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Rat benötigt: Fernwärme oder besser eine alternative

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  1. #1

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    Rat benötigt: Fernwärme oder besser eine alternative

    Schönen guten Tag liebe Bauexperten,

    ich hoffe ich habe hier in das richtige Unterforum gepostet, da ich vorm Erwerb einer neuen Immobilie dringend fachmännische Meinungen einholen möchte.

    Wir wollen auf einem 500m² Grundstück ein Haus mit 120m² Wohnfläche bauen ohne Keller(Grundwasser zu hoch). Das Haus wird Massiv gebaut (Wanddämmung 1,2 cm Gipsputz, 17,5 cm Poroton-Mauerwerk, 16 cm EPS-Dämmplatte, 3-5 mm Strukturputz,U-Wert = 0,19 W/m²K) Fenster 3 fach Verglasst 0,6 W/m²K.

    Wir haben auf diesem Grundstück ein Fernwärme recht aber kein Anschlußfpflicht.

    Jetzt stehen wir vor der Entscheidung wie wir heizen sollen(2 Erwachse und 2 Kinder). Auf jeden fall kommt da eine KWL mit WRG rein.
    Wir wollen im EG FBH und im DG Heizkörper(o. vielleicht FBH).

    Unser HWR ist 8m² groß würde da eine Pelletsanlage reinpassen mit kleinem Pellteslager?
    Oder ist eine Luftwasserwärmepumpe besser dafür?

    Oder aber vielleicht doch die Fernwärme?
    Fernwärmepreis:
    1. Wärmemengenpreis
    (Arbeitspreis) für Raumheizung und Brauchwassererwärmung je Megawattstunde (MWh) (62,50) €/MWh
    2 . Jahresgrundpreis
    (Leistungspreis) für die Anschlussleistung je kW (39,87) €/kW, Jahr
    3. Jahresmesspreis
    für Wärmemengenmessung
    Zählergröße
    bis 70 kW (93,06) €/Jahr
    bis 290 kW (162,79) €/Jahr
    bis 700 kW (232,88) €/Jahr
    2. 900 kW (267,58) €/Jahr
    über 2.900 kW (337,66) €/Jahr

    Würde vielleicht eine höhere Dämmung mehr bringen?

    Was meinen die Experten?
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  2. Rat benötigt: Fernwärme oder besser eine alternative

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  3. #2

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    Bei den genannten Preisen hätte ich Bauchschmerzen.

    Alternativ eine Wärmepumpe mit Flächenkollektor. Bei der geschätzt geringen Heizlast könnte sich evtl. auch eine LWP rechnen.

    Auf 8m2 kann man kein brauchbares Pelletlager unterbringen wenn dort auch noch die ganze Haustechnik stehen soll.
    Nachteil Pellets: Lager, Schornstein, höherer Wartungs-(Reinigungs)aufwand, Kosten für Schornsteinfeger.
    Vorteil Pellets: Pelletpreis noch moderat, auch höhere Heizkreistemperaturen (Heizkörper) sind kein Problem.

    Ich würde mal mit spitzer Feder rechnen. Dazu solltest Du die Heizlast (nach EN12831) kennen.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Hallo.

    Ich würde (wenn ich bauen würde) bei FBH in allen Räumen bleiben oder zumindest Systeme mit gleicher Vorlauftemperatur (evtl. Wandheizung?) nehmen.
    Wir haben im EG Fußbodenheizung und im Keller, 1.OG und Dachgeschoss Heizkörper. Dafür im Technikraum dann 3 Heizungspumpen und Mischer und und und kompliziertes Zeugs....
    Vorteile der Heizkörper in einem nach heutigen Standard gedämmten Haus kann ich als Laie nicht erkennen, eher die Nachteile.

    Wir heizen mit Gas. Aber durch die Heizkörper und deren höheren Vorlauftemperatur können wir auch nicht mal eben auf Wärmepumpe oder ähnliches umstellen.

    Mit einem System mit niedrigen Vorlauftemperaturen ist man wohl freier in der Entscheidung und zukunftssicherer (meine Laienmeinung)

    gruß
    B.
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  5. #4
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    Vielen dank für die Ansätze. Ich werde ein Heizlast berechnung machen lassen und schon mal schauen was so eine Wärmepumpe mit Flächenkollektor kostet.

