Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 24

Haus kaufen trotz Wasserschaden?

Diskutiere Haus kaufen trotz Wasserschaden? im Forum Sonstiges auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    02.2014
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Angestellte
    Beiträge
    9

    Haus kaufen trotz Wasserschaden?

    Hallo,
    ich habe mich hier neu angemeldet in der Hoffnung einige Ratschläge oder Tipps von euch zu bekommen.

    Nun zu meinem Anliegen ich und mein Mann wir hatten uns vor zwei Wochen ein Fertighaus angesehen, Doppelhaushälfte, Baujahr ´97, kein Keller, EG,OG und Spitzboden. Die Gastherme befindet sich im Dachboden. Der Eigentümer verkauft das Haus aufgrund seiner Scheidung.
    Wir finden das Haus perfekt für uns.
    Als wir vor zwei Wochen noch einen abschließenden Termin mit dem Bausachverständigen machten und auch die Maklerin mit vor Ort war, wurde das Haus aufgeschlossen und uns alle traf der Schlag. Das komplette Haus stand unter Wasser, es regnete von der Decke und das Wasser stand mindesten 2-3 cm im Flur. Es war furchtbar, da für uns eigentlich klar war, dass wir das Haus nehmen wollten,wenn der Bausachverständige keine größeren Mängel feststellen würde. Somit mussten wir alles abbrechen.
    Laut Eigentümer, welcher dann auch zur Stelle kam, ist das Hauptwasserrohr geplatzt. Da das Haus fast ein Jahr leerstand und somit unbewohnt war, wurde im Winter naürlich die Heizung abgedreht, so das dadurch wahrscheinlich die Rohre zufroren und dadurch platzen.
    Das Wasser drang bis nach außen. Die verklinkerte Fassade hatte Wasserstellen und an den unteren Fenstern, war alles voller Eiszapfen.
    Laut Bausachverständiger beläuft sich der Schaden ungesehen auf mindesten 12.000-20.000 Euro, man müsse halt wissen welche Baustoffe verwendet wurden.

    Darüber habe ich mich informiert und herausgefunden, dass das Haus verklinkert, dann Mineralwolle und Porenbeton benutzt wurde. Die Decken sind ebenfalls aus Beton.

    Wir sind trotzdem noch an dem Haus interessiert.
    Nun die Frage würdet ihr vom Kauf abraten oder es trotzdem kaufen?

    Danke für eure Meinung.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Haus kaufen trotz Wasserschaden?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    12.2005
    Ort
    Hückeswagen
    Beruf
    Baufachberater + Staatl. geprüfter Hochbau
    Benutzertitelzusatz
    Dachdecker+Hochbautechniker
    Beiträge
    11,917
    Ich würd es nicht ohne EIGENEN Sachverständigen übernehmen und nur zu einem massiv billigeren Preis...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    02.2014
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Angestellte
    Beiträge
    9
    Ja den Bausachverständigen haben wir uns natürlich selber geholt...jetzt müssen wir warten wie es weiter geht.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    04.2013
    Ort
    Rhein-Neckar
    Beruf
    Zahlenklauber
    Beiträge
    451
    Fertighaus mit massivem, aktuellen Wasserschaden?

    Lehne ich dankend ab ...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    12.2005
    Ort
    Hückeswagen
    Beruf
    Baufachberater + Staatl. geprüfter Hochbau
    Benutzertitelzusatz
    Dachdecker+Hochbautechniker
    Beiträge
    11,917
    Das ist kein Holzrahmenbau sondern ein Porenbetonmassivbau...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter

    Registriert seit
    02.2014
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Angestellte
    Beiträge
    9
    Ja richtig Massivhaus aus Porenbeton, deswgeen unsere Hoffnung das da noch was zu machen ist?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    04.2013
    Ort
    Rhein-Neckar
    Beruf
    Zahlenklauber
    Beiträge
    451
    Ok, ja, nicht ganz so schlimm. Würde es mir trotzdem nicht antun, da ich ständig mit der Angst leben müsste, dass noch etwas kommt ....

    Wäre ein Wasserschaden zwei Jahre her und alles ist gut, ok, aber nichts aktuelles.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Gast360547
    Gast
    Moin,

    eben: PORENBETON (=Yton) zieht Wasser wie ein Schwamm.

    Meins wäre es nicht mehr.

    Grüße

    si
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Themenstarter

    Registriert seit
    02.2014
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Angestellte
    Beiträge
    9
    Was wäre denn das schlimmste was kommen könnte? Schimmel? Könnte man den nicht beseitigen lassen?
    Oder könnte die Mineralwolle durch das Wasser zusammengesackt sein, so dass die Wärmedämmung hinfällig ist und man würde dadurch Pobleme bekommen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Themenstarter

    Registriert seit
    02.2014
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Angestellte
    Beiträge
    9
    Uns wurde gesagt das Porenbeton zwar das Wasser ansaugt wie ein Schwamm, bei Trocknungsarbeiten Wasser aber auch umso schneller wieder abgeben soll?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    wasweissich
    Gast
    bei Trocknungsarbeiten Wasser aber auch umso schneller wieder abgeben soll?
    leider hat es dem porenbeton keiner wirklich beigebracht.....

