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Nachträgliche Dämmung

Diskutiere Nachträgliche Dämmung im Forum Sanierungskonzept & Kostenschätzung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Nachträgliche Dämmung

    Hallo zusammen,
    ich besitze einen Altbau, wiederaufgebaut nach dem 2.WK.
    Die Aussenmauern bestehen aus ca. 20-30 cm Stein. Innen ist es mit Verbundstoffplatten (20mm Styropor + 12,5mm Rigips)
    gedämmt.
    Nun meine Frage:
    Ich würde gerne den Dämmwert erhöhen und aus Kostengründen wäre folgendes geplant:
    Leichtbauwand im Abstand von 50mm setzen. Zwischenräume mit 50mm Steinwolle (gesamt 100mm) dämmen.
    Entweder zwischen Verbundplatten und Dämmung oder auf neue Dämmung Dampfbremsfolie aufbringen.
    Leichtbauwand mit einem Plattenwerkstoff verkleiden.
    Bitte um fachmännische Ratschläge ob und in wie weit dies alles sinnvoll ist!
    Danke!
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  2. Nachträgliche Dämmung

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  3. #2

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    Hochgradig kritisch! Wird sehr schnell eine Schimmelzuchtanstalt...
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  4. #3
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    Was wäre dann sinnvoller, was auch den Geldbeutel nicht überstrapaziert?
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Laie1982 Beitrag anzeigen
    Was wäre dann sinnvoller, was auch den Geldbeutel nicht überstrapaziert?
    zuerst mal den Wandaufbau untersuchen lassen und dann jemanden holen der sich mit der energetischen Sanierung solcher Gebäude auskennt. Der soll alle möglichen Maßnahmen durchrechnen und dann kann man entscheiden. Hat man eine sinnvolle Lösung gefunden, dann muss diese noch fachgerecht umgesetzt werden. Solche Aktionen scheitern gerne mal an Details an die man einfach nicht denkt oder die man nicht kennt. Was ist beispielsweise mit Steckdosen? Lichtschaltern? Fensterleibungen? Anbindung an Boden, Decke usw. usw. usw.

    Es wäre ja denkbar, dass der bisherige Aufbau schon grenzwertig ist aber gerade noch funktioniert, und jeder cm mehr an Dämmung sorgt dafür dass die Verhältnisse kippen, und schon ist es passiert. Vielleicht müsste auch die bestehende Schale (GKP, EPS Dämmung) entfernt werden um einen funktionierenden Aufbau mit höherer Dämmung umsetzen zu können. Pauschal kann man da keine Empfehlungen geben.

    Am einfachsten wäre wohl eine Fassadendämmung umsetzbar. Das kostet zwar Geld, wird aber unter Umständen nicht teurer als eine aufwendige Innendämmung.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    ich habe in einem fachwerkhaus auch eine wohnung die der vorbesitzer mit einer 2cm dicken Styroporplatte von innen gedämmt hat

    beim u-wert rechner ergibt diese konstellation _immer_ tauwasser hinter dem Stryopor..
    ist das so? weil du schreibst , es könnte gerade so funktionieren?


    wie kann ich denn herausfinden wsa hinter der platte los ist?
    außer großflächig die platten zu entfernen.
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  7. #6
    Avatar von Flocke
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    Fachwerkhaus und Styropur verträgt sich nicht. Hier sind zu viele offene Stellen an denen es zu konvektionsströmen kommt und damit verbunden zu Tauwasserausfall( leider meist am Holz)
    Bei Fachwerk hat sich eine innendämmung aus Holzweichfaser bewährt. Aber auch hier alles in Maßen und vorher berechnen
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Bowman Beitrag anzeigen

    beim u-wert rechner ergibt diese konstellation _immer_ tauwasser hinter dem Stryopor..
    ist das so? weil du schreibst , es könnte gerade so funktionieren?
    Das Problem mit den U-Wert Rechnern ist, dass man die Ergebnisse auch verstehen und interpretieren muss. Einfach Daten eingeben und das Ergebnis passt, gibt es nicht. Deswegen habe ich schon mehrfach darauf hingewiesen, dass solche Rechner mit Vorsicht zu genießen sind, denn unter Umständen sieht man Probleme die gar nicht da sind, oder man fühlt sich in Sicherheit und bekommt die Quittung erst viel später.

    Nur mal ein Beispiel.
    Der Rechner geht von bestimmten Rahmenbedingungen aus. Liegen die überhaupt vor? An wievielen Tagen oder Stunden im Jahr? Es kann ja sein, dass ein Aufbau funktioniert, einfach weil die angesetzten Rahmenbedingungen nie eintreffen, oder vielleicht mal an ein paar Stunden im Jahr und das nicht weiter auffällt.

    Wer hier rechnen möchte darf nicht nur einen Fall rechnen, sondern er muss Dutzende Szenarien durchspielen und diese dann bewerten.

    Auch sind die Materialdaten in der Datenbank sicherlich korrekt, aber die Praxis sieht oft anders aus. Hier kommt der Faktor Verarbeitung hinzu, und das kann man in einer Datenbank nicht erfassen.

