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Finanzplanung für mittelfristigen Hauskauf

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  1. #1

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    Finanzplanung für mittelfristigen Hauskauf

    Hallo zusammen,
    ich bin neu hier im Forum und habe mich mittlerweile durch einige Threads gelesen und wollte auch mal um Rat fragen:

    Mittelfristig planen meine Freundin und ich von momentan einer Mietwohnung in etwas eigenes umzuziehen, vorzugsweise ein Haus, da wir auch planen in der Zukunft Kinder zu haben.

    Dazu waren wir jetzt bei unserer Hausbank (wobei wir erst seit kurzem dort unser Konto haben) und haben uns dort beraten lassen. Nachdem ich jedenfalls etwas durch einige Threads gelesen habe, bin ich mir unsicher ob der Vorschlag der richtige für uns ist, oder ob sich der Berater nur eine gute Provision sichern will.

    Hier erstmal einige Eckpunkte zu unserem Vorhaben:
    Vermutlich Hauskauf in einem Zeitraum in ca. 5 Jahren (+- x Jahre), da noch nichts konkretes ansteht, haben wir in unserer Region einen Bedarf von ca. 250.000 € für den Hauskauf angenommen.

    Derzeit vorhandenes Kapital:
    26.000 € auf Sparbuch
    18 000 € in Termineinlage

    Alles beide relativ kurzfristig verfügbar. Gegenüber der Bank wollten wir die 18.000 € aber erstmal aus der Planung raushalten um einen Notgroschen für unerwartete Ausgabe zu haben.

    Vorhandener Bausparvertrag 1:
    Bausparsumme 40.000 €, Wahlzuteilung bei 25 %
    Derzeit ca. 6000 € eingezahlt, monatlich laufen 140 € in diesen Vertrag, 1% Guthabenzinsen
    Effektiver Jahreszins ab Zuteilung 4,18 %, Rückzahlung von monatlich 480 € innerhalb von 5 Jahren, 9 Monaten

    Vorhandener Bausparvertrag 2 (habe ich gerade nicht zur Hand, daher hier nur die Eckdaten):
    Bausparsumme 20.000 €, Zuteilung bei 50 % Guthaben, derzeit ca. 2000 € eingezahlt, aktuell laufen ca. 40 € im Monat in den Vertrag.


    So, jetzt folgt dann das Angebot der Bank:

    Riester-Bausparvertrag über 55.000 €
    Gesamtlaufzeit 21 Jahre, 5 Monate
    Guthaben Zinssatz 1 %
    Monatliche Besparung mit 170 € über 10 Jahre und 1 Monat und jährlich 531 € aus der Steuererstattung, Riester-Zulagen als Sonderzahlungen
    Tilgung von 220 € über 11 Jahre und 4 Monate, Effektiver Jahreszins ab Zuteilung 3,17 %

    Bausparvertrag über 130.000 €
    Guthaben-Zinssatz 1%, monatlicher Sparbetrag von 300 € über 10 Jahre, Einmalzahlung der oben genannten 26.000 € in den Bausparvertrag
    Tilgung von 520 € pro Monat über 13 Jahre, Effektiver Jahreszins ab Zuteilung 3,99 %

    Vorschlag der Bank:
    Die bisherigen Bausparer beitragsfrei stellen und nur noch auf die beiden neuen Verträge einzahlen
    Wird das Darlehen vor Zuteilung gebraucht (was mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit der Fall sein wird), dann wird das über ein Darlehen vorausfinanziert.
    Sinn und Zweck laut der Bank: Günstige Zinsen sichern und Riester-Zulagen/Steuerersparnis

    Nach dem Lesen vieler Beiträge bin ich allerdings mitlerweile sehr skeptisch:
    Warum die bisherigen Bausparverträge unberücksichtigt lassen?
    Eine Vorausfinanzierung ist mit ziemlicher Sicherheit notwendig …
    Fast 75 % über Bausparen zu finanzieren kommt mir etwas hoch vor …

    Ich würde mich freuen eure Meinungen zu diesem Angebot zu hören, und wäre auch sehr dankbar für Alternativ-Vorschläge.

