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WEG-Teilung

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  1. #1

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    WEG-Teilung

    Hallo,

    wir sind neu hier im Forum angemeldet, haben aber schon so einiges zum Thema Hauskauf/-Bau gelesen. Anfangs wollten wir ein "Gebrauchthaus" kaufen, da der Markt in Berlin aber derzeit nicht so viel in unserem Budgetbereich bietet, sind wir immer mehr in Richtung Bau mit der Suche gegangen. Dabei wären wir auch mit einem Reihen- oder Doppelhaus zufrieden, sofern die Lage und der Preis passt. Nun haben wir ein Exposé der Name entfernt zugeschickt bekommen. Nette Lage, guter Preis und was die Ausstattung betrifft zumindest sehr solide, wenn natürlich auch nicht Luxus. Allerdings besteht dort WEG-Teilung. Nun kennen wir die negativen Seiten und sind auch nicht so recht begeistert von der Aussicht, dass einen die lieben Nachbarn zu irgendwelchen Kosten verdonnern könnten, die man selbst nicht ausgeben würde.

    Jetzt aber zu meiner Frage, die wir rechtlich grad nicht 100% einordnen können. In dem Exposé steht folgender Absatz:

    Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass bei einer WEG-Teilung die Gebäudehülle (Dach und Fassade) zwingend der Gemeinschaft gehört. Die Name entfernt hat hierzu einen
    speziellen Passus in die Teilungserklärung eingebaut:
    "Jeder Eigentümer eines Wohnungseigentums hat das ausschließliche Sondernutzungsrecht am gesamten gemeinschaftlichen Eigentum der Wohneinheit, in dem sich seinSondereigentum befindet. Entsprechendes gilt für die Garagen.
    Im wirtschaftlichen Ergebnis ist damit jeder Eigentümer für die Erhaltung und Instandhaltung seiner Wohneinheit, einschließlich deren Dachflächen, Fassaden, Fenstern, Haustür,
    tragenden Gebäudeteilen und seiner Garage und der jeweils zugeordneten Grundstücksfläche selbst verantwortlich und hat auch die dafür anfallenden Kosten allein zu tragen."
    Dieser Passus regelt das gemeinschaftliche Eigentum der Gebäudehülle. Das heißt: Sie sorgen für die Instandhaltung und tragen die Kosten für Fassade und Dach. Somit sind
    Sie für Ihr Haus und Ihre Fassade selbst verantwortlich. Die gemeinschaftlichen Kosten und Entscheidungen beschränken sich auf die Wege und Müllplätze.
    Lese ich das richtig, dass das im Grunde eine Art Realteilung light darstellt? Wenn ja, dann könnten wir durchaus damit leben, dass die Eigentümerversammlung über Wege und Müllplätze mitbestimmt, solang der Rest in unserer Obhut bleibt. Oder übersehe ich da nun irgendwelche Fallstricke? Und uns ist auch bewusst, dass natürlich auch die Verwaltung etc. von uns mitbezahlt wird...

    Viele Grüße aus Berlin!
    Geändert von JamesTKirk (24.01.2014 um 06:54 Uhr) Grund: Firmenname für die Beantwortung unerheblich, daher entfernt.
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  2. WEG-Teilung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Wir machen das im Laufe des Jahres in etwa vergleichbar, nur mit nur zwei Häusern auf einem real nicht teilbaren Grundstück.

    Was irgendwie in deiner Betrachtung fehlt ist die Tatsache, dass die Abgaben an die Gemeinde (z.B. Grundsteuern) immer am gesamten Grundstück und damit gesamtschuldnerisch von jedem zu tragen sind.

    Sprich: Wenn die Gemeinde von der WEG keine Zahlung erhält kann sie sich nach wie vor an jeden einzelnen wenden und die Gesamtschuld einfordern. Da die Läßt aber auf alle verteilt wird ist die Wahrscheinlichkeit gering, aber wenn ihr Geld habt und alle anderen nicht... wäre schnell erledigt für die Gemeinde.

    Dazu kommen die anderen Nachteile einer WEG... Rücklagen für Wege, Müll, Verwaltung etc...
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  4. #3

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    Liest sich unverändert gruselig.
    Und ob dieses Umgehungs-Konstrukt im Streitfall vor Gericht hält, hab zumindest ich als Laie so meine Zweifel...
    Vielleicht meldet sich ja noch Eric oder ein anderer der Juristen hier?
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  5. #4

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    Lass das von einem Fachanwalt prüfen, dann hast Du Gewissheit.

