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  1. #1

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    Ordnung im Installationsschacht - Hilfsmittel?

    Liebes Profis,

    ich bin heute mit dem Elektriker die Details der kommenden Verkabelung durchgegangen. Im Elektroinstallationsschacht von 15 x 40cm wird nun so gut wie alles mit Leerrohren genutzt. Auf die Frage, ob es denn irgendetwas gibt, was die Kabel ordentlicher nach unten führt, war das Schulterzucken groß. Eine Planung der Lage der Installationsrohre im Schacht ist prinzipiell möglich, nur wie bekommt man die Einhaltung dessen dann hin? Und meistens, so gibt er zu, wird das Problem auf den Trockenbauer verlagert, der dann für das Gewirr einen größeren Kasten bauen muss, als eigentlich erforderlich wäre.

    Ich kenne es so von der industriellen Elektroinstallation da gibt es Hilfsmittel, die die Kabel auf der gesamten Strecke ordentlich zu halten. Was gibt es hierfür beim Bau von EFH's?

    Nur eine Idee: machen selbst-hergestellte Lochplatten (1-2cm dick, z.B. aus Kunstoff) von 15x40cm Sinn im Abstand von 50cm, wo man die Installationsrohre dann durchfädelt, Sinn? Diese Platten, wenn sie vorher gut ausgerichtet sind, könnte man dann auch als Träger für die Verblendung mit den Gipskartonplatten nutzen. Im Schacht mit den 75mm Lüftungsrohren ist es genau so vom Lüftungsmenschen geplant.

    Wie löst Ihr das? Alles kunterbund durcheinander, oder geordnet, jedes Installationsrohr bleibt an seinem Platz, auch wenn es über 3 Stockwerke geht?

    Viele Grüße,

    Ralf.
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  2. Ordnung im Installationsschacht - Hilfsmittel?

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  3. #2
    Avatar von susannede
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    Sorry, ich stehe auf'm Schlauch.

    Warum keine Kabelleitern und Bügelschellen benutzen?
    Bis wohin müssen denn die Leerrohre geführt werden...doch wohl nur bis sie in dem Raum angekommen sind, wo sie aufgelegt werden ?



    Müßte so auch für Leerrohre gehen, bzw. ohne Leerrohre, wenn Schacht geschossweise gut revisionierbar.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von susannede Beitrag anzeigen
    Bis wohin müssen denn die Leerrohre geführt werden...doch wohl nur bis sie in dem Raum angekommen sind, wo sie aufgelegt werden ?
    Ja genau, senkrecht runter in einer Mauernische von 15x40 über 3 Stockwerke direkt in den E-Schrank im Technikraum. In jeder Etage und Decke kommen mehr Kabel hinzu.
    Zitat Zitat von susannede Beitrag anzeigen
    Müßte so auch für Leerrohre gehen, bzw. ohne Leerrohre, wenn Schacht geschossweise gut revisionierbar.
    Sorry, aber wie bekomme ich den damit die Installationsrohre auf ein Raster von 25mm Abstand, wo der Schacht optimal genutzt ist und ich keine Verdrehungen habe.
    Das Bild auf Installationsrohre umgesetzt mit all den Verdrehungen ist genau das was ich nicht im Haus haben will. Zudem, jede Verdrehung kostet Platz.
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  5. #4
    Avatar von susannede
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    Sorry, blöd zurück gefragt, ich stelle es mir so vor, dass die E-Installation von oben nach unten läuft, oben wenige Kabels in Leerrohren - nach unten in Richtung Technikraum geführt - und in jedem Geschoss werden es mehr durch die geschossweise dazu kommenden.

    Sinnvollerweise - aber was ist schon sinnvoll im EFH-Bau (?...das hätte was mit Planung zu tun...) - würde der Schacht oben klein sein können, und müßte nach unten breiter werden, um eben immer mehr Leerrohre aufnehmen zu können. Wozu in dem Schacht überhaupt Leerrohre liegen müßten, weiß ich auch nicht so recht.

    Wichtig wäre ja nur, im Falle einer Änderung dran zu kommen. Dass das ganze schon aus Gründen der Zugentlastung, is ja auch ein gewisses Gewicht, was da rumbammelt, sinnvollerweise zwischendurch mal gehalten wird (und zwar nicht nur "stockwerksweise") ist auch irgendwie logisch.

    Tut mir jetzt leid, ich komm so gesehen aus ner "anderen Hausnummerngröße", wo wir des halt so machen.
    Aber auch unsere Elis sind oft ganz Große im "dummstellen".
    Wenn das ein Trost ist.

