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  1. #1

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    Hilfe: Hauskauf/Bausachverständiger ja/nein?

    Hallo,
    ich bitte euch um Hilfe...

    Mein Freund und ich haben uns ein Haus angeschaut, in welches wir uns verliebt haben.
    Das Haus ist von 1990 und es musste vorher gerammt werden, wie alle in diesem Gebiet.
    Wohnfläche: 150 qm
    Grundstück: 718 qm
    Kaufpreis: 1.193,33 €/qm


    Das Haus wurde 1997 von den neuen Besitzern gekauft. Diese haben im Erdgeschoss den Flur, das Wohnzimmer und das Esszimmer vergrößert und einiges umgebaut, damit es heller ist. Praktisch gab es einen schmalen langen Flus von dem das Wohn und Esszimmer abging, welcher weggemacht worden ist. Die Diele ist so so geblieben. Das Obergeschoss wurde ebenfalls ausgebaut.
    Die Straßenfront hat Nord-Westseite.
    Da mein Freund und ich nicht die große Ahnung vom Bau haben, nahmen wir zur zweiten Besichtigung einen guten Freund mit, der vom "Fach" ist.

    Zur Veranschaulichung habe ich ein Bild eingefügt. Ich hoffe es ist gut zu erkennen. Dies ist eine Zeichnung nach dem Umbau der neuen Besitzern.

    Wir fanden folgende Mängel:

    1.) Im Badezimmer (Erdgeschoss, Rückseite des Hauses) zieht sich von der Außenwand (vom Rolladenkasten) zu einer Innenwand ein Haarriss durch die Fliesen. Zudem auch ein Riss durch die Bodenfliesen.

    2.) Im Heizungsraum (Erdgeschoss, Vorderseite des Hauses) zieht sich auch ein Haarriss in den Bodenfliesen diagonal durch den gesamten Raum. Neben dem Heizungsraum gelangt man in den Vorraum der Garage.

    3.) Beim Schornstein sind einige Fugen brüchig, bzw. schon rausgefallen.

    4.) An der Ecke von der Garage sind die Fugen auch brüchig und ein paar Klinker sind locker. Und bei einigen Klinker ist die erste Schicht abgeplatzt. Zu dem sagt unser Freund, dass die gesamte Garagenfront unten am Übergang von Mauer zur Pflasterung feucht ist. (Haben die es dort vielleicht ohne "Gefälle" gepflastert?)

    5.) Wie bei 4.) sind an der gesamten Front Stellen, bei denen die Fugen brüchig sind und einige Klinker eine Schicht abgeplatzt sind.

    6.) Auf der Flachdachgarage bildet sich in der hinteren linken Ecke eine Pfütze. Zu dem haben wir ihr erst einmal Ablauf, der in der Mitte ist, komplett gereinigt. Dieser wurde seit Ewigkeiten nicht mehr gereinigt und es stand ordentlich Wasser auf der Garage. Es hat aber auch geregnet gehabt.
    Wenn man in der Garage steht ist zuerkennen, dass es dort eine feuchte Stelle im Holz gibt. Und wenn man sich den Dachüberstand anschaut (also wenn man aus der Garage in den Garten gehen will), sieht man dort auch in der Ecke Feuchtigkeit im Holz. Es war nicht nass, aber man sieht, dass da was war. Das Garagendach wurde laut der neuen Besitzern neu gemacht.


    Ich hoffe, dass ich es einigermaßen verständlich beschreiben habe.

    Unser Freund sagte, dass der Klinker ziemlich weich wäre und wahrscheinlich aus Holland kommt. Dies war bei uns wohl in den 90ger eine günstigere Variante, als zu unseren harten Klinkern.

    Zu dem sagte er auch, dass die Schäden schon heftig wären für noch ein so "junges" Haus. Er meinte, dass die Risse im Badezimmer und im HWR vom Setzen des Hauses entstanden sein könnte. Die Besitzerin sagte, ihr wären diese nie aufgefallen. Man muss sagen, dass diese sich nicht so gut mit ihrem Haus auskennt. Der Mann hat wohl immer alles gemacht. Der ist jedoch nicht mehr da...
    Die Besitzerin verlangt für dieses Haus einen stolzen Preis. Für diese Gegend ist es viel zu hoch. Dies weiß ich, weil ein bekanntes Päärchen auch ein Haus in diesem Ort gekauft hat. Zu einem weitaus geringeren Preis. Das Grundstück von denen ist größer und an dem Haus war nichts.

