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Solaranlage oder Photovoltaik

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  1. #1

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    Solaranlage oder Photovoltaik

    Hallo zusammen,

    wir bauen momentan unser EFH. Als Heizungssystem haben wir uns für die Wärmepumpe (Tiefenbohrung) entschieden.
    Zu einem späteren Zeitpunkt (in ca. 5-8 Jahren) möchten wir gerne eine Solaranlage oder eine Photovoltaikanlage hinzunehmen. Momentan tendieren wir zu einer Solaranlage (da wir nicht beide Geräte auf dem Dach platzieren möchten, müssen wir uns jetzt bzgl. der Vorrüstung entscheiden).

    Ist das aus Eurer Sicht die richtige Entscheidung? Was spricht für das eine, was für das andere? Bei welcher Anlage gibt es aus heutiger Sicht für die nächsten Jahre die meisten Einsparpotenziale?

    Vielen Dank für die Hilfe!

    Viele Grüße
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  2. Solaranlage oder Photovoltaik

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  3. #2

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    Wer kann heute schon sagen was in 5-8 Jahren der Fall sein wird?

    Aktueller Stand, Solarkollektoren in Verbindung mit einer WP rechnet sich in einem EFH mit typ. 3-4 Personen in den meisten Fällen nicht. Wie´s in 5-8 Jahren aussieht? Keine Ahnung.

    Ob PV in 5-8 Jahren noch interessant ist, kann man derzeit auch noch nicht sagen. Das hängt davon ab, wie sich die Einspeisevergütung bis dahin entwickelt, denn ohne diese Vergütung rechnet sich PV erst recht nicht, zumindest nicht wenn man die aktuellen Investitionskosten betrachtet.

    Ist Geld übrig, dann kann man je nach verfügbarem Investitionsvolumen in eine Solaranlage oder PV investieren. Müsste sich eine Anlage (Investition) in kurzer Zeit amortisieren, dann ist es besser das Geld anders anzulegen.

    Die Frage ist, was gibt es da groß vorzurüsten?
    Wo steht die WP? Wo ist der Zählerschrank? Dann ein Schacht dort hin vorbereiten und das war´s. Ob dann später eine Leitung (Strom) oder 2 Rohre (Solaranlge) eingezogen werden ist kein großer Unterschied.

    Fazit: Heute zu sagen was in 5-8 Jahren der Fall sein wird ist nahezu unmöglich.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Avatar von BauherrHilflos
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Aktueller Stand, Solarkollektoren in Verbindung mit einer WP rechnet sich in einem EFH mit typ. 3-4 Personen in den meisten Fällen nicht.
    Sich "nicht rechnen" soll doch aber bestimmt nicht heißen "nicht lohnen"?.. in den meisten Fällen?

    Ne ernsthaft, hier nun mal meine kleine Erfahrung bisher:
    Unser Drama-KFW40 Haus mit WP mit Solebohrungen und 5,4m2 Solar und 380Liter Speicher liefert immer 60 grad heißes Wasser. Vorteil bei normalen Temperaturen: WP aus (Frostschutz); Solar schaft dann ohne weiteres, die 60 Grad im Speicher zu halten. Auch länger Warmwasser-Zapfung machen kein Problem.
    Somit können wir in den warmen Monaten komplt, auf das Laufen der WP zur Warmwasser-Bereitung verzichten.
    Ständen wir noch mal vor der Entscheidung (Neubau), dann würde wieder Solar auf´s Dach kommen.

    Aber bei diesem Thema gibt es halt Pro und Kontra Meinungen ohne Ende..
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  5. #4

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    Hallo!

    @Bauherrhilflos: Wieviel € Aufpreis hat die 5,4m² Solaranlage gekostet?

    Bei uns stellt sich die Sache so dar:

    2 Personen, WW über Sole-WP. Stromverbrauch (nur WW) ca. 2 bis 2.5 kWh / Tag. Macht also bei 15.42 cent kWh Strom runde 40 cent /Tag für WW.

    Auf's Jahr gesehen 146€. Durch Solar kann man maximal 60% der WW-Kosten einsparen. Wären bei uns unterm Strich also maximal 87,60€ / Jahr an Einsparung wenn wir eine Solaranlage insstallieren würden.
    Der Preis dafür läge sicherlich so bei 3000-4000€. Solange unser Häuschen nicht bezahlt ist müssten wir dieses Geld nüchtern betrachtet "finanzieren", auch wenn man es auf dem Sparbuch hätte.

