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Dezentrale Lüftung wg. Radon im Keller

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  1. #1
    Avatar von applegg
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    Dezentrale Lüftung wg. Radon im Keller

    Hallo,

    das sich im Spezialforum für die Haustechniker keine wirklich befriedigende Antwort gefunden hat, stelle ich meine Frage hier noch einmal.

    Nach einer Kellermodernisierung haben wir eine Radonmessung gemacht, leider trotz Nicht-Risiko - Gebiet ganz schlechte Werte.
    Keller (2 Räume + Flur) ist ausgebaut und dient in einem Raum als Gästezimmer und einmal als Hauswirtschaftsraum.

    Da die Bauarbeiten durch sind können keine baulichen Anpassungen mehr vorgenommen werden, was bei einem 30er Jahre Haus mit Streifenfundamenten auch selten ausreichend sind. Daher bleibt nur der Einbau einer Lüftung. Kipplüftung eines kleinen Fensters im HWR senkt die Werte bereits perfekt, kann aber keine Dauerlösung sein.

    Leider kennt sich unsere Haustechniker mit Lüftung speziell bei Radon nicht so aus, ich habe auch keine Experten im Raum München gefunden.

    Daher meine Fragen könnte ihr mir einen Tipp geben, welche dezentrale Anlage da in Frage käme ?

    Folgende Randbedingungen sind gewünscht:

    * Wärmetauscher (Keller ist in der beheizten Hülle)
    * Möglichst Zuluft und Abluft aus einem zweiten Raum möglich
    * Abluft und Zuluft außen deutlich räumlich trennbar (ich will ja das Radon nicht wieder einsaugen)
    * keine Unterdruckerzeugung (das saugt das Radon stärker durch evtl. Ritzen nach), leichter Überdruck wäre ok.
    * nicht wichtig: Lautstärke / Platzbedarf, da Gerät in den HWR kommt.

    Eventuell kennt Ihr auch einen Profi für sowas, der im Raum München arbeitet. Gern auch einen, der gleich die Kernbohrung mit machen könnte...


    Danke und Grüße
    Stefan
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  2. Dezentrale Lüftung wg. Radon im Keller

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  3. #2

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    ich kann dir leider keine Ausskunft zu deiner Frage geben , aber rein interessehalber, wie lässt sich
    Zitat Zitat von applegg Beitrag anzeigen
    ...30er Jahre Haus mit Streifenfundamenten...
    mit
    Zitat Zitat von applegg Beitrag anzeigen
    ...Keller ist in der beheizten Hülle...
    vereinen?
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  4. #3
    Themenstarter
    Avatar von applegg
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    ganz einfach,
    Gegossener Betonboden (halt keine tragende Bodenplatte), Abdichtung, PUR - Dämmung, FBH, Estrich.
    Und außen naürlich Abdichtung und Perimeterdämmung.
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  5. #4

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    Hallo Stefan,
    lüften hilft etwas, kann aber das Problem nicht lösen.
    Das einzige was sicher und dauerhaft funktioniert ist eine Unterdruckerzeugung im Erdboden. Das ist sehr einfach und kostengünstig mit einem Radonsauger erreichbar.
    In Bayern hilft auch das "Beyerische Landesamt für Umwelt" mit wichtigen Informationen.
    corroric
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  6. #5

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    Zitat Zitat von applegg Beitrag anzeigen
    ganz einfach...
    Gerade erst wieder zum Nachlesen gekommen ^^

    Ok, sowas hatte ich mir fast gedacht, wieder was gelernt, aber wie schließt die neue Bodenplatte am Bestand an, wird die Bewehrung an den bestehenden Streifenfundamenten verankert, oder an den Kellerwänden, oder "schwimmt" das Teil dann?
    Würde mich einfach interessieren, weil ich's mir nicht so recht vorstellen kann

    Gruß
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  7. #6
    Themenstarter
    Avatar von applegg
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    Es gab damals™ nur einen 5 cm Estrich. Die aussteifende Funktion für die Fundamente wurde nur durch deren Einbindung ins Erdreich ermöglicht. Die neue 15 cm dicke und bewehrte Bodenplatte (wurde abschnittsweise eingebracht) übernimmt und verbessert diese Aussteifung. Sie hat allerdings keinerlei statisch tragende Funktion. Daher gibt es auch keine Anbindung an die Fundamente, ist also eigentlich schwimmend, wobei hier natürlich Altbestand und Neubeton direkt aneinander liegen ohne Randdämmstreifen oder so. Die Übergänge zwischen Altbestand und neuer platte wurden zuerst mit einer flexiblen mineralischen Schlämme versiegelt, danach folgte eine selbstklebende Alu-kaschierte Bitumenbahn. Darauf dann PUR Dämmung alukaschiert, dann Bekotec Fussbodenheizung mit Zementestrich.

