Ergebnis 1 bis 2 von 2

Gefahr für Hausstatik durch nahen unten offenen Sickerschacht?

Diskutiere Gefahr für Hausstatik durch nahen unten offenen Sickerschacht? im Forum Abdichtungen im Kellerbereich auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    03.2007
    Ort
    Nürnberg
    Beruf
    Organisator
    Beiträge
    9

    Gefahr für Hausstatik durch nahen unten offenen Sickerschacht?

    In der ganzen Baugegend war/ist hoher Grundwasserstand (ca. 3 m Tiefe) und schwerer lehmiger Boden ab ca. 0,5 m Tiefe. Trotzdem hat ein renomierter großer Bauträger 1981 die Keller von 5 konventionell gemauerten Reiheneinfamilienhäusern ohne „weiße Wanne“ gebaut. Um die unwissenden Käufer zu beruhigen war laut Baubeschreibung des Kaufvertrages eine Ringdrainage (wie die Haueigentümer heute wissen ohne Flies und mit - so überhaupt vorhanden - sparsamer Schotterschüttung und selbstverständlich ohne Spühlrohre) vorgesehen, die an einen unten offenen Schacht (vom Bauträger als Drainagesickerschacht bezeichnet) mit max. 3,5 m Tiefe in ca. 18 m Entfernung vom Häuserblock angeschlossen. Es wird vermutet, dass dieser einzige derzeit vorhandene Drainagesickerschacht zugesandet bzw. verschlammt ist. (Bisher hat sich keiner um den Zustand des Drainagesickerschachtes gekümmert.)
    Der Grundwasserpegel liegt normalerweise ca. 20 bis 30 cm unter der Bodenplatte. Schon bei mittelstarkem Regen gibt es in der unterdimensionierten Entwässerung (Mischsystem = Abwasser + Regenwasser im gleichen Kanal) Rückstau, der bei nicht zugedrehtem Rückstauverschluss zu Wasseraustritt im Kellerwaschbecken führen kann. Selbst bei starkem Regen läuft noch Oberflächenwasser in die Regeneinläufe, d. h. der Abwasserrückstau erreichte bisher nie die Straßenhöhe. Eine Verbesserung der Abwassersituation wird es nicht geben.
    Bei Starkregen liegt Schichtenwasser (der massiven Lehmschichten) an den Kellerwänden an, die „bauträgermäßig“ ausgeführt wurden und theoretisch den Mindestvorgaben von 1980 entsprechend gegen Feuchtigkeit mit einem einfachen Bitumenanstrich isoliert sind. Eine Horizontalsperre in Form von Dachpappe ist in den Kellerwänden vorhanden, unterbrochen z. B. durch die nachträgliche Stromeinführung auf Höhe Heizungskellerestrichoberkante. Tragende Wände sitzen auf Streifenfundamenten.

    Nachdem es bei Starkregenereignissen, die sich in den letzten Jahren bekanntlich häufen, regelmäßig zu feuchten Kellerwänden bei allen 5 Reihenhäusern, zum Glück nur auf einer Hausseite (und teilweise zu Wassereinbruch) kommt, möchten die Eigentümer
    a) die betreffende Hausfront durchgängig bis zum Fundament aufgraben und den heutigen Kenntnistand entsprechend gegen Wasser isolieren lassen. Dabei soll das vorhandene Drainagerohr so weit möglich dem heutigen Stand nach in ein Schotterbett + Flies eingebettet werden und die Baugrube mit Sand und/oder Schotter verfüllt werden.
    b) in Häuserblocknähe (aus örtlichen Gründen nur an der Giebelseite möglich) einen weiteren unten offenen „Drainagesickerschacht“ mit ca. 4 m Tiefe errichten lassen, an den die vorhandene Ringdrainage angeschlossen werden soll.
    Die Eigentümer wollen damit erreichen, dass das Wasser, das derzeit bei Starkregen an der Hauswand ansteht schnellstmöglich über den Sand/Schotter in das Drainagerohr und über den neuen Sickerschacht in das Grundwasser abgeleitet werden soll. Im Notfall kann aus dem neuen Sickerschacht Wasser angepumpt werden.

    Fragen:
    1. Wie nahe soll der neue Drainagesickerschacht an der Hauswand errichtet werden?
    2. Besteht die Gefahr dass das in den Drainagesickerschacht eindringende Wasser das Haus bzw. dessen Fundamente unterspült?
    3. Soll dieser Drainagesickerschacht nach unten offen sein?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Gefahr für Hausstatik durch nahen unten offenen Sickerschacht?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    planfix
    Gast
    es besteht die gefahr, dass eine geänderte drainage gar nicht versickert werden darf, weil es heute andere vorschriften zum grundwasserschutz gibt.
    .
    außerdem treffen sichhier mehrere probleme.
    1. kellerwände im zusammenhang mit drainage
    2. starkregenereiginsse im zusammenhang kanal
    3. schmutzwasseranschlüsse unterhalb der rückstauebene
    .
    um diese dinge zu vereinen brauchts ein bisschen hirnschmalz und vor allem ortskenntnis. da wird das forum zwar tipps, aber keine lösung bringen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen