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  1. #1

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    anstatt kwf70 --> passivhaus?

    hi

    wir möchten gerne ein neues haus bauen
    soll bisher kfw70 massivhaus werden, mit fußbodenheizung, gasbrennwerttherme und kwl mit wärmerückgewinnung

    nun habe ich im internet gelesen, dass man "leicht" das haus auf passivhaus-standart bringen kann



    Die Außenwanddämmung ist auf 300 mm zu erhöhen; dabei wird das Mauerwerk auf 115 mm Kalksandstein reduziert; damit wird die Außenwand insgesamt nur geringfügig (um 25 mm) dicker als sie es vorher war (vgl. Abb. 2).


    Im Dach wird die Dämmung unter den Sparren und auf der obersten Geschossdecke jeweils von 100 auf 225 mm erhöht; zwischen den Sparren und in der Decke bleiben nach wie vor 140 mm mit Wärmeleitfähigkeit 0,035 W/(mK).


    Auf der Bodenplatte werden statt insg. 150 mm nun 250 mm PS-Platten mit Wärmeleitfähigkeit 0,035 W/(mK) verwendet.



    Die Fenster werden anstelle der ursprünglichen 2-Scheiben-Verglasungen mit 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasungen in einem Passivhaus geeigneten Rahmen ausgeführt (Abb.5). Dadurch reduziert sich der Fenster-U-Wert auf im Mittel 0,75 W/(m²K) inkl. der Einbauwärmebrücke. Der mittlere g-Wert der Verglasungen beträgt 0,54. <-- dreifach verglasung würden wir auch nehmen


    Es wird eine moderne Passivhaus geeignete Lüftungs-Anlage mit effektivem Wärmebereitstellungsgrad von 92% eingesetzt. Die Luftverteilung wurde neu konzipiert <-- wäre ja eh drin

    war in dem beispiel ein sanierung:
    Man kann die bestehende Heizung (Heizkessel im Vorratsraum) beibehalten. Allerdings ginge es sogar wesentlich kostengünstiger: Die Lüftung könnte mit einem Kompaktsystem kombiniert werden (bereits im H-W-Raum eingezeichnet). Dadurch entfiele der Öltank, der Kamin und der Heizkessel. Sowieso können die Wärmeverteilleitungen entfallen und die Heizkörper, in jedem Fall können sie kleiner werden - das Kompaktgerät kann die Wärme direkt in die Zuluft liefern; nur im Bad im OG muss es noch einen Heizkörper geben, um dort schnell Badezimmertemperaturen erreichen zu können.

    quelle:
    http://passipedia.passiv.de/passiped...wirtschaftlich

    stimmt das?
    lohnt sich das wirklich?

    lg
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  2. anstatt kwf70 --> passivhaus?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zitat Zitat von ticktackto Beitrag anzeigen
    hi
    soll bisher kfw70 massivhaus werden, mit fußbodenheizung, gasbrennwerttherme und kwl mit wärmerückgewinnung
    nun habe ich im internet gelesen, dass man "leicht" das haus auf passivhaus-standart bringen kann lg
    ist möglich, aber nicht "leicht". Eine 11,5er Außenwand als Tragschale halte ich für gewagt, wird spätestens dann kritisch wenn der Elektriker anrückt.
    Die Konzeption eines Passivhauses ist doch etwas komplexer als dass man sie durch die o.g. Versatzstücke leicht darstellen könnte.
    Vorschlag: Such dir einen Planer der von Passivhäusern etwas versteht, lass dir das Konzept des PH klar und verständlich erläutern, und treffe dann eine Entscheidung.
    Passivhausplaner sind unter www.passiv.de zu finden.

    Fritz
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  4. #3
    Avatar von JDB
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    Es ist immer wieder amüsant zu lesen, wie klein doch die Differenz zum Standard-EnEV-Haus sein soll.

    Wer hier von kleinen Differenzen spricht, der geht davon aus, dass der Bauherr bereits im Standard eine gute Planungsleistung beauftragt hat.
    Im Passivhausbereich (auch EFF40-Bereich) geht's defintiv nicht ohne.
    Wir kennen ja hier unsere Pappenheimer. Planung wird als erstes eingespart!

