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Grundriss EFH 160 m² zur Diskussion

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  1. #1

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    Grundriss EFH 160 m² zur Diskussion

    Nabend zusammen,

    Ich möchte einmal unseren aktuellen Grundriss zur Diskussion stellen. Unser Haus soll einen ländlichen Charakter haben, uns ist daher bewusst, dass es durchaus wirtschaftlich/energetisch sinnvollere Lösungen gibt. Es geht mir eher generell um die Ausrichtung, Anordnung und Funktionalität der Räume. Aktuell stellen wir uns noch 2 Fragen, die uns Kopfschmerzen bereiten:
    1. ist die Dusche im HWR sinnvoll oder gehört die Dusche ins Gäste-Wc?
    2. sind die Kinderzimmer aufgrund der Ausrichtung zu dunkel ((nord-)West)?

    Viele Grüße
    Jens
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  2. Grundriss EFH 160 m² zur Diskussion

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Jens48465 Beitrag anzeigen
    1. ist die Dusche im HWR sinnvoll
    Wenn der Heizkessel oder die Waschmaschine regelmäßig duschen bestimmt.
    Zitat Zitat von Jens48465 Beitrag anzeigen
    oder gehört die Dusche ins Gäste-Wc?
    In Sanitärräumen sind Duschen zumindest üblicher als in Maschinen- und Arbeitsräumen.

    Allerdings ergibt eine Gäste-Bad-Dusche ohne Gästezimmer eigentlich auch keinen Sinn. Ich mag da eine vollkommen verrückte Lebensweise verfolgen, aber ich ziehe nach dem Duschen gern saubere Kleidung an. Und bei mir liegt die im Kleiderschrank. Eine Dusche weit weg vom Kleiderschrank ist für mich daher absoluter Irrsinn.

    Aber wenn derartige Überlegungen nicht greifen: Wie wäre es mal mit etwas, das sonst keiner macht: Mach doch die Dusche in den Wohnraum... Dann sieht man sie wenigstens, wenn sie schon keiner benutzt.

    Nur falls es sich dir noch nicht erschlossen hat: In meinen Augen ergibt in deinem Grundriss die Dusche weder im Gäste-WC noch im HWR einen Sinn.

    Solltest du gelegentlich den nassen Hund duschen wollen oder nach dem joggen dermaßen stinken, dass, wenn du 5m durchs Haus läufst, noch jahrelang ein abschreckender Geruch wahrnehmbar ist, dann rate ich zu einem Schmutzschleusenartigen Nebeneingang, abgetrennt vom HWR. Allein schon, weil das Durchschreiten des regulären Eingangsbereichs wohl für alle anderen Hausbewohner und Gäste ebenso unzumutbar wäre wie das offensichtlich zu vermeidende durchqueren des Treppenhauses auf dem Weg zum Haupt-Bad, außerdem wäre es ja blöd wenn die saubere Wäsche aus dem HWR den Gestank annähme. Zudem ist es sicher besser für die Technik, sie nicht mit dem ganzen Siff in Verbindung zu bringen.
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  4. #3
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    Vielen dank für die nächtliche Satire, Ziesel. Also wir möchten schlicht ergreifend eine zweite Dusche im Haus haben. Ein zweites Bad im OG kommt nicht in Frage, bleibt eine Dusche im Gäste-Wc oder HWR. Deine Meinung zu diesem Thema kenne ich nun. Gibt's noch weitere?

    Beste
    Jens
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  5. #4

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    Eine Dusche im WC ist nur mit sehr viel Platz sinnvoll.

    Bei einem Blick auf meinen Nachwuchs ist eine Dusche in einer Dreckschleuse sinnvoll (meine ist im Keller geplant).
    Ich hab auch keine Lust nach so mancher Gartenarbeit nackt durch das ganze Haus zu laufen um wieder sauber zu werden.
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  6. #5

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    Die Küche ist mE unpraktisch, die Insel viel zu klein.
    Du willst jemand vor Dir sitzen wenn Du Bratwürste brutzelst??

    Der Ofen steht an der unwohnlichsten Ecke Wozi ist nur zum fernsehen iO.

    Kind2 und bad tauschen hilft beim entwässern.

    Soviel erstmal von mir....
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  7. #6

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    Warum hat das Haus so viel Ecken, innen und außen? "Ländlich" ist das nicht ...

    Außerdem würde ich ein zusätzliches Zimmer machen.

    Dusche gehört für mich nicht in den HWR.

    Ausrichtung Kizi für mich ok.

    Trotzdem: Kann mir nicht vorstellen, dass das ein Architektenplan ist ...
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  8. #7

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    Also ich finde das mit der dusche im HWR jetzt nicht dramatisch. Ich kann mir jetzt zwar nettere Orte vorstellen, in die ich morgens mit meinem Handtuch unterm arm zum duschen hintapern will. Aber den Wunsch nach einer Ausweichdusche bei zwei Kindern kann ich gut verstehen. Und irgendwo muss die dann ja hin.
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  9. #8
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    Für mich ist die spannendste Frage wie das Bad OG entwässert wird.
    Die bodenebene Dusche hängt mitten überm Wohnzimmer in der Gegend rum.
    Hinterm WC ist zwar ein Schacht angedeutet aber von dort zur bodenebenen Dusche .... Mission Impossible.