    Vielen Dank und viele Grüße!
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  2. Finanzplanung für mittelfristigen Hauskauf

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  3. #2

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    Hallo, erlauben Sie mir nur kurz auf einen sehr kleinen Teil von dem Posting einzugehen:

    Zitat Zitat von Blaine Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,
    Vorhandener Bausparvertrag 1:
    Bausparsumme 40.000 €, Wahlzuteilung bei 25 %
    Derzeit ca. 6000 € eingezahlt, monatlich laufen 140 € in diesen Vertrag, 1% Guthabenzinsen
    Effektiver Jahreszins ab Zuteilung 4,18%, Rückzahlung von monatlich 480 € innerhalb von 5 Jahren, 9 Monaten

    (...)

    Warum die bisherigen Bausparverträge unberücksichtigt lassen?
    Angenommen Sie würden diesen vorhandenen Bausparvertrag zur BauFi nutzen wollen so erlauben Sie mir eine Gegenfrage: Wie hoch darf die monatliche Rate sein? Wenn bereits 480€ monatlich für ein verhältnismäßig kleines Darlehen verwendet werden, dass noch dazu einen ungünstigen Zinssatz hat, wie viel Geld wäre monatlich noch für Zins+Tilgung für das restliche Darlehen übrig?

    Kurzum: 6 Jahre Zinsbindung gibt es als normales Ann.Darlehen günstiger und "unkomplizierter" (ohne Zwischenfinanzierung etc.)

    Liebe Grüße
    Torian
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  4. #3
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    Hallo,

    vielen Dank für die Rückmeldung, dieses Argument sehe ich ein. Ich bin aktuell noch dabei einen Haushaltsplan aufzustellen um die mögliche monatliche Belastung zu ermitteln, habe aber die Daten aktuell nicht parat, da ich beruflich unterwegs bin.

    Aber wie gesagt, für die ersten beiden genannten Bausparverträge wurde sowieso vorgeschlagen, diese nicht mehr weiter zu besparen, sondern nur noch die beiden letztgenannten, aktuell noch nicht abgeschlossenen Verträge. Mich würde insbesondere Ihre/eure Meinung zu dem Angebot der Bank interessieren.
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  5. #4

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    Ich würde immer vorsichtig sein
    - bei komplizierten Finanzierungsvorschlägen. Wenn etwas nicht sofort verständlich ist, besteht immer der Verdacht, dass wichtige Parameter verschleiert werden sollen.
    - mit Bausparverträgen. Hierzu ist schon viel geschrieben worden. Du gibst selbst ein schönes Beispiel: Du hast Bausparverträge abgeschlossen bei einem Berater, der Dir das schön gerechnet hat und obwohl Du da schon einiges eingezahlt hast, sagt Dir Dein jetziger Berater, dass Du sie niccht wie geplant nutzen sollst.


    In der Tendenz würde ich empfehlen:
    - Da Du die aktuellen Bausparverträge nun mal abgeschlossen hast, würde ich sie auch nutzen: Sofort bis zum Mindestbetrag vom Eigenkapital anzahlen, damit hast Du in Kürze das Darlehen gesichert. (Im Augenblick planst Du zwar in 5 Jahren zu bauen, manchmal ergibt sich dann aber auch früher eine gute Option).
    - Ab dann würde ich möglichst viel außerhalb der Bausparverträge ansparen, um möglichst viel Eigenkapital zu haben.
    - Dann normales Annuitätendarlehen, bzw. KFW.
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  6. #5

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    Mir sind das zu viele BSV, und dann noch eine Sparphase deren Dauer deutlich über Deine Zielvorgabe (5 Jahre) hinaus geht. d.h. in 5 Jahren läuft das auf eine Zwischenfinanzierung hinaus weil die BSV noch nicht "reif" sind.

    Ob man wegen Riester einen BSV nutzt, das steht jedem frei. Denkbar wäre auch ein Riester-Annuitätendarlehen, oder man nutzt Riester als Altersvorsorge (Ergänzung zur Rente). Dann aber bitte nicht mit einer kapitalbildenden LV.

    Ich würde, wenn überhaupt, die vorhandenen BSV so weit bringen, dass sie zu Deinem Wunschtermin zugeteilt werden können. Davor aber die Tarife mal genauer unter die Lupe nehmen, ob sie überhaupt zu Deinem Vorhaben passen. Nicht dass Du Dir mit den monatlichen Raten ein anderes Darlehen blockierst, weil das Einkommen nicht mehr hergibt.

