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  1. #1

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    Bauneuling und überfordert / Bungalow

    Hallo,

    wir sind nun schon mehrere Wochen dabei, uns diverse Angebote von Bauträgern einzuholen. Die Angebote gehen von X bis Y und sind für mich in weiten Teilen schwer nachzuvollziehen, da alles recht wolkig formuliert ist, und von den verschiedenen Aussagen die ich mittlerweile nun schon gehört habe, bin ich mittlerweile etwas überfordert.

    Wir wollen gerne einen Winkelbungalow bauen. Das Grundstück ist quadratisch und knapp 900 qm groß, eben und erschlossen. Befindet sich in Norddeutschland. Der Boden ist primär Lehm. Grundwasser steht aber nicht hoch auf dem Grundstück. Alles problemlos an- und befahrbar.

    Ich nenne mal hier die Fakten dessen was wir uns vorstellen

    - Winkelbungalow mit ca. 122 - 126 qm Wohnfläche
    - 3 Schlafzimmer, Küche, HWR, Wohnzimmer, Bad (2 WB, Bidet, WC, Dusche + Wanne) und Gästebad (WB, WC und kleine Eckdusche)
    - Klinkerfassade mit Standardklinker (rot) bzw. möglich wäre auch eine Fassade mit Riemchen, (rote Klinkerfassade Vorschrift in dem Baugebiet)
    - Gasbrennwerttherme mit 150 Liter Warmwasserspeicher und Zirkulation
    - in allen Räumen Fußbodenheizung, ein Handtuchheizkörper im Bad
    - Walmdach mit 30°, Eindeckung schwarze Betondachsteine und zwar die Sorte die nicht gleich Moos ansetzt (Name ist mir gerade entfallen).
    - alle Fenster mit Rolläden. Fenster Kunststoff weiß, Energiesparfenster.
    - Innenwände Kalksandstein, verputzt
    - Elektro Standard mit ein paar mehr Steckdosen, dazu in allen Räumen ausser WC's und HWR Netzwerkdosen und Satellitenanschlüsse (also mit Sat-Anlage)
    - Fliesen und Malerarbeiten wären bei uns komplett Eigenleistung

    also eigentlich relativ 08/15 denke ich.
    Ich bin inzwischen völlig verwirrt von den ganzen Angeboten und habe den Eindruck, ich sollte vielleicht doch mal zum Architekten gehen?! Aber zunächst mal würde ich gerne wissen, ob ich mit meinen angedachten Kosten völlig danebenliege. Wir hatten für den Hausbau mit o. g. Angaben (also reine Baukosten) ungefähr 135.000 Euro eingeplant. Komme ich damit wohl hin?

    Viele Grüße
    Cartman
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  2. Bauneuling und überfordert / Bungalow

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Grundsätzlich sollte jemand mit Bauerfahrung über die Angebote schauen, um spätere Überraschungen wegen fehlenden Leistungen oder Gewerken auszuschließen und damit i.d.R. hohen Nachtragskosten aus dem Weg zu gehen.
    Zu dem genannten Betrag: Ein Bekannter von mir baut gerade einen solchen Bungalow hier im Saarland für 138T€, mit einigen Sonderwünschen aber auch ein wenig Eigenleistung beim Innenausbau.
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  4. #3
    MoRüBe
    Gast

    entspricht das Haus...

    ... der ENEV 2009????

    Sehr spannend das Ganze...
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  5. #4

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    Hört sich so an, als würde das Grundstück Euch schon gehören bzw. Ihr es vorab direkt kaufen.
    Dann kann aber kein Bauträger mehr im Spiel sein! Denn der verkauft Haus MIT Grundstück.

    Was ist also Sache?

    Vor allem aber:
    Ist denn geklärt, ob das Wunschhaus dort so überhaupt gebaut werden dürfte...?
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  6. #5
    MoRüBe
    Gast

    Julius, ich glaub mal...

    ... das wäre sein geringstes Problem

    Aber wenn ich lese:

    -Gasbrennwerttherme mit 150 Liter Warmwasserspeicher und Zirkulation
    -Energiesparfenster.

    dann kennt er vieles ned, z.B.

    EEWärmeG

    Na ja, und 122-126 qm, so konkret, da ist der GU/GÜ schon ausgesucht.

    Und das wird unten rechts
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  7. #6
    Themenstarter

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    [QUOTE=MoRüBe;476744 Und das wird unten rechts[/QUOTE]

    ??? Insider? Verstehe ich jedenfalls nicht, bitte um Aufklärung

    Also, ich meinte mit Bauträger wohl Generalübernehmer. Das Grundstück gehört uns schon, soweit richtig.
    Quadratmeterangabe daher, weil wir hier mehrere Grundrisse liegen haben, die alle um den Dreh sind, der uns vorschwebt.

