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  1. #1

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    Feuchte Kellerwände

    Hallo liebe Experten,

    wir wohnen in einem Neubau, Bauzeit ca. 06/2009 - 01/2010, Einzug 03/2010. Ich habe ein Problem im Keller, das mich jetzt stark beunruhigt:

    An den Kelleraußenwänden (Beton, nicht verputzt) habe ich gestern Feuchtigkeit festgestellt, d.h. die unteren 10 - 15 cm der Wand (vom Boden weg nach oben gemessen) sind feucht/nass, auf dem Boden steht aber kein Wasser. Dieser Effekt zieht sich duch alle Außenwände der Kellerräume, unterschiedlich stark. Am schlimmsten ist eine Wand betroffen, vor der wir mehrere Umzugskartions platziert haben, bei dieser Wand waren auch nicht nur die unteren 15 cm betroffen sondern ca. 40 cm, da sind auch erste Schimmelansätze zu erkennen.

    Die Kelleraußenwände wurden mit WU-Beton erstellt, im oberen Bereich der betonierten Kellerumfassungswand wurde eine 1,25m Perimeterdämmung angebracht. Ein Fugenband wurde in die Bodenplatte eingegossen. Vom Kellerbauer haben wir eine Gewährleistung für die "dauerhafte Wasserundurchlässigkeit ... nach DIN 1045-1, DIN 1045,2 EN206-1. Eine Kopie der Betriebs-Haftpflicht-Versicherung über Allianz liegt bei.

    Meine Fragen:
    Sind solche Effekte bekannt?
    Ist der Keller wirklich undicht oder könnte es sich auch um Schwitzwasser handeln ?
    Wir haben seit Beginn des Sommers im Keller kaum gelüftet, war das ein Fehler?

    Als Softmaßnahme habe ich gestern in zwei Kellerräume Entfeuchtungsgeräte gestellt, die Wände sind schon trockener und die Luftfeuchte ist von 77 (= schlimmster Raum) auf 57% zurück gegangen. Trotzdem habe ich natürlich riesen Schiss, dass der Keller undicht ist...

    Vielen Dank für Eure Einschätzungen.
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  2. Feuchte Kellerwände

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  3. #2

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    Bei Luftfeuchten von 77% wird es wohl Kondensatausfall sein.
    Am besten den Keller nur nachts und morgens lüften wenn es draußen kühler als drin ist.

    Grüße aus Schönebeck
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  4. #3
    Themenstarter

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    vielen dank. ich hoffe ich bekomme das problem mit richtigem lüften in den griff.
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  5. #4

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    automatische Kellerlüftung

    Einfacher wird's mit dem Lüften, wenn man das automatisch steuert. Es gibt da ein Gerät (im Internet unter XYZ zu finden), was Temperatur und Luftfeuchtigkeit innen und außen vergleicht und dann je nach Gegebenheiten und Voreinstellungen Lüfter, Fensterstellantriebe, Entfeuchter u.v.m. ansteuert. Damit hast du nicht mehr den Aufwand, selbst ständig nach den Fenstern zu schauen...
    Viel Erfolg!
    Geändert von Ralf Dühlmeyer (22.06.2010 um 12:45 Uhr) Grund: Namen gelöscht
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  6. #5
    Avatar von sk8goat
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    Feuchte Betonkeller ist ein typisches Problem der Monate Mai und Juni.
    Starke Regenfälle im Frühjahr im Wechsel mit den ersten (schwüle)Hitzeperioden des Jahres sind für viele moderne Keller einfach eine zu hohe Belastung.
    Vor allem bei den modernen Bauweisen mit hohen offenen Treppenhäusern und wenig Türen ist das Problem ausgeprägt. Warme Luft strömt permanent von den aufgeheizten oberen Stockwerken in den kühlen Keller. Dabei steigt die rel. Luftfeuchte auf sehr hohe Werte, so dass der Taupunkt leicht unterschritten werden kann. Typisch und besonders gefährdet sind hier die unteren Wand-Bereiche in der nähe des unteren Endes der Kellertreppe - und dort v.a. die kältesten Oberflächen(Beton). Denn das ist der Bereich wo warme Luft von oben zum ersten mal auf die kältesten Oberflächen trifft.
    Ist es bei dir auch so, dass der Bereich nahe Kellertreppe stärker betroffen ist und von der Kellertreppe entfernte Kellerecken weniger betroffen sind?