    Auf der Kollektorfläche ich geh mal aus über 200m2 darf ich nichts draufstellen?
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Nikkita Beitrag anzeigen
    Auf der Kollektorfläche ich geh mal aus über 200m2 darf ich nichts draufstellen?
    Der Kollektor sollte nicht überbaut werden da er durch Sonne und Regen regeneriert wird.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6

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    Ich würde das ganze Haus mit FBH ausstatten und dann die Fernwärme nehmen.
    Wenn Du dann mal 15T€ zuviel hast, kannst Du ja immer noch eine Wärmepumpe einbauen.
    Den Wandaufbau verstehe ich nicht. 17,5cm Poronton und 16cm EPS.
    Das ist doch weder Fisch noch Fleisch. Geh auf 20cm KS und 20cm EPS oder 49cm Poroton, dann stimmen auch in der Zukunft die Heizkosten.
    (Ich bin für dickere KS-Wände, weil es bei dünneren durchs Haus dröhnt, wenn man die Haustür zu macht)
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  8. #7
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    Ich wollte noch den Aspekt einbringen, dass FW im Bereich der Wartung/Unterhaltung/Instandsetzung/Erneuerung auch Vorteile hat.

    Hintergründe, ohne Wertung:

    Bei meinem letzten Haus hatten wir Fernwärme incl. einer wirklich einfachsten FW-Station der Stadtwerke. Wärmetauscher, 4 Kugelhähne, Motorventil, Schmutzfang o.ä., irgendwelche Messpunkte, etwas Rohr, etc.). Sekündärseitig allerdings dann HK statt FBH, kleinen Computer zur Ansteuerung des Motorventils und der Pumpe.

    Hatte bei mir den Vorteil, dass ich mit der ganzen Technik für die Heizung wirklich überhaupt nichts mehr am Hut hatte. Im groben Vergleich der Heizkosten mit anderen Hauseigentümern standen wir immer ganz gut dar, deshalb habe ich mich damit auch nie vertieft beschäftigt.

    Aktuelle Preise meines damaligen Anbieters:
    • Jahresgrundpreis 38 €/a je kW, incl. Wärmemengenmessung
    • Arbeitspreis 39 €/MWh

    euer Arbeitspreis ist - in Bestätigung der Einschätzung von R.B. also schon heftig.
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  9. #8

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    An sich finde ich Fernwärme eine gute Idee.
    Aber ich gebe zu bedenken, dass Du Dich
    damit ziemlich abhängig von einem Versorger machst.

    Mal eben wechseln wie bei Strom oder Telefon
    ist dann nicht drin.

    Das wäre für mich der größte Haken.
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  10. #9

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    Daumen hoch

    Hallo zusammen,

    ich hänge mich hier mal dran, da wir die selben Fragen haben. Wir planen auch einen Neubau. Wir haben 36,5 cm Ytong und 3 Fachverglasung, es soll ein kfw70 Haus rauskommen.

    Jetzt haben wir auch die Wahl zwischen Fernwärme und den restlichen Alternativen (ausser Gas, das wird nicht gelegt).

    Fernwärme Preise:
    Installation: 8.998,00 €das Fussbodenheizungsmodul kostet 793,00€, Wasserboiler 150Liter kostet 720€ sind zusammen: 10.511,00€
    Laufende kosten: Jahresgrundpreis 81,09€ für die ersten 12KW, Wärmepreis je kWh 0,0604€, die Kosten für Messung und Abrechnung betragen im Jahr 100,53€

    Jetzt einfach die Frage, sind die Anschlusskosten ok? Kommt mir sehr hoch vor? Der Threadstarter hat überhaupt keine Anschlusskosten genannt.

    Alternative wäre nur eine LWWP oder eine Erdwärmepumpe (Sole). Die Bohrung kostet bei uns weniger, da im Baugebiet nur Sandböden oder Lehmböden vorhaben sind, habe da schon mit einen Bohrunternehmen gesprochen, ca. 5000€ für eine 96m Bohrung. Er hat schon mehrere in der Gegend gesetzt.

    Wie würdet ihr entscheiden? Ach ja, im ganzen Haus wird es Bodenheizung geben und das Haus wird über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung verfügen. Ein Kamin mit Holzofen wird auch installiert.

    Danke euch
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  11. #10
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    Bei uns kostet der Fernwärmeanschluß ca. 100€ pro Meter und 3600€ die Übergabestation mit zwei Heizkreisläufen jeder zusätzlicher kostet 600€.

    Hab heute unseren Hausbauer angemailt und die LWWP(Fa. Rotex) würde 9000€ kosten.
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  13. #11

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    Wie oben schon erwähnt, ohne die Heizlast zu kennen, ist es unmöglich eine Heizung zu planen.

    Ob Bohrung oder Flächenkollektor, das muss man rechnen. Ein Flächenkollektor ist normalerweise kostengünstiger, erfordert dafür halt freie (nicht überbaute) Grundstücksfläche.

    Bei einem typ. EFH sind 200-300m2 ausreichend. Das kann man aber erst entscheiden wenn alle Daten bekannt sind.

    Also, Heizlastermittlung nach EN12831, und dann geht´s weiter mit der Heizungsplanung.

    Gruß
    Ralf
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  14. #12

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    OK, dann frage ich mal diesen Wert an. Werde ihn dann hier posten.
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