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  1. #1

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    Balken noch zu retten?

    Hallo,

    habe heute in einem Schrank in einer Dachschräge eine Pfütze entdeckt. Habe daraufhin den Schrank abgebaut und die Verkleidung und die Alukaschierte Dämwolle darunter entfernt.
    Über der sichtbaren Unterspannbahn kommen Dachlatten und darauf die Ziegel. Das Dach steht seit '87

    Was zum Vorschein kam sieht alles andere als gut aus......:

    IMGP8642_.jpgIMGP8644_.jpgIMGP8646_.jpgIMGP8649_.jpg

    Die Dämwolle lag am Balken an und war auch an dieser Seite durchnäßt. Oben auf dem Dach konnte ich in der Dachkehle ein abgebrochene Ecke bei einer Dachziegel entdecken. Da wird das Wasser wohl eintreten...

    Ich erreiche heute "meinen" Dachdecker nicht da Rosenmontag.... morgen rufe ich Ihn direkt an.
    Was mich dennoch interessieren würde wäre eine erste Einschätzung von Euch sofern überhaupt möglich.
    Auf Panikmache bitte ich zu verzichten, mir ist jetzt schon recht unwohl... es schweben so Dinge wie Dachbalkenaustausch in meinem Hirn rum und die damit verbundenen sicherlich hohen Kosten....

    - kann ich den Dachbalken "abschreiben" - muss dieser komplett / teilweise getauscht werden?? (Super-GAU)
    - wie lange wird da wohl schon Wasser eintreten? Sieht für mich nicht nach "seit kurzem" aus - eher seit ein paar wenigen Jahren...
    - Kann man sinnvoll irgendwelche Kostenbereiche würfeln Für: evtl. Dachbalkentausch/-teiltausch/sanierung, Trocknung?, Erneuerung Dämmung?
    - Weiss einer wie das generell bzgl. Wohngebäudeversicherung aussieht? Oder stark von meinen Versicherungsbedingungen abhängig?
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  2. Balken noch zu retten?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Da hat wohl schon langsam die Zersetzung eingesetzt, wobei die Bilder nicht von guter Qualität sind. Wird man wohl nur zuverlässig vor Ort entscheiden können. Ich würde aber vermuten, dass hier ein Austausch/ teilweise Erneuerung wohl vermutlich zum tragen kommt. Wie sonst will man die Feuchtigkeit aus dem Bauteil bekommen? Durch die Gitternetzfolie wohl eher weniger...
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  4. #3

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    Ich würde mal schauen lassen, woher das Wasser kommt. Gitternetzfolie scheint irgendwo defekt zu sein, irgendwo kommt Wasser unter die Eindeckung und läuft dann hier abwärts. Ob es wirklich die abgebrochene Ecke an der Dachkehle ist? Vielleicht auch Schornstein(einfassung)? Mastdurchführung? Fenster? Ausstieg? First?.......

    - Weiss einer wie das generell bzgl. Wohngebäudeversicherung aussieht? Oder stark von meinen Versicherungsbedingungen abhängig?
    Die Frage wäre, über was für eine Versicherung reden wir hier?. Die übliche Wohngebäudeversicherung dürfte in diesem Fall nicht eintreten, es handelt sich weder um Sturmschaden noch Hagel (sofern in Deinem Vertrag überhaupt enthalten). Es könnte auch die Frage aufkommen, wann das Dach das letzte Mal "gewartet" wurde.
    Es wäre natürlich denkbar, dass Du darüber hinaus eine Versicherung abgeschlossen hast, dann solltest Du mal die Tarife studieren.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von OlliL Beitrag anzeigen
    ... Was mich dennoch interessieren würde wäre eine erste Einschätzung von Euch sofern überhaupt möglich.
    Auf Panikmache bitte ich zu verzichten, mir ist jetzt schon recht unwohl... es schweben so Dinge wie Dachbalkenaustausch in meinem Hirn rum und die damit verbundenen sicherlich hohen Kosten....
    .. sieht nur dieser eine Sparren so aus ?
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  6. #5
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    Es sieht nur dieser Sparren so aus - die Fotos sind halt leider etwas klein im Forum hier. Habe hier nochmal die Originale hochgeladen in groß:



    Hier sieht es doch aber erstmal so aus, als ob nur die Seite feucht ist? Also nur am Sparren "entlang" gelaufenes Wasser? die nach unten zeigende Seite (wo die Latte der Verkleidung drauf geschraubt ist) scheint trocken zu sein?



    PS: auf der Seite dann aufs Bild klicken und es wird richtig groß

    Die abgebrochene Ecke ist genau an der obersten Dachziegel an der Dachkehle und schon etwas mehr als nur eine kleine Ecke... die Ecke ist halt quasi genau auf dem Sparren - von daher würde ich doch sehr stark dies als Ursache sehen.

