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  1. #1

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    Probleme mit Hofeinfahrt - Pflastersteine vs Betonfahrbahn

    Moin,

    ich muß meine Hofeinfahrt wohl komplett neu befestigen und suche dafür ein paar Tipps. Bisher liegen dort Verbundsteine. Diese wurden vor knapp 40 Jahren aber wohl einfach auf den Boden gelegt. Jedenfalls kann ich keinen Schotter unter den Steinen finden. Zudem geben die Steine bei Belastung nach. Also wenn man ein Motorrad darauf abstellt, kann man sehen, wie der Stein unter dem Seitenständer wegsackt und später, wenn die Maschine weg ist, wieder hochfedert.
    Also muß da wohl das alte Pflaster weg und komplett neu aufgebaut werden?

    Da es sich um einen ehemaligen Obsthof handelt, ist die Einfahrt auch etwas größer. Konkret rede ich von ca. 25m Länge und insg. so grob 150m² Fläche (nur die Fläche vor der Garage).

    Bei meiner jetzigen Einfahrt habe ich zudem das Problem, daß ich mit der Frontschürze meines Autos aufsetze, weil es am Straßen-Bordstein ohne Ausrundung direkt in die Steigung übergeht. An der Stelle setze ich auch regelmäßig mit dem PKW-Anhänger auf, so daß bereits Striemen in den Betonsteinen zu finden sind. Seitdem sie vor zieg Jahren die Straße asphaltiert und dabei einen guten Meter tiefer gelegt haben, paßt da nichts mehr. Der Abwasserschacht steht 40cm aus der Pflasterfläche raus (muß also auch umgebaut werden) und die Hofeinfahrt ist vorne an der Bordsteinkante der tiefste Punkt des ganzen Grundstücks, sogar noch tiefer als mein Regenwasser-Schacht.

    So, was soll ich da jetzt machen? Meine Gedanken gehen ganz klar in die Richtung "Bestell eine Tiefbau-Firma", bei den Massen die da bewegt werden müssen, wirst sonst nicht fertig.
    Außerdem habe ich festgestellt, daß in der Steigung regelmäßig bei Regen die Fugen ausgespült werden.

    Bisher hatte ich an Verbundsteinpflaster (H-Verbund anthrazit) gedacht. Aber wenn ich eh eine Firma dranlassen muß, kommt mir so langsam der Gedanke, ob nicht eine richtige Betonfahrbahn besser wäre? Bekommt man die auch in dunkel, so daß die Fugen nicht so auffallen?
    Ich will einfach für die nächsten 50 Jahre Ruhe haben, ohne das wieder Steine absacken oder alles vom Moos/Algen glitschig wird bei Regen. Befahren wird die Ecke von Motorrad, PKW, Öllaster und ganz selten auch mal ein kleiner Ackerschlepper, um die Wiese hinterm Haus zu mähen.

    Wie bekomme ich das hin, daß ich hin Zukunft nicht mehr aufsetze? Kann ich da dem Tiefbau-Unternehmen in den Auftrag zu bauen gemäß "Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs - EAR 05" reinschreiben und die machen dann die Ausrundungen zu Beginn und Ende der Steigung entsprechend?

    Kann man Betonfahrbahnen heute auch schon fugenlos bauen? Hab da im Netz etwas von Stahldraht-Faserbeton gelesen.


    Gruß
    Plattypus

    PS: Was mache ich mit dem abfließenden Regenwasser? Die Gemeinde erkennt hier eh kein Sickerpflaster an und nach dem Straßenbau liegt die Hofzufahrt so tief, daß ich das Wasser in den Regenwasserkanal hochpumpen müßte. Gibt es da eine Gebühr, auf das man das Wasser auf die Straße laufen lassen darf?
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  2. Probleme mit Hofeinfahrt - Pflastersteine vs Betonfahrbahn

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  3. #2
    wasweissich
    Gast
    eine betonfahrbahn wird nicht billiger geschweige denn haltbarer als gescheit neu gepflastert .
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  4. #3
    Lebski
    Gast
    Vergiss erst mal Anthrazid. Hält von 12 bis Mittag.

