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Spannungsabfall in der Mietwohnung

Diskutiere Spannungsabfall in der Mietwohnung im Forum Elektro 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    flava
    Gast

    Spannungsabfall in der Mietwohnung

    Hallo erstmal,

    da sich in diesem Forum viele Experten bzgl. Elektroinstallationen tummeln, würde ich gerne eure Meinung dazu wissen.


    Folgendes:
    Meine kleine Mietwohnung (2 Räume, Zimmer mit Kochnische und Bad) hat nach meinen "0815"-Messungen mit einem 10€ Verbrauchsmesser einen starken? Spannungsabfall bei Zuschaltung hoher Lasten.

    Also egal ob Heizlüfter, Mikrowelle oder Wasserkocher, einzeln angeschaltet werden, sinkt die Spannung von 227V auf 220 bis 217V. Auf dieser Leitung ist auch das Licht, das in der Wohnung dementprechend dunkler wird, auch im Bad.
    Nur bei der Kochnische scheint es ein anderer Stromkreis zu sein. Beim Anschalten der 2 Kochplatten bleibt das Licht hell, aber die Spannung sinkt auch dort von 227V auf 222V.


    Man sieht, dass eine Leitung direkt zur Kochnische geht und zwei Leitungen, die jeweils aus den Zimmern nebenan kommen, für Bad/Wohnung genutzt werden.

    Sollte ich nicht also theoretisch jede Leitung mit 10 bzw. 16A belasten können?

    Übrigens auch wenn dur der 90W Gefrierschrank angeht, flackert das Licht kurz... schon komisch...


    Meiner Meinung nach ist der Grund in der zu langen Ring-Leitung pro Etage zu suchen. Eine zu lange Leitung würde auch, bis auf das nervige Abdunkeln des Lichts, keine Gefahr wegen Überhitzung darstellen, richtig?

    Soll ich den Vermieter darauf ansprechen? Welches Recht habe ich auf eine "fehlerfreie" bzw. sichere Elektroinstallation?

    Wie ich in anderen Threads lesen konnte, sind 3% Abweichung noch im Rahmen, aber sind die 217V unter Last auch noch tolerierbar?

    Bin für jeden fachlichen Rat dankbar....
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  2. Spannungsabfall in der Mietwohnung

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  3. #2

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    Zitat Zitat von flava Beitrag anzeigen
    Hallo erstmal,

    da sich in diesem Forum viele Experten bzgl. Elektroinstallationen tummeln, würde ich gerne eure Meinung dazu wissen.


    Folgendes:
    Meine kleine Mietwohnung (2 Räume, Zimmer mit Kochnische und Bad) hat nach meinen "0815"-Messungen mit einem 10€ Verbrauchsmesser einen starken? Spannungsabfall bei Zuschaltung hoher Lasten.
    Dazu müßte man die Schleifenimpedanz messen, dies ist in groben Zügen auch mit deinem Messgerät möglich, dazu mess mal mit einer definierten Last (z.B 2KW Heizlüfter) und teil uns mal den Spannungsfall mit. Dann kann man mal grob durchrechnen ob die Schleifenimpedanz zu hoch ist. Nimm dazu die Steckdose die deiner Meinung nach am weitesten vom Sicherungskasten entfernt liegt.
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  4. #3
    Avatar von fmw6502
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    nö,

    einfacher & ungefährlicher: Vermieter Bescheid geben, der ist für eine fachgerechte
    Lösung verantwortlich.

    Gruß
    Frank Martin
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  5. #4

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    Wie kommst Du auf die 3%?
    Der zulässige Wert beträgt stattdessen 10%!
    Die Spannung an der letzten Steckdose darf also zwischen 207V und 253V liegen.
    Und das müssen sämtliche Geräte vertragen.

    Daß die Spannung bei Anschaltung derart starker Verbraucher etwas einbricht, ist völligh unvermeidlich.
    Für die Frage, um wieviel, kommt es v.a. auf Länge und Querschnitt der Endstromkreisleitung an. Da hast Du Recht.

    Gibt es für diese Wohnung denn einen eigenen VNB-Zähler? Oder hängt das an der Hauptwohnung mit dran?
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  6. #5

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    Als Mieter hat man den Anspruch auf eine sicherheitstechnisch fehlerfreie Installation, allerdings muß sie nur den Sicherheitsstandard aufweisen, welcher zu ihrem Errichtungszeitpunkt gefordert war.

