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Nasse Wand durch Dusche

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  1. #1
    Paule Fort
    Gast

    Nasse Wand durch Dusche

    Hallo,
    unser Bad wurde letztes Jahr von einem Handwerks-Unternehmen neu gefließt und es hat eine neue Dusche (Viertelkreis, schließt an eine Wand an) bekommen. Jetzt haben wir erhebliche Feuchtigkeit in unserem Flur entdeckt, und zwar an der Stelle genau an der anderen Seite der Wand, an der die Dusche steht. Die Stelle ist nass und fängt an zu schimmeln. Der Bewohner der darunter liegenden Wohnung hat auch schon über Schimmel an seiner Baddecke geklagt.

    Wie wir nach langem Suchen herausgefunden haben, ist die Silikon-Abdichtung der Dusche defekt, so dass Wasser nach jedem Duschen außen herunterläuft und sich auf dem Boden (unsichtbar hinter einem Schrank) in einer Ecke sammelt. Und an genau dieser Stelle ist die Bodenfliese zur Wandfliese nicht gut abgedichtet, man sieht, dass da ein kleines Loch ist, d.h. die Silikonmasse ist wasserdurchlässig. Und genau diese Stelle ist es, die feucht ist.

    Wie lange hat man eigentlich Garantie auf so etwas? Im Vertrag steht: nach VOB. Muss der Handwerker das auf seine Kosten in Ordnung bringen – oder habe ich auch eine gewisse Haftung, weil Silikon nach 1 Jahr sowieso porös wird oder ich es nicht früher bemerkt habe? Im Vertrag steht nur: gesetzliche Garantiezeit. Müsste er nicht auch die Wand isoliert haben vor dem Fliessen?

    Über Antworten freue ich mich sehr.

    Paule
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  2. Nasse Wand durch Dusche

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  3. #2

    Registriert seit
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    914

    Wie bitte?

    Im Vertrag steht nur: gesetzliche Garantiezeit
    Garantie? Steht da drin? Beim Gebrauchtwagenhändler eingekauft?

    MfG Michael

    http://www.ivd-ev.de/
    und http://www.ivd-ev.de/presse/verband/ivd745.html

    Ob das hilft?
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  4. #3

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  5. #4
    Avatar von T9-Liebhaber
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    Bei mir habe ich vor dem Fliesen einen Lastogumanstrich (2x) gemacht, bevor die Fliesen draufgekommen sind.

    Zum Wasserschaden:
    Haben Sie eine Revisionstür, über die die Feuchtigkeit eventl. ablüften kann? Vermutlich wird auch die Dämmung im Bad nass geworden sein (es ist nicht ausgeschlossen, dass weitere Räume betroffen sind). Haben Sie diesbezüglich schon etwas unternommen? Die Feuchtigkeit in solchen Hohlräumen kann nämlich nicht selbständig abtrocknen.
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    OT Michael

    ... Dein Link ... "nur" gefunden im Netz oder kennst Du deren Merkblätter ???
    ... falls letzteres kennst Du auch deren Merkblatt "Estrich kommt vor Putz" ???
    .
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  7. #6

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    Gefunden

    Hoi Josef,

    mit diesen, unser Gewerk ergänzende, Merkblättern versorgt uns unser Landesverband. http://www.stuck-verband.de/

    Das Merkblatt kenne ich nur vom ankucken :Roll Ich fragte ja auch, kann das helfen?

    Estrich-vor-Putz-Merkblatt? Nein kenne ich nicht. Ich habe auch DSL


    MfG Michael
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    Hallo Michael

    ich frag bloss so blöd "weil" über dieses
    Merkblatt haben wir in Bau.de bis auf das Messer gestritten (!)
    .
    http://www.bau.de/forum/estrich-bodenbelaege/820.htm
    .
    http://www.bau.de/markwords.cgi?file...eubau/2455.htm
    .
    Reissende Silikonfugen sind bekannt ... nun haben sich die Dichtmittel-
    hersteller zusammen mit der Fliesenlegenguide dieses Merkblatt einfallen
    lassen ... und hoffen heute noch daß dies a.r.d.T werden sollte (!)
    .
    Grundtenor dabei die Fliesenleger und Dichtmittelhersteller bekommen die
    3-Flankenhaftung ned in Griff drum ... drum möchte man aus ner
    3-Flanken eine 2 Flankenhaftung machen ... für diesen Zweck soll
    der Estrich "VOR" dem Putz in´s Haus ... Michael wennste
    Zeit hast dann liste mal die beiden Links und sagst mir ehrlich deine
    Meinung zu dem Merkblatt (!)
    .
    + Grüsse aus Freising
    .
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  9. #8

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    Merkblatt Nr. 3...

    http://www.pci-augsburg.de/auftritte...he/sache05.pdf

    MoinMoin Josef, viel mehr habe ich noch nicht gefunden dazu.

