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Furcht vor dem Winter...

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  1. #1

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    Furcht vor dem Winter...

    Hallo,
    wir haben, wie so einige den "Fehler" gemacht, im Winter zu bauen und auf einen eher milden Winter gehofft. Nun - jetzt ist ja so ziemlich das Gegenteil eingetreten und ich wäre froh über ein wenig Beratung und/oder vielleicht auch ein wenig Beruhigung...

    Vorweg erstmal eine kurze Projektbeschreibung> Unser Bau (EFH, Wandaufbau: Porenbeton, Steinwolledämmung, Verblender / Innenwände: Kalksandstein) ist soweit eigentlich ganz gut gestartet.
    Ausführungsmässig gab es bisher keine großen Probleme. Der Architekt, den wir vom Bauherrenschutzbund als Bauüberwachung dabei haben, ist von der ordentlichen Arbeit regelrecht begeistert und hat bei seinen beiden Besuchen (Bodenplatte, Filigrandecke) keinen einzigen Mangel finden können. An vielen Stellen wurde sogar mehr als vertraglich vereinbart gemacht oder genauer als vorgeschrieben gearbeitet.

    Aktueller Stand: EG Mauerwerk steht, Filigrandecke und Bewehrung sind aufgelegt. Elektriker hat Kabel gezogen. So steht der Bau jetzt seit etwa drei Wochen und wird wahrscheinlich auch noch drei Wochen so stehen...

    Grund für den Stillstand ist die Temperatur. Der Bauträger möchte (auch das findet der Herr vom BSB gut) erst die Decke betonieren, wenn die Temperatur tagsüber >0 Grad und nachts garantiert > -4 Grad ist.

    Meine Frage: Kann das lange Stehen im Schnee (die Filigrandecke und Bewehrung ist ziemlich zugeschneit - innen sind die Stellen verschneit, die von der Filigrandecke nicht überdeckt sind (Treppe)) dem Bau schaden? Offenes Mauerwerk (die oberste Steinreihe) ist mit Plastikfolie abgedeckt - die Wände selbst sind aber nicht gegen Regen geschützt (wäre auch ein riesiger Aufwand - Auf der Ytong Seite steht auch, dass nur die Oberste Mauerschicht gegen Regen geschützt werden müsse). Das Dämmmaterial (Steinwolle) ist von den Seiten einsehbar, von oben und Wandseitig aber geschützt.

    Ich hätte gerne von euch eine Meinung:

    - Ist die Kälte und der Schnee auf der Filigrandecke ein Problem für die spätere Hausqualität?
    - Mit was muss ich schlimmstenfalls rechnen (wenn ein wenig mehr Feuchtigkeit ins Haus kommt und ich ein paar Monate länger trockenheizen muss, dann ist das eben so - das wäre noch keine Katastrophe)
    - Was kann man noch machen um die Situation zu verbessern? (Falls nötig).

    Ich freue mich über Expertenmeinungen zu dem Thema - aber bitte keine Kommentare wie "am besten nur im Sommer bauen". Hätten wir gerne - ging leider nicht so wie geplant. Und auch im Sommer kann es Sturzbäche regnen...
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  2. Furcht vor dem Winter...

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hallo,
    das mit der steinwolle habe ich nicht verstanden! Wird es etwa gleichzeitig geklinkert?
    Schnee und frost tun dem bau so wie der ist nix an. Gefährlich kann es aber werden wenn der schnee auftaut und es friert. Bei den genannten Temparaturen kann eine 6 wochen bei frost gestandene bau keine Filigrandecke betoniert werden.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Rogalon Beitrag anzeigen
    Der Architekt, den wir vom Bauherrenschutzbund als Bauüberwachung dabei haben, ist von der ordentlichen Arbeit regelrecht begeistert und hat bei seinen beiden Besuchen (Bodenplatte, Filigrandecke)
    ...so oft....man könnte da ja schon fast von einer lückenlosen Bauüberwachung sprechen....
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  5. #4
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    @bernix ... Naja - der Bauleiter ist ja auch noch ständig vor Ort. Der Architekt vom Schutzbund kommt insgesamt 10x während des Baus um nach dem Rechten zu schauen und ist anschließend bei der Endabnahme dabei. Hätte er Deiner Meinung nach schon öfter kommen müssen?

    @Yilmaz: Danke für Deine Antwort. Ja - Verklinkerung findet gleichzeitig statt. Hat das große Nachteile für den Bau? Bisher hat da niemand etwas negatives erwähnt und die Maurer (Mauerwerk sieht soweit ich das sagen kann sehr ordentlich aus) machen das wohl schon immer so.

    Zwei Außenwände sind schon verklinkert, zwei noch nicht. Was heißt "gefährlich" kann es werden, wenn der Schnee auftaut und es friert. Was wären die Konsequenzen?
    Was heißt eine Filigrandecke, die sechs Wochen bei Frost gestanden hat, kann nicht betoniert werden? Weil sie sich erst erwärmen muss (wie lange sollte man dann warten?) oder ist die Decke an sich kaputt und muss runter?

