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  1. #1

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    2 Heizungstechniker = 2 WP-Varianten

    Hallo,

    ich lese nun seit ca 4 Monaten hier im Forum und das Haus von meiner Frau und mir ist nun schon relativ fertig geplant (Holztafelbauweise, KfW 70 Haus), auch mit Anregungen aus dem Forum hier.
    Allerdings stehe ich nun vor einem Problem, die Heizungsfrage.
    Es gibt hier 2 Firmen bei uns im Umkreis die relativ viel Erfahrung mit Wärmepumpen haben, von denen haben wir mal ein eine Heizungsanlage planen lassen (es liegt noch keine Heizlastermittlung vor, beide Firmen haben mit ca 8kw Heizleistung geplant).

    Unser Problem ist nun, das beide Anbieter unterschiedliche Systeme bzw. Ausführungen bevorzugen.

    Anbieter A möchte eine Nibe Wärmepumpe mit 180 Liter Warmwasserspeicher, eine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage mit Rotationswärmetauscher und Fußbodenheizung verbauen. Die Fußbodenheizung wird per Einzelraumsteuerung geregelt. Als Sonde sind 2 Bohrungen a 80m veranschlagt (Wert kann noch variieren).

    Anbieter B möchte eine Wärmepumpe der Firma IWS mit 300 Liter Warmwasserspeicher, eine Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung (Zuluft über 9 Außenluftdurchlässe), ein 4,4m² Röhrenkollektor der Firma Paradigma und auch eine Fußbodenheizung, allerdings sollen hier 4 Heizkreise nicht regelbar sein, um ein Wasservolumenstrom zu sichern. Als Sonde bzw. Sonden sollen 14 Spiralsonden zum Einsatz kommen. Im Kostenvoranschlag sind dann noch NEP-Preise für eine Versickerungsanlage. Allergings haben wir in ca 0,5m tiefe eine 2m Dicke Geschiebelehmschicht. Gehe also davon aus das die unnötig ist bzw. eher zu mehr Wasser auf dem Grundstück führt.
    Grundwasserspiegel ist bei ca 1,1m. (Werte laut Bodengrunduntersuchung)

    Preislich sind die beiden Anbieter ungefähr gleich auf. Allerdings bin ich am zweifeln. Tendiere eigentlich eher zu Variante A allerdings höre ich auch nur gutes von Anbieter B.

    Hoffe mir kann jemand ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

    Bis denn Sebastian
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  2. 2 Heizungstechniker = 2 WP-Varianten

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    planfix
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    ich bin für "c"
    lies mal hier :
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  4. #3

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    Hat es auf Deinem Grundstück keinen Platz für einen Flächenkollektor?

    Spiralsonden/Erdwärmekörbe würde ich nur einsetzen wenn´s gar nicht anders geht. Deren Planung ist nicht gerade unkritisch. Das gilt an sich für alle Arten von "kompakten" Kollektoren.
    Bohrungen kosten min. das Doppelte von einem Flächenkollektor, bringen aber nicht den doppelten Ertrag.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4
    Themenstarter

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    Ersteinmal Danke für die schnelle Antworten.


    @planfix deinen Beitrag kenne ich, und bin daher auch auf die Erdwärme gekommen und nicht auf eine Luftwärmepumpe. Die Wasser Lösung soll hier bei uns nicht funktionieren, da unser Wasser sehr eisenhaltig ist und es wohl daher relativ schnell zu Problemen kommt.
    Im Internet habe ich mal nach der Direktverdampfung gesucht und mehrere Berichte gelesen, dass diese Variante wohl langsam verschwindet (zu Störanfällig). Kann ich natürlich nichts zu sagen *G* habe noch keine verbaut *G*.

    @R.B. theoretisch müsste es passen (Zeichnung vom Grundstück), nur wurde mir bei Anbieter A gesagt, dass ein Flächenkollektor wegen der Lehmschicht nicht möglich sei.

    Wo ich halt auch noch ganz skeptisch gegenüberstehe, ist die Zuluftvariante mittels Löcher in der Gebäudehülle. Erst versuche ich alles Luftdicht zu bekommen und dann habe ich 9 Zuluftlöcher für meinen Luftaustausch.

