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  1. #1

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    Passivhaus Architektenvertrag

    Hallo zusammen,

    nachdem ich hier jetzt schon einige Monate "heimlich" mitlese, um möglichst wenige Fehler beim geplanten Bauvorhaben zu begehen,
    möchte ich nun auch mal eine Frage loswerden.

    Nach dem klassischen Werdegang eines Baulaien: Fertighauscenter - Katalog Massivhaushersteller - Forum - Architekt,
    hatten wir letzte Woche unser zweites Erstgespräch mit einem Architekten (der erste wollte offenbar nicht mit uns bauen).

    Da wir keinen Wert auf Schnickschnack (Gäubchen, Erkerchen, Bussystem, usw.) legen, allerdings Energieeffizienz eine große
    Rolle spielt, trafen wir uns also mit einem ausgewiesenen Passivhaus Spezialisten.

    Unsere urprüngliche Anforderung war:

    Passivhaus, 120 - 140qm, 1,5 Geschosse, rechteckig oder quadratisch, Satteldach, Vollkeller innerhalb der Hülle (vorerst jedoch nur als Nutzkeller mit späterer Möglichkeit auszubauen).
    Bauweise eben so ökonomisch wie möglich.
    Budget: ca. 300.000 ohne Grundstück und Außenanlagen.

    Seine Antwort war:
    Da erfahrungsgemäß von einem qm-preis von 2200-2400€ auszugehen ist, wäre das Haus zu realisieren, allerdings ohne Keller.
    Als Alternative nannte er uns die Möglichkeit 1,5 geschossig (ohne Keller) zu bauen mit einer Grundfläche von ca. 120qm und das
    OG als Ausbaureserve zu nehmen.

    Jetzt stelle ich mir natürlich folgende Frage:
    Ist die Alternative wirklich günstiger, da wir dann ja die Räume wie Bad, Schlafzimmer und Kinderzimmer
    im EG unterbringen müssten?


    Desweiteren gab er uns einen Mustervertrag mit, der mir preislich recht happig vorkommt.
    Rechtfertigt das Passivhaus tatsächlich diese HZ? (Das war jedenfalls seine Aussage)
    Und ist der Vertrag, abgesehen von den "Preisen", so ok?


    Arch_Ver.pdf

    Vielen Dank schonmal.
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  2. Passivhaus Architektenvertrag

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  3. #2

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    meiner ansicht nach ist das kein architektenvertrag, sonder ein gesamtplanungsvertrag oder generalplanervertrag ohne aussenanlagen. ob die honorarzonen gerechtfertigt sind, kann so niemand beurteilen. da gibt es in der hoai kriterien, nach der die honorarzone zu ermitteln ist. diese ermittlung soll er dir vorlegen und erläutern - muss er machen!
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  4. #3
    MoRüBe
    Gast
    Zitat Zitat von Dr Arroganto Beitrag anzeigen
    (der erste wollte offenbar nicht mit uns bauen).
    .
    Das hängt doch wohl nicht mit Deinem Nick zusammen?

    Zum Vertrag: das bunte Bildchen ist Zone 4, die arme Sau, die sehen muß, das das hält ist Zone 2

    20% obwohl nach höchstrichterlicher Rechtsprechung nur 5 % drin sind ohne Nachweis, rechnet der Archi damit, daß das sowieso in die Hose geht?

    Insgesamt: fürstlich!

    Aus meiner Sicht und zu seinen Ansichten: mit dem würd ich nicht bauen
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  5. #4
    Baufuchs
    Gast
    Wegen der 5% braucht es keine höchstrichterliche Entscheidung, die sind in dem vom schlauen Architekten angeführten Paragr. 649 BGB so geregelt. Nicht der Bauherr muss nachweisen, dass mehr als 20% eingespart wird, sondern der Architekt muss nachweisen, dass die 5% zu wenig sind.
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    nebenthema: nebenkosten.
    die können tatsächlich "reinhauen", wenn für jedes gewerk
    10 oder 20 LV´s (mit plänen) gedruckt/verschickt werden
    müssen. ob das wiederum zielführend ist? meins wärs ned.

    hauptthema: honorar.
    ohne bemessungsgrundlage (anrechenbare kosten) und ohne "zahlen"
    ist das angebot wenig aussagekräftig.

    haupthauptthema: leistung!
    nicht bewertbar - dabei ist das thema am wichtigsten.

    nebenbei: keller in der therm. hülle + passivhaus = no go.
    der kandidat hat schon in der ersten runde gepunktet.
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  7. #6
    MoRüBe
    Gast

    mls

    Zitat Zitat von MoRüBe Beitrag anzeigen
    zu seinen Ansichten: mit dem würd ich nicht bauen
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  8. #7

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    Naja, immerhin scheint er ihnen ja den Keller beim PH ausreden zu wollen; das war die Idee des TE.
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  9. #8
    Avatar von alex2008
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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    nebenbei: keller in der therm. hülle + passivhaus = no go.
    so gänzlich unmöglich ist dass aber nicht.
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  10. #9

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    Ich (Laie) halte den Vertrag für sehr "architektenfreundlich".

    Beispiel folgenden Passus in § 7: "Wird der Arch. für einen Fehler bei der Überwachung der Leistungen eines Dritten in Anspruch genommen, haftet der Arch. nur, wenn der Bauherr von dem Dritten auch durch gerichtliche Maßnahmen keinen Schadensersatz erlangt; das gilt nicht, wenn dem Arch. Fahrlässigkeit oder grober Vorsatz vorzuwerfen ist."

    Würde ich nicht unterschreiben.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Roth Beitrag anzeigen
    Würde ich nicht unterschreiben.
    warum nicht?
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  12. #11

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    Ist die Frage jetzt ernst gemeint?
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  13. #12

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    warum nicht?
    Weil ich inzwischen aus eigener Erfahrung weiß, wie lange "gerichtliche Maßnahmen" dauern können. Fünf Jahre sind da nichts.
    Ich würde keinen Vertrag unterschreiben, das die Haftung eines an meinem Bau Beteiligten (hier Arch.) zu meinem Nachteil beschränkt.
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  14. #13

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    wenn du einen mangel feststellst, kannst du sowohl dem mangelverursacher als aus auch dem verantworlichen objektüberwacher den streit verkünden, wenn der mangel nicht beseitigt wird. dauert aber ebenso lange. der passus gibt nichts anderes wieder, dass der architekt gesamtschuldnerisch haftet, wenn der mangelverursacher z. b. infolge insolvenz nicht mehr in anspruch genommen werden kann. dies ist sowieso der fall.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    jaaa .. aber vor dem zugriff auf den architekten muss
    der zugriff auf den dritten gescheitert sein - nach meiner
    leseart. da ist ein gut versicherter architekt als erstes
    "ziel" bauherrlicher begierden doch viel sympathischer
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  17. #15

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    das muss man auch immer im einzelfall sehen. wurde der mangel erkannt und der unternehmer ist aus der gewährleistung raus, dann haftet der planer, wenn er noch in seiner gewährleistung ist. wird der mangel während der gewährleistungszeit erkannt, ist der unternehmer insolvent, haftet ebenfalls der planer. ich kann mir nur vorstellen, dass ein unternehmer vom gericht nicht verdonnert wird, da er nachweisen kann, das der planer ihm geschrieben hat, mach so, wie ich das will, auch wenn gegen din xx xxx verstoßen wird. dann ist die sache auch wieder klar. ist der umstand bekannt, kann der bauherr beiden den streit verkünden, die schadensregulierung und eine mögliche quotelung dem gericht überlassen.
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