    Nach meiner nicht maßgeblichen Erfahrung, funktioniert diese geringe Innendämmung alter Gebäude problemlos. Das liegt sowohl an der geringen Dicke des Dämmmaterials als auch am mehr oder weniger schlechten Dämmvermögen der Dämmstoffe selbst. EPS aus dem Jahr 1970 ist halt nicht mit EPS im Jahr 2014 vergleichbar. Zudem treffen die Randbedingungen mit denen gerechnet wird eher selten auf. Diese Faktoren zusammen sorgen dafür, dass ein Aufbau funktionieren kann, der rechnerisch an sich nicht funktionieren dürfte oder grenzwertig ist.

    wie kann ich denn herausfinden wsa hinter der platte los ist?
    Ich bin ja berufsbedingt ein Fan von Technik, vor allen Dingen Messtechnik, aber in solchen Fällen ist Technik nur bedingt hilfreich. Die Wand anbohren und mit Endoskop untersuchen ist wenig erfolgreich, weil die Platten ja meist mit mehr oder weniger großen "Batzen" an die Wand geklebt wurden. Da müsste man die komplette Platte durchlöchern um größere Flächen betrachten zu können. Schimmel lässt sich bedingt auch in der Luft nachweisen. Auch dafür gibt es Tests. Wer´s aber genauer wissen möchte, es gibt Hunde die Schimmel auch hinter Verkleidungen "erschnüffeln" können. Nach meinem Wissensstand kann hier noch keine Technik mithalten.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8

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    ok danke für die BEiträge.

    Bisher wurde das GEbäude auch nur als Büro genutzt. Die Nutzungsänderung zur Wohnung wurde aber schon genehmigt.
    Daher bietet es sich ja dann an die Platten eh zu entfernen, da wahrscheinlich die Büro-Nutzung nicht mit Wohn-Nutzung verglichen werden kann.


    Auf der U-Wert Seite habe ich auch das mit den Innenseite-Holzfaserdämmplatten + Lehmputz gelesen in maximal 6cm Stärke
    DAs ist also die "state-of-the-Art" Masterlösung?
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Bowman Beitrag anzeigen
    Auf der U-Wert Seite habe ich auch das mit den Innenseite-Holzfaserdämmplatten + Lehmputz gelesen in maximal 6cm Stärke
    DAs ist also die "state-of-the-Art" Masterlösung?
    Das kann eine gut funktionierende Lösung werden. Es gibt auch mineralische Platten die einen entsprechenden Wärmedämmwert haben, auch damit lässt sich gut arbeiten.

    Bei all diesen Lösungen muss man halt im Hinterkopf behalten, dass man damit keine hohen Wärmedämmwerte (niedrige U-Werte) erreichen kann, und man sollte sehr genau wissen, wie die Wand wirklich aufgebaut ist.

    Ich sagte ja, Theorie ist schön und gut, und auch sehr wichtig, aber man kann damit die Praxis nur bedingt abbilden.
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  11. #10

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    Oder man läßt alles wie es ist und rechnet erstmal die mögliche Einsparung den Kosten einer Innendämmung mit allen Gefahren gegen.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Bowman Beitrag anzeigen
    Auf der U-Wert Seite habe ich auch das mit den Innenseite-Holzfaserdämmplatten + Lehmputz gelesen in maximal 6cm Stärke
    DAs ist also die "state-of-the-Art" Masterlösung?
    es kann m.E. keine pauschale Lösung geben, wieviel Innendämmung "richtig" ist. Und bei Fachwerk schon gar nicht.
    Ist Ihre Wand überhaupt für Innendämmung geeignet? Ich habe schon großflächig nachträglich angebrachte Innendämmung wieder abreißen lassen, weil diese eine Gefahr für die Fachwerkwand dargestellt hat. Es hatten sich schon massive Holzschäden eingestellt.
    Wichtigster Punkt: wie ist es um den Schlagregenschutz der Wand bestellt? Ist die Wand überhaupt in Ordnung oder wurde schon nicht fachgerecht daran rumgedoktort?
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  13. #12

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    danke für die Hinweise

    Der Dachüberstand ist ca 50cm und das Gebäude (sprich Wand) nur ca 2,80m hoch bis zur Traufe, so dass eigentlich nur extremster Schlagreden an die Wand kommt.

    Die Wand ansich sieht von außen daher top aus und es wurde auch nichts daran rumgedokert irgendwo.
    Außer dass in einem Raum ca. 30m² von innen Styropor (Jahrgang 1980), 20mm drangeklebt wurde
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  14. #13

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    ich glaube, Sie unterschätzen das Auffeuchtungspotential, das von Schlagregen ausgeht...
    Zu Ihrer Einschätzung (sieht "top aus") ein Beispiel von mir: Ich habe auch schon (für den Laien) top-aussehende Wände gesehen, die quasi abrißreif waren:
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Ja muss der Schlagregen an die Wand kommen? Oder geht es um die Erhöhung der LUftfeuchtigkeit durch starken Regen?
    Der Schlagregen kommt nicht an die Wand (Dachüberstand) und auf der Wetterseite ist kein Fcchwerk bei dem Gebäude.
    Top hieß für mich.. ich habe mal vor ein paar monate überall mit nem Schraubernzieher rumgebröckelt und der hatte immer Widerstand.

    Zum Bild. Sieht erstmal gut aus für mich von vorne (klar kann dahinter schon alles weggegammlt sein durch Innendämmung?)
    Oder sind die Fäden da in der Mitte überpinselte Hausschwammausblühungen?
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  17. #15
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    Könntest Du das bitte woanders ausdiskutieren?

    Mein Haus ist zwar laut Plänen Fachwerk, aber definitiv nur gemauert.
    Die Isolierung wurde in den 80-igern von meinen Eltern angebracht und seitdem hatten wir nie mit Schimmel Probleme.
    Ich ließ mir sagen, dass Altbauten mit Außenisolierung gerne Schimmeln...
    Und besagter U-Wert Rechner meinte, bei zusätzlicher Innendämmung (auf vorhandene 2cm Styro und 12,5mm Rigips) 150mm Steinwolle, Dampfbremse, 12,5mm Rigips eine Änderung von etwa 1 W/m² auf 0,2 W/m², Feuchteschutz ein kleiner grüner Strich und nur der Hitzeschutz im gelben Bereich.....
    Ein Laie lässt grüßen
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