    Zitat Zitat von toxicmolotow Beitrag anzeigen
    Was irgendwie in deiner Betrachtung fehlt ist die Tatsache, dass die Abgaben an die Gemeinde (z.B. Grundsteuern) immer am gesamten Grundstück und damit gesamtschuldnerisch von jedem zu tragen sind.

    Sprich: Wenn die Gemeinde von der WEG keine Zahlung erhält kann sie sich nach wie vor an jeden einzelnen wenden und die Gesamtschuld einfordern.
    Das stimmt seit der Novelle aus 2007 so nicht mehr. Auch im Außenverhältnis haftet der Einzelne nur noch in Höhe des Miteigentumanteils.

    Gruß,
    moep3fx
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  6. #5
    feelfree
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    Laienmeinung:
    Das WEG-Gesetz ist in erster Linie für Mehrfamilienhäuser gemacht worden. Wenn da das Dach undicht ist und es in eine DG-Wohnung reinregnet, ist selbstverständlich nicht der Eigentümer der betroffenen DG-Wohnung für die Mängelbehebung zuständig, sondern eben die gesamte WEG.
    Übertragen auf Reihenhäuser mit klar getrennten Fassaden- und Dachflächen macht das natürlich keinen Sinn, deshalb ist die Passage durchaus sinnvoll.

    Inwieweit die Dächer konstruktiv wirklich so getrennt sind, dass zweifelsfrei feststeht, wessen Dach im Schadenfall der Verursacher ist, kann man so natürlich nicht beurteilen. Bei durchgängig gedeckten Satteldächern oder gar Flachdächern ohne Attika-Trennung könnte das threoretisch ein Problem werden (Nachbar's Dach ist undicht, aber bei dir wird's nass...)
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  7. #6

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    Zitat Zitat von moep3fx Beitrag anzeigen
    Das stimmt seit der Novelle aus 2007 so nicht mehr. Auch im Außenverhältnis haftet der Einzelne nur noch in Höhe des Miteigentumanteils.

    Gruß,
    moep3fx
    Hast du hierfür eine Quellenangabe?
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  8. #7
    Themenstarter

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    Hallo,

    erstmal sorry, dass ich den Namen der Firma genannt hatte. Kenne mich mit den Gepflogenheiten hier im Forum noch nicht so aus, aber werde es in Zukunft berücksichtigen

    Gibt es denn überhaupt Reihenhäuser mit Realteilung oder ist die WEG bei der Art von Häusern im Grunde Standard?

    Viele Grüße
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  9. #8
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    Realteilung ist Standard.
    WEG kommt immer dann zum Tragen, wenn Gemeinschaftseigentum notwendig ist, z.B. die Häuser sind nur durch Gehwege erschlossen und liegen nicht jeweils an einem öffentlichen Weg, Tiefgarage drunter....
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  10. #9

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    Zitat Zitat von fromski Beitrag anzeigen
    Gibt es denn überhaupt Reihenhäuser mit Realteilung ... (?)
    Ja, ist die Regel. Oft sind sie physisch dann aber doch nicht so ganz zu 100% real geteilt, aber das fällt dann eher unter "Mangel". Lass Dir schriftlich erklären, welchen Vorteil die hier gewählte rechtliche Konstruktion für Dich hat!
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  11. #10

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    Zitat Zitat von PeMu Beitrag anzeigen
    WEG kommt immer dann zum Tragen, wenn Gemeinschaftseigentum notwendig ist, z.B. die Häuser sind nur durch Gehwege erschlossen und liegen nicht jeweils an einem öffentlichen Weg, Tiefgarage drunter....
    Würde ich anders sagen:
    Denn man kann dann ja auch NUR diese Teile zu Gemeinschafteigentum machen.
    WEG nimmt man gerne, wenn Realteilung faktisch nicht geht, was das einzelne Haus betrifft (weil Grundstück zu klein, Brand- und Schallschutz zu schlecht, keine eigenen Hausanschlüsse vorhanden etc.).
    Also eben die Billigversion.
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
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    Man kann auch alles negativ sehen.
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  14. #12

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    Hast du hierfür eine Quellenangabe?
    § 10 Abs. 8 WEG
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