    Was die Belastbarkeit (Zahl der Stromkreise) angeht, gelten etwas weitergehende Forderungen, entsprechend heute minimal haushaltsüblichem Gebrauch.

    Eine etwas zu lange Leitung birgt deswegen keine Brandgefahr.
    Daher sehe ich im Moment keinen Grunmd, warum Du Dich an Deinen Vermieter wenden solltest.

    Kannst Du mal Bilder des Sicherungskastens machen?
    Bisher
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  7. #6
    flava
    Gast
    Zitat Zitat von Rudolf Rakete Beitrag anzeigen
    Schleifenimpedanz messen,....dazu mess mal mit einer definierten Last (z.B 2KW Heizlüfter) und teil uns mal den Spannungsfall mit.
    1.Leitung (Wohnung) Spannung: von 228V auf 221V Last:1750W (Heizlüfter)

    2.Leitung (Wohnung) Spannung: von 229V auf 210V Last:3300W (Heizlüfter+Mikrowelle)

    Andere Verbraucher/Licht sind aus.

    Zitat Zitat von fmw6502 Beitrag anzeigen
    nö,

    einfacher & ungefährlicher: Vermieter Bescheid geben, der ist für eine fachgerechte
    Lösung verantwortlich.

    Gruß
    Frank Martin
    Und welchen Grund soll ich nennen? Der Spannungsabfall ist ja noch innerhalb der max. Abweichung von 10%.

    Oder soll ich ihm sagen, dass Licht flackert und mich stört? Ich glaub der zeigt mir nen Vogel.

    Zitat Zitat von Julius
    Wie kommst Du auf die 3%?
    Der zulässige Wert beträgt stattdessen 10%!
    Die Spannung an der letzten Steckdose darf also zwischen 207V und 253V liegen.
    Und das müssen sämtliche Geräte vertragen.

    Daß die Spannung bei Anschaltung derart starker Verbraucher etwas einbricht, ist völligh unvermeidlich.
    Für die Frage, um wieviel, kommt es v.a. auf Länge und Querschnitt der Endstromkreisleitung an. Da hast Du Recht.
    Das mit der 10%-"Neu"-regelung war mir bewusst (wikipedia), nur habe ich die 3% in einem alten Thread aus diesem Forum aufgeschnappt und jetzt ohne überlegen hier reingeschrieben.

    Zitat Zitat von Julius
    Gibt es für diese Wohnung denn einen eigenen VNB-Zähler? Oder hängt das an der Hauptwohnung mit dran?
    Also hier wird eine Pauschale für den Strom bezahlt. Alles an einem Zähler, denk ich mal.(Studenten halt)

    Zitat Zitat von Julius
    Als Mieter hat man den Anspruch auf eine sicherheitstechnisch fehlerfreie Installation, allerdings muß sie nur den Sicherheitsstandard aufweisen, welcher zu ihrem Errichtungszeitpunkt gefordert war.
    (...)
    Eine etwas zu lange Leitung birgt deswegen keine Brandgefahr.
    Daher sehe ich im Moment keinen Grunmd, warum Du Dich an Deinen Vermieter wenden solltest.
    Werd ihn mal bzgl. Elektroinstallation/Sicherungen/Anzahl u. Länge der Leitungen mal befragen.

    Zitat Zitat von Julius
    Kannst Du mal Bilder des Sicherungskastens machen?
    Bisher
    Mal sehen, der Vermieter macht den Raum meistens dicht.
    Zitat Zitat von Julius
    Was die Belastbarkeit (Zahl der Stromkreise) angeht, gelten etwas weitergehende Forderungen, entsprechend heute minimal haushaltsüblichem Gebrauch.
    Was heißt "minimal haushaltsüblicher Gebrauch" genau?
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  8. #7

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    Zitat Zitat von flava Beitrag anzeigen
    Das mit der 10%-"Neu"-regelung war mir bewusst (wikipedia), nur habe ich die 3% in einem alten Thread aus diesem Forum aufgeschnappt und jetzt ohne überlegen hier reingeschrieben.
    Was meinst du mit "Neu"-Regelung???

    Die Toleranzen des Versorgernetzes war schon "Immer" +6% bis -10%, dementsprechend zwischen 207 und 244V.