    Im EG kommt dann der Fallstrang im Eck neben der Couch runter ... perfekt fürn Schallschutz :-),
    das Feeling dass einer einem in den Longdrink schifft finde ich immer erstklassig.

    Die Dusche im HWR ist oftmals gar keine schlechte Idee ... Schmutzklamotten sind dann gleich aufgeräumt ...
    und das Bad im OG wird sowieso eher morgens genutzt ... denn zu allen anderen Zeiten :
    Man habe Mitleid mit dem Longdrink ... ausserdem wer leert schon gerne den Eimer unter der Decke mitten am Tag ?

    Da müssen noch ein paar graue Zellen in grundlegende Basisdinge gesteckt werden ...
    oder ein neues Patent *Beam_me_wech*-Entwässerungsutensilien nebenbei entwickelt werden.

    Man könnte auch nen Antrag stellen, dass die Physik geändert wird und das Wasser so für 5 m auch bergauf sich verdrückt ... typischer Fall von *schönem, buntem Bildchen - funktioniert aber nicht* ...

    Gruß
    Achim Kaiser
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  10. #9
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    Zudem werd ich nie begreifen warum Nassräume die Technik und Rohrleitungen benötigen immer maximal weit vom Wärmeerzeuger und der WW-Bereitung angeordnet werden müssen. Durch solche Grundrissgestaltungen ist immer auch gleich für maximalen Kostenaufwand und jede Menge Klimmzüge zur Unterbringung des Gerödels gesorgt.
    Der mit Zwiebelleder ausgeschlagene Geldbeutel bedankt sich dafür in der Regel umgehend.

    Wenn die Grundrissaufteilung Elternschlafzimmer / Ankleide / Bad ein *must-have* Kriterium ist, sollte man mal drüber nachdenken den Grundriss oben so zu gestalten, dass das Bad über den mit Technik eh schon belegten Räumen im EG angeordnet wird. Wenns dann im Hauswirtschaftsraum oder im sep. WC (oder Eingangsbereich) etwas zu Geräuschbelastungen kommt ists garantiert nicht so störend wie wenn einem im Wohnzimmer jedes mal einer ins Kaltgetränk schi***.

    Kürzere Wege bedeuten in der Regel auch das man auf Zirklulationsleitungsgedönse verzichten kann.
    Was nicht da ist verbaucht auch keine Bereitschaftsenergie und der EnEV Nachweis freut sich ebenfalls.

    Da hats noch Optmierungspotential jede Menge.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  11. #10

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    Ohne die Rahmenbedingungen zu kennen, ist es immer schwer, die Planungsleistung richtig zu beurteilen. Das gezeigte Ergebnis hier, der Grundriss, wirkt jedoch stark verkrampft, wie die unruhige Aussenwand auch.
    Der Eingang mit Garderöbchen für 4 ist ein schlechter Start, Wohnzimmer schlecht geschnitten, nach innen gerichtet, eng und der Gesamtfläche nicht angemessen. Zugang zu Essen durch Küche oder Wohnzimmer unschön, Platzverschwendung ohne Gefühl der Großzügigkeit. Enge, viertelgewendete Treppe in 160 qm Haus? Wieso?
    Im OG ist die Umsetzung von Eltern-Ankleide-Bad wenig gelungen, es fehlt ein Kinder Bad. Warum haben die Kinderzimmer unterschiedliche Fenstergrößen?

    HB
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  12. #11

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    neben der ungeklärten installationsmöglichkeiten wird die statik auch interessant. ich vermisse tragende wände und ich vermisse wände, die auch übereinander stehen - außer einer treppenwand!

    zu einem entwurf gehören auch ansichten schnitt und lageplan.

    ziesel - dein kommentar war wieder gut, sehr gut!
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  13. #12
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    Moin zusammen,
    Danke für die bisherigen Kommentare. Ich versuche das mal für mich zusammenzufassen, womit ich unseren Architekten (steht zumindest auf seiner Visitenkarte) beim nächsten Treffen konfrontieren kann:

    1. Statik
    2. Entwässerung des Bads im OG. Das ist im Übrigen wohl auf unseren Mist gewachsen, weil wir das Bad gerne nach hinten haben wollten, wie das Wohnzimmer im übrigen auch. Dennoch hätte ich eine kritische Anmerkung des Planers erwartet.
    3. Ich weiß noch nicht, was ich mit dem Kommentar von Heideblick anfangen soll. Ist die Garderobe zu klein? Warum ist das Wz schlecht geschnitten? Was ist unschön am Zugang zum Essen?