    Ich würde sagen: Und er (Estrich) bewegt sich doch...

    Selbst bei "gewissenhaftester" Ausführung...deshalb ja die Randstreifen.

    Kann denn jemand diesen ominösen Punkt 5.2. hier mal einstellen, oder hab ich das in den bau.de-links übersehen? Steht das auch in der "aktuellen" Merkblattversion von 2005?

    *Mässäschdäschä? OHOH


    MfG Michael
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  11. #9
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    Natürlich bewegt sich der Estrich geringfügig... kann doch jeder sehen, wenn die Ränder am Wandabschluß selbst in den normalen Wohnbereichen abreissen. Schüsselung beim Trocknen ist nun mal eine bekannte Tatsache z.B. bei Zementestrich und lässt sich nicht eleminieren und vermeiden, nur mindern.

    Bei Duschwannen ist das allerdings in der Regel das kleinere Problem.

    Viel mehr trägt die Duschwanne samt schalldämmendem Aufstellzubehör selbst dazu bei. Gummi und Kunststoffteile an dem Fußgestell zur Schalldämmung gibt nach. Die Duschwanne selbst - je nach Größe, Form, Material und Belastung - gibt nach. Acrylwannen meist deutlich mehr als Stahlblechwannen. Billigwannen mit 2 oder 2,5 mm Wandstärke mehr als Wannen die aus 3 oder 3,5 mm starkem Material gezogen wurden. Randverstärkung bei Acrylwannen und vieles mehr spielen da eine nicht zu verachtende Rolle.

    Die Summe der Beweglichkeiten soll ne mickrige Silikonfuge mit 3 bis 5 mm Breite aufnehmen können ?

    Das hat meistens nichts mit 3-Flanken-Haftung der Fuge zu tun, sondern mit ganz einfacher Überschreitung der max. Bewegungsaufnahmemöglichkeit die sich aus der Fugenbreite ergibt. Ne 3 mm breite Fuge kann ganz einfach keine 3 oder 5 mm Bewegung der Wanne aufnehmen.

    Eine 3-Flankenhaftung wird durch Einsatz eines schalldämmenden Wannenrandprofils sowieso wirkungsvoll verhindert, solange der Fliesenleger es nicht vor dem Verfliesen abreisst sondern erst danach (manche begreifens allerdings nie).

    Der Wannenrand muss mit Wannenankern oder Profilschienen fixiert werden, damit die Bewegungen von der Duschwanne selbst aufgenommen und nicht an den Randanschluß übertragen werden.

    Die Bauwerksabdichtung hat allerdings hier keine Funktion zu übernehmen, sondern sie soll *den Baukörper* vor eindringendem Wasser schützen. Eben deswegen soll der Dichtanstrich auch unter den Wannen ausgeführt werden.
    Falls die Fuge der Wanne am Wandabschluss abreisst (heisst ja auch nicht umsonst Wartungsfuge) soll der Baukörper vor Wassereintritt geschützt werden.

    So einfach wie immer alle meinen ist es gar nicht eine Bauwerksabdichtung *richtig* zu machen und das korrekte Versetzen einer Dusch- oder Badewanne ist bei genauerer Betrachtung auch bizzli mehr als Wanne vor die Wand stellen, Fußgestell drunter pappen und der Fliesenleger wirds dann schon irgendwie richten, dass die Wanne nicht mehr wackelt wie ein Lämmerschwanz.

    Eine korrekt aufgestellte Wanne steht *fest* und ist am Wannenrand *fixiert*, so dass bei normaler Benutzung keinerlei Bewegungsbelastung auf die Randfuge auftritt, denn sonst ist die Silikonfuge in kürzester Zeit gerissen.

    Zwischenzeitlich werden auch Abdichtkonstruktionen von den Wannenherstellern angeboten oder die Wannen mit einer Zarge hergestellt, die dann überfließt wird....solche Konstruktionen kommen dann meistens in hoch belasteten Bereichen zum Einsatz.

    Im Wohnhausbereich gilt allerdings meistens die Ansage *braucht man nicht*.....so lange bis die Brühe dann irgendwo rauskommt...und dann lags meistens an der dämlichen Silikonfuge.

    Fast immer - wenn man genauer hinsieht - dürfte es allerdings so gewesen sein, dass hier der Klügere mal wieder nachgegeben hat

    Gruß
    Achim Kaiser
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  12. #10
    Frank Siewert
    Gast

    Hatte doch schon jemand mal nach gefragt...

    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=9853
    Der Herr Düffner hatte doch vor kurzem seine Überlegungen geschildert, leider hat Ihm keiner geantwortet.
    Ich finde diese Zargenlösung jedenfalls sehr interessant, kann jemand mehr dazu sagen oder Link anbieten? Bei Bette ist nicht viel zu sehen.
    Gruß Frank Siewert
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