    Die Angebote sind ja von unkonkret (à la ihr kriegt ein Haus aber was drin ist erfahrt ihr erst wenn's eingebaut ist) bis zu konkreter. Teilweise kriegten wir zu hören, dass wir Kollektoren aufs Dach kriegen müssten, wobei ein Energieberater mir gegenüber meinte, dass Kollektoren rein zur Warmwassererzeugung energietechnischer Schwachsinn wäre.
    Deswegen. Man hat ja als "Ottonormalbürger" keine Ahnung von sowas, aber soll auf einmal wissen wo man über's Ohr gehauen wird und wo man für sein Geld eine faire Gegenleistung bekommt.
    Alles ziemlich kompliziert wie ich finde.

    Gruß
    Cartman
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  8. #7
    Themenstarter

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    PS

    Wie ich schon sagte muss das Haus rot verklinkert werden, also werde ich mich auch damit befasst haben, welchen Haustyp ich dahin setzen kann, das gehört ja wenigstens zu den Dingen, die man auch als Nichtbaufachmann selber rausfinden kann
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    jo.
    is kompliziert.
    a bisserl wird im forum erklärt, früher hiess es noch mach dir mit 3 liter
    kamillentee ein schönes lesewochenende
    . inzwischen reicht das nicht mehr
    aber einige punkte gibts sofort:
    - unten rechts ist da, wo der preis steht
    - billige haustechnik wird teuer (u.a. nachtragsgefahr)
    - ein bungalow ist e. energetisch ungünstige bauform
    - auch bei niedrigen preisen: bautechnik+qualität durchleuchten (lassen)
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  10. #9
    Themenstarter

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    Hallo,

    danke
    Ja, Bungalow ist heiztechnisch ungünstig und nimmt eine Menge Grundstück ein, außerdem braucht man viel mehr Flur, soweit alles klar... und daher haben wir hier auch einen genauso großen Stapel Angebote für eineinhalbgeschossige Satteldachhäuser liegen. Die sind aber dummerweise auch nicht konkreter. Satteldachhaus ist unser Plan 2, falls Bungalow zu teuer werden würde.

    Das heisst dann ja eigentlich, ich muss mir für alle Häuser, die in Frage kommen, und die mit unkonkreten Bauleistungsbeschreibungen daher kommen, einen detaillierten Nachtrag anfordern. Denke, wenn es daran scheitert, dann kann man den Bauunternehmer eh vergessen, oder?

    Wo sind denn da noch die Pferdefüße, die man gerne übersieht oder schlicht zu fragen vergisst?

    Viele Grüße
    Cartman
    Geändert von Cartman (24.05.2010 um 22:32 Uhr) Grund: Schreibfehler korrigiert
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Cartman Beitrag anzeigen
    Das heisst dann ja eigentlich, ich muss mir für alle Häuser, die in Frage kommen, und die mit unkonkreten Bauleistungsbeschreibungen daher kommen einen detaillierten Nachtrag anfordern.
    Du meinst wahrscheinlich eine "Angebotsergänzung", die "Nachträge" kommen erst nach Vertragsunterzeichnung und die mußt Du auch nicht anfordern.

    Hast Du schon 'mal in Erwägung gezogen, durch eine eigene (ggf. professionell erstellte) "Ausschreibung" wirklich vergleichbare Angebote einzuholen? Das wäre jedenfalls der professionelle Weg nach einer abgeschlossenen Planung.
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  12. #11
    Themenstarter

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    Hallo Skeptiker,

    ja, mittlerweile bin ich am Überlegen, ob das nicht der bessere Weg wäre, daher ja auch die Idee mit dem Architekten. Aber das klingt auch alles nicht simpler. Vielleicht Architekt und dann anschließend verschiedene GÜ anfragen?!
    Prinzipiell wollen wir ja tatsächlich ein "Durchschnittshaus", aber was Drinsteckt weicht ja doch offenbar ganz gewaltig ab....
    Mannomann wenn das jetzt schon alles so kompliziert ist, dann habe ich schon mächtig Bammel vor dem Bauen an sich.
    Viele Grüße
    Cartman
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Cartman Beitrag anzeigen
    ... ob das nicht der bessere Weg wäre, daher ja auch die Idee mit dem Architekten. Aber das klingt auch alles nicht simpler. Vielleicht Architekt und dann anschließend verschiedene GÜ anfragen?!
    Ja, das kann man durchaus sinnvoll so machen und im Bereich großer und ganz großer Bauprojekte ist das momentan auch eher die Regel als die Ausnahme.

    Zitat Zitat von Cartman Beitrag anzeigen
    Prinzipiell wollen wir ja tatsächlich ein "Durchschnittshaus", aber was Drinsteckt weicht ja doch offenbar ganz gewaltig ab....
    "Durchschnitt" kann eben alles mögliche sein - und ohne ausreichend präzise Vorgaben versteht der GU / GÜ eben das darunter, was für ihn die geringsten Ausgaben bedeutet. Das kann sich dann mit Euren Wünschen decken - muss es aber nicht. In diesem Forum findest Du zahlreiche Anfragen zu Fällen, in denen die Ansichten von Bauherren bzw. Käufern (wenn Bauträger) und den ausführenden Firmen aufgrund vager Vertragsgrundlagen seit weit divergieren.