    Viele Grüße, Roga
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hallo Roga,

    ich nehme an die verklinkerung wurde bei besseren wetterverhältnisse erstellt.
    Mit gefährlich meinte ich wenn der schnee auf der decke auftaut und das tauwasser in jeder ritze fließt und es friert dannach. Es könnte im mauerwerk zur abplatzungen kommen.
    Die decke ist sehr kalt und es wird in 1-2 tage bei + grade nicht die lufttemparaturen erreichen das man sofort betonieren kann.
    So an sich passiert der betondecke nichts und muß nicht runter.
    Bevor es betoniert werden kann, muß die decke komplett von schnee und eislinsen befreit werden und es muß auf jedenfall die oberflächentemparatur über 0 grad sein.
    Ich bin aber davon überzeugt das die handwerker nichts riskieren werden.
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  7. #6

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Gefährlich kann es werden, wenn der Boden unter der Bodenplatte oder den Fundamenten gefriert.

    Deshalb alle Kellerlöcher zustellen und wenn der Boden noch nicht beigefüllt ist, (kann ja nicht, wenn die Kellerdecke noch fehlt) auch den Arbeitsraum um die Mauern dämmen.

    pauline
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  8. #7

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    ich habs nun 3x gelesen und finde den Keller nicht
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Jürgen Jung Beitrag anzeigen
    ich habs nun 3x gelesen und finde den Keller nicht
    ..ich biete eine Bodenplatte und eine Filigrandecke...und Wände mit Kerndämmung...also vermutlich wirklich kein Keller

    @fragesteller: 10 Besuche halte ich nciht für ausreichend....

    Andere Frage: Das Haus hat noch keine Fenster und Türen und die Kabel werden schon gezogen?...hoffentlich sind die in 3 Wochen auch noch drin...
    oder ist der Kupferpreis so gefallen...? (nö, 10kg reine Kupferkabel 35,50euro/ebyy)
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  10. #9

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    Zitat Zitat von bernix Beitrag anzeigen
    (nö, 10kg reine Kupferkabel 35,50euro/ebyy)
    ...ich hab mal recherchiert: das oben war wohl kein so gutes Geschäft für den Verkäufer....andere Angebote liegen bei rund 80euro für rd 20kg....der Kupferpreis liegt momentan bei 5,22 Euro

    Falls deine Installation nicht möglicherweise so enden soll..
    http://cgi.ebay.de/20-kg-KUPFERKABEL...item4a9d83d34b

    ....würde ich Maßnahmen empfehlen
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  11. #10
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    ... ich war gerade sogar auf der Baustelle - und finde den Keller auch nicht :-) Wir bauen ohne Keller - hätte ich vielleicht deutlicher schreiben sollen.

    Wegen der Kabel hatte ich mich in der Tat geirrt. Es liegen nur Leerrohre durch die die spätere Installation erfolgen soll.

    Danke noch einmal für eure Ratschläge. Was den Baubetreuer angeht - wir selbst sind ja täglich auf der Baustelle und können ihn jederzeit dazu holen oder anrufen wenn uns etwas komisch vorkommt. Der Bauleiter ist auch mindestens 2x die Woche da und die Handwerker selbst (zumindest bis jetzt) wirkten auch immer sehr gründlich und kompetent.
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  13. #11
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    Jetze muss ich den Thread nochmal hochholen. Sorry, wenn aus eurer Sicht bereits alles gesagt ist. In dem Fall - ignoriert mich einfach.

    Die Wetterverhältnisse werden und werden nicht besser und ich sehe in der Region mindestens zwei Baustellen wo mit riesen TamTam, Heizstrahlern, Folien und Föns der Bau beheizt wird um weiter zu mauern und die Betondecke schütten zu können. Macht das Sinn? Wäre es sinnvoll unseren Bauleiter auch ums Weitermachen zu bitten, damit endlich dicht gemacht werden kann und ein Dach draufkommt?

    Der Stand aktuell ist eben, dass die Schneedecke angeschmolzen ist und das kalte Wasser an mehreren Stellen die Innenwände (KS) heruntergelaufen ist. Dort ist es dann prompt gefroren, so dass das Eis jetzt an den Wänden (und dem Betonboden) haftet. - Wäre das schon ein Frostschaden? Der Stein an sich sieht noch ok aus.

    Macht es Sinn mit viel Aufwand die Bewehrung von der Filigrandecke wieder herunterzunehmen, den Schnee vor dem endgültigen Auftauen wegzuschippen, Bewehrung wieder aufzulegen und alles mit einer riesigen Plastikfolie abzudecken bis weitergemacht werden kann? Oder ist das ganze Wasser und Wintergedöns nicht so tragisch solange wir nur Geduld haben und warten bis wärmer ist.

    Ich hör nur immer - überwintern darf man den Bau nur wenn das Dach schon drauf ist. Aber irgendwie sagt mir keiner wieso und warum... Bitte um Tipps, Beruhigung, gute Ratschläge...
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  14. #12

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    Mir wäre grundsätzlich auch lieber, wenn die Decke wenigstens betoniert wäre (Weil das mit dem Abdecken der Mauer bei aufgelegter Filigrandecke ist ja auch nicht so das wahre, das würde ich gerne mal sehen).

    Aber 4 Wochen mehr oder weniger Winter machen den Kohl jetzt auch nicht mehr fett.
    Wenn man den Aufwand mit dem "TamTam" treibt, muss man es sehr sorgfältig tun und zusätzliches Geld kostet es wahrscheinlich auch.
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