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Dachstuhl undicht???

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  1. #1

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    Dachstuhl undicht???

    Hallo zusammen,

    dies ist mein erstes Posting hier, lese schon länger als Gast mit.

    Nun zu meinem Fall (und ich weiß, dass es solche Fälle viele gibt und schon viel dazu geschrieben wurde, trotzdem erhoffe ich mir wertvolle Ratschläge)

    Ein paar Infos vorab:

    - Neubau 2010, Einzug September
    - Zwei Vollgeschosse, Kaltdach, Dämmung in den Kehlbalken (von unten: Gipskarton, Lattung, Konterlattung, Dampfsperre, Glaswolle, 21mm OSB)
    - Dachbodentreppe mMn dicht
    - OSB-Platten reichen nicht bis ganz an das Dach heran (wurde uns so geraten, Belüftung?)

    Nun zum Problem:
    Wie sich auf den Bildern erkennen lässt, gibt es an vier Stellen im Kaltdach mMn ganz schlimm aussehende Stellen beim Übergang der Sparren zur Fußpfette. Die dort zusehenden OSB Stücke wurden vom BU eingesetzt, darüber befindet sich außen ein Vollwärmeschutz.
    Die Dämmwolle an diesen Stellen ist aber völlig trocken.
    Auf einem Bild kann man auch die feuchte Stelle an den Brettern auf den Sparren sehen (hoffe ich).
    Momentan messe ich gerade eine Temperatur von 4°C und eine Leuftfeuchte von fast 80%. (macht mir echt Sorgen)

    Meine Fragen:

    1) Was kann die Ursache dafür sein?
    2) Können wir das selbst verschuldet haben? (Wir nutzen das Kaltdach als
    Abstellraum, deshalb wird die Zugtreppe öfter geöffnet)
    3) Was kann man dagegen tun?
    4) Kann es sein, dass der Dachstuhl wieder trocknet und sich die Situation im
    nächsten Jahr nicht mehr verschlimmert? (Restbaufeuchte, usw.?)

    [IMG][/IMG]
    [IMG][/IMG]
    [IMG][/IMG]

    Ich hoffe durch eure Ratschläge Neues zu erfahren und die richtigen Schritte einzuleiten.
    Vielen Dank im voraus.

    Mfg
    Walter
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  2. Dachstuhl undicht???

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  3. #2
    Avatar von Vossi
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    Du bist jetzt der dritte in zwei Wochen, der dieses Problem hat. Benutz mal die Suche und lies Dich in die unzähligen Postings ein. Da steht erstmal alles beschrieben, was da vllt schief gegangen sein könnte. Nimm mal ein paar der Platten hoch und mach mal ein Bild davon...
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  4. #3

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    Mhh, Vossi, ich denke die Sache liegt hier etwas anders.

    Wie hoch liegt der Schnee auf dem Dach? Ich tippe auf zurückstauendes Schmelzwasser...

    Mach bitte mal ein Bild von Aussen, das wir mal die Schneelage auf dem Dach und den Überstand beurteilen können.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo zusammen,

    kann nun erst wieder antworten.

    Zur Frage: Momentan kein Schnee, aber vor Weihnachten natürlich üppig (eben Oberbayern).

    Nun eine weitere Frage:

    Hinter diesen OSB-Stücken kommt ja nur noch unmittelbar der Vollwärmeschutz (16,5 cm incl. Außenputz), d.h. an diesen Stellen ist die Außenhaut am dünnsten (deshalb auch am kältesten?).

    Bringt es was, diese Stellen im Frühjahr, wenn alles abgetrocknet ist, noch zu dämmen, um so evtl. den Taupunkt weiter nach oben zu verlagern?

    Weiter oben ist nämlich durch die Lüftungsöffnungen am Dachfirst (hoffe richtig beschrieben) ein deutlicher Luftzug zu spüren, der evtl. die feuchte Luft nach außen befördert.

    Ich hoffe ihr könnt meinen Vorschlag nachvollziehen.

    Gruß
    Walter
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  6. #5

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    hmmm ??
    da scheint aber heftig feuchtigkeit eingedrungen zu sein
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  7. #6

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    Dachstuhl undicht?

    wohl kaum, es ist doch anzunehmen, dass das Dach eingedeckt ist? Meine Vermutung:

    - OSB-Brett ist mit klaffenden Fugen zwischen die Sparren gestellt
    - es gibt keine luftdichte Ebene
    - zwischen Sparren und Stellbrett pfeift der Wind wie Hechtsuppe herein
    - von unten, aus der Kehlbalkenlage ankommende Warmluft kondensiert an den Zugstellen.
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  8. #7

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    Wurde die vorgeschriebene luftdichte Ausbildung der Gebäudehülle planerseitig dargestellt (Luftdichtheitskonzept; Beschreibung der Arbeiten im LV, Hinweise auf kritische Details, ggf. mit gezeichneten Details)?

    Wenn ja, erfolgte die Leistungsausführung exakt nach den Planunterlagen?