    Dadurch reduziert sich der Fenster-U-Wert auf im Mittel 0,75 W/(m²K) inkl. der Einbauwärmebrücke.
    Wieviel kosten z.B. die Standardfenster im Standardrahmen mit Standardeinbau?
    Egal: Passivhausfenster mit Uw=0,75 im eingebauten Zustand : Dafür alleine reichen keine 15.000€ Euro Delta-Kosten!
    Die PH-Obergrenze von 0.85 Wm²K ist schon eine Hausnummer!
    Ich kenne niemanden, der das unter 0,8 geschafft hat.

    Und du willst doch bestimmt ne Hebe-Schiebetür, oder?


    dabei wird das Mauerwerk auf 115 mm Kalksandstein reduziert; damit wird die Außenwand insgesamt nur geringfügig (um 25 mm) dicker als sie es vorher war
    Tipp der Woche: Mach die Außenwand doch nur 70mm, dann hast Du sogar eine 1cm dünnere Wand als vorher!
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  5. #4
    Avatar von JDB
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    Die Außenwanddämmung ist auf 300 mm zu erhöhen; dabei wird das Mauerwerk auf 115 mm Kalksandstein reduziert; damit wird die Außenwand insgesamt nur geringfügig (um 25 mm) dicker als sie es vorher war (vgl. Abb. 2).
    Du legst also Wert darauf, dass die Wand nicht so dick wird.
    Die Begründung ist aber nicht logisch:
    Was hindert dich daran, dein EFF70-Haus mit 11.5cm zu planen?
    Geht das etwa nur bei Passivhäusern?

    Um's kurz zu machen: 11.5cm ist ungesund!

    KSPE ab 15cm aufwärts, sinnvollerweise dann mit Vollprogramm nach dem Bauantrag:
    Ausführungsplanung mit abgestimmten und dann integrierten TGA- und Statikeinflüssen, sowie eine fähige Bauleitung.

    Für den Passivhauswunsch:
    Die Detailplanung aller Anschlüsse und Wärmebrücken incl. detailliertem Nachweis bitte nicht vergessen.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von JDB Beitrag anzeigen
    Tipp der Woche: Mach die Außenwand doch nur 70mm, dann hast Du sogar eine 1cm dünnere Wand als vorher!
    Und kürzer wird die Mauer dadurch auch noch - zumindest zeitlich...
    Im Ernst: 11,5er KS - das will wirklich Keiner freiwillig!

    Auch ansonsten sind diese Tipps fragwürdig.
    Vielleicht bis auf das Weglassen des Öltanks bei einer Gasheizung - das ist wirklich genial!
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  7. #6

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    ticktackto - mit Deinem bisher angedachten Konzept:
    • Stempelaugust für den Bauantrag
    • Ausführung über GU

    fährst Du mit Deiner Idee mit Anlauf gegen die Wand.

    Alleine 11,5er Aussenwände sind zum Fußnägelaufrollen. Da darf dann (wenn es richtig gemacht wird) jede Steckdose mit dem Tragwerksplaner abgestimmt werden.

    Ausserdem bin ich mal gespannt, wie Du Deine 3-Scheiben-Passivhausfenster bei einer 11,5er KS Wand so befestigen willst, dass es fachgerecht ausgeführt wird.
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  8. #7
    MoRüBe
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    Sacht ma, Ihr wollt doch nicht etwa den Passiv-Guru kritisieren??
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8
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    hi

    also, von mir stammen die ideen nicht
    hatte ich nur gefunden!
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  11. #9

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    Zitat Zitat von ticktackto Beitrag anzeigen
    hi

    also, von mir stammen die ideen nicht
    hatte ich nur gefunden!
    Zuviel Lesen im Internet ist nicht gut, vor allen Dingen wenn man das Gelesene nicht einschätzen kann. Es ist schlichtweg falsch, dass man durch Drehen an ein paar U-Werten aus einem xx Haus ein PH machen kann. Ein PH zeichnet sich ja nicht nur dadurch aus, dass man hoch wärmedämmende Fenster einbaut, oder die Fassade dämmt.

    Richtig wäre, dass man bei entsprechender Planung mit geringem Mehrpreis zu einem xx Haus ein PH bauen kann. Das funktioniert aber nur, wenn bereits das Konzept konsequent auf PH ausgerichtet wird. Das beginnt schon mit der Ausrichtung des Gebäudes auf dem Grundstück.

    Gruß
    Ralf
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