    Gibt es noch weitere Kritik?

    Beste
    Jens
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  14. #13

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    Um einen ENtwurf beurteilen zu können braucht´s auf jede Fall Schnitt, Ansichten und idealerweise noch den Lageplan (um Erschließung etc. sehen zu können).
    Aber - ich finde, die Ausrichtung der Räume ist verkehrt: HWR nach Südwesten? Wohnzimmer im Nordosten....? Warum? Schlafzimmer Abstr. nach Süden? Sind DFFs vorgesehen?

    Ich würde da noch mal in die grundsätzliche Konzeption einsteigen: Himmelrichtungen, Funktionsabläufe, Beziehungen von Räumen zueinander etc.

    Unabhängig davon finde ich es total ungünstig, wenn man durch die Küche durchlaufen muss, um ins Esszimmer zu gelangen. Stell Dir vor, Du bekommst Besuch und es steht noch jemand am Herd. Dann müssen sich alle daran vorbeiquetschen. Ich bin ein Freund offener Küchen, aber nicht so.
    Gruß, Liesl
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Jens48465 Beitrag anzeigen
    ... unseren Architekten (steht zumindest auf seiner Visitenkarte) ...
    Habt ihr wirklich einen freien Architekten mit Leistungsstufen nach HOAI beauftragt?

    Zitat Zitat von Jens48465 Beitrag anzeigen
    Ist die Garderobe zu klein?
    Es fehlt zwar die Bemaßung, aber die Garderobe ist vielleicht einen guten Meter groß. Bei 2 Personen macht das 25 cm pro Nase. Und Gäste, Schuhe? Die Waschmaschine im HWR möchte man ja auch nicht beim Duschen stören, bleibt ein (Notbehelf-) Garderobenschrank an der Treppe, aber bei einem Neubau geht das sehr viel besser.

    Zitat Zitat von Jens48465 Beitrag anzeigen
    Warum ist das Wz schlecht geschnitten?
    Erstmal bietet das Wohnzimmer keine Verbindung nach draussen, richtet sich nur nach innen. Und selbst wenn Heimkino das Hauptkriterium sein sollte, (was interssante drinnen-draussen-Beziehungen nicht ausschließen muß) ist die Umsetzung mit dem Zugang auf der Fernsehseite eher unschön gelöst. Der Bereich des Zugangs trägt auch nicht positiv zum Raumgefühl bei.

    Zitat Zitat von Jens48465 Beitrag anzeigen
    Was ist unschön am Zugang zum Essen?
    Siehe Bauliesl, wegen der Umsetzung des Grundrisses vermute ich grundsätzlichere Fehler schon viel früher.

    Grüße
    HB
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Jens48465 Beitrag anzeigen
    Also wir möchten schlicht ergreifend eine zweite Dusche im Haus haben.
    Soweit nachvollziehbar und sicher auch sinnvoll.
    Zitat Zitat von Jens48465 Beitrag anzeigen
    Ein zweites Bad im OG kommt nicht in Frage,
    Was spricht denn dagegen, die naheliegendste und möglicherweise auch sinnvollste aller möglichen Lösungen zu wählen?
    Zitat Zitat von Jens48465 Beitrag anzeigen
    bleibt eine Dusche im Gäste-Wc oder HWR.
    Oder eben eine Dusche in einem separaten Raum Oder gar in einem separaten Gebäude. Du wolltest doch ein Haus mit ländlichem Charakter. Nebengebäude sind ländlich...
    Zitat Zitat von Jens48465 Beitrag anzeigen
    Gibt es noch weitere Kritik?
    Klar: Wenn man mal dringend im OG aufs Klo muss, muss man zwei Türen absperren. Das ist aufwändig und umständlich. Das Klo als Durchgangszimmer, auf die Idee muss man erst mal kommen...

    Und die Türenkombination im Bereich Schlafen-Ankleide-Bad ist ja auch katastrophal: Man steht morgens auf, geht durch die Ankleide gen Bad. In dem Moment, in dem man das Bad betreten will, kommt das Kind gutgelaunt zur anderen Türe hinein und schlägt einem erstmal die Tür schwungvoll mitten ins Gesicht. Voller Freude über diesen gelungenen Start in den Tag kleidet man sich in der Ankleide an, will den Raum gen Flur verlassen - und stellt fest, dass es gar nicht so geschickt ist, wenn die Tür in genau die Richtung aufschlägt, aus der man kommt. Total verkrampfte Türensituation...

    Irgendwie erweckt das ganze an so ziemlich jeder Stelle den Eindruck, als versuche jemand, alles zu kompliziert wie nur irgend möglich zu machen. Maximaler Aufwand mit minimalem Nutzen. Aber das immerhin als durchgängiges Entwurfsprinzip.

    Man kann sich das Leben unnötig schwer machen. Dieser Grundriss ist dafür m.E. ein Paradebeispiel.
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