    Laut Bausachverständiger beläuft sich der Schaden ungesehen auf mindesten 12.000-20.000 Euro
    eine mutige schätzung .
    ich würde ein vielfaches nicht ausschlliessen .
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von line83 Beitrag anzeigen
    Laut Bausachverständiger beläuft sich der Schaden ungesehen auf mindesten 12.000-20.000 Euro, man müsse halt wissen welche Baustoffe verwendet wurden.
    Da ist er aber sehr optimistisch.

    Das Wasser tropfte von der Decke, also ist das Rohr irgendwo im OG/DG geplatzt. Danach hat sich das Wasser einen Weg nach unten gesucht und alles durchfeuchtet was ihm hier im Weg war. Das betrifft je nicht nur die Außenwände, sondern auch Innenwände, Estrich, Dämmung, Betondecke, den kompletten Bodenaufbau (Dämmung, Oberbeläge) usw.

    Wenn wir von Wänden reden, dann nicht nur vom Porenbeton, sondern auch Putz etc.

    Weiteres Indiz, unter den Fenstern gab es schon Eiszapfen, also ist das Wasser schon längere Zeit ausgetreten.

    Hat der Eigentümer mal den Zähler abgelesen wieviele m3 Wasser durch die Leckstelle gerauscht sind? Würde mich nicht wundern wenn er einen Herzinfarkt bekommt sobald die Rechnung vom Wasserversorger auf dem Tisch liegt.

    Wäre es jetzt nur ein bisschen Wasser, dann könnte man noch darüber reden, aber bei der (vermuteten) Menge handelt es sich um einen massiven Wasserschaden, den man auch nicht mal so schnell wieder trocknen kann. Es würde mich nicht wundern, wenn für eine fachgerechte Sanierung, alles raus muss.

    Wie man da für 20T€ sanieren möchte, ist mir noch ein Rätsel.

    Meine Befürchtung, ohne massiven Aufwand kriegt man die Bude nicht wieder trocken, und selbst dann bleibt ein gewissen Restrisiko. Ich würde auch jegliche vorläufige Schätzung des Sanierungsaufwand mit Vorsicht genießen, denn kein Mensch kann bei einem Schaden mit diesen Ausmaßen den Aufwand auf den Euro genau schätzen.

    Mein Bauchgefühl sagt, es gibt noch viele andere schöne Häuser.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Themenstarter

    Registriert seit
    02.2014
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Angestellte
    Beiträge
    9
    ok vielen Dank.
    Ja der Sachverständige konnte sich den kompletten Schaden an dem Tag nicht ansehen, aber er meinte ungsehen und mindestens 12.000-20.000 Eur..wir denken auch das es da keine Grenze nach oben geben könnte. Durch die Eiszapfen vermutete er auch, dass das Wasser schon eine Weile ausgelaufen sein muss, wobei der Sohn vom Eigentümer einen Tag vorher noch im Haus gewesen sein soll (um die Heizung anzustellen), weil er wusste das ebend an dem Tag die letzte entgültige Besichtigung war. Andererseits waren es nachts auch -15 Grad, da gefriert ja Wasser schnell... naja okay wir müssen abwarten und notfalls ebend wirklich davon Abstand nehmen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Wenn da ein "Hauptwasserrohr" geplatzt ist, dann können da problemlos 50Liter oder auch 100 Liter durch das Leck rauschen, und zwar PRO MINUTE. Meist hat man Glück und die Leckstelle ist nicht so extrem, aber da gilt, steter Tropfen höhlt den Stein.

    Es hat ja gereicht die Decke zu durchfeuchten, und durch die Außenwände ist das Wasser auch schon gedrungen. Das passiert nicht wenn da mal ein Eimer Wasser ausläuft, dafür braucht´s schon mehr.....viel mehr.

    Was die Kostenschätzung angeht, allein wenn hier der Estrich mit Dämmung raus und ersetzt werden muss, ist das budget schon verbraucht. Vielleicht noch FBH, dann wird´s erst richtig spaßig. Vom Oberbelag in den Räumen ganz zu schweigen.

    Je nach Estrich könnte man auch versuchen zu trocknen, aber das geht nicht so einfach, wenn das Wasser durch alle Ebenen hindurch in das EG geflossen ist. Dann ist ja nicht nur der Estrich nass, sondern auch die Dämmlage darunter und die Betondecke auch. Bis man das Wasser wieder raus hat, dauert es Wochen, und es würde mich nicht wundern, wenn selbst noch nach Monaten Feuchtigkeit vorhanden ist die sich langsam ihren Weg in die "Freiheit" sucht.

    Tja, und das ist nur eine Stelle an der das Wasser einen Schaden verursacht hat. Da muss man kein Wahrsager sein um sagen zu können, dass die geschätzten Sanierungskosten nicht ausreichen werden.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    10.2011
    Ort
    in einem Haus
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    5,673
    Ein Wasserschaden, der ein Haus von oben dermaßen flutet, dass es unten wieder rausläuft, heisst in der Sanierung: Neustart im Rohbau ... bei einem EFH also irgendwas um die 120K-150KEUR. Alles andere wäre Glück. Das gilt natürrlich nur, solange die durchfeuchteten Baustoffe ZÜGIG entfernt werden, damit sich keine weiteren Bewohner einnisten.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen