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  1. #1

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    Nur die Hausecken dämmen

    Hallo zusammen,

    im Februar hatte ich das Problrm, dass nach vielen Tagen dauerfrost sich in den Ecken zum Keller Schimmel bildete (die letzzten 2-3 Jahre konnte ich den Effekt nicht beobachten)
    Da das GEäude eine schöne Stuckfassade hat möchte ich nicht außen dämmen.
    Auch im keller bin ich noch unschlüssig, weil ich nicht möchte das die Eisenträger dann dabei Schaden nehmen.

    Meine idee ist nun.. das würde auch optisch passen.
    Eine 4,5 dicke und ca 40cm breite Außendämmung der Hausecken vorzunehmen. das würde optisch passen..und ggf die Ecken nicht zum kältesten Punkt machen und somit das Schimmelproblem ggf beseitigen?

    Gute idee oder SChrott?
    Danke und Grüße
    Fred
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  2. Nur die Hausecken dämmen

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  3. #2

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    Schrott, sorry.

    Grüße,
    RINGO
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  4. #3

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    du verlagerst das problem nur, du löst es aber nicht.
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  5. #4
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    weil?
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  6. #5
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    ja aber reicht dieVerlagerung nicht? Ich will ja nur nicht, dass der Schimmel da in der Ecke entsteht.
    Wenn dann die Wandfläche kälter alsdie Ecke ist, verteilt sich die Feuchtigkeit doch.. oder ziehtr eher das Fenster vor?
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  7. #6

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    Selbst wenn du diese Ecken "dicht" gedämmt bekommst, kriegt die Mauer hinter der Dämmung nicht nur zu wenig (wie es aktuell der Fall ist) Wärme ab, sondern quasi gar keine mehr. Damit kühlt die Mauer an den gedämmten Stellen nur noch mehr aus, und du hast an den Übergängen Dämmung -> keine Dämmung neue "kälteste" Stellen, an denen sich erst Kondensat und dann Schimmel bildet.
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  8. #7
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    wieso gar keine mehr? das sollte doch eine außendämmung werden.... dann würde doch eher die ecke wärmer, in meiner naiven welt
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Baufredi Beitrag anzeigen
    dann würde doch eher die ecke wärmer, in meiner naiven welt
    Das stimmt auch.

    Da ist er etwas daneben der Kopfgeldjäger.
    Der Denkfehler liegt wahrscheinlich in der Verlaufsrichtung der Temperaturen.
    Warm nach Kalt ist Innen nach Außen.

    Für mich ist dieser Gedanke der Dämmung zwar schon etwas ein Spässle, aber ich habe für mich mal
    versucht den Isothermenverlauf darzustellen. Das könnte im Minimalbereich schon funktionieren.

    Aber der Aufwand liegt in keiner Verhältnismäßigkeit zur Effizienz.
    Ich würd es lassen.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass das Einfluß auf die Schimmelproblematik hat,
    ist eher gering, da hier meist multiple Ursachen vorliegen.
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  10. #9

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    Ja. Hast Recht.

    Aber das Grundproblem ist nicht nur die Temperatur sondern primär die Feuchte. Damit Feuchtigkeit kondensiert und Schimmel ausbildet braucht es zwei Dinge:
    Eine kalte Stelle, wo der Taupunkt unterschritten ist und hohe Luftfeuchtigkeit, damit der Taupunkt bei höheren Temperaturen liegt.

    Wenn das an schlecht isolierten Fenstern mal Wasser gibt ok. Aber an Wänden... Entweder ist da ein Baumangel, Wärmebrücke oder was immer, oder es ist ein Feuchteproblem.
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  11. #10

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    Rein wärmetechnisch sehe ich den Ansatz richtig.
    Aussenecke = geometrische Wärmebrücke
    Aussendämmung in diesem Bereich = Anhebung der inneren Oberflächentemperatur im Eckbereich