    "Rechnen" würde sich die Anlage also für uns nicht.

    Das Geld sollte man eher erst gar nicht aufnehmen (um es nicht teuer zurückzahlen zu müssen) oder, wenn man es übrig hat, als Sondertilgung verwenden.

    WP und Solar (nur für Beauchwasser) finde ich persönlich Humbug.

    Gruß,
    Rene'
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  6. #5

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    Bei der Photovoltaikanlage muss man die Lage (Investitionskosten, Einspeisevergütung, Strompreis) sondieren, wenn es soweit ist.
    Wenn die Heizung dank der WP auf niedrige Temperaturen ausgelegt ist, kann man sicher vieles mit Solar betreiben, ob es sich betriebswirtschaftlich lohnt, kann man ausrechnen.

    Allerdings ist es wie so oft: Weder der Mehrpreis eines TT gegenüber einem Twingo noch das Kinderzimmer oder gar das Kind selbst lassen sich betriebswirtschaftlich positiv darstellen. Wer es will, wird es sich leisten.
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  7. #6
    Avatar von BauherrHilflos
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    Zitat Zitat von Rene' Beitrag anzeigen
    Macht also bei 15.42 cent kWh Strom ...
    ... also maximal 87,60€ / Jahr an Einsparung
    Erst vor ein paar Tage bekamen wir den neuen Stromtarif (Erhöhung) geschickt. 9,8% allein bei dem WP Strom mehr!
    Somit dürfte wohl die Einsparung pro Jahr nach und nach größer werden.

    Aber ok, das mit der Finanzierung und "auf Seite legen" für die Sondertilgung ist auch ok...

    Bauwahn hat es inzwischen schön geschrieben
    Wer es will, wird es sich leisten.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von BauherrHilflos Beitrag anzeigen
    Sich "nicht rechnen" soll doch aber bestimmt nicht heißen "nicht lohnen"?.. in den meisten Fällen?
    Jep. Ich habe kein Problem mit Solar, ganz im Gegenteil. Man sollte den Leuten nur ehrlich sagen, daß man damit nicht den großen Profit machen kann. Eine Solaranlage kann auch Spaß machen, und mein Auto kostet auch mehr Geld als nötig.
    Müsste ich betriebswirtschaftlich rechnen, dann wäre wohl ein Dacia Logan die erste Wahl und eine 100qm 0815 Standard-Hütte.

    Gruß
    Ralf
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  10. #8

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    So hab ich´s gemacht!

    Meine Meinung zu dem Thema:

    Wenn eine PV. so groß sein muss, dass sie was bringt, kostet sie auch ordentlich was. Damit wird der Zeitraum bis zur Amortisation gestreckt.

    Leider ist so lange aber die Abnahmeverpflichtung der Versorger nicht.
    Man stellt die Anlage also auf´s Blaue hinaus parat...

    Ich habe 6 Kollektoren Solaranlage verbaut, die mir knappe 800 Liter Wasser muckelig warm machen, wegen der günstigen Lage das ganze ab etwa März bis Oktober. Das zuviele geht dann in den Heizkreis und wärmt in den kalten Monaten eine FBH mit. In den warmen Monaten wird die Über-Hitze durch das kalte Wasser in der FBH abgekühlt und geht wieder hoch zum erneuten Aufladen.

    Jetzt planen wir gerade noch einen Ofen mit Wasser-Verrohrung, so dass wir im Winter ebenfalls durch Holz nichzt auf soviel Gas angewiesen sind, wie momentan...

    Mal sehen, was es bringt.
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  11. #9
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Zitat Zitat von Zauberer Beitrag anzeigen
    Leider ist so lange aber die Abnahmeverpflichtung der Versorger nicht.
    Man stellt die Anlage also auf´s Blaue hinaus parat...
    Man rechnet normalerweise schon mit den garantierten 20 Jahren aus dem EEG!

    Und je grösser, desto weniger fallen Zähleranlage und Sonstiges in's gewicht.

    Grüsse
    Jonny
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