    Wurde die Ausbildung der luftdichten Ebene während der Montage hinreichend oft und genau visuell oder durch druckgestützte Leckageprüfungen überwacht? Gibt es dazu Protokolle?

    Es ist wohl anzunehmen, dass die Dampfsperre (Folie?) gleichzeitig auch als Konvektionssperre fungieren soll. Wenn ja, woran, womit und wie wurde sie denn im Bereich der Fußpfette angeschlossen?

    Wurde ein abschließender Blower-Door-Test mit Leckagesuche gemacht? Protokoll?

    Was steht zur Luftdichtheit im Bauvertrag?
    Wurde der geschuldete Erfolg erreicht?

    Die im Forum geäußerten kristallkugellastigen Vermutungen zu den tatsächlichen Ursachen der aufgetretenen Durchfeuchtung sollten auf jeden Fall durch einen Sachverständigen vor Ort geprüft werden!
    Dieser wird gewiss auch bereit und in der Lage sein, eine angemessene Lösung zur Ursachenbeseitigung und Kostenübernahme einer notwendigen Sanierung zu finden.
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  9. #8
    Themenstarter

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    Hallo zusammen,

    @Wilhelm
    Ja, da sind deutlich sichtbare Fugen zwischen Stellbrett und den Sparren bzw. der Fußpfette. Kann das dem BU angelastet werden?

    @KPS
    Die oberste Geschossdecke wurde in Eigenregie gedämmt und beplankt (Kostenersparnis). Die Dampfbremse wurde seitlich am Mauerwerk verklebt und mit Anpresslatten fixiert, sämtliche Durchgänge wurden mit den Knauf Foliendurchgängen ausgeführt. Es gab keinen Blowerdoortest.
    Kann der jetzt noch durchgeführt werden? Können dann evtl. Lecks noch gefunden werden?


    Jetzt noch was Neues:
    War heute mal wieder kontrollieren. Die Stelle, die in meinem ersten Beitrag als deutlich feucht zu erkennen war, erscheint wieder trocken zu sein (spräche ja für ein undichtes Dach)
    Aber nun ist dafür der Abluftkamin der Therme feucht.
    [IMG][/IMG]

    Ich werd noch verrückt.
    Wahrscheinlich kommen wir um einen Bausachverständigen nicht herum, der alles hieb- und stichfest protokolliert.

    Danke
    Gruß
    Walter
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  10. #9
    Themenstarter

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    Hallo nochmal

    Noch was:
    Zur Zeit messe ich in Höhe der Sparren eine Luftfeuchtigkeit von ca. 70% (mehrere Tage Regen und Nieselwetter), aber im Entfeuchter (Salzbasis) ist kein Tropfen Wasser zu sehen.
    Stimmt es, dass Schimmel erst ab 80% das Wachsen beginnt?

    Hab mit einer (billigen) Endoskopkamera mal seitlich unter die OSB an der Stelle geschaut. Bin mir aber nicht sicher, ob das richtiger Schimmel ist (oder was sonst?)?
    [IMG][/IMG]

    Muss man wirklich alle OSB entfernen, um das zu begutachten und evtl zu sanieren? Das wär der Super-GAU für uns.

    Gruß
    Walter
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  12. #10
    Themenstarter

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    Hallo,

    irgendwie klappte das mit dem Bild wieder nicht.
    Also hier das Bild der Endoskopkamera


    Noch was:

    Würde es was bringen, die Osb zu "durchlöchern", um für Belüftung zu sorgen?

    Sollte man evtl. noch Lüftungsgitter in die Außenmauer einbauen (West- und Ostseite) um für Durchzug zu sorgen.

    Worst case wäre eben, wenn alle OSB entfernt werden müssten, evtl. noch die Dämmung usw. usw.

    Ich darf gar nicht dran denken.

    Gruß
    Walter
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  13. #11
    Avatar von schimmelweg
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    es scheint sich um Kondensat zu handeln. Und da gibt´s mehrere Möglichkeiten.
    Falscher Aufbau (SD-Werte), undichte luftdichte Ebene, zu feuchte Sparren, etc.

    XXXXXXX

    Wenn ich ein paar Angaben mehr bekomme geht´s vielleicht etwas genauer.

    1) Was kann die Ursache dafür sein?
    Siehe oben
    2) Können wir das selbst verschuldet haben? (Wir nutzen das Kaltdach als
    Abstellraum, deshalb wird die Zugtreppe öfter geöffnet)
    Ja da ist dann fechtwarme Luft nach oben gekommen und hat kondensiert
    3) Was kann man dagegen tun?
    Ja, müsste aber Vorort angesehen werden, da das Thema zu komplex ist
    4) Kann es sein, dass der Dachstuhl wieder trocknet und sich die Situation im
    nächsten Jahr nicht mehr verschlimmert? (Restbaufeuchte, usw.?)
    Er kann wieder trocken, aber auch nicht. Die Ursache ist zu erkennen und abzustellen.
    Sonst kann es auch schlimmer werden.
    Gruss aus Franken
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