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Dachterrasse auf Betongaragendach

Diskutiere Dachterrasse auf Betongaragendach im Forum Dach auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Dachterrasse auf Betongaragendach

    Sehr geehrte Forumsmitglieder!

    Ich bin noch recht neu hier in diesem Forum. Ich hab zwar schon so einiges Gelesen und auch mit der Suchefunktion geabeitet, was mir auch schon weiter geholfen hat, aber nun komme ich leider nicht weiter und hoffe auf entsprechende Hilfe.

    Wir haben an unserem Häuschen eine Garage, dessen Dach schon immer Ärger gemacht hat (undicht). Irgendwie war da schon immer der Wurm drin. Wie dem auch sei, wir haben das Holzdach nun wegreißen lassen und vor 4 Wochen eine Betondecke aus wasserundurchlässigen Beton gießen lassen. Seit dem ist auch ruhe und die Garage dicht. Nun soll meine Mutter, die die Wohnung im Obergeschoss bewohnt, auf diesem Dach eine Holzterrasse bekommen. Die entsprechenden Fenster wurden schon ausgebaut und durch zwei Türen ersetzt. Und der Tischler will in zwei Wochen die Terrasse aufbauen.

    Der Tischler hat mich nun gefragt, ob das Garagendach noch abgedichtet wird. Auf meine Aussage hin, es sei ja dicht, aus wasserundurchlässigen Beton gefertigt und hat 2% Gefälle hat, meinte er nur, dass er zumindest Dichtschlamm (?) oder eine Lage Schweißbahn aufbringen lassen würde, um sicher zu gehen.

    Das hat mich verunsichert und meine Nachfrage bei diversen Firmen brachte auch die unterschiedlichsten Aussagen von "Unnötig" über "Kann man machen." bis "Auf jeden Fall! Erst einschlammen und dann min. 2. Lagen Schweißbahn!"

    Nun weiß ich nicht weiter und wem man da vertrauen kann. Darum dachte ich mir, ich frage hier mal nach und hoffe, dass ihr mir helfen könnt.

    Vielen herzlichen Dank schon mal im Vorraus...
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  2. Dachterrasse auf Betongaragendach

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  3. #2

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    wasserundurchlässig heisst erstmal wasserundurchlässig! (wenn die decke nach den WU-rili und rissweitenbeschränkt erstellt wurde)
    d.h. hier gilt die din 18195 nicht. (Gebäudeabdichtungen)
    aber mich würde wirklich interessieren ob und wie die anschlüsse ans haus und die traufe/dachrand nach den ardt ausgeführt wurden.
    terrasse auf garage -> alarmglocke Baurecht! geklärt?
    oder steht die garage ausserhalb der erforderlichen abstandsflächen zum nachbargrundstück?
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  4. #3
    Avatar von coroner
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    Nun, dann mal ein herzliches Willkommen von einem Nicht-Experten.
    Meiner Erfahrung nach wirst du gleich auf folgendes hingewiesen,
    was leider an deiner Fragestellung vorbei gehen dürfte:

    • Ist eine Nutzung der Dachterrasse genehmigt/rechtlich möglich? (Stichwort Grenzbebauung)
    • Was sagt eigentlich der Statiker zu der Konstruktion?
    • Wie ist die Entwässerung geplant?
    • Wer hat das geplant
    • Details wie Wandanschluss berücksichtigt?
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  5. #4
    Themenstarter

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    Erstmal schon vielen dank für die Antworten. Da ich nicht vom Fach bin, versuche ich mal so gut zu antworten wie es geht...

    Also das Ganze steht mitten auf einem 120.000 qm Grundstück. Ist also keine Grenzbebauung. Geplant wurde das von der Firma, die das Dach gegossen hat. Statik und Pläne liegen vor. Das Dach hat ein Gefälle vom Haus weg. Zwischen Haus und Betondach wurde so ein komisches Dichtband eingezogen, was irgendwie wohl aufquellen und so abdichten soll. Zudem wurde an die Hauswand so eine Leiste geschraubt und geklebt.

    Da wir in den letzten 4 Wochen schon mehrfach Schlagregen genau gegen diese Hauswand bekommen haben kann ich sagen, dass das (zumindest bisher) dicht ist. Ich hab extra so einen Papierstreifen (Feuchtigkeitsindizierer?), der Feuchtigkeit anzeigt auch, wenn sie schon verdunstet ist, in der Garage unter dem Dach am Anschluss zum Haus angebracht. Bisher hat es nix angezeigt.

    Am Ende des Gefälles steht das Betondach ca. 10 cm über die Wand hinaus und unten wurde so eine Wasserleiste (Wassernase?) eingeschlitzt. Dort läuft das Wasser runter auf die Erde und versickert.