    Zitat Zitat von Cartman Beitrag anzeigen
    Mannomann wenn das jetzt schon alles so kompliziert ist, dann habe ich schon mächtig Bammel vor dem Bauen an sich.
    Es gibt Leute, die das schon länger machen. Du solltest Dir sicher sein, dass mind. einer davon nur Deine Interessen vertritt. Aber so unglaublich kompliziert ist das allers auch nicht. Wenn man aber den Wunsch hat, alle wesentlichen Dinge selbst zu verstehen, so braucht das schon einigen zeitlichen Einsatz.
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  14. #13
    MoRüBe
    Gast

    Mal Klartext...

    ... alle kochen nur mit Wasser. Gleiche Leistung, gleicher Preis. So einfach ist das.

    Wer unten rechts auf Anhieb ne niedrige Zahl stehen hat, da muß nix faul sein, aber in der Regel sieht es so aus, daß halt an allen Ecken und kanten gespart wird.

    Oft fängt es schon bei der Hausgröße an. Das Haus "Sonnenschein 126" hat nicht automatisch 126 qm Wohnfläche, das können auch 126 qm Grundfläche sein.

    Oder das allerschönste: alles nach ENEV, aber keine konkreten Zahlen. Zwischen dem absoluten Mindeststandard und was brauchbarem liegen Welten. Fenster: Energiesparfenster, Markenfabrikat (aus China ) oder doch was brauchbares??? Glas Ug ist erst mal nichtssagend, beim Profil wirds interessant.

    Heizung/Lüftung: da gehts dann richtig ins Geld...
    Und wer nicht gleich von Anfang an sagt, was drin ist, den würd ich eh zum Teufel jagen, egal wie groß/klein die Firma ist.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Cartman Beitrag anzeigen
    Hallo Skeptiker,

    ja, mittlerweile bin ich am Überlegen, ob das nicht der bessere Weg wäre, daher ja auch die Idee mit dem Architekten. Aber das klingt auch alles nicht simpler. Vielleicht Architekt und dann anschließend verschiedene GÜ anfragen?!
    Prinzipiell wollen wir ja tatsächlich ein "Durchschnittshaus", aber was Drinsteckt weicht ja doch offenbar ganz gewaltig ab....
    Mannomann wenn das jetzt schon alles so kompliziert ist, dann habe ich schon mächtig Bammel vor dem Bauen an sich.
    Viele Grüße
    Cartman
    Mein Tipp: Lies dir mal diese Musterbaubeschreibung durch.

    Dann fordest du diejenigen Anbieter, mit denen evtl. bauen würdest, dazu auf, die fehlenden Dinge in der Baubeschreibung zu ergänzen/präzisieren (je konkreter, desto besser; kein "gleichwertig", "hochwertig" oder "oder ähnlich") bzw. zu ändern. Achte auch auf den Begriff "bauseits", denn das sind immer Leistungen, die der Bauherr erbringen muss.
    Denke bspw. auch daran, direkt genug Steckdosen/Lichtschalter einzuplanen bzw. dir den Preis jedes zusätzlichen Lichtschalters/Steckdose in die Bauleistungsbeschreibung schreiben zu lassen.

    Dann lässt du dir Referenzadressen geben und befragst ehemaligen Bauherrender Hausanbieter. Falls möglich, dann befrage auch Bauherren, die nicht als Referenz angegeben waren (vielleicht sind das Nachbarn der genannten Referenzen).
    Dazu sollte man sich auch aktuelle Baustellen des Hausanbieters anschauen.

    Zu guter Letzt suchst du dir noch einen Bauherrenberater. Entweder einen freien Architekten oder jemanden vom Bauherrenschutzbund oder vom Verband privater Bauherren.
    Diese sollen den Werkvertrag mitsamt Baubeschreibung nochmals unter die Lupe nehmen (auf Zahlungspläne achten etc.).

    Erst dann solltest du den Vertrag unterzeichnen.

    Auch während der Bauphase solltest du vor Abnahmen das Haus von einem Bauherrenberater anschauen lassen. Je mehr Termine du vereinbarst, desto besser. 10 Termine sollten aber auf jeden Fall ausreichen. Die Kosten liegen hier bei ca. 3 - 4 TEuro.

    Befolgst du alle diese Dinge, dann reduzierst du das Risiko auf ein gesundes Maß.
    Und nicht immer nur auf's Geld schauen. Du solltest ein gesundes Vertrauensverhältnis zu deinem Hausanbieter haben!
    Zudem ist es meiner Ansicht nach ratsamer, ein lokales Unternehmen auszuwählen, das mit regional ansässigen Handwerkern zusammenarbeitet. Bei Problemen kommen die nicht nur einmal im Monat vorbei.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Cartman Beitrag anzeigen
    Teilweise kriegten wir zu hören, dass wir Kollektoren aufs Dach kriegen müssten, wobei ein Energieberater mir gegenüber meinte, dass Kollektoren rein zur Warmwassererzeugung energietechnischer Schwachsinn wäre.
    Nach EnEV musst du bei Verwendung einer Gastherme oder eines Ölheizung regenerative Energien MITbenutzen, z.B. durch Kollektoren auf dem Dach zur Warmwassererzeugung. Allerdings sind auch andere Dinge möglich!
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