    Bis denne Sebastian
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  6. #5
    Avatar von alex2008
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    wie sieht es denn mit der Wasserrechtlichen Seite aus? Ist eine eine Kollektoranlage oder Sonde überhaupt genehmigungsfähig?

    Wenn ja dann habt ihr ja im Tiefenbereich wo ein Kollektor üblicherweise verlegt wird genügend Bodenfeuchte.
    Kollektorrohre einsanden, Leitungszone mit nichtbindigem Material verfüllen. Dann läge der Kollektor in einer schönen Badewanne.

    Ich würde als erstes mal eine Heizlastberechnung machen lassen. Nur dann kann man wirklich Preise vergleichen und Vollkostenrechnungen anstellen.

    Auf Basis der Heizlastberechnung würde ich dann schon mal einige Angebote mehr einholen.

    Für die Lüftung dann auch eher einen Fachbetrieb suchen der sich damit auch wirklich beschäftigt und dass nicht mal nur so nebenbei macht.
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  7. #6
    Avatar von fmw6502
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    vermute beide Angebote kommen von Heizungsbauern. DVs sind in D wenig verbreitet, da Heizungsbauer das Marktsegment dominieren, aber nichts mit Kältemittel machen dürfen. Bis auf wenige Ausnahmen von vorgefertigten Kollektoren&WPs kann/darf eine DV nur vom Kälte/Klimabauer aufgestellt werden.
    M.E. sieht es bei Deinem Grundstück gar nicht so schlecht für einen Erdkollektor im feuchten Untergrund aus. Hängt natürlich u.a. auch von Eurer Heizlast ab...
    Also schau Dich mal nach einem Kältebauer mit WP Spezialisierung um.

    Gruß
    Frank Martin
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  8. #7

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    Jepp, zuerst mal muss eine Heizlastermittlung her.

    Die Grundstücksfläche ist ausreichend, da kriegt man locker mehrere Kollektoren unter. Für die o.g. 8kW auf jeden Fall, genaueres sagt dann die Heizlastermittlung.
    Je mehr Fläche Du für den Kollektor verwendest, um so höher werden später Deine Soletemperaturen. Bei üppiger Auslegung wird er niemals Minustemperaturen sehen, das ergibt dann eine gute JAZ.

    Du solltest auch mal klären, wie teuer Baggerstunden vor Ort sind.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
    Avatar von alex2008
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    na ob die Fläche wirklich so üppig ist?
    Abstände zu Grenzen, baulichen Anlagen, Versorgungsleitungen, versiegelte Flächen etc. lassen manch große Fläche mal gehörig zusammenschrumpeln.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Hallo, hier ist ja richtig was los.
    Also die beiden Linien vorne und hinten sind die Bebauungsgrenzen (hätte ich vielleicht vorher sagen müssen) vorne sind es 4m und hinten 10m. Links und rechts ja jeweils 3m. Auf der hinteren Grundstücksgrenze stehen übrigens auf einem 1m hohen Wall Eichen.
    Was aber vielleicht auch noch zu erwähnen wäre (ich habe ganz schön viel vergessen *Schande über mein Haupt*) das Grundstück neben dran gehört uns auch noch, allerdings soll die Option bestehen dort noch einmal was zu bauen bzw zu verkaufen. Als wäre das nicht Die Alternative.

    Die Heizlastermittlung ist wohl in 10 Tagen fertig, macht der Statiker mit fertig.

    Vielen Dank schon mal für eure Antworten

    Sebastian

    PS. @Ralf Danke für die Nachricht
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    Zitat Zitat von POLOSeppl Beitrag anzeigen
    Die Heizlastermittlung ist wohl in 10 Tagen fertig, macht der Statiker mit fertig.
    Du meinst wohl eher den EnEV Nachweis, das hat aber mit Heizlastermittlung nicht viel zu tun. Du benötigst eine Heizlastermittlung nach EN12831. Darin steht dann wieviel Heizleistung benötigt wird um Dein Haus auf die gewünschten Raumtemperaturen zu bringen. Die Berechnung erfolgt raumweise, so dass man aus der Heizlastermittlung auch die Heizlast für jeden einzelnen Raum entnehmen kann. Das ist wichtig für die Planung der Heizflächen.

    Gruß
    Ralf
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  13. #11
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    @R.B. eigentlich macht er die vollständige Heizlastermittlung nach EN12831. Mal schaun was da raus kommt *G*
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