    Das ist der aktuelle Stand.

    Grüße
    Stefan
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  8. #7

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    Ggf. genügt auch eine passive Lüftung wie in der EPA-Broschüre dargestellt.

    http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&...41524429,d.Yms
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  9. #8
    Avatar von Geodesy
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    Erst mal wäre ja zu ermitteln woher das Radon kommt. Aus dem Boden oder aus den Baumaterialien.

    Danach richtet sich die Vorsorgemaßnahme.

    Kommt das Radon aus dem Erdreich, so sollte dieses vorher gefiltert werden, bevor es überhaupt ins Gebäude zieht. Eine Drainage unter dem Haus an eine Lüftungsanlage wäre denkbar.

    Bei einer Lüftungsanlage wäre auch noch zu beachten, dass die Abluft ja auch wieder rauskommt, also in der freien Umgebung wo man sich vllt auch noch aufhält und einem wieder ins Gesicht gepustet wird.
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  10. #9

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    Aha, interessant, wie gesagt, wieder was gelernt ;-)
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  11. #10

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    Möglicherweise kannst Du auch etwas mit Polyethylenfolien (HDPE oder PE -Alu-Verbundfolie) erreichen, je nachdem, ob es Dein Fußbodenaufbau noch zulässt.
    Wobei damit natürlich PE - Folie im Bereich 3 - 5 mm Stärke gemeint ist, die dann entsprechend an den Wänden abgedichtet werden müsste.
    Guck Dir dazu auch mal das http://www.behoff.de/behoff/Sammlung...ssertation.pdf (Ladezeit) auf Seite 28 an oder googel mal Polyethylen und Radon.
    Vielleicht hilft's ja was.

    Gruß Stoni
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  12. #11

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    Ich habe mal irgendwo gelesen dass man Betonböden auch mit Epoxid gegen Radon versiegeln kann. Aber nicht dass man den Teufel mit dem Belzebub austreibt.
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  13. #12
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    zu den initialen fragen,
    * Wärmetauscher (Keller ist in der beheizten Hülle)
    * Möglichst Zuluft und Abluft aus einem zweiten Raum möglich
    * Abluft und Zuluft außen deutlich räumlich trennbar (ich will ja das Radon nicht wieder einsaugen)
    * keine Unterdruckerzeugung (das saugt das Radon stärker durch evtl. Ritzen nach), leichter Überdruck wäre ok.
    * nicht wichtig: Lautstärke / Platzbedarf, da Gerät in den HWR kommt.
    . kein problem, gibt genug geräte mit wt, speziell in bayern
    . raumverbund als ringschluss (?) ist nicht explizit vorgesehen
    . trennung oder nichttrennung hat weniger einfluss als die ansaughöhenlage
    . druck"manupulation durch reduktion des querschnitts
    . das ist einfach

    dein problem ist die vermutlich notwendige individualisierung
    eines seriengerätes, das *eigentlich* (wegen dibt-zulassung)
    nicht verändert werden darf, wenn´s ein handwerker einbaut ..

    genau: das dibt erzwingt DIY
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13
    Themenstarter
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    Ja, ich denke auch, dass ich mir eine "bayrische Luftversorgung" zurechtbasteln muss.
    Eine auf den ersten Blick passende Lösung eines Herstellers aus Weßling scheitert am Preis, der fast 5 mal höher als de erste Lösung. Dafür bekomme ich ja bereits fast eine zentrale Lösung.

    Dann muss ich halt basteln, schade.

    Grüße
    Stefan
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  16. #14
    Themenstarter
    Avatar von applegg
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    So,

    mal Neuigkeiten nach einem Jahr.
    Der Bayernlüfter hat leider nicht ausgereicht, auch wenn die Lüftung die Werte deutlich reduziert hat (von max. 1700 auf so auf ca. 500 bq).

    Ich habe daher einen Radonsauger installieren lassen. Dieser saugt die Luft unter der Bodenplatte ab und bläst sie weiter entfernt vom Haus aus.

    Die Werte sind jetzt mit dem üblichen (eher faulen) Lüftungsverhalten im Keller so um die 150 bq, im EG so um die 100. Das sind schon gute Werte für Winter. Im Sommer hat man ja die Fenster öfter offen, dann sinken die Werte sicher noch einmal weiter.

    Ach ja, wir haben die meisten Kellerräume als Arbeitszimmer/Gästezimmer ausgebaut, halten uns also hier öfter auf. Außerdem gibt es keine Türen zwischen den Geschossen und in den Räumen (außer WC/Bad).

    Wer Infos braucht, kann sich gern melden, ich bin gern bereit, hier Auskunft zu geben.

    Grüße
    Stefan
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