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Kabelkühlung 4x150²

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  1. #1
    Avatar von meisterLars
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    Kabelkühlung 4x150²

    Moinsen! Ich hab da mal ne Frage zum Thema Kabelkühlung.
    Wir arbeiten im Tiefbau für mehrere Versorger. Alle, außer einem, haben kein Problem damit, 1kV- oder auch 10kV- Kabel, auch über längere Strecken in Schutzrohre einzuziehen. Und für diesen einen dürfen wir in Kürze einen Neuanschluß über 180m machen.
    Das einfachste und auch sinnvollste wäre aus unserer Sicht, die Strecke zu verrohren und dann das Kabel einzuziehen.
    Ansonsten müsste der Graben auf der ganzen Strecke offen und es würden nur die zahlreichen Einfahrten verrohrt, was bei winterlichen Wetterverhältnissen nicht vorteilhaft ist.
    Gibt es in dem Bereich Vorschriften oder Regelwerke, die etwas über die Kabelkühlung aussagen?


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  2. Kabelkühlung 4x150²

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  3. #2

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    Moin,

    wenn ihr sowas machen solltet, habt ihr sicher alle relevanten Vorschriften vorliegen. Es muss eine Leitungsberechnung stattfinden mit Verleger, Häufung .... (DIN VDE 0298-4 wäre beispielsweise genannt). Wenn keine Ahnung davon, dann lassen ...

    PS: Es ist egal, ob du 1m oder 180m verrohrst, die Verlegeart mit der für die Leitung geringsten Strombelastbarkeit ist anzusetzen.
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  4. #3

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    wer zahlt schafft an
    der Kunde hat gesagt was er haben will, da hilft es dir nichts wenn in irgendeiner Vorschrift steht daß es auch andes möglich wäre.

    Ob das mit dem Leerrohr für dich einfacher ist, ist nicht das Problem des AG

    Ohne Leerrohr gehts aber auch, nur halt schwieriger. Einfahrten müssen nicht zwangsläufig verrohrt werden, kann man auch provisorisch überlegen z. B. mit Stahlplatten.
    Muss tatsächlich die ganze Strecke offen bleiben? Warum kann das Kabel nicht fortlaufend mitverlegt werden?
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  5. #4

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    Zitat Zitat von SWassi Beitrag anzeigen
    Moin,

    wenn ihr sowas machen solltet, habt ihr sicher alle relevanten Vorschriften vorliegen. Es muss eine Leitungsberechnung stattfinden mit Verleger, Häufung .... (DIN VDE 0298-4 wäre beispielsweise genannt). Wenn keine Ahnung davon, dann lassen ...

    PS: Es ist egal, ob du 1m oder 180m verrohrst, die Verlegeart mit der für die Leitung geringsten Strombelastbarkeit ist anzusetzen.
    das zu berechnen ist aber nicht die Aufgabe des Tiefbauers. Der muss das Kabel "nur" verlegen.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von meisterLars Beitrag anzeigen
    Gibt es in dem Bereich Vorschriften oder Regelwerke, die etwas über die Kabelkühlung aussagen?
    Es gibt in der DIN 0100-520 Angaben zur Verlegung im Erdreich. Die Kabelhersteller geben für ihre Kabel standardmässig die zulässigen Belastungen bei den Verlegearten in Erde oder in Luft an.
    Bei der Verlegung im Schutzrohr fällt die zulässige Strombelastbarkeit der Kabel deutlich geringer aus. Für den Kabelbesitzer gleich ein doppeltes Verlustgeschäft, er muss mit höheren Verlegkosten (zusätzliche Schutzrohre) und geringeren Strombelastbarkeiten der verlegten Kabel auskommen. (Oder grössere Kabelquerschnitte einsetzen, also Mehrkosten).
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  7. #6
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    Das Thema ist bei Mittelspannung nicht so relevant, wie bei den 230/400V Leitungen. Die werden warm. Das muss abgeführt werden.
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  8. #7
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    Avatar von meisterLars
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    Viele Antworten, aber so wirklich schlauer bin ich jetzt noch nicht.
    Das seltsame ist halt, dass dieser eine Versorger am liebsten überhaupt keine Schutzrohre hat, wogegen wir für die anderen Versorger regelmäßig 1kV- und 10kV-Kabel in Kabelschutzrohre mit einer Länge von bis zu 350m einziehen.
    Da stellt sich mir die Frage, ob der eine Versorger maßlos übertreibt oder ob die anderen Versorger es auf die leichte Schulter nehmen oder vielleicht sogar keine Ahnung in Sachen Kabelkühlung haben?
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8

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    Zitat Zitat von meisterLars Beitrag anzeigen
    Viele Antworten, aber so wirklich schlauer bin ich jetzt noch nicht.
    ...
    Der eine will Raufasertapete, der andere glatt gespachtelte Wände. Was solls?

    Der "mit ohne Rohre" reizt vielleicht die Querschnitte nach unten voll aus und besteht deshalb auf der Wärmeableitung ins Erdreich, während die anderen etwas großzügiger dimensionieren und dafür die leichtere Auswechselbarkeit in Schutzrohren haben wollen?

    Ist nicht Deine Entscheidung. Oben schrieb doch jemand bereits: wer die Musik bestellt, bezahlt.
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  11. #9

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    Zitat Zitat von meisterLars Beitrag anzeigen
    Viele Antworten, aber so wirklich schlauer bin ich jetzt noch nicht.
    Das seltsame ist halt, dass dieser eine Versorger am liebsten überhaupt keine Schutzrohre hat, wogegen wir für die anderen Versorger regelmäßig 1kV- und 10kV-Kabel in Kabelschutzrohre mit einer Länge von bis zu 350m einziehen.
    Da stellt sich mir die Frage, ob der eine Versorger maßlos übertreibt oder ob die anderen Versorger es auf die leichte Schulter nehmen oder vielleicht sogar keine Ahnung in Sachen Kabelkühlung haben?
    Nicht so unbedingt. Ob sich eine Leitung überhaupt erwaermt haengt ja von den angeschlossenen Lasten (den daraus resultierenden Stromfluss) und der Verlegeart ab. Das sich z.B. ein 350m langes Kabel der Strassenbeleuchtung mit Querschnitt 5x10mm² und angeschlossenen 10 LED-Leuchten a 50W inkl. Nachtabsenkung kaum erwärmen wird, kann man sich gut vorstellen. Ein (Stich-)Anschluss einer Trafostation im 10kV Netz mit dahinterliegenden Industriegebiet wird da eine ganz andere Leitungsauslastung und damit Erwärmung bewirken.
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