    Der zulässige Spannungsfall zwischen Zähler und Verbrauchsmittel ist nach DIN18015 nach wie vor 3%.
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  9. #8

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    „minimal haushaltsüblicher Gebrauch“:

    Hier wird zwischen Alt- und Neubau unterschieden, die Ansprüche eines Altbaus liegen „verständlicherweise“ unterhalb eines Neubaus. Aber als Mieter kann man erwarten (falls nichts ausdrücklich bei der Anmietung etwas anderes vereinbart war), dass der Standard nicht hinter dem Standard einer vergleichbaren Wohnung zurückbleiben darf.

    Details sind mittels Suchmaschine unter folgendem Suchbegriff zu finden „BGH 26.07.2004 AZ VIII ZR 281/03“
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  10. #9

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    Der (offenbar haushaltserfahrene - oder einfach nur sehr verständige) Richter definierte es so:

    Man muß neben einem laufenden Haushaltsgroßgerät (WaMa/SpüMa/Trockner) gleichzeitig noch Staubsaugen können.

    Das bedeutet technisch:
    Die Steckdosen der Wohnung müssen auf mindestens zwei Stromkreise aufgeteilt sein. E-Herd käme ggf. noch hinzu.

    Das gilt für JEDE noch so alte Hütte!
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Ludolf Beitrag anzeigen
    Was meinst du mit "Neu"-Regelung???
    Na, daß sich die Toleranzen im Laufe der Jahre mehrfach geändert haben.

    Die Toleranzen des Versorgernetzes war schon "Immer" +6% bis -10%
    Nein.
    Früher waren sie bei +/-10%, dann (während der Übergangsphase der Umstellung der Nennspannung von 220V auf 230V) bei -10/+6%. Nun schon seit einigen Jahren wieder bei +/-10%.

    Der zulässige Spannungsfall zwischen Zähler und Verbrauchsmittel ist nach DIN18015 nach wie vor 3%.
    Richtig.
    Aber da dies nicht sicherheitskritisch und in der Praxis (bei nur mäßiger Überschreitung) auch nicht funktionskritisch ist, dürfte ein durchsetzbarer Anspruch gegen den Vermieter auf Einhaltung nicht bestehen.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Das gilt für JEDE noch so alte Hütte!
    Stimmt, vgl. hierzu „BGH 26.07.2004 AZ VIII ZR 281/03“.
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  13. #12

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    Tja bei den von Dir gemessenen Werten sehe ich auch keinen Anlass weswegen Du zum Vermieter gehen könntest. Die Schleifenimpedanz ist auf jeden Fall weit im grünen Bereich. Selbst mit den Messfehlern, die aufgrund der recht einfachen Messungen zu erwarten sind.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Na, daß sich die Toleranzen im Laufe der Jahre mehrfach geändert haben.
    Schon klar, in diesem Kontext habe ich die Aussage auch verstanden, allein die Tatsache
    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Nun schon seit einigen Jahren wieder bei +/-10%.
    ist mir bisher nicht bewusst gewesen.
    Gott sei Dank ist diese Wissenslücke jetzt geschlossen.

    Worum es mir aber eigentlich geht:
    die 10% gelten für den Versorger, müssen also am HÜP anliegen.

    Ab da bis zum letzten Verbrauchsmittel sind nach VDE 4 weitere Prozent zugelassen
    (oder nach DIN ab Zähler 3%).

    Das die Spannung immernoch im zugelassenen Rahmen liegt, hat damit nichts zu tun.

    Da im vorliegenden Fall eine Leerlaufspannung von 229V gemessen wurde, welche unter Last auf 210V
    einbricht, ist die Anlage nicht nach Norm.

    Ob daraus jetzt ein Recht auf Nachbesserung entsteht oder nicht, war nie mein Thema.

    Auch würde ich in einem öffentlichen Forum nicht behaupten, dass der Spannungsfall kein
    Sicherheitskriterium darstellt.
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  16. #14

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    @Ludolf

    wer sagt Dir eigentlich dass der Spannungsfall auf der Leitung zwischen Zähler und Steckdose über 3% liegt. Was hier gemessen wurde ist der Gesamtspannungsfall auf allen Leitungen ich habe dann rechnerich die Schleifenimpedanz ermittelt und die liegt im grünen Bereich.

    Weiter Messungen sollte der Laie hier nicht vornehmen.
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  17. #15

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    Wo würdest du denn die Ursache vermuten?

    PS: nur der Richtigkeit halber, du meinst natürlich "Netzimpedanz"?
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