    Warum willste denn den Schacht nicht revisionierbar?
    Tapeten- oder Schranktür davor...z.B.

    Gibt's sowas wie einen Planer?

    Grüße
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von susannede Beitrag anzeigen
    Wozu in dem Schacht überhaupt Leerrohre liegen müßten, weiß ich auch nicht so recht.
    Weil das so gewünscht ist, für die Daten, Telefon und DV-Kabel ist das sowieso nötig. Und wir wollten in Beton keine Kabel direkt, und wir haben etliche Stellen, wo es direkt aus dem Beton in den Schacht geht.
    Zitat Zitat von susannede Beitrag anzeigen
    Warum willste denn den Schacht nicht revisionierbar?
    Der Schacht geht auch durch einen Bereich (Garage), der ausserhalb der Luftdichtigkeitsebene liegen. Deshalb muss der Schacht aussen luftdicht sein.
    Zitat Zitat von susannede Beitrag anzeigen
    Gibt's sowas wie einen Planer?
    Ja, natürlich gibt es den, aber muss ja nicht drinnen leben. Mir geht es nur um ein etwas höheres Maß an Ordnung in dem Gewühl.
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  7. #6
    Avatar von susannede
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    wo es direkt aus dem Beton in den Schacht geht.
    Klaro, im Betong Leerrohr. Und da wo kein Beton ist? Warum da?

    Deshalb muss der Schacht aussen luftdicht sein.
    Würgenippel?

    Mir geht es nur um ein etwas höheres Maß an Ordnung in dem Gewühl.
    ...auch immer mein Ansinnen.
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  8. #7
    Avatar von fmw6502
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    unser nur 2-stöckiges Haus hat ja auch einen Technikschacht.

    Alle Leitungen (NYM & CAT7) laufen dort ohne Rohre (aber abgefangen) durch. D.h. die Rohre aus dem Beton oder aus der Dämmschicht laufen an einer Stelle in den Schacht. Im EG ist er bewußt als Trockenbau mit Revisionsklappe knapp unterhalb der Decke ausgeführt.

    Die Überlegung, die dahinter steckt, daß für kleinere Arbeiten die Revisionsöffnung im EG oben bzw. die Öffnung des Schachtes im Keller reicht. Für den schlimmsten Fall kann relativ leicht der Trockenbau aufgemacht und ersetzt werden.

    Gruß
    Frank Martin
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  9. #8
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    Zitat Zitat von susannede Beitrag anzeigen
    Klaro, im Betong Leerrohr. Und da wo kein Beton ist? Warum da?
    Die Stellen wo es aus den Beton rauskommt, sind die am schwersten erreichbaren Ecken, z.B. aus der Betondecke. Wenn man dann nachträglich was einziehen muss, schwer erreichbar. Und dann auch noch den Biegeradius einhalten und die scharfe Kante über die das Kabel liegt. Wenn man dann Einzeladern in den Installationsrohren hat, muss man auch noch "umklemmen" ...

    Ne, wenn Installationsrohre, dann bin ich für durchgängig und ordentlich verlegt.
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  10. #9
    Avatar von fmw6502
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    Die scharfe Kante kann man abfangen.

    Wie viel Leitungen sollen in Deinem Technikschacht laufen? Kannst Du wirklich die Mindestradien aller Leitungen/Rohre einhalten? Wie soll das Eigengewicht der Leitungen abgefangen werden?

    Es gibt zwischen den Endpunkten einige Leitungen mit langen Wegen und einigen Bögen. Bist Du Dir sicher, daß Du diese im jeweils durchgängigen Rohr einziehen bzw. später noch austauschen kannst?

    Gruß
    Frank Martin
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  11. #10
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    Hallo Frank,

