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Thema: Grundwasser?!

  1. #1
    Avatar von Waldamorbach
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    Grundwasser?!

    Hallo!

    Jetzt haben wir noch zu dem feuchten Keller/Wände entdecken müssen, dass wir ca. 10 cm Grundwasser an der einen Aussenmauer haben. Ich dachte jedochj, dass dann der ganze Keller betroffen sein müsste. Ist es evtl. was anderes? Das Wasser steht immer wieder drin, nicht direkt Wetterabhängig.

    Wenn es Grundwasser ist, wie kann ich den Boden so behandeln, dass die Feuchtigkeit zu regulieren ist? Haben durchschnittlich zwischen 85-90% relative Luftfeuchtigkeit in diesem Kellerraum.

    Ich dachte evtl. an Sandschüttung, darauf dann etwas Kies und darauf Pflastersteine, oder so. Geht das? Was würde mit dem Wasser wohl passieren, wenn man den Boden abdichtet. Wohin geht es dann?

    Gruss Andy
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  2. Grundwasser?!

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Muß kein Grundwasser sein und es ist es wahrscheinlich auch nicht... eher Schichtenwasser...
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  4. #3
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    Avatar von Waldamorbach
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    Grundwasser?!

    Hallo und Danke!

    Aber was meinst Du mit Schichtenwasser? Woher kommt sowas und wie kann man es bekämpfen, muss man es denn beseitigen?

    Gruss Andreas
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Zitat Zitat von Waldamorbach Beitrag anzeigen
    Aber was meinst Du mit Schichtenwasser? Woher kommt sowas und wie kann man es bekämpfen, muss man es denn beseitigen?
    Wasser kann man nicht bekämpfen, denn:
    Wasser überwindet Hindernisse, indem es sich sammelt
    Beschreib die Situation mal genauer, momentan sind die Angaben noch ziemlich wirr. Wasser im Keller drin oder draußen? Wann und wie überhaupt festgestellt? wie die genannten 10 cm festgestellt? Bodenverhältnisse bekannt, Hanglage? Gewässer in der Nähe? wie sieht vorhande Oberflächenbefestigung aus? Gefällesituation des Umfeldes?
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  6. #5
    Themenstarter
    Avatar von Waldamorbach
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    Grundwasser?!

    Hallo!

    Das Wasser ist im Keller. Genauergesagt an der Mauer (Sandstein). Es fing damit an, dass immer wieder ein kleiner Rinnsaal aus der Mauer (Fuge) kam. Mal war er weg, dann wieder da. Teilweise gerade gegen die Wetterverhältnisse. D.h. wenn es geregnet hatte, stand kein wasser drin, und umgekehrt.

    Im wege der Kellerdeckensanierung (Lehm-Strohgemisch mit Pilzbefall entfernen) war ca. 20-30 cm Lehm auf die Stelle gefallen. Trotzdem kam die Feuchtigkeit stärker als zuvor hoch. Also habe ich ein Loch gegraben, ca. 60 cm lang und 30 cm Breit und 30 cm tief. Nun steht darin ca. 10 cm Wasser (gemessen mit einem Zollstock). In wieweit das Wasser weiter von der Mauer weg ist, kann ich nicht wirklich beurteilen, da ich nicht den ganzen Keller ausgebuddelt habe.

    In dem anderen Raum ist eine Bodenplatte, an der man sieht, wie sich das Wasser ausbreitet durch die dunklen Flecken auf der Platte. Die Mauer ist gute 1,50m im Erdreich. Der Keller ist nicht abgedichtet, der Gehweg am Haus entlang ist gepflastert.

    Gab wohl mal ein Bach, der durch das Grundstück floss, aber vor Jahrzehnten stillgelegt. Der Boden in dem stark betroffenen Raum scheint Lehm-Sandmischung zu sein. Wobei es eher wie Morast teilweise aussieht, also ganz dunkel, matschig.

    Keine Ahnung wie das so die letzten Jahre war, da das Objekt erst seit Juli in unserem Besitz ist.

    Gruss Andy
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  7. #6
    Bauexpertenforum
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    Es liegt also ein Wasserstand im Untergrund vor, der zumindest temporär in Höhe der Kellersohle liegt. Na klasse.