    Sicher kann man mit entsprechender Bewehrung ohne Fugen bauen. Das will nur keiner bezahlen. Bei seltener Nutzung ist Pflaster aber günstiger. Der Unterbau muss bei beiden passen, da wird das Problem liegen.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Moin,

    @wasweissich: Das Pflastern günstiger kommt als Beton habe ich auch schon festgestellt (zumindest bei den Materialpreisen). Wie es dann in der Gesamtrechnung aussieht, weiß ich allerdings nicht. Also wie lange braucht man für das Verlegen von 8cm Betonpflaster im Vgl. zu 16cm Betonfahrbahn? Ich will nicht die kurzfristig günstigste Lösung, ich will langfristig Ruhe haben. Und da mir meine Arbeitskollegen (Ausbilder Abteilung Straßenbau) gesagt haben, daß ich beim Pflastern immer wieder Probleme mit Spurrillen haben werde, wenn ich an einer Stelle genau immer in der Spur fahren muß, kam der Gedanke auf "Betonfahrbahn".
    Die Fahrzeugschäden aufgrund von Aufsetzern auf dem alten unebenen Pflaster belaufen sich eh inzw. schon auf einen hohen vierstelligen Betrag, von daher bin ich schon bereit ggf. 5.000,- € mehr auszugeben, wenn es dann vernünftig wird.

    @Lebski: Mit der Farbe hast du wahrscheinlich recht. Ich habe hier eine ehemals anthrazit Rundpalisade rumstehen. Die ist inzw. helle als die betongraue. Also Beton einfärben funktioniert irgendwie nicht. Aber ich hab im Ausland auch schon farbige Betonflächen gesehen, wo sie roten Sand genommen haben und der Beton blieb echt langfristig rot.
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  6. #5
    wasweissich
    Gast
    ich schrieb
    gescheit neu gepflastert
    und wenn
    (Ausbilder Abteilung Straßenbau)
    sowas sagen,
    daß ich beim Pflastern immer wieder Probleme mit Spurrillen haben werde, wenn ich an einer Stelle genau immer in der Spur fahren muß, kam der Gedanke auf "Betonfahrbahn"
    dann wundert mich die hilflosigkeit der heutigen azubi nicht .
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  7. #6

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    Wir haben in der Einfahrt 65Jahre altes Granit Kopfsteinpflaster (ca. 70 x 70mm). Dieses wurde regelmäßig von KFZ und LKW befahren. Spurrillen sehe ich dort keine.
    Das A & O ist ein vernünftiger Unterbau und eine fachgerechte Arbeit.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Brombeerdone Beitrag anzeigen
    Wir haben in der Einfahrt 65Jahre altes Granit Kopfsteinpflaster (ca. 70 x 70mm). Dieses wurde regelmäßig von KFZ und LKW befahren. Spurrillen sehe ich dort keine.
    Das A & O ist ein vernünftiger Unterbau und eine fachgerechte Arbeit.
    Hört sich ja erfreulich an. Darf ich fragen, ob die Fläche vergleichsweise eben ist? In meiner jetzigen Hofeinfahrt habe ich bis zu 30% Steigung drin (grob gerechnet). Daher auch meine Frage nach den Ausrundungen am Anfang und Ende der Steigung. Bei dem jetzigen Pflaster schwämmt der Regen da regelmäßig den Fugensand zwischen den Steinen raus.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von plattypus Beitrag anzeigen

    Gibt es da eine Gebühr, auf das man das Wasser auf die Straße laufen lassen darf?
    Da gibt's keine Gebühr dafür, weil es schlicht und einfach nicht zulässig ist. Außerdem bekommst du rechtliche Probleme, wenn das der Fall sein sollte und Dein Wasser gefriert im Winter und es kommt jemand dadurch zu Fall oder es ereignet sich ein Unfall. Genauso wenig darf das Wasser von öffentlichen Flächen auf ein Privatgrundstück entwässern.
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  10. #9
    Themenstarter

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    @loewe:
    Wie wollen Sie das denn machen, wenn durch eine Absenkung der Straße der Regenwasserschacht auf ihrem Grundstück höher liegt als die Bordsteinkante?

