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Mauerdurchführung passt nicht wg. 2mm!!

Diskutiere Mauerdurchführung passt nicht wg. 2mm!! im Forum Abdichtungen im Kellerbereich auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Avatar von grobi
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    Mauerdurchführung passt nicht wg. 2mm!!

    Hallo Bauexperten,

    wir haben einen einen Keller aus Ortbeton, für den wasserdichte Mauerdurchführungen (Strom/Telekom) vorgesehen waren. Dafür hat der Rohbauer ein (graues) DN10 HT Rohr in die Schalung eingebracht. Das Ergebnis ist nun ein Loch mit ca. 98mm Innendurchmesser.
    Nun wollte gestern der Energieversorger unseren Strom-/Telekomanschluß legen und musste feststellen, daß seine Dichtung, (die für DN10 gedacht ist) auch unter Anwendung von Gewalt nicht in unsere Rohrdurchführung passt. Der Außendurchmesser der Dichtung ist ziemlich genau bei 100.0 mm.
    Der EV sagt, er könne da nichts machen und ich müsse nun selber sehen, wie ich die Durchführung dicht bekomme.

    Interessant ist folgendes: Für eine andere DN10 Durchführung hat der Rohbauer ein (rotes) KG-Rohr verwendet. Hier hätte die Dichtung unseres Energieversorgers exakt hinein gepasst. Leider können wir die aber nicht verwenden, weil sie nicht weit genug unter dem Erdboden liegt.

    Frage: Wenn im Ausführungsplan eine wasserdichte Mauerdurchführung mit DN10 bezeichnet ist, wie muß der Rohrbauer die ausführen? Mit KG oder HT Rohr. Welche Toleranz beim Innendruchmesser sind zulässig?

    Danke im voraus für hilfreiche Antworten...

    Gruß,
    Grobi
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  2. Mauerdurchführung passt nicht wg. 2mm!!

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  3. #2
    bauworsch
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    Ist das Rohr denn noch in der Wand?

    Falls ja, mach es raus - was Du eh tun solltest - und dann sollte auch der Durchmesser passen.
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  4. #3
    Themenstarter
    Avatar von grobi
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    Hallo Bauworsch,

    wie soll ich denn das herausbekommen? Das ist doch fest einbetoniert.
    Wenn das so einfach wäre, hätte es ja auch der Monteur vom Energieversorger auf die Idee kommen können.

    Ist es tatsächlich so, daß man die Schalungsrohre rausnehmen muß? Und warum sollte es Deiner Meinung nach besser sein? Die Rohrinnenwand ist doch viel glatter als der Beton. Eigentlich hätte doch der Rohbauer nur statt des HT ein KG-Rohr nehmen müssen und alles wäre in Ordnung gewesen. Oder sehe ich das falsch?

    Gruß,
    Grobi
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  5. #4
    bauworsch
    Gast
    Servus Grobi,

    unter einer wasserdichten Rohrdurchführung verstehe ich etwas anderes als ein KG oder HT Rohr.

    z.B. so

    http://www.maxfrank.de/cms/upload/do...istePermur.pdf

    Was wurde ausgeschrieben/vereinbart?

    Kannst Du mal bitte einen Auszugsscan aus dem Werkplan machen, in dem die Durchführung ersichtlich ist?
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  6. #5
    Themenstarter
    Avatar von grobi
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    Danke für die Infos. Ich denke diese Permur Dichtung ist etwas ähnliches wie die Doymadichtung, die bei uns zum Einsatz kommen sollte.

    Wenn ich Dich richtig verstehe, war die Verwendung der KG bzw. HT-Rohren schon im Ansatz falsch. Der Rohbauer behauptet allerdings, er macht das immer so bei wasserdichten Durchführungen und es habe noch nie Probleme gegeben.

    Vereinbart war der Einbau einer Doymadichtung. Allerdings war die Dichtung nicht im Leistungsumfang des Rohbauers, sonder war bauseits zu erbringen. In unserem Falle war es Sache des Energieversorgers.

    Hier die gewünschten Auszüge aus dem Werkplan (links Grundriss, rechts Wandansicht)
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  7. #6
    bauworsch
    Gast
    Hallo Grobi,

    das mit dem HT/KG Rohr siehst Du richtig. Da hätte unter Berücksichtigung des Hinweises in der Werkplanung auf Doyma-Dichtung aus meiner Sicht gleich ein Faserzementrohr hingehört.

    Gibt es eine Rohbauauschreibung, in der die Wanddurchführung definiert ist?

    Eine Möglichkeit wäre wie erwähnt dass das Kunststoffrohr rausgenommen wird. Ist zugegeben eine sch.... Arbeit, aber könnte klappen. Rede mal mit Deinem Rohbauer darüber.
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  8. #7
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    jaaaanz einfach.