    Wir sind jetzt am überlegen, ob wir mit einem Bausachverständiger noch einmal durch das Haus gehen sollen, der den Preis eventuell drücken könnte und sagt, was da noch auf uns zu kommt. Oder uns ganz von diesem Haus abrät.

    Was meint ihr dazu?

    Wäre über eure Gedanken und Ratschläge sehr dankbar!!!!

    Liebe Grüße

    Bella

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  2. Hilfe: Hauskauf/Bausachverständiger ja/nein?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    MoRüBe
    Gast

    zu einem Vertrag...

    ... gehören immer zwei. Und wenn Sie nen stolzen Preis verlangt, dann muß es einen geben, der diesen stolzen Preis auch bezahlt. Und nu kannst Du Ihr das 25 erklären, das der Preis zu hoch ist, deswegen muß Sie nicht von Ihrer Vorstellung heruntergehen. manchmal bedarf es halt auch einen gewissen Zeitraumrs, bis verkäufer das begreifen. Zwingen kannste Sie nicht.

    Das mal im Vorwege. Zu den Rissen. Risse sind nie gut. Und man sollte der Ursache auf den Grund gehen.

    Die Frage ist, ob sich das lohnt. Und das kann so ohne weiteres keiner beantworten. Dein Bekannter hat schon mehr gesehen als wir hier. Aber eines ist sicher: daß Omi die Risse nicht aufgefallen sind, das glaub ich nu wirklich nicht, es sei denn, die hat nie den Boden geputzt
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  4. #3
    Themenstarter

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    ja, dass ist das nächste Problem...
    Das Haus steht jetzt erst seit ca. 2-3 Monaten beim Makler zum Verkauf.
    Wir waren die ersten, die sich das Haus angeschaut haben. Und, sie hat keinen Stress das Haus zu verkaufen....
    Zwischenzeitig war ein anderes Pärchen da, die sich das Haus angeschaut haben, jedoch wollen sie nicht in diese Ortschaft...

    Nicht grad eine gute Verhandlungsbasis, den Preis zu drücken... ;-)
    Da kann man den Preis höchstens über die Mängel drücken.
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  5. #4
    planfix
    Gast
    Unser Freund sagte
    wer ist euer freund? ...ein fachmann?
    ob wir mit einem Bausachverständiger noch einmal durch das Haus gehen sollen
    naja, hier kommt es darauf an wie gut derjenige / diejenige ist.
    preis drücken oder nicht, ihr solltet auf jeden fall kalkulieren können was auf euch zukommt. wobei das oftmals sehr schwer zu erkennen ist. erst wenn mann anfängt ru sanieren, merkt man/frau, wo der boden dess fasses ist.
    ein wertgutachten wäre eine sinnvolle alternative. dort wird neben dem hauswert auch ein unhaltsrückstau beziffert. allerdings ist hier die treffgenauigkeit auch abhängig von der art der schäden und der erfahrung dessen, der begutachtet.
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  6. #5
    MoRüBe
    Gast

    Hihi..

    ... was Wertgutachten wert sind, haste doch gerade in dem anderen fred lesen können. Nüscht, kosten nur Kohle. Abgesehen davon, kannste Omi mit nem Holzhammer versuchen zu überzeugen, dat wird se auch nicht interessieren. Möglich ist auch, daß der makler, in Erwartung einer netten Provision und zwecks Erlangung eines Alleinauftrages, den Preis so nach oben geschraubt hat und damit Omi in den siebten Himmel gebracht hat. Und nu träumt Omi von der Ferienwohnung auf Malle. Und den Traum willste Ihr zerstören? Dann ist se bald nicht mehr nur im siebten (Achtung, das war jetzt schwarzer Humor )

    Diesen Spruch: ich muß ja nicht verkaufen, weißt Du, wie oft ich den gehört habe? Ich hab irgendwann nicht mehr mitgezählt. Nee, müssen muss sie nich, aber wolllen will sie.