    Edit: wie groß diese Verbesserung ist und ob sich das lohnt müsste genauer untersucht werden.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von ralph12345 Beitrag anzeigen
    Aber das Grundproblem ist nicht nur die Temperatur sondern primär die Feuchte. Damit Feuchtigkeit kondensiert und Schimmel ausbildet braucht es zwei Dinge:
    Eine kalte Stelle, wo der Taupunkt unterschritten ist und hohe Luftfeuchtigkeit, damit der Taupunkt bei höheren Temperaturen liegt.
    Da geht aber einiges heftig durcheinander. Für Schimmelpilzbildung braucht es keine Taupunktunterschreitung, es reichen schon 80% r.LF. Die Schimmelpilzproblematik kann nur unter der Betrachtung von Außentemperatur, Innentemperatur, relative Luftfeuchte innen und Oberflächentemperatur der Innenseite Außenwand richtig beurteilt werden.
    Die angedachte Dämmung an den Außenecken ist grundsätzlich richtig. Wenn man sich im Wärmebrückenprogramm den Verlauf des Wärmestromes ansieht, dann ist die Verbesserung in der Wandecke nicht unerheblich. Ich würde aber bei der Dämmbreite auf 60cm und der Dämmstoffdicke auf 6cm gehen.
    Wenn Angaben über Wanddicke, Wandaufbau und Material vorliegen kann man im Wärmebrückenprogramm die Teperatur in der Wandecke relativ schnell ermitteln.
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  13. #12
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    Also...
    das Haus Bj 1899, aus 36er + 5 cm Innen/außenputz Mauerwerk, also so 1,8 bis 2,0 Wärmedingens wie mir der Internetrechner sagte
    Das EG beginnt bei 1,20 Höhe über dem Erdboden.Zwischen KG und EG ist eine klassische Kappendecke.

    An den beiden Ecken wo die Außenwände + die Kappendecke zusammentreffen ist der maximale Kältepunkt. Das KG nicht gedämmt, da ich Angst habe dass dann die Eisenträger wegbröseln (richtig?)

    Würde ich die Ecke dämmen.. mit 4cm Stryodur oder sowas.. würde das Ganze so "säulentechnisch" gut in die Optik der Stuckfassade passen.... daher darf es nicht zu breit und nicht zu dick sein, sonst passt es nicht mehr.
    Es betrifft auch nur die beiden Fronthausecken. Die beiden anderen Hausecken sind mit Anbauten usw versehen, so dass das Problem nur an der Hausfront auftritt. (ist auch die Ostseite)

    Und auf 8m Gebäude Höhe je 2 Bahnen Stryodur mit Gewebe , Armierung und Endanstrich anbringen kann ja nicht die Welt kosten. Besser als alle 3 Jahre die Ecke neu zu tapezieren. Außerdem sorgt Schimmel in der Ecke für schlechte Stimmung in der Familie. Ich stehe also unter Druck!
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  14. #13

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    Da ja früher scheinbar kein Schimmel in diesen Ecken war überleg doch mal, ob Du in den letzten Jahren Dein Heizverhalten in den betroffenen Räumen geändert hast.
    Steht da jetzt vielleicht irgendwo ein Schrank, wo früher keiner war oder hängt da jetzt plötzlich eine lange Gardine?
    Ist vielleicht die Luftbewegung in diesen Ecken durch was auch immer eingeschränkt?
    Möglicherweise kann Dir in den ganz kalten Tagen ein Ventilator in den Ecken die Luft umquirlen - ist auf jeden Fall einen Versuch wert - und wenn das erfolgreich sein sollte könnte es auch als Dauerlösung herhalten.
    Einfach mal versuchen.

    Gruß Stoni
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Fritz531 Beitrag anzeigen
    es reichen schon 80% r.LF.
    Klugscheißmodus an:" Das stimmt so pauschal nicht!. Es reichen (ab) 70 - 80% Luftfeuchte auf der Bauteiloberfläche (aw 0,8)" Klugscheißmodus aus.

    Und dieser aw 0,7 - 0,8 wird "meistens" durch (auch kurzfristige) Taupunktunterschreitung erreicht.
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  17. #15

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    ich hab's mal grob durchgerechnet (mit einer Reihe von Annahmen):

    Zugrundelegung der Norm-Randbedingungen aus der DIN 4108-2

    kleinste raumseitige Oberflächentemperatur vor der Maßnahme: +9,6°C
    kleinste raumseitige Oberflächentemperatur nach der Maßnahme: +10,1°C

    Der Effekt ist m.E. zu klein. Hier spielt vor allem eine Rolle, dass "nur" 40cm gedämmt werden sollen, weniger die Dämmschichtstärke. Man müsste deutlich breiter dämmen, um vernünftige Ergebnisse zu bekommen.
    Ich würde auf jeden Fall die Einhaltung der (Mindest-) (!) Anforderungen aus DIN 4108 Teil 2 anstreben, wenn ich was verändern würde. Und davon sind wir hier noch weit entfernt...

    Denken Sie mal über eine Innendämmung nach.
    Wir haben solche Raumecken aber auch schon lokal beheizt und so die Oberflächentemperatur angehoben: Mit zusätzlicher Heizschleife oder mit Elektroheizband. Man muss aber die örtlichen Bedingungen und Nutzungsgewohnheiten und andere Randbedingungen kennen, um abschließende Empfehlungen geben zu können...
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