    Mit nen Beitel (scharf) das Rohr aufbeiteln. Aber aufgepaßt, nicht den Beton in Mitleidenschaft ziehen, sonst dichtet hier nichts mehr.
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  9. #8

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    als Zimmermann..

    dreht sich mir ja da der Magen um, mit einem Stemmeisen in Richtung Beton zu arbeiten, aber Herr Caden hat recht, das geht wirklich ganz gut so. Ich habe als Lehrling mal einem Maurer genauso geholfen (und hinterher von meinem Postengesellen einen richtigen Rüffel bekommen )

    Gruß aus Hannover
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  10. #9

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    seh ich das richtig: die Abwasserleitung wird über der Trinkwasserleitung ins Haus geführt?

    Ist das so zulässig?
    Zumindestens im Erdreich darf die Abwasserleitung nicht oberhalb der Trinkwasserleitung liegen (DIN 1988 T?).
    Meiner Meinung müsste das für die Hauseinführung ebenfalls gelten.

    Gruß
    Wulf
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  11. #10
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    Vielen Dank für die Hinweise. Aber das Entfernen der Rohre lass ich lieber sein. Da geht mehr kaputt, als das es Nutzen bringt. Außerdem sind jetzt die Doyma-Dichtungen schon passend zum Innendurchmesser der Rohre bestellt worden.

    Alles nicht optimal, aber wie so oft beim Bauen, ist man hinterher immer schlauer.

    Welche Probleme kann es denn geben, wenn man die Rohre drin läßt? Ich vermute mal, daß die Kontaktfläche zwischen HT Rohr und Beton eine Schwachstelle hinsichtlich der Dichtigkeit sein könnte. Richtig?


    @Wulf
    Interessant! Hast Du zufällig den genauen Wortlaut der DIN- Norm parat? Ist das nur eine sinnlose Regelung oder hat das einen Grund?
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  12. #11
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    Wenn Du das Rohr drin läßt, brauchst Du auch nicht wie geplant abdichten.
    Das Wasser wird immer seinen Weg zwischen dem (geschrumpften) Beton und dem Rohr finden.

    Also - raus damit, dass ist nicht schwer.
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  13. #12

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    Wortlaut der DIN 1988 Teil 4
    3.3. Äußere Einwirkungen
    3.3.1 Um eine Verunreinigung erdverlegter Trinkwasserleitungen durch Abwasser weitestgehend auszuschließen, sind folgende Hinweise zu beachten:
    - ...
    - Trinkwasserleitungen müssen von Grundstücksentwässerungsanlagen in einem Sicherheitsabstand von mindestens 0,2 m verlegt werden. Bei Unterschreitung dieses Abstandes müssen bei Anschlußleitungen im Einvernehmen mit dem WVU besondere Schutzmaßnahmen getroffen werden.
    - Bei Annäherung von Trinkwasserleitungen an Abwasserleitungen (<= 1 m) dürfen Trinkwasserleitungen nicht tiefer als Abwasserleitungen liegen
    ...

    Folgende Beispiele zeigen, dass dies von verschiedenen Wasserversorgern gefordert wird:
    http://www.stadtwerke-uslar.de/wasse...anschluss.html
    http://netz.bs-energy.de/fileadmin/u...t_Basis-NA.pdf
    http://www.fwspessartgruppe.de/20041216Erklaerung.pdf

    Nein das ist keine sinnlose Regelung. Dies soll verhindern, dass andere Medien, wie z. B. Schmutzwasser, das Trinkwasser negativ beeinflussen können. Schließlich willst Du und Deine Familie das Wasser doch auch geniessen.

    Wende Dich doch mal an Deinen Wasserversorger und frag den mal nach seiner Meinung.

    Gruß
    Wulf
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  15. #13
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    Danke Wulf für Deine Recherchen. Ich werde unseren Wasserversorger fragen.
    Leider sind Wasser und Abwasserleitungen schon endgültig verlegt. Deshalb wäre es nur noch unter großen Aufwand zu ändern.

    Allerdings würde eine Verunreinigung ja nur eintreten, wenn sowohl Abwasserleitung als auch Trinkwasserleitung undicht wären. Ich denke mal, daß das ein recht unwarscheinlicher Fall ist. Sag ich jetzt mal so zu meiner Beruhigung ...


    Gruß
    Grobi
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  16. #14

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    na

    wenn SW und FW schon verlegt sind, hats der Wasserverband ja wohl akzeptiert. Glück gehabt.

    Hier in Hannover wäre sowas allerdings auch nicht gegangen.

    Gruß aus Hannover
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