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Höhenlage zur Definition "Vollgeschoss"

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  1. #1

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    Höhenlage zur Definition "Vollgeschoss"

    (Voll-) Geschosse nach Musterbauordnung und vielen LBOen "sind oberirdische Geschosse, wenn ihre Deckenoberkanten im Mittel mehr als 1,40 m über die Geländeoberfläche hinausragen; im Übrigen sind sie Kellergeschosse."

    Bei:

    1. stark bewegter oder geneigter Topographie
    2. großen Gebäudeflächen / - längen
    3. stark verspringenden Deckenoberkanten
    4. Gebäudeteilen, die erheblich unter Gelände liegen (> 2 m)
    5. für Verkehrsbauten jüngst stark angeschüttetem öffentlichem Gelände

    stellt sich die Frage, wie und wo das "Mittel" für ein Geschoss festgestellt wird und ob dabei möglicherweise tiefere mit höheren Teilen verrechnet werden können.

    Kennt jemand dazu einen Kommentar oder Urteile oder hat eine fundierte Meinung dazu? Im konkreten Fall sind alle aufgezählten Aspekte gleichzeitig vorhanden.
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  2. Höhenlage zur Definition "Vollgeschoss"

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  3. #2
    Themenstarter

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    Frage

    wie, keine Meinungen dazu?
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  4. #3
    Avatar von Der Bauberater
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    In BaWü gab es in der "alten" LBO auch verschieden Auslegungen. In der Neuen hat man einfach die Gebäudeecken "reingebaut"

    § 2 Begriffe Absatz
    (6) Vollgeschosse sind Geschosse, die mehr als 1,4 m über die im Mittel gemessene Geländeoberfläche hinausragen und, von Oberkante Fußboden bis Oberkante Fußboden der darüberliegenden Decke oder bis Oberkante Dachhaut des darüberliegenden Daches gemessen, mindestens 2,3 m hoch sind. Die im Mittel gemessene Geländeoberfläche ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Höhenlage der Geländeoberfläche
    an den Gebäudeecken
    . Keine Vollgeschosse sind
    1. Geschosse, die ausschließlich der Unterbringung von haustechnischen Anlagen
    und Feuerungsanlagen dienen,
    2. oberste Geschosse, bei denen die Höhe von 2,3 m über weniger als drei Viertel
    der Grundfläche des darunterliegenden Geschosses vorhanden ist.

    Damit ist es klarer definiert als vorher.

    Nur gibt es jetzt so Schlaue, die NUR die Ecken so anfüllen, dass es kein VG mehr gibt.
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  5. #4

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    Hi!

    Vor ein paar Jahren hatten wir den Fall, dass ein geplantes Schulgebäude knapp zum III-geschossigen und damit unzulässigen Gebäude deklariert wurde.
    Leider finde ich die Akte nicht mehr und kann Dir die Prinzipien der Berechnung nicht mehr genau erörtern.

    Wenn ich mich recht erinnere, dann wurde von einem externen Büro schöngerechnet über die Mantelfläche ...

    Vielleicht hilft Dir das Stichwort ja weiter ...
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von oberh Beitrag anzeigen
    ... ein geplantes Schulgebäude knapp zum III-geschossigen und damit unzulässigen Gebäude deklariert wurde. ... Wenn ich mich recht erinnere, dann wurde von einem externen Büro schöngerechnet über die Mantelfläche ...
    Die eigentlich zuständige Kollegin hatte den Ansatz über die Mantelfläche verfolgt und dabei - meiner Meinung nach unzulässig - das arithmetische Mittel aller Höhen zwischen - 2,0 m (!) und + 3 m unter Berücksichtigung der Längenanteile ermittelt, welches dann dank der negativen Werte bei - tatataaa - 1,37 m liegt, womit unser KG kein Vollgeschoss mehr wäre.

    Die Alternative wäre die Ermittlung der Teilflächen, in denen die Deckenoberkante > 1,4 m über Gelände liegt und ihre Aufsummierung. Dabei käme dann hoffentlich ein Anteil < 50 Prozent an der Gesamtfläche heraus.

    Diese Methode erscheint mir weniger zweifelhaft.
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