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  1. #1

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    Kosten/Aufwand für einen e-Check

    Hallo zusammen,

    folgende Ausgangssituation, ein EFH aus den 50'zigern - Keller, 1,5 Geschosse, ausgebauter Spitzboden, zusammen ca. 120 qm – wurde zwischen 2001 und 2008 vollkommen saniert, u.a. wurde auch die Elektroinstallation mitsamt allen Leitungen, Schaltern und Steckdosen und sonstigen Verbrauchern vollständig erneuert.

    Obwohl die gesamte Installation sehr ordentlich wirkt – sofern man das als Fachfremder überhaupt beurteilen kann - würde ich gerne aus gegebenem Anlass einen e-Check durchführen lassen, mit welchen Kosten muss man rechnen…

    .. und bevor jetzt auf die Glaskugel verwiesen wird, mir ist natürlich klar, dass man das aus der Ferne nie auf den Euro genau sagen kann, was so etwas kostet, da es von vielen Faktoren abhängt.

    Daher habe ich telefonisch bei zwei Fachbetrieben in der Nähe nachgefragt und Antworten bekommen, die auf mich sehr widersprüchlich bzw. nicht schlüssig wirken – bis auf die Standardeinleitung, dass man das vorab nie so genau sagen könnte.

    Firma 1: Aussage vom Meister

    „Wir berechnen das nach zeitlichem Aufwand, letztens haben wir für eine bewohnte, frisch modernisierte 80qm Wohnung mit drei Zimmern etwas mehr als 2,5 Stunden mit zwei Personen benötigt“

    Firma 2: Aussage der Mitarbeiterin

    - pro Steckdose, Schalter, Verbraucher wird eine Pauschale berechnet (Doppelsteckdosen zählen als zwei Einzelsteckdosen)
    - zusätzlich wird noch die Zeit berücksichtigt, die die Überprüfung der Steckdosen und Schalter gedauert hat und anteilig mit hinzugerechnet, da die die oben genannte Pauschale zu niedrig wäre (also ist deren Pauschale keine richtige Pauschale?!)
    - Schaltschrank und Unterverteilungen nach Aufwand
    - sonstige Verbraucher nach Aufwand

    Aber jetzt:

    - sämtliche Steckdosen, Schalter,.. müssen frei zugänglich sein (werden angeblich alle zur visuellen Kontrolle ausgebaut)
    - sämtliche Abzweigdosen müssen geöffnet werden, um die Verdrahtung zu überprüfen und feststellen zu können, ob dort auch noch tote Leitungen vorhanden sind)
    - falls in einem Raum eine Dose oder Steckdose nicht zugänglich sein sollte, fällt man durch die Prüfung, stattdessen bekäme man eine detaillierte Auflistung was bis wohin geprüft werden konnte. (vor manche Steckdosen wurden Wandschränke eingebaut und sind hiermit überhaupt nicht mehr erreichbar/nutzbar, somit wäre ich ja vorab schon durchgefallen)
    - alle entsprechenden Unterlagen müssen zur Verfügung gestellt werden sowie auch zu Dokumentationszwecken maßstabsgerechte Gebäude-/Geschossgrundrisse, ansonsten würden diese dann auch noch aufpreispflichtig erstellt.

    Eigentlich wirken die Auskünfte der zweiten Firma seriös, aber…

    … das ist doch nicht für ein bewohntes Haus durchführ- und bezahlbar.

    Das Haus hat insgesamt über 50 Stromkreise, thematisch gruppiert und abgesichert mit drei 30mA-Fehlerstrom-Schutzschalter, über 100 Steckdosen (da habe ich dann aufgehört zu zählen), das komplette Leitungsnetz besteht aus neuen Adern im Leerrohr. Es gibt in allen Räumen mindestens drei Abzweigdosen, teilweise auch mehr, nach dem Öffnen müsste ja ein Anstreicher zum Bleiflicken bestellt werden….

    Daher halt meine Frage, wird bei einem e-Check wirklich so ein Aufwand betrieben, wie es einem Firma 2 suggeriert und welche Erfahrungswerte gibt es da bei den Kosten?

    Vorab schon einmal vielen Dank

    JaquesTati
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  2. Kosten/Aufwand für einen e-Check

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    "E-Check" ist ja auch nur ne Geldmach-Werbekampagne der Innung für zusätzlich zahlende Betriebe (lizenzpflichtig!).

    Aber fachgerechte Prüfungen der Anlage nach VDE machen auch alle anderen Betriebe - und das genau in dem von Dir gewünschten oder auch machbaren Umfang.

    Daher:
    Was ist der "gegebene Anlaß" und was soll erreicht werden?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Danke für die rasche Antwort.

    Laienhaft ausgedrückt hätte ich gerne eine Bestätigung, das alles in Ordnung ist und nicht gegen bestehende Vorschriften verstößt (natürlich nur, wem dem auch so ist).

    Hintergrund, der damalige Besitzer hatte es vermietet und der Mieter sich kurz nach dem Einzug in den 90'zigern als "Fachmann" an der Elektroinstallation zu schaffen gemacht, u.a. hat er das Leitungsnetz optimiert und manche für ihn ungenutzte Adern einer neuen Verwendung zugeführt, beispielsweise den Neutralleiter (rote Adernfarbe) an diversen Stellen durchtrennt und als Schaltleitung für Lampen genutzt. Zitat: "Ne Erde ist grün/gelb und nie rot, rot sind Schaltdrähte"). Kurz nach der Beseitigung dieser Schäden starben Vermieter und entsprechende Elektriker (alle eines natürlichen Todes) und ich habe mir Jahre später vom Mieter dem Vorwurf anhören müssen, diese Schäden hätte er nicht verursacht und man hätte ihm ein unsicheres Haus vermietet. Und ich hatte keine Möglichkeit mehr, ihm das Gegenteil zu beweisen. Nun könnte alsbald ein Mieterwechsel anstehen und hätte halt dann ein Schriftstück aus dem hervorgeht, dass zum besagten Zeitpunkt alles in Ordnung war, nämlich so einen Ärger und Stress möchte ich nicht mehr haben.
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