    Den Rest über ein Annuitätendarlehen, evtl. unter Einbindung von Riester, und das Ganze ergänzt um Fördermittel. Leider kann man heute noch nicht sagen, was in 5 Jahren wie gefördert wird.

    Auf jeden Fall solltest Du die verbleibende Zeit nutzen um Kapital aufzubauen.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
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    Hi, erst mal vielen Dank für die bisherigen Antworten:

    Also wie ich das sehe, disqualifiziert sich der vorhandene Bausprvetrag über 40.000 € selbst, da aufgrund der Wahlzuteilung eben 12 Promille der bausparsumme eingebracht werden muss .. und für diesen relativ geringen Betrag dann 500 € zahlen, gibt unser Budget grob überschlagen wohl nicht her.

    Ausserdem binden wir uns mit den neuen Bausparverträgen meiner Ansicht nach ein ziemlich starres Konstrukt an den Hals, und das wo wir ja noch kein konkretes Haus im Auge haben.

    Ich tendiere also momentan eher dazu, die kommenden Jahre noch so viel wie möglich Eigenkapital anzusparen (das kurzfristig verfügbar anzulegen), und wenn wir dann ein konkretes Objekt im Auge haben, dieses mit dem Eigenkapital und mit Annuitätendarlehen (evtl. noch mit Riester bzw. Kfw) zu bezahlen.
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  8. #7

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    Du bist auf dem richtigen Weg.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8

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    Auch beim Riester BSV wäre ich vorsichtig da es sich aktuell so zeigt das nur der der Ihn gemacht hat ihn auch vorfinanziert.

    Studiere mal die Regelwerke der bestehenden Bausparverträge bzw mach mit einem Berater von denen einen Termin. Oft gibt es Möglichkeiten diese in Bezug auf anstehende Finazierungen zu optimieren.
    Da deine aktuelle BAnk diese allerdings nicht selber verkauft(nehm ich an), werden sie dir dazu keine Infos geben können wollen.

    Ich kann mir gut vorstellen das es längere Tilgungsmodelle gibt die dann eine Nutzung wahrscheinlicher machen.
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9
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    Zitat Zitat von jens17071980 Beitrag anzeigen
    Auch beim Riester BSV wäre ich vorsichtig da es sich aktuell so zeigt das nur der der Ihn gemacht hat ihn auch vorfinanziert.
    Den Satz habe ich jetzt nicht ganz verstanden, kannst du das noch weiter ausführen?

    Zitat Zitat von jens17071980 Beitrag anzeigen
    Studiere mal die Regelwerke der bestehenden Bausparverträge bzw mach mit einem Berater von denen einen Termin. Oft gibt es Möglichkeiten diese in Bezug auf anstehende Finazierungen zu optimieren.
    Da deine aktuelle BAnk diese allerdings nicht selber verkauft(nehm ich an), werden sie dir dazu keine Infos geben können wollen.

    Ich kann mir gut vorstellen das es längere Tilgungsmodelle gibt die dann eine Nutzung wahrscheinlicher machen.
    Tja, da hast du falsch angenommen ... bei allen 4 Bausparern handelt es sich um die gleiche Gesellschaft. Die beiden vorhandenen wurden jeweils in den örtlichen Banken in unserer Heimat abgeschlossen, die beiden aktuellen Angebote kommen von unserer neuen Bank am jetzigen Wohn- und Arbeitsort.
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  12. #10

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    Also es ist so wenn do einen Riester BSV bei der x Bank machst kann es die passieren(aktuelle Stand) das viele andere Banken den nicht mit in die Baufinanzierung einplanen können. Ohne Ihn für eine Finanzierung zu nutzen macht er allerdings kaum Sinn...

    Das es keine Möglichkeiten gibt die bestehenden Verträge anzupassen bzw zu optimieren ist schade... Allerdings handelt es sich beim Bauspargeschäft meist um Vermittlungen (Bsp Sparkasse vertreibt LBS Verträge) Daher ruhig mal direkt bei der BSK anrufen. Da kommen manchmal ganz neue Ansätze zum Vorschein.
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