    Ich will auf jeden Fall das Hochpumpen des Regenwassers vermeiden. Sickerpflaster wird bei uns nur 5 Jahre lang anerkannt und danach als versiegelte Fläche behandelt. Rechts und links neben meiner Einfahrt stehen zwei Bäume, die unter die Baumschutzsatzung fallen. Also das Blumenbeet, das einen Meter höher ist als die Bordsteinkante, 3-4m tief aufgraben, um da das Wasser versickern zu lassen (geht das technisch überhaupt?), geht auch nicht.

    Die Bordsteinkante ist der tiefste Punkt auf meinem Grundstück.
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  11. #10

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    Das Problem hatten wir so ähnlich auch (wenn ich es richtig verstanden habe). Geholfen hat die Entwässerungsrinne im Vordergrund.Name:  P7100125.jpg
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  12. #11
    Themenstarter

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    @KlausK:

    Wohin läuft bei Ihnen das Wasser aus der Rinne? Ich nehme mal an, daß sich unter den beiden Gullideckeln ein Regen- und ein Abwasserkanal befindet und das Wasser in den Regenwasserkanal läuft?

    Mein Problem ist: Die Bordsteinkante ist dank der Straßenabsenkung noch unterhalb der Sole des Regenwasserschachts auf meinem Grundstück. Sie gesagt, die Bordsteinkante ist mit Abstand der tiefste Punkt auf dem gesamten Grundstück.



    Auf dem Bild ist das linke Ende der Bordsteinkante der tiefste Punkt.

    Das die Hofeinfahrt komplett neu muß, ist wohl ersichtlich. Wie gesagt, es war früher mal ein Obsthof und ich bin derweil damit beschäftigt den Laden durchzusanieren. Das Dach der Scheune (Baujahr 1905, links im zweiten Bild, die Fenster sind nur Fassade) wurde schon vom Dachdecker für gut befunden. Das Garagendach wurde gerade in diesem Jahr neu gemacht. Hab das alte hölzerne Flachdach abgerissen und jetzt ein Schrägdach aus Sandwich-Trapez-Blechen mit minimalem Gefälle darauf. Die Hofeinfahrt wäre jetzt die nächste Aktion. Hab da zwar immer schon unten an der Bordsteinkante die Steine alle zwei Jahre hochgenommen, um sie neu zu hinterfüllen, weil sie wieder abgesackt waren, aber davon habe ich echt die Nase voll. Von den Fahrzeugschäden will ich mal nicht reden. Das Wohnhaus (ZFH) ist ansatzweise noch ganz rechts auf dem zweiten Bild zu erkennen.

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  14. #12
    wasweissich
    Gast


    und wo ist das problem ??

    wenn alle sachen so einfach wären , wäre das leben langweilig ....
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  15. #13
    Themenstarter

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    Mein Problem:



    Derzeit geht es querschnittmäßig betrachtet direkt von der Straße in die Steigung (rote Linie). Da setze ich genau beim Übergang von Straße zur Hofeinfahrt auf. Ich denke mal, daß es so laufen müßte wie bei der grünen Linie, damit ich nicht mehr aufsetze?

    Wie verhindere ich es, daß das Regenwasser immer wieder die Fugen zwischen den Verbundsteinen auswäscht? Evtl. doch besser eine Betonfahrbahn? Wo keine Fuge ist, gibt es auch kein Unkraut in den Fugen.

    Und wie gesagt, wohin mit der Entwässerung auf der linken Seite? Der Abwasserschacht wäre tief genug, um das Regenwasser dorthinein laufen zu lassen. Aber ist ja verboten, muß in den Regenwasser-Schacht.

    Naja, so oder so muß da eine Firma ran. Mit Bagger und Co. bin ich überfordert. Insb. wenn es darum geht zumindest den Gullideckel des Abwasserschafts tieferzulegen und der Schräge anzupassen.
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