    Ich hoffe, ich konnte mich verständlich ausdrücken, aber wie gesagt, dass ist nicht gerade mein Fachgebiet.
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  6. #5

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    hallo
    auch it-leute sind lernfähig respekt.

    wasserundurchlässigen beton gibts nicht. beton mit geringer wassereindringtiefe schon.
    auf den beton gehört eine zusätzliche abdichtung.

    gruss aus de pfalz
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  7. #6
    Avatar von coroner
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    fängt er schon wieder an .
    Ich schlag gleich vor Noppenbahn draufzulegen
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  8. #7

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    Frag mal bei der Baufirma nach, ob die das ganze für eine dauerhaft freie Bewitterung geplant haben.
    Denn dazu gehört mehr als eine WU-Konstruktion. Es müsste eine höhere Bewehrungsüberdeckung gerechnet sein, ein Beton mit hohem Frostwiderstand verwendet worden sein, Rissbegrenzung über Bewehrung oder andere Maßnahmen müsste erfolgt sein.

    Fehlt auch nur eine dieser Dinge oder ist nicht eindeutig, was da los ist, lass es abdichten.

    Alles andere führt in ein paar Jahren zu Ärger. Schneller als die Terrasse ausgetauscht werden soll wahrscheinlich.
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  9. #8

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    oder mach´ daraus eine überdachte Terrasse

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Fehlt auch nur eine dieser Dinge oder ist nicht eindeutig, was da los ist, lass es abdichten.
    OK, danke. Das werd' ich klären.

    Bleibt noch die Frage nach dem Wie? Wie lasse ich es am besten und am dauerhaftesten abdichten? Ab hab keine Lust nach einigen Jahren die Terrasse wieder abbauen lassen zu müssen, nur weil dann doch Wasser durch kommt. Und wenn ich bei Firmen nachfrage, dann können die mir ja wieder sonstwas erzählen... ich kann's ja nicht beurteilen.

    Wie schon geschrieben... der Tischlermeister sprach von einem Dichtschlam oder so oder Schweißbahn...
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  11. #10

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    2 Lagen Schweißbahn, 1 Lage Folienabdeckung mit Schutzfleece drunter, es gibt viele Möglichkeiten die Betonplatte gut und zuverlässig abzudichten...
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  12. #11

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    Der Aufbau unserer Dachterasse:

    Beton
    Dampfsperre mit Voranstrich
    Gefälledachdämmung 3%
    PE-Folienabdichtung
    Bautenschutzmatte
    Holzbelag


    Unsere darunterliegende Garage ist innerhalb der thermischen Hülle, daher gedämmt. Alternativ wäre zur PE-Folie auch eine mehrlagige Schweißbahn möglich gewesen. 3 Angebote = 3 gleiche Aussagen über die Ausführung gehabt.

    An die Dachexperten, was sagen denn die Flachdachrichtlinien zu diesem Thema?
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  13. #12

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    Zitat Zitat von gunther1948 Beitrag anzeigen
    auf den beton gehört eine zusätzliche abdichtung.

    gruss aus de pfalz
    wieso? wo stehts?
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  14. #13

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    wieso? wo stehts?
    hallo
    siehe ralf, bin davon ausgegangen, dass da ohne zusatzmassnahmen, wie üblich c25/30 mit der zauberformel WU ( wurmundurchlässig ) draufgekippt wurde.

    gruss aus de pfalz
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  16. #14
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    Zitat Zitat von KM TGA Beitrag anzeigen
    Der Aufbau unserer Dachterasse:

    Beton
    Dampfsperre mit Voranstrich
    Gefälledachdämmung 3%
    PE-Folienabdichtung
    Bautenschutzmatte
    Holzbelag
    Vielen Dank! Das ist doch mal eine Aussage. Und (zumindest bisher) gab es noch keinen Einspruch dazu.

    Eine Dämmung werden wir nicht aufbringen lassen, da die Garage auch sonst nicht weiter gedämmt ist.

    Laut Aussage des Tischlers wird der Holzaufbau, also die UK (was immer das auch sein soll) der Terrasse auf Bautenschutzmatten von 10x10cm aufgelegt. Er sprach da von "konstruierten Holzschutz" oder so.

    Ich habe gerade mit einem Dachdecker gesprochen. Er meinte, dass ein Voranstrich und ein anschließendes Aufbringen einer Lage "Hassodritt Alu + V60 S4" (ist wohl eine Schweißbahn) reichen würde, da ja noch die Holzterrasse drauf kommt und somit die Schweißbahn nicht so stark durch UV-Strahlen und Wind und Wetter belastet wird. Er macht mal ein Angebot fertig.

    Wäre das Vorgehen so OK?
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  17. #15
    Avatar von coroner
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    Es möge ja jemand was dazu sagen , der was davon versteht... ich habe aber
    letztens mit meinem DD Meister gesprochen und der meinte auf das LV meines
    Planers hin "Bautenschutzmatten" seien nach neuester Richtlinie nicht mehr
    zugelassen. (Es wird wohl auf den Zusammenhang und das Detail ankommen)
    Ich sag' nur mal...
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