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  1. #1

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    Schlafzimmer nebst Treppenhaus

    Mein Schlafzimmer/ TV-Raum befindet sich durch eine Innentür getrennt direkt neben einem Treppenhaus, welches zwar nur zu einer weiteren Wohnung führt, was aber nun doch zu laut ist.
    Außerdem soll die Privatsphäre des Heimkinos gewährleisteter werden.

    Eine zweite Innentür hatte ich nun testweise außen auf den Rahmen gesetzt, was schon vllt. 40% des Rest-Schalls vernichtete. Bei richtiger Isolierung könnten es denke ich 60% werden.

    Bietet eine Haustür evtl. eine viel größere Verbesserung, oder eine schwerere zweite Innentür?
    Kostentechnisch ist eine zweite Innentür sicher die günstigste Variante. Für eine Haustür müsste ein neuer Rahmen her. Was meint Ihr?

    - Holztreppe, aber Haupt-Lärm kommt definitiv von den hohen Tönen direkt durch die Fläche der Tür, nicht durch Gebäudeschall
    - jetzige Tür bereits stark mit Gummi verdichtet

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  2. Schlafzimmer nebst Treppenhaus

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Wichtigste Frage zuerst: Mietwohnung oder Eigentum?
    Hintergrund, bei Eigentum wären auch Maßnahmen möglich die man in einer Mietwohnung nicht umsetzen könnte.

    Geht man davon aus, dass das Mauerwerk eine bessere Schalldämmung aufweist als die restlichen Bauteile, dann kommt ja nur die Tür in Frage (sofern er sonst keine Schächte o.ä. in den Räumen gibt).
    Eine Abdichtung der Tür bringt etwas, aber letztendlich spielt auch die Masse der Tür eine Rolle. Hier könnte man nur mit 2 schweren Türen und entsprechendem Einbau eine Schalldämmung sicherstellen, die mit der des Mauerwerks vergleichbar ist.
    Die gezeigte Zimmertür hat eher eine mäßige Schalldämmung, sie ist vermutlich auch relativ leicht. Die Schalldämmung dürfte sich vielleicht irgendwo um die 25dB herum bewegen nachdem nun ordentlich abgedichtet wurde. Mehr aber sicherlich nicht, daran ändert auch ein Dutzend Abdichtungen nichts. Eine Standard-Zimmertür bewegt sich eher im Bereich um 20dB.

    Man könnte auch das Türblatt selbst mit absorbierendem Material belegen, auch damit könnte man noch ein paar "dB" gewinnen. Eine Bodendichtung (absenkbar) wäre auch vorzusehen, auch das liefert eine Verbesserung.

    d.h. Um hier wirklich einen hohen Schallschutz zu erreichen müsstest Du mehrere Maßnahmen kombinieren. Einige Maßnahmen sind in einer Mietwohnung jedoch nicht umsetzbar da der Vermieter solche Veränderungen kaum gestatten wird.
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  4. #3

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    am besten eine schallschutztür nehmen als 2. tür!
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  5. #4
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    Eigentumswohnung Danke für die vielen Details und Tipps, werde sie unabhängig hiervon beherzigen

    Ich hatte nur weiterhin gehofft,
    dass eine einzelne weitere "Schallschutztür" (Du meinst sicherlich einfach eine richtig schwere Innentür?) viel mehr bringt, als Versenkung und richtige Abdichtung. Ist das so?

    Würde Ihr besser gleich eine ganze "Haustür" mit Rahmen verbauen,
    oder lohnt kostentechnisch der Mehrwert nicht gegenüber einer weiteren schweren Innentür? Was würdet Ihr kostentechnisch tun?
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  6. #5

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    Zitat Zitat von ralf1973 Beitrag anzeigen
    Ich hatte nur weiterhin gehofft,
    dass eine einzelne weitere "Schallschutztür" (Du meinst sicherlich einfach eine richtig schwere Innentür?) viel mehr bringt, als Versenkung und richtige Abdichtung. Ist das so?
    Dem ist nicht oder nur bedingt so. Ob Du einen leichten Wassereimer nimmst oder einen schweren, so lange ein Loch darin ist kannst Du damit kein Wasser transportieren.

    Übertragen auf die Tür, egal wie schwer die Tür ist, so lange sich unter der Tür ein Schlitz befindet wird der Schall über diesen Weg in bzw. aus dem Raum kommen. So lange es nur um geringe Schalldämmwerte geht fällt das nicht auf, wenn die Tür offen ist interessiert ein Schlitz ja auch nicht, aber wenn Du eine hohe Schalldämmung benötigst, dann kommt es auch auf Details an.

    Ich würde an der Wohnungseingangstür vorerst noch nichts ändern, da dies mit mehr Aufwand und Kosten verbunden ist. Zuerst mal das Ergebnis mit der Zimmertür abwarten. Vielleicht reicht das schon aus.

    Bevor man hier weiter plant sollte zuerst einmal geprüft werden, um was für ein Mauerwerk es sich handelt. Es wäre sinnfrei eine Türanlage mit 55dB Schalldämmung zu bauen wenn die Wand nur 40dB erreicht.

    Wenn es um Schallschutz geht dann kommt es auch auf Details an. So ist der Einbau der Tür nicht ganz unkritisch. Das beginnt mit dem Einbau der Zarge in´s Mauerwerk, geht über die Ausführung der Tür (Rahmendichtung(en), Falz, Bodendichtung) bis hin zur Einstellung der Tür (Bsp.: Anpressdruck an die Dichtungen). Da kann man sehr viel falsch machen und ich behaupte mal, dass die meisten Schreiner solche Details gar nicht kennen, einfach weil sie in der Praxis mit so etwas nie konfrontiert wurden. Ich wette, dass die meisten Bauherren sich noch nie Gedanken über den Schallschutz einer Zimmertür gemacht haben, also wird bestellt (Farbe ist wichtiger) und der Schreiner baut ein. Tür geht auf und zu, alles OK.

    Ein Beispiel. Es gab Untersuchungen die zeigten, dass allein der Anpressdruck auf die Dichtung bei der Schalldämmung einen Unterschied von 5-6dB bewirken kann. Fehlende Abdichtung an der Zarge (zum Mauerwerk) kann schnell mal 9dB kosten. Der Fachmann kann sich dann nur wundern, wenn darüber debattiert wird ob ein leichtes Türblatt 20dB und ein schwereres Türblatt 25dB an Schalldämmung liefert, wenn gleichzeitig beim Einbau 5dB oder gar 15dB verschenkt werden.
    d.h. Bei einem miserablen Einbau und dementsprechender Einstellung kannst Du eine Panzertür in´s Mauerwerk setzen, der Schallschutz wird immer mäßig bleiben, denn sie wird ihre Vorteile nicht ausspielen können (siehe Eimer mit dem Loch).

    Die Frage ist also, "was möchtest Du erreichen"? Wenn wirklich hoher Schallschutz gefordert ist, dann muss die Tür mitsamt Zarge raus. Man beginnt dann ganz von vorne, mit dem "richtigen" Einbau einer Zarge. Hier müsste man zuerst einmal entscheiden, welcher Typ von Zarge und wie die Zarge im Mauerwerk befestigt werden soll. Montageschaum ist hinsichtlich Schalldämmung nicht unbedingt der Brüller, vereinfacht aber den Einbau. Man könnte überlegen verschiedene Materialien zu kombinieren, da Steinwolle eine bessere Schalldämmung liefert als der Montageschaum. Auch der Einsatz von Dichtbändern könnte in Erwägung gezogen werden.

    Man kann also schon beim Einbau der Zarge sehr viel falsch machen.

    Nun noch zur Doppeltür.
    in Deinem Fall hätte ich Bauchschmerzen mit einer Doppeltür. Selbstverständlich kann man damit eine sehr hohe Schalldämmung erreichen, Werte um 55dB und mehr sind damit möglich, ABER ich frage mich angesichts der obigen Bilder wie das funktionieren soll. Die äußere Tür müsste ja nach außen öffnen, aber da ist die Tür rechts (Wohnungseingangstür?) im Weg. Zudem dürfte die dünne Wand nur eine mäßige Schalldämmung aufweisen, so dass die Schalldämmung der Tür dann besser wäre als die der Wand. In meinen Augen unnötiger Aufwand.

    Mit einer einzelnen Tür und den obigen Maßnahmen sollte eine Schalldämmung über 40dB möglich sein. Das dürfte in der Größenordnung der Zimmerwand liegen. Ich denke dieser Weg dürfte wirtschaftlicher sein.
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  7. #6
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    Danke
    Ich habe mittlerweile die Zimmer getauscht, das war die günstigste Variante. Außerdem war es nicht mehr so schlimm dort Geld investieren zu müssen.
    Für die Ausgangs-Problemstellung wäre ich so vorgegangen wie Du es beschreibst
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