    Ob Schichten- oder Grundwasser, lässt sich per Fernauskunft nicht klären, mal bei Nachbarn, der Gemeinde oder dem Wasserwerk nachfragen, wahrscheinlich wird es Schichtenwasser sein. Wäre es Grundwasser, gäb es erst mal keine wirkliche Lösung, dann hat man halt ein Haus mit nassem Keller gekauft.

    Wenns Schichtenwasser ist, kann ggf. mit einem örtlichen Bodengutachter geklärt werden, ob/wie eine Absenkung mittels außenliegender Drainage möglich ist. Sehen kann man ja den Boden scheinbar, wenn es keine Bodenplatte gibt.
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  8. #7

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    Wie das Wasser heißt ist doch völlig wurscht.
    Wichtig ist, kann der Keller dicht werden - ja oder nein.
    Und hierzu sage ich klar kann nicht dicht werden, denn...

    Verpressungen gegen eindringendes Grund - oder Hangwasser.

    Viele der Hausbesitzer sind erschüttert, wenn sie feststellen, dass Ihr Keller feucht wird, oder gar Wasser eindringt. Diese Not macht sich eine Reihe von Firmen zu Nutze und versprechen dem Hausbesitzer zu helfen in dem sie den Keller abdichten. Sehr oft kann man erleben, dass ein sehr billiges Angebot er-stellt wird und auch, dass sich dieses Angebot als sogenanntes Einsteigerangebot herausstellt. Die Rechnung fällt dann meist wesentlich höher aus.
    .
    Eine wasserdichte Wanne
    Besonders diffizil ist die Angelegenheit, wenn die Hausbesitzer der Meinung waren, bei ihrem Haus handelt es sich um eine dichte Wanne. Die Enttäuschung ist auch groß, wenn man bei Untersuchungen feststellt, dass statt Beton (der als Ortbeton gegossen wird), es sich um Betonsteine (die vermauert wurden), handelt.
    Hier eine nachträgliche Abdichtung herzustellen ist fast ausgeschlossen. Es helfen die schönsten Versprechungen und Urkunden auch nicht darüber hinweg, dass es insbesondere an der Statik des Gebäudes liegt, dass keine nachträglichen Abdichtungen hergestellt werden können.
    Es gilt nämlich die Gesetzmäßigkeit, dass der Wasserdruck nur aufgenommen werden kann, wenn eine dementsprechende Verankerung oder der Wasserdruck mit einem "Gegengewicht" ausgeglichen wird. Dies bedeutet auch, dass z.B. wenn davon auszugehen ist, dass außen ein Meter Wassersäule über dem Kellerfußboden ansteht bei einer nachträglichen Abdichtung mindestens 50 cm Beton aufgefüllt werden müsste. Da dieser doppelt so schwer ist, reicht die Hälfte der Wasserhöhe. In den meisten der Fälle ist dies jedoch technisch nicht machbar.
    .
    Eine ganz andere, aber auch wichtige Betrachtung ist, dass wenn Wasser in ein Gebäude eindringt nie genau kontrolliert werden kann, woher dieses Wasser kommt. Außerdem, wenn diese eine Stelle abgedichtet wird, könnte es durch das ansteigen des Wassers an einer anderen Stelle, die bisher nicht betroffen war, wieder austreten. Dies dadurch, weil durch die bisherige Fehlstelle eine Entlastung vorgenommen wurde. Es baut sich also ein erneuter Druck auf und Wasser kann an anderer Stelle eindringen.
    Genauso problematisch bleibt bei Undichtigkeiten in Beton, dass es sich dabei um sogenannte Kiesnester handeln könnte, wobei ebenfalls davon auszugehen ist, dass wenn eine Stelle dicht ist, dann an einer anderen Stelle das Wasser eindringen kann.
    .
    Die Grundwasserstände unterliegen erheblichen Schwankungen.
    Nach einer Verpressung wird so manchen Bauherrn oft suggeriert, die bis dahin erfolgte Abdichtung war schon ein Erfolg. Dabei handelte es sich nur um das zurückweichen des Wasserstandes.
    Zu berücksichtigen ist außerdem noch, dass oft nach dem das Grundwasser sich wieder absenkt, die eigentliche Fehlerquelle nicht mehr zu ermitteln ist. Oft kann man diese falsche Einschätzung jedoch erst nach einem erneuten ansteigen des Grundwassers feststellen, was jedoch auch Jahre dauern kann. Die dadurch notwendigen Nacharbeiten sind somit kein erneuter Mangel. Es ist denkbar, dass mehrmals eine Verpressung durchgeführt werden muss.
    .
    Der Keller kann von innen abgedichtet werden
    Nun solle nicht der Einruck erweckt werden, eine nachträgliche Abdichtung von der Innenseite ist in je-dem Falle auszuschließen. Es gibt durchaus Fälle bei denen eine Abdichtung sinnvoll ist, jedoch bedarf es hier sehr guter Fachkenntnisse und auch ein gewissermaßen ehrliches Verhalten. Insbesondere auch die Information an den Hausbesitzer, was machbar und was nicht machbar ist.
    So ist es durchaus denkbar, wenn z.B. während der Bauzeit zwischen der Schalung bei dem Erstellen des Betoniervorganges entweder ein Stück Holz oder auch ein Metall oder sonstiger Gegenstand in diese Schalung fällt, so dass diese keine ausreichende Betonüberdeckung aufweist, zu einer Undichtigkeit führen kann. Eine solche Fehlerstelle ist, wenn sie erst gefunden ist, ohne Problem abzudichten.
    Ganz anders sieht es aus, wenn z. B. zwischen der Bodenplatte und der aufgehenden Wand kein Fugen-band verwendet wurde. Es kann dann schon bei den geringsten Setzungen oder auch den thermischen Bewegungen zu einer Undichtigkeit wegen geringfügigen Bewegungen kommen.
    Hier ist oft eine Abdichtung möglich. Jedoch schon ungleich problematischer und dies setzt ebenfalls sehr viel Fachwissen voraus.
    Selbstverständlich spielen auch die Materialauswahl und die qualifizierte Ausführung durch die Handwerker eine wichtige Rolle.