    Sturm/Hagel usw usw. ist alles versichert, aber mein (freier) Versicherer meinte auch in einer Schnelleinschätzung das schleichende Schäden eher nicht versichert sind, sondern schon in Zusammenhang mit dem auslösenden Schadensereigniss gebracht werden müssten.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von OlliL Beitrag anzeigen
    ... Es sieht nur dieser Sparren so aus ...
    dann würde ich die Dacheindeckung mal erst überprüfen , den Sparren komplett freilegen und mal erst austrocknen lassen , danach kann man sich überlegen was man schnell und einfach machen könnte
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  8. #7

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    Zitat Zitat von OlliL Beitrag anzeigen
    sondern schon in Zusammenhang mit dem auslösenden Schadensereigniss gebracht werden müssten.
    Genau das meinte ich, und das wird hier kaum gelingen. Es scheint so, dass der Schaden schon etwas länger besteht.
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  9. #8
    Avatar von Flocke
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    Bevor die Feuchtequelle nicht gefunden ist, kann man nicht viel sagen. Auf den ersten Blick sieht es schlimmer aus als es ist. Selbst wenn der Sparren kaputt ist, so läßt er sich mit überschaubaren Aufwand sanieren. Die gängigen Versicherungen werden hier wohl nichts regulieren. Hier sind wir wieder bei dem Thema Dachwartung.
    Bilder von außen wären hier hilfreich.
    Am besten lassen sie einen Dachdecker kommen damit er sich das mal ansieht. Solche Einsätze fahren wir gerade recht häufig, die Ursache liegt zumeist in fehlender Wartung.
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  10. #9

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    Den Bildern nach könnte auch Kondensat mit eine Rolle spielen. War die Konstruktion innen wirklich dicht?
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  11. #10

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    Moin,

    ich würde mir mal den Wandanschluß der Gaube ansehen.
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  12. #11

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    Von Undichtigkeiten im Dachaufbau abgesehen: Ist die Dämmung oben belüftet? Wenn nicht, ändern. Die Gitterfolie ist für Vollsparrendämmung nicht geeignet. Die Gefahr von Kondensat sehe ich auch, Stichwort Flankendiffusion.
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  13. #12
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    Morgen um 13 kommt mein Dachdecker und schaut sich das an. So wie ich das heute Morgen in der Schnelle sehen kann, ist der Sparren an den Rändern schon oberflächlich getrocknet. Es zieht auch ein Lüftchen von unten hoch - das dürfte die Abtrocknen wohl begünstigen.

    Klar - es kann auch der Wandanschluss der Dachgaube sein der ja genau auf den Sparren zuläuft. Ich habe aber wie gesagt am "Ende" der Dachkehle - quasi die erste Dachziegel die an der Seitenwand der Dachgaube anliegt und eigentlich direkt auf dem Sparren liegen müsste eine größere Ecke abgebrochen gesehen.

    Ich mache heute nochmal 2 Fotos. Ist auch ziemlich vermost die Fläche drumrum - sowas von Nordseite.....

    @Thomas - wie ich den Dachaufbau selber wahrgenommen (hergestellt '87) von aussen nach Innen:

    Aussenwelt
    Betondachsteine
    Lattung
    Gitternetzfolie
    Dachsparren
    zwischen den Dachsparen Alukaschierte Dämmwolle, verklebt und getackert mit Aluklebeband auf die Dachsparren
    Lattung auf den Dachsparren
    Fichtenholzpanele
    Innenraum

    Der Innenraum ist aktuell "unbeheizt" (indirekt natürlich über das Obergeschoss - die im DG installierte Heizung ist aber aus (kalt)).

    Für eine zukünftige Nutzung des DG ist eine komplett Erneuerung der Dämmung etc. in Planung da es im Sommer wie Winter "unbewohnbar" ist da oben - zu heiss und kalt. Die Nutzung ist aber erst in ca. 5-6 Jahren geplant. Dann wollen wir das ganze sanieren (inkl. Klimaanlage für die paar extrem-Tage im Sommer) und als Schlafzimmer nutzen. Aktuell ist das DG komplett leer.
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  14. #13
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    So - anbei mal aktuelle Fotos.
    Wenn ich physikalisch gedacht nicht daneben liege, wird durch die Gummimatte oben in der Kehle ein Teil des Wassers ja geradezu "unter" den Dachziegel abgeleitet....

    Ansonsten sieht der Balken schon ein wenig getrocknet aus wie ich finde - obwohl es heute nochmal unwettermäßig gegossen hat hier.

    Bzgl. Kondensat - die Isowolle liegt ja nicht an der Gitterfolie an. Das Dach wird eine Hinterlüftung haben - unten am Ende des Daches sind zwischen Aussenwand und Dachende eine Art Lochblech angebracht - so das Luft eintreten kann.

    Unbenannt.jpgIMGP8650.jpgIMGP8659.jpg
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Also wenn das an der Kehle liegen soll dann müßte das Problem ja schon seit 1987 bestehen, und dann wäre das schon viel eher aufgefallen. Wenn ich mir die Bilder so anschaue würde ich eher auf mangelnde Wartung tippen (Moos!!). Da kann sich das Wasser hinter dem Moos aufstauen und dann evtl. unter den Bleianschluss der Dachgaube laufen. Wäre für mich der erste "Angriffspunkt".
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Onkel Dagobert Beitrag anzeigen
    Also wenn das an der Kehle liegen soll dann müßte das Problem ja schon seit 1987 bestehen, und dann wäre das schon viel eher aufgefallen.
    Moin ,

    naja nicht ganz, die Rippenkehlen verformen sich mit der Zeit, wenn sie im Kehlbereich nicht vollflächig auf einer Schalung aufliegen. Ich vermute mal, dass hier nur Zwischenlatten eingezogen worden sind, worauf die Rippenkehle aufliegt. 2 Nachteil dieser Dinger ist, dass sie keinen Mittelsteg haben, d.h. das Wasser kann bei stärkerem Regen direkt unter die Eindeckung laufen ( durch die Durchhänger der Kehle ). Den Wandanschluß würde ich trotzdem nachsehen lassen, da bei diesen Längen der Walzbleistücke, häufig Risse im Blei entstehen.
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