    danke für Deine Anmerkungen, hier ein paar Antworten:
    Zitat Zitat von fmw6502 Beitrag anzeigen
    Wie viel Leitungen sollen in Deinem Technikschacht laufen?
    Es sind 65 Stück 20er Installationsrohre, 20 Stück 25er Installationsrohre und 6 Stück 32er Installationsrohre, passt rechnerisch wohlgeordnet in 15x40cm, aber eben nur wohlgeordnet.
    Zitat Zitat von fmw6502 Beitrag anzeigen
    Kannst Du wirklich die Mindestradien aller Leitungen/Rohre einhalten?
    Es gibt in der Planung ein "Einleitprofile" aus "Blech" worüber die Rohre dann von der Betondecke bzw. von oberhalb der Betondecke senkrecht nach unten geführt werden. Die Bleche sind so, dass es zuerst auf der Betondecke bzw. in der Betondecke nach oben geht und dann im Borgen nach unten, so dass die Biegeradien eingehalten werden.
    Zitat Zitat von fmw6502 Beitrag anzeigen
    Bist Du Dir sicher, daß Du diese im jeweils durchgängigen Rohr einziehen bzw. später noch austauschen kannst
    Der Eli will durchgängig das hart Rohr einsetzen. Er sagte Einziehen wäre kein Problem. Zudem hat er daraufgeachten weniger als 50% der Rohrinnenfläche zu auszunutzen, also im Zweifelsfall größere Rohre veranschlagt und auch mal zwei Rohre, wo man auch mehrere Sachen in einem Rohr hätte machen können.
    Zitat Zitat von fmw6502 Beitrag anzeigen
    Wie soll das Eigengewicht der Leitungen abgefangen werden?
    Das ist für mich ein neuer Aspekt: die Installationsrohre sollen nach Planung in jeder Betondecke vergossen werden, mit der Riffelung sollte das Halten. Was aber für mich nun unklar ist, wie das mit den Einzeladern und Kabeln (Fernseher, Daten, EIB) im Installationsrohr aussieht, da hatte ich bisher angenommen die Haftreibung an den Rohrinnenwänden würde einiges tun. Das werde ich aber jetzt hinterfragen.

    Grüße,

    Ralf.
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  12. #11
    Avatar von fmw6502
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    überschlägig passen die Rohre in den Querschnitt 15cm x 40cm, da wird aber sehr wenig Platz für die individuell gefertigten Lochbleche bleiben, dazu würde es eine sehr aufwendige Fädelei der i.allg. störischen Rohre werden. Vermutlich werden sie eh von 3 Seiten einmünden.

    Spätestens beim Übergang der Rohre aus dem EG Boden in den Technikschacht ist der zusätzliche Platz für Bögen sehr sehr knapp, wenn nicht gar unmöglich.

    Daher bin ich der Meinung, daß es so nicht praktikabel ist. D.h. auf der Baustelle wird dann pragmatisch eine andere Lösung realisiert. Es kann alleine schon daran scheitern, daß die Rohre anders in den Technikschacht reinkommen als geplant und somit die Löcher im Lochblech nicht mehr stimmen...

    BTW: bei den Rohren sprich vorher die Planung mit Deinem TWP durch. Thema z.B. Mindestüberdeckung Beton.

    Gruß
    Frank Martin
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  13. #12
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    Zitat Zitat von fmw6502 Beitrag anzeigen
    ... auf der Baustelle wird dann pragmatisch eine andere Lösung realisiert.
    Das gilt es ja mit Hilfsmitteln zu verhindern
    Zitat Zitat von fmw6502 Beitrag anzeigen
    BTW: bei den Rohren sprich vorher die Planung mit Deinem TWP durch. Thema z.B. Mindestüberdeckung Beton.
    Das ist wohl erfolgt und abgenickt: er will bei den Installationsrohren die rausgehen, jede zweite Position frei haben, das heißt ein Mindestabstand von einem Rohrdurchmesser. Es ist hier geplant die Rohre von über der Betondecke/unter dem Estrich "zwischenzunehmen".
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  14. #13

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    Mit Lochband und Kabelbindern sollte es auch deinem Elektriker möglich sein, die paar Rohre da unterzubringen.

    Das mit dem Lochblech ist doch wohl ein schlechter Witz, oder?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Zitat Zitat von Dieter70 Beitrag anzeigen
    Das mit dem Lochblech ist doch wohl ein schlechter Witz, oder?
    Das mit dem Blech war nicht von mir, Blech ist viel zu scharfkantik. Ich meinte Kunststoffplatten von 20mm Dicke 15x40cm mit 22er Löcher für die 20er Installationskabel, 27er Löcher für die 25er usw. ... da bleiben zwischen drinn 4-5mm Stege.
    Diese dann in Abstand von 50-100cm montieren und auch nachher verwenden um die Verkleidung mit Gipskartonplatten zu befestigen. Ist dann nur für die Installationsrohre Fädelei.
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  17. #15
    Avatar von fmw6502
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    Ralf, ich halte jede Wette, daß es am Schluß anders aussehen wird als ihr es geplant habt und wenn es nur ist, daß Euch unterwegs noch etwas einfällt und ihr noch ein (paar) Rohre mehr bekommt.

    Gruß
    Frank Martin
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