    Der deutsche Holz- und Bautenschutzverband DHBV, ein Zusammenschluss von qualifizierten Fachbetrieben, hat für solche Arbeiten ein Merkblatt bzw. ein Empfehlungsblatt für die Bearbeitung solcher Probleme herausgegeben. So dass sich auch der nicht so fachkundige, an Hand der Beschreibung orientieren kann welche Maßnahmen durchgeführt werden müssen. Auch einige Materialhersteller haben ihre Verarbeitungsrichtlinien mit solch qualifizierten Merkblättern ausgerüstet.
    Jedoch bleibt die Problematik wie oben beschrieben und deshalb sollte genau und sorgfältig geprüft werden, welche der Maßnahmen zum Erfolg führen ! .....können.

    Normenwerke; Merkblätter; Verarbeitungshinweise. Siehe auch: http://www.wta.de/
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  9. #8
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    Zitat Zitat von Bromm Edmund Beitrag anzeigen
    Wie das Wasser heißt ist doch völlig wurscht.
    im Prinzip schon, dann wieder aber nicht.
    Sollte hier an einem Konzept mit Dränungen nach DIN 4095 gedacht werden, fällt dieses Konzept bei Grundwasser perse flach.
    Bei aufstauendem Sickerwasser, wäre unter Umständen (Beachtung der Randparameter) eine solche Möglichkeit offen.
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9
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    Herzlichen Dank!

    Ich Danke für die Antworten. Das Wasser ist z.Zt. wieder weg, kann aber ja wieder kommen. Haben momentan sowieso gerade mal 65-75% im Keller, was also recht wenig ist. Gut habe auch dás Stroh-Lehmgemisch entfernt, das mit Pilzen übersäht war.

    Ich hatte einfach jetzt die Idee, auf den Kellerboden Sand zu kippen und dann mit Pflastersteinen auszulegen. (Saubere Sache und hoffentlich eine kleine Feuchtigkeitssperre). Vielleicht später mal Silikatplatten ans Mauerwerk. Mal sehen.

    Gruss Andreas
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  12. #10
    Avatar von buddelchen333
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    eine Feuchtigkeitsperre ??? wenn Du Dich mit dem nassen Keller angefunden hast, wäre so ein Fußboden vielleicht eine vernünftige Sache...
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