    Aber mal zum Ursprungsproblem zurück: die Risse. Gibts denn da nicht bei Euch nen heimischen Statiker/Ingenieur/Baumeister der sich das mal für kleines Geld ansehen kann? Letztendlich kann er das auch nur augenscheinlich betrachten, ich glaub kaum, daß Omi ihm erlaubt, die Wände aufzuhacken

    Und wenn Du mehrere Objekte begutachten lassen willst, dat geht ja auch irgendwann ins Geld
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  7. #6

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    Ich habe mir die Häuser, an denen ich ernsthaft interessiert war, mit einem Sachverständigen angesehen und habe es nicht bereut. Ich habe zwar pro Haus ein paar 100 Euro bezahlt, dafür bin ich jetzt aber bei meinem Traumhaus angekommen und habe eine gewisse Sicherheit, das das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt. Und wenn man sieht, was man beim Haus sonst so alles für Nebenkosten hat, dann war dieses Geld wirklich gut investiert.

    Ob man wirklich ein Wertgutachten machen lässt oder nur abschätzen lässt, was in nächster Zeit für wieviel Geld zu sanieren ist (letzteres ist günstiger), bleibt einem selbst überlassen.
    Letztlich musst Du ja die Entscheidung treffen, wieviel Dir das Haus wert und wieviel laufende Kosten (Energiebedarf) bzw. Sanierungskosten Du zu zahlen bereit bist.
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  8. #7

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    Niemals ohne

    Hallo Bella,

    ich persönlich würde ohne SV in dieser Größenordnung überhaupt nichts unternehmen. Es sind allerdings auch schon recht viele Mängel findest Du nicht ?! Überlege Dir bitte, Ihr nehmt richtig viel Geld in die Hand, da sollte doch für einen Fachmann noch etwas übrig sein - worst case - hast nen Buckel voller Schulden und Ärger mit der Hütte.

    LG
    Alex
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8

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    Hallo Bella,

    ohne Sachverständigen geht da gar nichts. Stellt dir mal vor was du dir da an Ärger einheimsen kannst. Nur weil ihr euch "in das Haus verliebt habt" heißt das noch nicht, dass es auch das perfekte Haus für euch ist!
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  11. #9

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    Hallo Bella,

    Ich an eurer Stelle würde ein Wertgutachten machen lassen. Achtet auf einen SV mit gutem Ruf bezgl. Erfahrung u. ä. Das Risiko einen "Flop" damit zu erleben ist immer da (Hauskauf UND SV). Das kann euch keiner von hier aus nicht nehmen.

    Einen SV zu nehmen, um den Preis zu drücken, wäre total verkehrt! Oder zumindest verkehrt ausgedrückt, ... denn ein SV sollte doch objektiv sein und bleiben, oder?
    Der Ansatz ist Angebot und Nachfrage ..., und WAS zur Debatte steht.
    Teuer oder nicht teuer ist somit relativ. Das kann nur ein SV feststellen. (Leider gibt es zugebenermaßen zuviele "Fachleute", die sich dazu erklären und sich selbst am liebsten reden hören) Hört darauf, was hier auch die Tendenz ist, ... Hinzunahme eines SV, denn ohne dem könnt ihr den wahren Wert gewiss nicht ermitteln.
    Und "so Etwas" kauft man ja nicht im Vorbeigehen, aus einer Laune heraus. Ein ungutes Gefühl darf aber auch nicht sein, denn IHR sollt dann dort leben, ... mit ständiger Ungewissheit?

    Nur eines noch, bezeichnend für Vieles:
    Risse sind sicherlich nie gut, sie zeigen auf, was im Argen ist.
    Jedes Haus hat Setzrisse und nach 20 Jahren bei dem Boden kann man das eine oder andere davon ableiten. Eine Vorortbegehung ist aber doch das Beste, um "klugschieten" zu können. Entscheidend ist die Ursachenerkennung und somit auch die richtige Art der Schadensbeseitigung. Das kann auch Kosten sparen, oder?

    Viel Glück dabei und
    lG Nessi
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