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Thema: Befahrbares Garagendach abdichten

  1. #1

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    Befahrbares Garagendach abdichten

    Hallo zusammen,

    ich hoffe, jemand von euch kann mir einen Tipp geben.

    Unser Haus steht am Hang und die Garage hat den Eingang "von unten". Auf der Garage ist der Hauseingang. Das Dach hat leider kein Gefälle, daran hatte weder unser Architekt noch wir bei der Planung gedacht. Daraus ergibt sich jetzt auch unser Problem. Wir haben vom Garagendach bis zur Haustür ca. 17 cm Platz, das Dach ist ca. 6 x 5,4 m groß. Die Probleme ergeben sich jetzt daraus, dass kein Gefälle da ist und dass das Dach befahrbar sein sollte. Ich habe letztens mit unserem Architekten telefoniert, er sagte, es gäbe zwei Möglichkeiten, befahrbar wäre das Dach aber auf keinen Fall. Zum einen kann ein Gefälleestrich gemacht werden und dann gefliest oder es sollte erst mit Schweißbahn abgedichtet werden und dann mit speziellen Matten (den Namen habe ich jetzt nicht parat, müsste ihn noch mal genau fragen wie die heißen. Die sollen ca. 1cm dick sein) ein Untergrund für Platten hergestellt werden. Dabei wäre aber dann immer noch das Problem, dass wir kein Gefälle haben. Die Möglichkeit mit dem Estrich fand er nicht so prickelnd, er riet mir zu der Alternative mit den Matten.

    Er hatte keine Idee wie das hinzukriegen ist, auf den 17 cm ein Gefälle herzustellen, einen Belag zu legen und dass das Ganz noch befahrbar zu machen. Am allerbesten wäre es, auch noch eine dünne Dämmung einbringen zu können da die Garage im Winter sehr nass von innen war. Er wollte sich jetzt noch mal Gedanken machen und sich dann noch mal melden. Die Garage ist noch nicht abgedichtet, das wollten wir in diesem Sommer auf jeden Fall machen lassen. Aber ohne Plan, was zu tun ist, wollten wir da niemanden ran lassen. Unser Dachdecker hat noch die Idee "Gefälledämmung" eingebracht, ist aber auch nicht befahrbar und wohl auch nicht so einfach zu belegen. Wir wollten eigentlich "normale Steine" haben. Also nix exotisches.

    Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie man das lösen könnte.
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  2. #2

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    euer architekt soll die möglichkeit eines umkehrdachs untersuchen. dabei kann auf ein gefälle verzichtet werden, ob 17 cm abzüglich abdichtung (=16 cm) ausreichen für einen befahrbaren belagsaufbau hinzukriegen, kann ich jetzt nicht aus dem ärmel schütteln.

    mit dämmung wird es dann wahrscheinlich nicht funktionieren, sorgt für eine gute durchlüftung unten.
    das leben ist ein bauhaus - fritz kuhr 1929
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  3. #3
    Avatar von H.PF
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    Schaumglasdämmung, hochwertige Abdichtung, Gefälle einfach weg lassen...

    Wenn das waage ist dann bleibt auch nicht viel Wasser stehen. Und wenn es undicht ist ist es undicht. Egal, ob Waage oder 2 % Gefälle...

    Dann bekommt ihr drinnen sowieso Nässeschäden...

    Aber OHNE Abdichtung gehts gar nicht! Und Estrich gehört ins Haus und Fliesen ins Badezimmer... Aber definitiv NIEEEE!!! in den Aussenbereich!!!

    Könnt ich jedes Mal reintreten wenn ich sehe das so ein Scheiß neu hingemacht wird... Gibt es nicht schon genug Bauschäden mit solch einem Konstrukt?
    Ein Hund kommt wenn er gerufen wird. Ein Dackel nimmt es zur Kenntnis und kommt gelegentlich darauf zurück.
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  4. #4
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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Schaumglasdämmung, hochwertige Abdichtung, Gefälle einfach weg lassen...

    Wenn das waage ist dann bleibt auch nicht viel Wasser stehen. Und wenn es undicht ist ist es undicht. Egal, ob Waage oder 2 % Gefälle...

    Dann bekommt ihr drinnen sowieso Nässeschäden...

    Aber OHNE Abdichtung gehts gar nicht! Und Estrich gehört ins Haus und Fliesen ins Badezimmer... Aber definitiv NIEEEE!!! in den Aussenbereich!!!

