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  1. #1
    Avatar von rose24
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    Dammbauprojekt, fehlende Ufersicherung und Mängelbeseitigung

    Hier haben fleißige Arbeiter in nur einem Monat einen kompletten Staudamm in Holzbauweise errichtet:
    Biberdamm.jpg

    ...leider wurde vergessen, das Steilufer ausreichend abzusichern:
    Biberdamm II.jpg

    Aber was soll's - schnell wird neues Baumaterial beschafft:
    Biberdamm III.jpg

    ...und schon kann mit der Reparatur begonnen werden:
    Biberdamm IV.jpg

    Et voila - die alte Stauhöhe ist flugs wieder hergestellt:
    Biberdamm V.jpg

    Mich faszinieren die fleißigen Baumeister - ihre Dämme sind normalerweise sehr stabil und werden nach einem festen Bauplan errichtet. Nach dem immer gleichen Prinzip werden Längs- und Queraussteifungen eingebaut und Beschädigungen (oft von Menschenhand) werden sofort repariert. Hier in dem Graben wurden die Dämme schon mehrfach ausgebaggert - es dauerte zum Teil keine drei Wochen, bis sie wieder errichtet waren.

    Wer es jetzt noch nicht weiß - die Rede ist hier von Bibern, die bei uns am Inn sehr zahlreich vorkommen und auch sämtliche Nebengewässer besiedeln, wenn man sie nur lässt.
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  2. Dammbauprojekt, fehlende Ufersicherung und Mängelbeseitigung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Vielleicht hättest Du besser die Biber Dein Kollektorfeld bauen lassen, die hätten für ausreichend Bewässerung gesorgt.

    In vielen Gegenden sind die Biber aber schon zur Plage geworden, bei uns in Deutschland noch nicht, da ist die Population noch zu gering. Spätestens wenn mal die ersten Keller unter Wasser stehen könnte ich mir vorstellen, dass die Begeisterung drastisch sinkt. Ansonsten gilt, lasst den Tieren genügend Platz, dann kommt man sich auch nicht in die Quere.
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  4. #3
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    Avatar von rose24
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    Die Plage ist der Mensch - gegen Biberschäden helfen oft einfache Mittel. Den gezeigten Graben, der stark verockert ist (sieht man an der Färbung) haben die Biber immerhin durch den Anstau so verbessert, dass dort jetzt Fische (Bachschmerlen) leben können und im Winter der Eisvogel kommt, weil rundherum alles zugefroren ist. Der Graben ist ein Grundwassersammler, deshalb bleibt er eisfrei.

    Hier kann man die Biber bei der Arbeit sehen (der Film stammt von einem anderen Dammbau bei uns in der Gegend - dort wurde als Baumaterial überwiegend Mais verwenden ):

    https://www.youtube.com/watch?v=RAeqiWJAxro
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  5. #4

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    In vielen Gegenden sind die Biber aber schon zur Plage geworden, bei uns in Deutschland noch nicht, da ist die Population noch zu gering.
    Nö. Zumindest in Teilen von Mittelfranken ist es (wieder) sehr lästig geworden.

    Spätestens wenn mal die ersten Keller unter Wasser stehen könnte ich mir vorstellen, dass die Begeisterung drastisch sinkt.
    Schon passiert. Beides. Rein landwirtschaftliche Schäden hat man hingenommen (wurden teils auch erstattet). Aber inzwischen leiden bereits Straßen und andere Bauwerke.

    Ansonsten gilt, lasst den Tieren genügend Platz, dann kommt man sich auch nicht in die Quere.
    Geht in einer zwar dünn, aber durchgängig besiedelten (historisch bedingt regelrecht zersiedelten) Gegend nur leider schwerlich.

    Wenige Jahre nach der aufwendigen Wiederansiedelung überlegt man daher nun, die hiesige Biberpopulation wieder gewaltsam kleinzuhalten.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von rose24 Beitrag anzeigen
    Die Plage ist der Mensch - gegen Biberschäden helfen oft einfache Mittel.
    Ganz so krass würde ich es jetzt nicht sehen. Es war schon immer so, dass Arten miteinander in Konkurrenz standen, und es war auch schon immer so, dass einige dabei den Kürzeren gezogen haben. Die Entwicklung der Erde bis zu dem Punkt an dem wir heute sind, war schon immer durch Anpassungen geprägt, und dazu gehörte auch, dass viele Tiere und Pflanzen verschwunden sind. Ohne das wäre die Entwicklung gar nicht denkbar gewesen. Wer weiß, vielleicht wird auch der Mensch irgendwann verschwinden/aussterben, wie viele Tiere und Pflanzen vor ihm.

    Die Erde wird nach Meinung der Wissenschaftler noch gut 7Mrd. Jahre "leben", ich rechne nicht damit, dass es dann noch den Menschen geben wird. Aber wer weiß.
    Bedenkt man, dass es die Erde seit etwa 4,5Mrd. Jahren gibt, und den Menschen bestenfalls seit 2 Mio Jahren, Homo Sapiens vielleicht seit 200.000 Jahren (evt. auch 400.000 Jahre, so genau weiß man das noch nicht), dann könnte man zu dem Ergebnis kommen, dass Homo Sapiens erst am Anfang seiner Entwickung steht. So manche Tierart hat 200 Mio Jahre auf diesem Planeten gelebt bevor sie ausgestorben ist.

    Sollte sich der Mensch zu einer Plage für die Erde entwickeln, dann wird er mit Sicherheit nicht so lange auf der Erde leben. Bis dahin aber wird er, wie alle Arten, um den vorhandenen Lebensraum mit den anderen konkurrieren. Sollte es wirklich mal eng werden, und der Mensch muss sich entscheiden, Biber oder ich, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass der Biber den Kürzeren ziehen wird. Irgendwann aber wird der Mensch den Kürzeren ziehen, und die Erde wird sagen, "dieses Modell war nicht schlecht, mal schauen ob das nächste besser wird".
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6
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    Der Biber kann dem Menschen auch helfen. Man muss ihn nur lassen.
    Heuer haben Biber bei uns in der Gegend mehrere Maisfelder vor dem Vertrocknen gerettet, indem sie den Grundwasserspiegel angehoben haben. Und manch einer, hat das schon bemerkt:

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/na...cken-1.2787056
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/na...en-1.2787056-2

    Bei uns haben Biber einige Gewässer, die schon gekippt waren, erfolgreich renaturiert, während die Landwirtschaft im der gleichen Gemeinde schon vor Jahren dafür gesorgt hat, dass der eigene Brunnen aufgegeben werden musste. Es gibt gerade in Bayern ein sehr vorbildliches Bibermanagement, das auch funktioniert, wenn man nicht dauernd nur Hetze gegen die Tiere macht.
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  9. #7

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    .... auch diese baumeister sind beratungsresistent .......
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