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Leitungsverlegung durch Wand

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  1. #1

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    Leitungsverlegung durch Wand

    Hallo zusammen,

    ich hab da mal eine Frage bzgl. der Leitungsverlegung (NYM-J) auf dem Rohfußboden (auf Bitumen-Dichtungsbahn) der Bodenplatte. Die Installationszonen sind mir bekannt. Allerdings stellt sich mir die Frage, ob Leitungen auf dem Fußboden durch Wände hindurch gelegt werden können bzw. dürfen, um den Weg bei einer Sternverkabelung zum zentralen Punkt in den HWR abzukürzen. Siehe Beispiel anbei. Hier dargestellt nur mal eine Leitung von Küche in HWR und eine vom Gäste-WC in den HWR.

    Blau = Meine Interpretation der Verlegung gem. Installationszonen
    Rot = Deutliche Einsparung durch Abkürzung unter der Wand

    Besten Dank im Voraus!

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  2. Leitungsverlegung durch Wand

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  3. #2

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    Also, ich kenne ebenfalls die installationszonen, diese sollen aber zu einem Teil dazu dienen, das jeder weiß wo er Kabel findet (beim bohren) und Lastabtragung Estrich auf Rohboden.

    Ich (Laienmeinung) sehe da absolut keinen Sinn, die Leitungen auf dem ewig langen Wege zu ziehen. Längerer Leitungsweg, größerer leitungswiderstand, mehr Aufwand. Bei uns und anderen habe ich dies so auf die kurze Art und weise immer gesehen. Loch gebohrt und Kabel durch -- fertig. Ob dies nun so nicht erlaubt ist? Ich glaube das is so schon ok. Überlege mal, was für ein monsterleitungsbündel sonst durch die Tür im HWR müsste. Es sei denn eine billiginstallation wo alle steckdosen über einen Kabel versorgt werden.

    Gruß
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  4. #3
    SteveMartok
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    Hallo,

    nachdem, was ich auf Baustellen diverser EFH sehe und gesehen habe, auch bei mir, ist es gängige Praxis, dass die Verlegung durch Verlegeöffnungen in den Innenwänden erfolgt. Diese sind durch den späteren Bodenaufbau nicht mehr zu sehen.
    Installationszonen hin oder her, die Leitungsverlegung ist doch so viel einfacher, spart Geld und ist auch noch sicherer.
    Bei NYM-J 1,5 mm² sollte die maximale Leitungslänge nicht über 15 m liegen, wenn ich das letztens hier im Forum richtig gelesen habe, können auch 18 m gewesen sein. Wenn man nun alles so wie Sie es in blau dargestellt haben, verlegen würde, wären die Leitungen viel zu lang, allein die Zuleitung zur Küche sind doch locker schon 10 - 12 Meter... eine solche Verlegung würde mich an Schilda erinnern.
    Und an den Tross von Leitungen, die alle durch die HWR-Tür gezwängt werden müssten, will ich gar nicht denken.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Das mit dem Kabelbündel zur Einführung in den HWR wäre auch unser Problem. Bei Sternverkabelung kommen da ja nicht gerade wenige Leitungen an, die den Türquerschnitt bestimmt ausnutzen würden.

    Bei einer Wanddurchführung stellt sich mir dann allerdings die Frage der korrekten Fußbodenabdichtung mit Schweißbahn. Die würde ja im Bereich des Wandanschlusses zerstört. Ist hier eine nachträgliche (fachgerechte) Abdichtung überhaupt möglich?
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  6. #5

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    Unter den Wänden sollte doch mMn auch eine Sperrbahn liegen und idR wird das Loch doch nicht genau auf Höhe der Bodenplatte gebohrt, sondern ein paar cm höher. Die Bohrmaschine kann ja nicht genau auf 0cm Höhe parallel bohren.
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  7. #6

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    Klarer Fall:
    Die kurzen Wege sind zulässig und unbedingt zu bevorzugen!

    Aber NYM nackt auf Rohboden ist i.d.R. unzureichend.
    Entweder NYY nackt oder NYM in Schutzrohr.

    Und Vorsicht:
    Bei Häufungen (gebündelte Leitungen) ist häufig wegen der geminderten thermischen Belastbarkeit sowieso ein höherer Querschnitt nötig!
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  8. #7
    Themenstarter

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    Stimmt, war auf dem falschen Dampfer. Die Sperrbahn AUF der ersten Mauerschicht ist ja (nur) optional und der Anschluss befindet sich somit unter der ersten Mauerschicht. Somit keine Zerstörung der Dichtungspappe.

    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Klarer Fall:
    ....
    Aber NYM nackt auf Rohboden ist i.d.R. unzureichend.
    Entweder NYY nackt oder NYM in Schutzrohr.
    ...
    OK, da werd ich nochmal nachhaken müssen. Bin davon ausgegangen, dass NYM-J einfach auf den Boden "getackert" werden kann. Zumindest in der VDE habe nichts anderes gefunden.
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  10. #8

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    Zitat Zitat von dieta pete Beitrag anzeigen
    OK, da werd ich nochmal nachhaken müssen. Bin davon ausgegangen, dass NYM-J einfach auf den Boden "getackert" werden kann. Zumindest in der VDE habe nichts anderes gefunden.
    Ist eine zulässige Verlegart für NYM-j/o. Problem ist lediglich eine geringere mechanische Beständigkeit (kritisch während der Bauphase). Wenn die Dämmung drüber liegt, passiert i.a. nichts mehr.
    "Tackern" ist mit vorsicht zu geniessen, je nach Bodenaufbau kann die Verwendung von Schweissbahnstreifen zur Befestigung der Leitungen auf der Bodenabdichtung die bessere Idee sein.
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  11. #9
    Themenstarter

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    Ja Danke. Deswegen hatte ich tackern in " " gesetzt. Wir werden auch zu der Methode kleben mit Dichtungsstreifen tendieren. Allerdings wird sich spätestens bei der Sanitärinstallation irgendwann der eine oder andere Nagel in die Bodenplatte verirren.

    Werde aber auch nochmal die Möglichkeit eines Kabelschutzes WÄHREND der Bauzeit in Betracht ziehen. So eine Art "Überfahrtschutz" nur in günstig und selfmade.
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