    Könnt ich jedes Mal reintreten wenn ich sehe das so ein Scheiß neu hingemacht wird... Gibt es nicht schon genug Bauschäden mit solch einem Konstrukt?
    Vielen Dank schon mal für die Antworten. Werde meinen Archi mal auf dieses Umkehrdach ansprechen.

    Abgedichtet werden muss auf jeden Fall! Das hätten wir am liebsten schon letztes Jahr gemacht aber da alles länger gedauert hat als geplant...

    Was ich aber nicht verstehe ist, wenn kein Gefälle da ist, wo geht das Wasser hin? Oder hab ich da ein Verständnisproblem? Von "oben" ist es ja keine geschlossene Decke sodass das Wasser nach "unten" zur Abdichtung durchsickert. Und dann? Ich kann mir das nicht vorstellen... (Frau halt )

    Die Variante mit dem Estrich war für uns sofort vom Tisch. Wir haben an einer anderen Stelle den Estrich mit Fliesen weg gemacht weil wir sowas absolut furchtbar finden.

    Was käme denn auf die Abdichtung? Wäre der Belag befahrbar? Unser Architekt sieht die Problematik, dass unter die Platten ja eigentlich diese Schickt Steinchen kommt aber das ginge mit der Abdichtung nicht da diese sonst beschädigt würde. Darum sagte er damals, dass dann auf die Abdichtung nur diese Matten und dann die Platten kommen.

    Wir hatten auch mal überlegt, ob wir nicht alles teeren lassen können. Das wäre dann aber nicht so schön. Was haltet ihr davon? Wie teuer ist sowas im Vergleich zu Platten (ich nenne es mal Platten, ich weiß nicht wie diese Steine heißen)?
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  5. #5
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    Ach so, noch eine Frage: Wen könnte ich außer dem Archi noch wegen einer Lösung fragen? Gibt es dafür nicht auch Leute, die sich auf sowas spezialisiert haben? Wie heißen die dann? Ich meine keinen Dachdecker, sondern schon jemanden, der das ordentlich planen kann was zu tun ist. Wie gesagt, die Lösung eines Dachdeckers, der es sich angesehen hatte, hieße Schweißbahn...
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  6. #6

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    hallo
    google mal nach drainagematten die gibts auch für befahrbare flächen.

    gruss aus de pfalz
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  7. #7
    Avatar von H.PF
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    Was spricht gegen Schweißbahn?

    Unten drunter Schweißbahn und oben drauf Gussasphalt. Funzt super für lange Zeit...
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  8. #8

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    hallo
    bei der grösse willste mit dem asphaltkocher anrücken?

    gruss aus de pfalz
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  9. #9
    Avatar von H.PF
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    Hier rücken die mit Asphaltkochern für kleine Straßenschäden an... Besser gehts doch nicht zu flicken
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  10. #10
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    Wir haben uns wegen dem Teer noch nicht weiter erkundigt, ob das jemand bei der kleinen Fläche macht und wenn ja, was das kosten würde. Ein großes Bauunternehmen ist ein guter Kunde der Firma wo ich arbeite und ich habe dort mal angefragt. Die sagten, Grundsätzlich würden sie sowas machen, wenn es dann konkret wird, sollte ich mich noch mal melden und sie schicken dann jemanden raus zum ansehen. Die würden das dann machen, wenn sie irgendwo in der Nähe sind und dann da vorbei kommen können.
    Mein Problem ist mit dem Teer, dass ich mir noch nicht wirklich sicher bin, ob mir das gefällt. Ich kann mir nicht vorstellen, eine Einfahrt wie eine Straße zu haben... Einer in unserer Straße hat auch eine geteerte Zufahrt, so sind wir überhaupt erst drauf gekommen. Das sieht nicht schlecht aus, aber der Teer ist auch anders als der auf der Straße. Glatter, schwarzer und ebener. Habt ihr einen Richtwert, was es kosten würde soetwas zu teeren?
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  11. #11
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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Was spricht gegen Schweißbahn?
    Ich war unsicher, denn die Idee mit der Schweißbahn kam von unserem Dachdecker und der Archi war nicht sonderlich begeistert.... Oder ich habe seine Reaktion falsch interpretiert. Jedenfalls kam es mir nicht so vor, als hielte er die Schweißbahn für eine gute Lösung. Er sprach immer von "Abdichtung" und hat uns aber noch nicht gesagt, womit. Darüber will er sich ja noch Gedanken machen.
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  12. #12

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    hier mal ein link:

    http://www.umkehrdach.com/das-umkehr...mkehrdach.html

    ohne schweissbahn sollte es nicht gemacht werden.

    was schwebt dem architekten denn vor augen, wenn er etwas gegen schweißbahnen hat?
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  13. #13

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    Ich glaube hier gibt es ein Verständnisproblem:

    Schweißbahn ist eine Abdichtung! und zwar die hier wahrscheilich am besten geeignete.
    Vllt. hat der Archi ja eine Alternative im Kopf. Viele taugliche für diesen Zweck gibt es aber nicht. Und richtig ausgeführt darf auf der Schweißbahn auch Wasser stehen bleiben, deshalb nicht zwingend Gefälle erforderlich. Irgendwann , wenn es genug ist, läuft das seitlich an den Garagenwänden außen( auch da sollte eine Abdichtiund vorhanden sein)ab. In der fertigen Oberfläche sollte aus praktischen Gründen aber schon ein Gefälle sein.
    Gruß Peter
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  14. #14

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    Zitat Zitat von Jessi75 Beitrag anzeigen
    .... Ich habe letztens mit unserem Architekten telefoniert, er sagte, es gäbe zwei Möglichkeiten, befahrbar wäre das Dach aber auf keinen Fall.
    .................................
    Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie man das lösen könnte.
    Vielleicht wäre ja der erste Schritt zu klären, warum das Dach auf keinen Fall befahrbar ist. Und dann...

    svjm
    ö.b.u.v. SV für Asphalt und Bitumenwerkstoffe in der Bauwerksabdichtung, im Hoch- Industrie- und Verkehrswegebau, Brandschutzbeauftragter.
    "learning-by-doing" sollte endlich Vergangenheit sein.
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  15. #15
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    Hallo,

    ich muss noch noch mal das alte Thema hervorkramen.

    Also, nachdem ihr mir den Tipp mit dem Umkehrdach gegeben habt, habe ich mit meinem Architekten darüber gesprochen. Er hat das wohl schon "zwei, drei" mal so machen lassen, sagte, das sei auch in Ordnung und würde bei uns auch funktionieren aber ich hatte das Gefühl, er ist davon nicht wirklich überzeugt... Er sagte, man könne auch nur die Abdichtung mit zwei Lagen Schweißbahn machen, dann Bautenschutzmatten drauf und dann Pflaster. Er würde aber nicht dafür garantieren, dass das auch hält. Ich bin ziemlich entteuscht muss ich sagen. Er war bei den anderen Dingen die er für uns gemacht hat eigentlich immer sehr engagiert aber von dieser "Dach-Geschichte" hat er entweder keine Ahnung oder keine Lust... Wen kann ich für dieses Thema noch ansprechen? Ich habe auch noch mal mit dem Statiker gesprochen, er hat mir noch mal bestätigt, dass die Betondecke auf jeden Fall so ausgelegt ist, dass sie mit einem PKW befahrbar ist. Ich habe auch mit verschiedenen Firmen wegen dem asphaltieren gesprochen. Leider habe ich niemanden gefunden, der das machen möchte da es eine zu kleine Fläche ist und es sich für die Firmen nicht lohnt bzw. sie mit dem großen Gerät da nicht hin kommen. Mir wurde immer direkt gesagt, dass sie für solche kleinen Flächen nicht raus kommen. Ich habe auch bei der Gemeinde nachgehört, die machen sowas auch nicht für Privatleute. Die flicken nur die eigenen Straßen... Tja, also habe ich mich noch mal intensiver mit dem Umkehrdach beschäftigt.

    Dabei ist mir das hier aufgefallen:

    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Nennt man Umkehrdach, hat den Nachteil, das man immer Nässe unter der Dämmung stehen hat und dadurch kann es anfangen zu stinken.

    Also vergiss es meiner Meinung und Erfahrung nach.
    Wie wahrscheinlich ist das? Das wird schließlich unser Eingangsbereich und da möchte ich halt nicht unbedingt dass es da immer müffelt...
    Auf der Homepage zum Umkehrdach habe ich gesehen, dass man diese Form auch für ein Flachdach ohne Gefälle, natürlich mit entsprechender Abdichtung, verwenden kann. Bei den Nachteilen ist aufgeführt, dass man für entsprechende Dachentwässerung sorgen soll. Ich kapiers noch nicht ganz. Wenn das Dach ganz flach ist, geht das Wasser doch nicht weg, oder? Was ist da mit Dachentwässerung gemeint.
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