    Etwas Abhilfe könnte eine relativ dichte Tür zum Kellerabgang sein, z.B. eine Wohnungseingangstür sattt einer einfachen Zimmertür. Bzw. an schwülen Tagen sollte die Kellertür geschlossen sein.

    Ansonsten ist wohl die enifachste und kostengünstigste Möglichkeit das Aufstellen eines Raumtrockners im Keller. Idealerweise Hygrostat gesteuert und den Kondensatschlauch mit der Hausentwässerung verbunden (z.B. WaMa Siphon). Der Betrieb nur an besonders schwülen Tagen und nur für ein paar Stunden ist normalerweise ausreichend und so bleiben die jährlichen Stromkosten im mittleren zweistelligen Bereich.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von slash83 Beitrag anzeigen
    Am schlimmsten ist eine Wand betroffen, vor der wir mehrere Umzugskartons platziert haben, bei dieser Wand waren auch nicht nur die unteren 15 cm betroffen sondern ca. 40 cm, da sind auch erste Schimmelansätze zu erkennen.
    Für mich (Laienmeinung!) deutet insbesondere dies auf Kondensatbildung hin.

    An sich war es sinnvoll, in der warmen Jahreszeit (Sommer ist ja erst seit wenigen Tagen, aber vorher war es ja schon deutlich wärmer als jetzt...) dort das Lüften einzuschränken. Insbesondere NICHT tagsüber lüften. In den momentan ziemlich kalten Nächten jedoch wäre es kein Fehler.

    Generell sollte man Kartons im Keller nie ohne untergelegte Abstandhalter auf den Boden und schon gar nicht zu nahe an Außenwände stellen!

    Besagte Entfeuchtergeräte sind mittlerweise in Haushaltsausführung für um die € 100,- erhältlich und gut brauchbar. Der Betrieb ist nicht teuer.
    Als "Abfall" erhält man demineralisiertes Wasser (zum Bügeln oder z.B. für die Topfpflanzen geeignet)...
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  8. #7

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    Besagte Entfeuchter bringen aber nur was, wenn der Keller zu ist. Sonst kommt immer neu Feuchte nach...
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8
    Themenstarter

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    vielen dank für die hilfreichen hinweise!

    Zitat Zitat von sk8goat Beitrag anzeigen
    Ist es bei dir auch so, dass der Bereich nahe Kellertreppe stärker betroffen ist und von der Kellertreppe entfernte Kellerecken weniger betroffen sind?
    deine ausführungen treffen alle ziemlich gut auf die situation hier zu, nahe der kellertreppe sehe ich aber keine größeren probleme... die betonwände (unverputzt) waren bei mir deutlich feuchter als der verputze bereich im treppenhaus / kellerabgang.
    aufgrund des grundrisses haben wir leider keine möglichkeit, da vernünftig eine tür einzubringen, das ganze treppenhaus ist offen...

    nach abschaffung der entfeuchter sowie neuer lüfttechnik sind die wände jetzt zwar seit ein paar trocken, allerdings ist die rel. luftfeuchte schon wieder sehr weit oben, ca. 75 - 80 %.
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  11. #9
    Themenstarter

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    hallo,
    wollte nur nochmal eine "rückmeldung" geben, dass sich mein problem durch die neue lüfttechnik sowie den gezielten einsatz eines entfeuchters das problem inzwischen ganz gut im griff habe (d.h. wände sind trocken, luftfeuchte besser).
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