus den untenliegenden Räumen aus der Dämmung zu halten.

    Ich kann immer nur wieder empfehlen, Dämmstoffe zu verwenden, die kapillaraktiv sind und mit auftretenden Feuchtigkeiten umgehen und diese auch wieder abführen können, denn die Eigenschaft der MiWo, die Feuchtigkeit in sich festzuhalten, ist eigentlich immer kontraproduktiv, da diese immer mal irgendwie auftreten kann...
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  7. #6

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    Soviel Quatsch auf einem Haufen- das tut weh !

    Rigipser
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
    Themenstarter

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    Falls es noch jemanden interessiert:

    Ist alles bestens getrocknet, kein Schimmel, nix. Hatte noch ein Funk-Hygrometer zwischen Dielen und MiWo eingelegt. Schön zu beobachten, wie die ursprünglich um die 96% rel. Feuchte unter den Dielen an trockenen, warmen Tagen immer weniger wurde und blieb.

    Tja, ist als nächstes wohl das Dach zwecks USB dran

    Danke für die Hilfe, Grüße,

    Ahso
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  10. #8
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    und es tut gut,...

    Moin,

    ... dass solche Leute wie stummel78 so nachweisbar Unrecht behalten haben.



    Das werde ich darauf mit Genuss trinken.

    si
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